DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06481409 Roger Federer of Switzerland attends a press conference alongside his trophy after winning the men's singles final against Marin Cilic of Croatia at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Australia, 29 January 2018.  EPA/LUKAS COCH AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Roger Federer gönnt sich an der Pressekonferenz ein Gläschen Champagner. Bild: EPA/AAP

Federers Geständnis: «Ohne Mirkas Unterstützung würde ich längst nicht mehr spielen»

Nach der tränenreichen Pokal-Übergabe am Australian Open in Melbourne findet Roger Federer an der Pressekonferenz seine gewohnte Souveränität zurück.



Federer gab zu, dass ihm gegen den Kroaten Marin Cilic auch einiges an Glück zu seinem 20. Grand-Slam-Titel verholfen hat. «Es war eng, sehr eng. Zu Beginn des fünften Satzes wollte ich nur eines: ein Game gewinnen, um sein Momentum zu brechen. Da hatte ich wirklich Glück.»

Für Federer ist ein Grand-Slam-Final auf der emotionalen Ebene nicht immer einfach zu verkraften. «Manchmal nimmt die Nervosität so stark zu, dass du denkst, du würdest das Spiel verlieren. Ich muss lernen, diese Emotionen besser im Griff zu haben. Den zweiten Satz habe ich nur wegen Nervenflattern verloren.»

abspielen

Federer nach dem Match im Interview (englisch) ... Video: YouTube/Australian Open TV

abspielen

... und an der Pressekonferenz (englisch). Video: YouTube/Australian Open TV

Der 36-jährige Schweizer würdigte vor der Presse auch seine Frau Mirka. «Ohne ihre Unterstützung würde ich seit Jahren nicht mehr Tennis spielen», sagte Federer. Auf die Frage, was denn das Geheimnis seines Erfolges sei, sagte der sechsfache Australian-Open-Sieger: «Wenn es ein Geheimnis gibt, dann ist es nicht zu viel Tennis spielen, die Trainings und die Reisen schätzen, eine grosse Entourage um sich haben und natürlich meine Familie und meine Frau.»

Bild

Trotz des Erfolges in Melbourne bleibt Federer auch künftig vorsichtig, was seine Saisonplanung betrifft. «Ich muss meine nächsten Ziele mit Vorsicht definieren», so der Baselbieter, «es liegen noch sehr schöne Dinge vor mir.» Weil der Rückstand auf Rafael Nadal in der Weltrangliste nur noch 155 beträgt, erwägt Federer aber einen zusätzlichen Start. «Mein Kalender ist offen bis Indian Wells, daher habe ich die Möglichkeit, ein Turnier wie Dubai noch einzustreuen.»

abspielen

Federers Ehrenrunde mit dem Pokal. Video: YouTube/Australian Open TV

Lüthi musste auch «beissen»

Coach Severin Lüthi erlebte den Final wie gewohnt in Federers Box. «Es war ein wahnsinniger Match, der komisch gelaufen ist. In den Momenten, in denen Roger besser war, verlor er den Satz. Zu Beginn des dritten Satzes stand die Partie auf der Kippe, und zu Beginn des fünften empfand ich Cilic als stärker. Er war an jedem Return dran und setzte Roger unter Druck. Aber Roger hat die Qualität, da rauszukommen, das hat er schon genug bewiesen.»

epa06480635 Roger Federer of Switzerland's coach Ivan Ljubicic (R), and Federer's wife Mirka Federer (C) watch Federer in action during his men's final match against Marin Cilic of Croatia at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Australia, 28 January 2018.  EPA/MARK CRISTINO

Coach Lüthi und Ehefrau Federer gehen voll mit. Bild: EPA/EPA

Das sei aber nicht selbstverständlich. «Ich bin extrem froh, dass er gewonnen hat, auch wenn Cilic den Sieg auch verdient hätte. Aber Roger hat mehr Phasen der Partie dominiert. Bei der Siegerehrung musste ich auch etwas ‹beissen›. Die Zahl 20 ist eine unglaubliche Zahl, aber es war nie sein Ziel oder unser Ziel, einmal 20 Grand-Slam-Titel zu gewinnen. Es geht immer darum, das Beste aus dem Moment zu machen. Und wenn man vor Ort ist, will man ein Turnier gewinnen.»(pre/sda)

