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Analyse

Warum plötzlich alle von einem Zivilisationsstaat sprechen

Der Nationalstaat war der Triumph des aufgeklärten Bürgertums im 19. Jahrhundert. Im 21. Jahrhundert macht nun ein neues Schlagwort die Runde: Zivilisationsstaat.



Der französische Präsident Emmanuel Macron hat kürzlich seine Vision eines geeinten Europas vorgestellt. In Deutschland waren die Reaktionen darauf zwiespältig. In einem Punkt jedoch stimmte die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer Macron kritiklos zu: Die europäische Zivilisation und die europäische Lebensweise müssten auf jeden Fall geschützt werden, erklärte die Frau, die gute Chancen hat, Nachfolgerin von Angela Merkel zu werden.

French President Emmanuel Macron delivers a speech during the closing session of the Intelligence College in Europe meeting at The Foreign Affairs Ministry in Paris Tuesday, March 5, 2019. Macron's plea to voters in 28 nations to choose a stronger European Union has gained support from outside his borders — and a good deal of skepticism from within. (Ludovic Marin, POOL via AP)

Verteidigt die europäische Zivilisation: Emmanuel Macron. Bild: AP/POOL AFP

Eine bestimmte Zivilisation zu schützen steht derzeit in Politkreisen hoch im Kurs. «In so verschiedenen Staaten wie China, Indien, Russland, der Türkei und selbst in den Vereinigten Staaten ist diese Idee auf dem Vormarsch», stellte jüngst «Financial-Times»-Kolumnist Gideon Rachman fest.

In China betont Präsident Xi Jinping immer häufiger die Bedeutung der einzigartigen Geschichte und Zivilisation seines Landes. Jayant Sinha, ein Minister in der Modi-Regierung, bedauert derweil, dass sich Indien in der postkolonialen Zeit von westlichen Vorstellungen wie dem Sozialismus habe leiten lassen, anstatt sich auf sein eigenes zivilisatorisches Erbe zu verlassen. Präsident Donald Trump hat 2017 in seiner Warschauer-Rede seinen Zuhörern versichert, dass «unsere Zivilisation triumphieren» werde.

Eine besondere Stellung hat die Zivilisations-Idee in Russland erhalten. Das Konzept einer eurasischen Zivilisation ersetzt die Heilslehre des Kommunismus und rechtfertigt die Grossmachts-Ambitionen von Putin und Co.

Wladislaw Surkow, ein bedeutender Vordenker und Berater des Präsidenten, schrieb kürzlich: Russland müsse seine Identität als Zivilisation finden, die «westliche und östliche Werte vereinigt». Eine Zivilisation, die «charismatisch, talentiert, schön und einsam» sei.

Zivilisationsstaat, das tönt doch eigentlich gut. Besser auf jeden Fall als Nationalstaat, der deutlich hörbare Untertöne von Militarismus, Rassismus und Intoleranz hat. Doch Vorsicht: Charles Clover weist in seinem Buch «Black Wind, White Snow» auf die dunklen Seiten des Zivilisationsstaates hin. Alain de Benoist, Philosoph und Vordenker der neuen Faschisten postuliert, dass «der Nationalstaat ausgelaugt» sei und «die Zukunft grösseren Räumen» gehöre.

Carl Schmitt, Hitlers Kronjurist und Rechtsphilosoph, hatte gemäss Clover einst die Idee vertreten, wonach «das Recht eines Landes einzigartig sei für jede Zivilisation». Generell sind ehemalige Vordenker des Faschismus wie der deutsche Philosoph Martin Heidegger oder der italienische Schriftsteller Julius Evola bei der neuen faschistischen Rechten sehr beliebt. Auch Steve Bannon, Trumps ehemaliger Chefstratege, zählt zu deren Bewunderern.

