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US Open, Final

Osaka (20) vs. S. Williams (17) 6:2 6:4

Serena Williams talks with chair umpire Carlos Ramos during a changeover against Naomi Osaka, of Japan, in the women's final of the U.S. Open tennis tournament, Saturday, Sept. 8, 2018, in New York. (AP Photo/Julio Cortez)

Williams beschimpft Schiedsrichter Carlos Ramos so lange, bis er ihr ein Strafgame aufbrummt. Bild: AP

Serena Williams' Durchdrehen überschattet Naomi Osakas Final-Triumph

Serena Williams muss auf die Egalisierung des Rekords von Margaret Court warten. Die Amerikanerin verliert den US-Open-Final gegen Naomi Osaka 2:6, 4:6 und verpasst ihren 24. Grand-Slam-Titel.



Im Final im geschlossenen Arthur-Ashe-Stadion lieferten sich die bald 37-jährige Williams und ihre 16 Jahre jüngere Widersacherin einen emotionalen und phasenweise auch hochstehenden Thriller, den Osaka überraschend klar für sich entschied. Die 20-jährige Newcomerin zeigte gegen ihr grosses Idol eine überragende Leistung und behielt trotz eines 1:3-Rückstands im zweiten Satz die Nerven.

Naomi Osaka, of Japan, reacts after defeating Serena Williams in the women's final of the U.S. Open tennis tournament, Saturday, Sept. 8, 2018, in New York. (AP Photo/Andres Kudacki)

Japans erster Triumph an einem Grand-Slam-Turnier: Naomi Osaka. Bild: AP

Auch von der lauten Kulisse – die 24'000 Zuschauer standen komplett hinter Williams – liess sie sich nicht beeindrucken und beendete nach 79 Minuten mit einem Winner beim zweiten Matchball die Partie.

Den Ref als «Dieb» bezeichnet

Williams, die vor einem Jahr wegen der Geburt ihrer Tochter gefehlt hatte, zeigte sich als schlechte Verliererin. Beim Rebreak im zweiten Satz zertrümmerte sie den Schläger, zudem kassierte sie wegen unerlaubtem Coaching und der Beleidigung von Stuhlschiedsrichter Carlos Ramos insgesamt drei Verwarnungen, was ihr den Gameverlust zum 3:5 einbrachte. Die Amerikanerin hatte den Spanier einen «Dieb» genannt.

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Williams kann sich nicht beruhigen. Video: streamable

Zur Siegerzeremonie fasste sich Williams wieder ein wenig. Den Tränen nahe wandte sie sich ans Publikum:

«Ich will nicht viel sagen. Naomi hat gut gespielt und ihren ersten Grand-Slam-Titel gewonnen. Hört auf zu buhen, machen wir das Beste, was wir machen können. Naomi hat super gespielt, herzlichen Glückwunsch.»

Osaka, die in Japan geboren ist und als Dreijährige mit ihrer Familie in die USA kam, holte als erste Japanerin einen Grand-Slam-Titel. Die achte Major-Siegerin der letzten beiden Jahre wird damit erstmals in die Top Ten aufsteigen. (ram/sda)

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Osaka stemmt die Siegertrophäe in die Höhe. Video: streamable

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