Die Pressekonferenz mit Marin Cilic:

abspielen

Video: YouTube/Australian Open TV

Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

1 / 32
Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)
quelle: epa/epa / nic bothma
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Unvergessene Tennis-Geschichten

«Yips» beschert Kurnikowa einen unglaublichen Negativrekord – und trotzdem gewinnt sie

Link zum Artikel

Hingis bodigt in Melbourne erst Serena Williams und macht dann Kleinholz aus Venus

Link zum Artikel

Federer nach seinem ersten Sieg gegen eine Nummer 1: «Jetzt will ich in die Top 10»

Link zum Artikel

«Disgusting bitch!» – Patty Schnyder teilt mal so richtig aus

Link zum Artikel

Vier vergebene Matchbälle! Hingis' Traum schmilzt in Melbourne bei 50 Grad weg

Link zum Artikel

Eine krachende Vorhand rettet Federer auf dem Weg zum Karriere-Slam

Link zum Artikel

Paris verliebt sich in Nadal, das «Kind mit der donnernden Linken»

Link zum Artikel

Chang treibt Lendl mit Mondbällen und «Uneufe»-Aufschlag in den Wahnsinn

Link zum Artikel

Mit einem Return für die Ewigkeit beendet Federer die Wimbledon-Ära des grossen Sampras

Link zum Artikel

Oh là là! Eine Flitzerin stiehlt den Wimbledon-Finalisten kurz die Show

Link zum Artikel

Mit 16 wird Martina Hingis die jüngste Wimbledon-Siegerin des 20. Jahrhunderts

Link zum Artikel

Wimbledon-Triumph als Weltnummer 125 – Ivanisevics Traum wird endlich wahr

Link zum Artikel

Djokovic fügt Wawrinka die Mutter aller heroischen und bitteren Niederlagen zu

Link zum Artikel

Gut gebrüllt: «Niemand schlägt Vitas Gerulaitis ­17 Mal hintereinander!»

Link zum Artikel

Weil sich Courier von Kuhglocken irritieren lässt, darf die Schweiz vom Davis Cup träumen

Link zum Artikel

Frankreich holt sich den dramatischsten Davis-Cup-Triumph der Geschichte

Link zum Artikel

Im Interview mit CNN hat Roger Federer seinen legendären Lachanfall

Link zum Artikel

Wegen Rossets Dummheit des Jahres bricht Hingis beim Hopman Cup in Tränen aus

Link zum Artikel

Nach Federers Gegensmash schmeisst Roddick frustriert sein Racket weg

Link zum Artikel

Nach den Olympischen Spielen in Sydney entfacht die grosse Liebe zwischen Roger und Mirka

Link zum Artikel

«Who is the beeest? Better than the reeest?» – Federer rockt beim Davis Cup das Festzelt

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Roger Federer verteidigt Achtelfinal-Verzicht in Paris: «Es war die richtige Entscheidung»

Kommende Woche beginnt für Roger Federer in Halle die Rasensaison. Was er zu seinem Verzicht auf den Achtelfinal der French Open sagt. Am Freitag gab er Auskunft darüber, wie es ihm gesundheitlich geht.

Zunächst ist es nicht mehr als eine leise Sehnsucht, so etwas wie eine heimliche und verbotene Liebe. Und im Verbotenen liegt bekanntlich der Reiz. Für Schweizer, sagt Federer, scheine der Belag, auf dem er sich nun am wohlsten fühlt, unerreichbar: Rasen.

Denn dort, wo Roger Federer aufwächst, wird auf Sand Tennis gespielt. Er spielt Fussball, Tischtennis, fährt Ski und spielt Tennis. Meist fährt er mit dem Velo an den St. Galler Ring 225 ins Basler Bachletten-Quartier, wo der TC Old Boys …

Artikel lesen
Link zum Artikel