Der Harvard-Politologe Samuel Huntington warnte schon in den Neunzigerjahren vor einem kommenden Krieg der Zivilisationen. Nicht mehr Kapitalismus gegen Kommunismus, sondern der Kampf zwischen Christen, Muslims, Hindus etc. werde das Schicksal der Menschheit im 21. Jahrhundert bestimmen. So gesehen ist der Nationalstaat das weit kleinere Übel. Anstatt auf ein mystisches Konzept von Zivilisation setzt er auf Rechtsstaat und Demokratie.

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44
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    Alle Leser-Kommentare
  • make_love_not_war 13.03.2019 18:43
    Highlight Highlight gab es nicht einst eine endlösung?
  • Le_Raclette 13.03.2019 13:42
    Highlight Highlight Wie im instA Artikel richtigerweise erwähnt wurde tragen Worte eine bestimmte emotionale Note. Dies trifft auch bei 'Präsident' zu, es impliziert demokratische legitimierung, was bei Herrn xi nicht zutrifft.
  • R. Peter 13.03.2019 11:42
    Highlight Highlight „Besser auf jeden Fall als Nationalstaat, der deutlich hörbare Untertöne von Militarismus, Rassismus und Intoleranz hat.“

    Ach was? Und wo hörst du das? Ich höre gar nichts dergleichen. Ausser Vorurteilbeladene stereotypen zu bemühen hat diese Aussage keinen gehalt...
  • häxxebäse 13.03.2019 01:19
    Highlight Highlight Löpfe in allen ehren, aber frag mal anna rothenfluh nach rat.❤
  • Bynaus @final-frontier.ch 12.03.2019 23:08
    Highlight Highlight Also ich hab schon in den späten 90ern sehr viele Stunden in Zivilisationsstaaten investiert. Um zu gewinnen, musste man am Ende ein Raumschiff bauen und nach Alph Centauri fliegen...
  • P. Silie 12.03.2019 23:02
    Highlight Highlight Huntigton's Kampf der Kulturen hat es ganz klar in sich! Ein Buch welches gnadenlos die Gräben aufzeichnet, dabei aber keine Kultur als besser oder schlechter darstellt, sondern präzise beschreibt, was bei uns zur Zeit abgeht und wie es enden wird, sollten wir Europäer weiterhin die uns weit entfernten Kulturen einwandern lassen.
  • Borki 12.03.2019 19:16
    Highlight Highlight Naja, der Begriff "Wertegemeinschaft" wäre mir dann doch lieber als "Zivilisation". Tönt etwas weniger nach Blut und Boden.

    Und den Nationalstaat per se als Übel zu bezeichnen, geht meiner Meinung nach auch zu weit. Jedenfalls solange sich die Nation dahinter nicht primär über eine "Rasse" definiert.
  • murrayB 12.03.2019 19:06
    Highlight Highlight Emanuel Macron sollte zuerst einmal ein Banlieu in Paris oder Marseilles besuchen und anschließend in den Vogesen ein Dorf - Was ist nun der Zivilisationstaat? Ich glaube beides alleine und die Kombinationsform ist nicht wirklich erstrebenswert - aber es würde ihm die Augen öffnen wie lächerlich seine Aussage ist und wieviel dass Falsch läuft in seiner Grande Nation!
    • Juliet Bravo 12.03.2019 22:12
      Highlight Highlight Beides sind Extreme und in beidem zeigt sich das Grundübel: die wachsende soziale Ungleichheit (sprich: wachsende Ungleichheit in der Verteilung der Einkommen und Vermögen).
  • Stormrider 12.03.2019 18:50
    Highlight Highlight Was Macron meint ist ein zentralistischer Sozialstaat französischer Prägung. Lieber nicht.
  • Majoras Maske 12.03.2019 18:39
    Highlight Highlight Eine Zivilisation ist nur eigenständig und unabhängig, wenn sie keinen Kontakt zu anderen Zivilisationen hat. Nimmt sie Kontakt auf, verschmelzen sie unweigerlich, weil Wissen, Güter und Kultur getauscht wird. Es ist daher falsch von einer europäischen oder christlichen Zivilisation zu sprechen. Der Begriff ist noch verstaubter als "das Volk".
    • Neunauge 12.03.2019 20:23
      Highlight Highlight Dazu muss sie nicht erst Kontakt aufnehmen. Es gibt keine Grenzen um Zivilisationen. Ihre Individuen sind und waren schon immer im Fluss.
    • P. Silie 12.03.2019 23:04
      Highlight Highlight Falsch - es geht um unsere Werte wie Demokratie, Gleichberechtigung, Rechte für LGBTQi+, Meinungs- Presse- und Religionsfreiheit. Es sind diese Werte die es zu verteidigen gilt.
    • Neunauge 13.03.2019 06:46
      Highlight Highlight Nein. Das ist damit nicht gemeint.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oberon 12.03.2019 18:39
    Highlight Highlight Wenn sich Europa nicht langsam als eine Gemeinschaft sieht werden die Chinesen über kurz oder lang das Weltgeschehen vorgeben.

