Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bulgaria's Grigor Dimitrov returns the ball to Spain's Fernando Verdasco during their third round match of the French Open tennis tournament at the Roland Garros stadium, Friday, June 1, 2018 in Paris. (AP Photo/Christophe Ena)

Nein, Grigor Dimitrov ist momentan nicht die Weltnummer 1. Bild: AP/AP

Vor fünf Jahren sagte «L'Équipe» die heutigen Top 10 voraus – und lag komplett daneben



Im Frühsommer 2013 beherrschten die «Big Four» das Männertennis: Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray. Und das schon seit fast acht Jahren. Vom US Open 2005 bis zum French Open 2013 gingen alle Grand-Slam-Trophäen an einen aus diesem Quartett. Mit einer Ausnahme: Juan Martin Del Potro konnte beim US Open 2009 die Phalanx durchbrechen.

Natürlich lagen die vier Überspieler Ende Mai 2013 auch geschlossen an der Weltranglisten-Spitze. Doch die französische Sportzeitung «L'Équipe» war sich damals sicher, dass diese Dominanz nicht mehr ewig währen würde und prophezeite während des French Open die Top 10 von 2018.

Die Top 10 der «Équipe»

  1. Grigor Dimitrov (BUL), momentan die Weltnummer 5
  2. Benoit Paire (FRA), 51
  3. Andy Murray (GBR), 47
  4. Milos Raonic (CAN) 28
  5. Novak Djokovic (SRB), 22
  6. Kei Nishikori (JPN), 21
  7. Bernard Tomic  (AUS), 206
  8. Ernerst Gulbis (LAT), 160
  9. Jerzy Janowicz (POL), 192
  10. Jack Sock (USA), 14
JAHRESRUECKBLICK 2017 - SPORT - Grigor Dimitrov of Bulgaria lifts the trophy after beating David Goffin of Belgium in their ATP World Tour Finals singles final tennis match at the O2 Arena in London, Sunday Nov. 19, 2017. (KEYSTONE/AP Photo/Tim Ireland)

Grigor Dimitrov gewann beim ATP-Final in London im letzten November seinen ersten grossen Titel. Bild: AP

Wer heute ein Blick auf die Top 10 der «Équipe» wirft, kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. Denn die Zeitung lag mit ihrer Prognose ziemlich daneben. Mit Ausnahme von Grigor Dimitrov ist derzeit keiner in den Top 10 klassiert. Die Nummer 1 wurde der Bulgare in den fünf Jahren seit 2013 aber nie, seine höchste Platzierung hatte der «Baby-Federer» im November 2017 als Nummer 3 inne. Damals hatte er soeben den ATP-Final in London gewonnen.

Nicht mehr in den Top 10 sah die französische Sportzeitung damals die aktuelle Weltnummer 1. Dass Rafael Nadal mit seinen lädierten Knien nochmals fünf Jahre durchhalten würde, konnte man sich damals nicht vorstellen. Auch nicht, dass Roger Federer mit bald 37 Jahren noch Grand Slams gewinnen und immer noch zur Weltspitze gehören würde. Keine Berücksichtigung fanden ausserdem der «unzerstörbare» Juan Martin Del Potro und Marin Cilic.

epa06434687 Rafael Nadal (L) of Spain and Roger Federer (R) of Switzerland hold their trophies for the International tennis Writers Association 'Ambassadors of the Year' awards during a press conference at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Victoria, Australia, 13 January 2018. The Australian Open starts on 15 January.  EPA/MAST IRHAM

Noch immer die Weltnummern 1 und 2: Rafael Nadal und Roger Federer. Bild: EPA/EPA

Die aktuellen Top 10

  1. Rafael Nadal (ESP)
  2. Roger Federer (SUI)
  3. Alexander Zverev (GER)
  4. Marin Cilic (CRO)
  5. Grigor Dimitrov (BUL)
  6. Juan Martin Del Potro (ARG)
  7. Kevin Anderson (ZAF)
  8. Dominic Thiem (AUT)
  9. David Goffin (BEL)
  10. John Isner (USA)

Die Top 10 vom 27. Mai 2013

  1. Novak Djokovic (SER)
  2. Andy Murray (GBR)
  3. Roger Federer (SUI)
  4. Rafael Nadal (ESP)
  5. David Ferer (ESP)
  6. Tomas Berdych (CZE)
  7. Juan Martin Del Potro (ARG)
  8. Jo-Wilfried Tsonga (FRA)
  9. Richard Gasquet (FRA)
  10. Stan Wawrinka (SUI)

Etwas gar verwegen waren die Prognosen von Benoit Paire als Weltnummer 2 (damals die 26) und Bernard Tomic als Weltnummer 7 (damals die 61). Beide verfügen zwar über viel Talent, gehörten 2013 aber schon in die Kategorie «schwierige Charakere». Stark war dafür die Berücksichtigung von Jack Sock, der es im November 2017 tatsächlich in die Top 10 schaffte: Der Amerikaner war vor fünf Jahren erst 20 und nur die Weltnummer 118.

epa06773577 Benoit Paire of France plays Kei Nishikori of Japan during their men’s second round match during the French Open tennis tournament at Roland Garros in Paris, France, 30 May 2018.  EPA/YOAN VALAT

Benoit Paires beste Klassierung war im Januar 2016 Rang 18. Bild: EPA/EPA

«L'Équipe» hatte bei ihrem Ranking der Zukunft aber auch etwas Pech. Ohne ihre langen Verletzungsmiseren wären Andy Murray, Milos Raonic, Novak Djokovic und Kei Nishikori wohl noch immer in den Top 10 vertreten.

Federers Niederlagen, bei denen er Matchbälle vergab

Unvergessene Tennis-Geschichten

«Yips» beschert Kurnikowa einen unglaublichen Negativrekord – und trotzdem gewinnt sie

Link zum Artikel

Hingis bodigt in Melbourne erst Serena Williams und macht dann Kleinholz aus Venus

Link zum Artikel

Federer nach seinem ersten Sieg gegen eine Nummer 1: «Jetzt will ich in die Top 10»

Link zum Artikel

«Disgusting bitch!» – Patty Schnyder teilt mal so richtig aus

Link zum Artikel

Vier vergebene Matchbälle! Hingis' Traum schmilzt in Melbourne bei 50 Grad weg

Link zum Artikel

Eine krachende Vorhand rettet Federer auf dem Weg zum Karriere-Slam

Link zum Artikel

Paris verliebt sich in Nadal, das «Kind mit der donnernden Linken»

Link zum Artikel

Chang treibt Lendl mit Mondbällen und «Uneufe»-Aufschlag in den Wahnsinn

Link zum Artikel

Mit einem Return für die Ewigkeit beendet Federer die Wimbledon-Ära des grossen Sampras

Link zum Artikel

Oh là là! Eine Flitzerin stiehlt den Wimbledon-Finalisten kurz die Show

Link zum Artikel

Mit 16 wird Martina Hingis die jüngste Wimbledon-Siegerin des 20. Jahrhunderts

Link zum Artikel

Wimbledon-Triumph als Weltnummer 125 – Ivanisevics Traum wird endlich wahr

Link zum Artikel

Djokovic fügt Wawrinka die Mutter aller heroischen und bitteren Niederlagen zu

Link zum Artikel

Gut gebrüllt: «Niemand schlägt Vitas Gerulaitis ­17 Mal hintereinander!»

Link zum Artikel

Weil sich Courier von Kuhglocken irritieren lässt, darf die Schweiz vom Davis Cup träumen

Link zum Artikel

Frankreich holt sich den dramatischsten Davis-Cup-Triumph der Geschichte

Link zum Artikel

Im Interview mit CNN hat Roger Federer seinen legendären Lachanfall

Link zum Artikel

Wegen Rossets Dummheit des Jahres bricht Hingis beim Hopman Cup in Tränen aus

Link zum Artikel

Nach Federers Gegensmash schmeisst Roddick frustriert sein Racket weg

Link zum Artikel

Nach den Olympischen Spielen in Sydney entfacht die grosse Liebe zwischen Roger und Mirka

Link zum Artikel

«Who is the beeest? Better than the reeest?» – Federer rockt beim Davis Cup das Festzelt

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Murspi 03.06.2018 03:16
    Highlight Highlight Sport ist allgemein unberechenbar, umso mehr in einer Einzelsportart wie Tennis, wo z.B. Verletzungen eine umso tragendere Rolle spielen. Das ist aber auch ein Grund, warum Sport so fasziniert :)
  • c_meier 03.06.2018 00:35
    Highlight Highlight wie sieht die Rangliste für 2023 von Philipp Reich aus? ;)
    • Pukelsheim 03.06.2018 07:05
      Highlight Highlight 1. Federer
      2. Nadal
      3.
      4.
      5.
      .
      .
      .
  • Zanzibar 02.06.2018 19:40
    Highlight Highlight Erwarten konnte man die heutige Situation auch nicht. Mit dieser Vorhersage kann man ohnehin nur verlieren. Auch wenn man heute eine für in 5 Jahren machen würde.

Die Insta-Könige der Sport-Schweiz – zwei Überraschungen haben es in die Top 10 geschafft

Nachfolgend sind die 20 Schweizer Sportler mit den – gemäss «Likeometer» – meisten Instagram-Followern in absteigender Reihenfolge aufgelistet (Stand: 26. Juni 2019, 12.30 Uhr). Teams (Alfa Romeo Racing), zurückgetretene Sportler (Martina Hingis, Fabian Cancellara) und Schweizer, die für eine andere Nation antreten (Ivan Rakitic, Charyl Chappuis) wurden nicht berücksichtigt.

Der aufgestellte Nati-Stürmer war lange der Hoffnungsträger der Schweizer Fussball-Szene, doch seit seinem Wechsel in die …

Artikel lesen
Link zum Artikel