    Die USA ist in absehbarer Zeit kein verlässlicher Partner.
  • make_love_not_war 12.03.2019 18:31
    Highlight Highlight nur eine andere bezeichnung für new world order..
    • RandyRant 12.03.2019 18:59
      Highlight Highlight Hab ich das Memo verpasst seit wann das keine Verschwörungstheorie mehr ist?
    • make_love_not_war 12.03.2019 22:18
      Highlight Highlight hdgdl
    • häxxebäse 13.03.2019 01:22
      Highlight Highlight New world order oder remake of world order?
  • N. Y. P. 12.03.2019 18:25
    Highlight Highlight Nicht mehr Kapitalismus gegen Kommunismus, sondern der Kampf zwischen Christen, Muslims, Hindus etc. werde das Schicksal der Menschheit im 21. Jahrhundert bestimmen.
    (Harvard-Politologe S. Huntington)

    Falsch ! Meiner bescheidenen Meinung nach.

    Dass es auf eine globalen Geldadel von Reichen und Superreichen hinausläuft, ist das Problem des 21. Jahrhunderts.

    80% der Menschen werden in unterbezahlten Jobs dahinvegetieren..
    • smoking gun 12.03.2019 18:53
      Highlight Highlight @N.Y.P.

      "Dass es auf eine globalen Geldadel von Reichen und Superreichen hinausläuft, ist das Problem des 21. Jahrhunderts.

      80% der Menschen werden in unterbezahlten Jobs dahinvegetieren.. "

      Seh ich genau so. Aber es kommt eine Generation, die das nicht mehr akzeptieren wird.
    • violetta la douce 12.03.2019 19:36
      Highlight Highlight "Wenn es dem Hun zu wohl wird, fängte es an zu Scharren"

      m.V.
    • Blitzableiter 12.03.2019 19:43
      Highlight Highlight Ich glaub die Geschichte wiederholt sich einfach nur immer wieder. Überleben um jeden Preis. Lasst mich wissen wann Aliens oder Maschinen das sagen übernommen haben. Ich trink solange meinen Wein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pumpkin42 12.03.2019 18:11
    Highlight Highlight Schade, wieder mal ein Löpfe-Artikel der mittendrin aufhört. Eine lose Anzahl Fakten, emotionslos rezitiert... Keine Schlussfolgerung, keine Konsequenzanalyse, nichts. Wann geht der Artikel weiter?
    • destin 12.03.2019 19:51
      Highlight Highlight "So gesehen ist der Nationalstaat das weit kleinere Übel. Anstatt auf ein mystisches Konzept von Zivilisation setzt er auf Rechtsstaat und Demokratie." Wenn das kein Fazit ist, weiss ich auch nicht mehr; auch wenn ich kein Anhänger des Nationalstaats bin. Und schon gar nicht von BÖS (Betriebsökonomen). Erwischt?
    • Rabbi Jussuf 12.03.2019 22:56
      Highlight Highlight destin
      Demokratie ohne Nation gibt es nicht.
    • pumpkin42 13.03.2019 07:08
      Highlight Highlight Und weiter? Status Quo in dem Fall?
    Weitere Antworten anzeigen
  • smoking gun 12.03.2019 18:05
    Highlight Highlight Ist es nicht eher so, dass der Zivilisationsstaat westliche Wertegemeinschaft zusammen mit ihren Verbündeten, mit dem Zivistaat China/Russland und deren Verbündeten um die Macht ringt?

    Und ist es nicht eher so, dass die westliche Wertegemeinschaft befürchten muss, ihre Dominanz zu verlieren?
  • violetta la douce 12.03.2019 17:51
    Highlight Highlight Also wen Samuel Huntington schon in den 90 Jahren einem Kampf zwischen Christen und Moslems voraussah und er dereinst Recht bekommen sollte,
    dann würde dies ja bedeuten, dass unsere jetzige Migrationspolitik auf komplett falschen Annahmen beruht?

    • Daniel Caduff 12.03.2019 18:58
      Highlight Highlight Lies Huntington und Du wirst merken, dass er um eim Vielfaches differenzierter ist als Du mit Deinem Kommentar. Allerdings liest sich die Originalausgabe von "The Clash of Civilizations" tazsächlich oft wie ein Pre-quel zu 9/11 und den nachfolgenden Kriegen in Afghanistan und Irak.
    • violetta la douce 12.03.2019 19:21
      Highlight Highlight Caduff

      Niedlich, dass Sie einen (kurz) Kommentar mit Huntington vergleichen. Trotzdem Danke.
      Ich glaube, Sie sind ein Optimist, wenn Sie annehmen, dass wir mit 9/11 und Afghanistan, den prophezeiten Konflikt bereits hinter uns haben.
      Und nicht noch VOR uns. http://CADUFF
    • Rabbi Jussuf 12.03.2019 23:04
      Highlight Highlight Dieser Konflikt hat noch nicht einmal richtig angefangen. Aber wir tun alles damit um ihn schnellstens hier zu haben.
      Allerdings braucht es dazu auch von der Gegenseite eine wichtige Ingredienz: einen youth bulge. Aber was red ich da. Der ist seit Jahren schön am wachsen, trotz aller Kriege in islamischen Ländern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 12.03.2019 17:49
    Highlight Highlight Wenn sich Staaten über Mythen bestimmen müssen ist das doch ganz Bequem für die Eliten. So wird man den Wettbewerb um die besten Institutionen einfach los.
    Die Monarchen hielten sich ja auch stets so an der Macht.
    • poga 12.03.2019 20:22
      Highlight Highlight Ich bin da tatsächlich gegenteiliger Meinung. Vor allem hier in der Schweiz sehe ich Mythen (vor allem den Tell Mythos) als Schutz gegen einen überbordenden Staat. Ich sehe deinen Punkt. Auf der anderen Seite ist doch genau das starke "sture" Individuum ein guter Gegner eines überbordenden Staates....
    • Rabbi Jussuf 12.03.2019 23:01
      Highlight Highlight Ohne Mythos funktioniert ein Staat nicht sehr lange. Eine Gemeinschaft - das ist ein Staat - braucht eine Identifikation, sonst zerfällt sie ziemlich schnell.
    • Ökonometriker 13.03.2019 06:47
      Highlight Highlight @poga: In der Schweiz haben wir die direkte Demokratie. Ein noch viel wirksamerer Schutz gegen einen überbordenden Staat. Wenn es eine Institution nicht mehr bringt und es die Beamten politisch nicht schaffen sie zu schliessen, wird sie vom Volk aufgelöst.

      In den USA, wo der Anti-Staats-Mythos viel ausgeprägter ist, ist der Staat paradoxerweise viel grösser als in der Schweiz. Dabei sind die Sozialleistungen viel schlechter. Das Geld versickert im riesigen Sumpf der Verwaltung.

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