Wirtschaft
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epa07048803 Terracotta Warriors stand in partially unearthed pits at the Museum of Qin Terracotta Warriors and Horses, in Xi'an, the capital of Shaanxi Province, China, 26 September 2018. The Terracotta Army is a form of funerary art that was buried to accompany the First Emperor of China, Qin Shi Huang, buried in 210-209 BCE, as an afterlife guard. Archaeologists estimate the three pits may contain around 8,000 figures. It was listed by UNESCO in 1987 as one of the world cultural heritages.  EPA/ROMAN PILIPEY

Die berühmte Terrakotta-Armee von Qin Shi Huang, dem ersten Kaiser von China.  Bild: EPA/EPA

Analyse

Chinas grösste Waffe im Handelskrieg gegen die USA – und warum es sie nicht einsetzt

Die Chinesen sitzen auf einem Berg von US-Staatsanleihen. Warum setzen sie diesen Joker im Handelskrieg nicht ein?



Das Beben scheint fürs Erste gebannt zu sein, die europäischen Börsen haben heute mit steigenden Kursen eröffnet. Doch die Ursache des Bebens, der eskalierende Handelskrieg zwischen den USA und China, besteht nach wie vor. Geht dieser Krieg weiter, dann «wird die Weltwirtschaft einen schweren Schlag erhalten», warnte denn auch Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds.

«Wir empfehlen eindringlich», so Lagarde an einem Treffen in Bali, «die bestehenden Spannungen zu entschärfen und an einem globalen Handelssystem zu arbeiten, das stärker, fairer und geeignet für die Zukunft ist.»

Was aber, wenn die beiden Streithähne nicht zur Vernunft kommen? Wenn die US-Regierung noch mehr Strafzölle beschliessen wird? Auf dieser Ebene können die Chinesen nicht mithalten. Sie haben ihr Strafzoll-Kontingent mehr oder weniger ausgeschöpft. Daher könnten sie sich im schlimmsten Fall gezwungen sehen, zu einer Waffe zu greifen, die unter Ökonomen den furchtvollen Namen «nukleare Option» hat. 

Gemeint ist Folgendes: China besitzt US-Staatsanleihen in der Höhe von mehr als einer Billion Dollar. Damit ist Peking der grösste Gläubiger der Vereinigten Staaten. China hat dieses gigantische Sparschwein mit den Gewinnen gefüllt, das es aus den Exporten in die Vereinigten Staaten in den letzten Jahrzehnten erzielt hat.

Chinese President Xi Jinping, left, waves as he arrives with his Premier Li Keqiang to a dinner marking the 69th anniversary of the founding of the People's Republic of China at the Great Hall of the People in Beijing, Sunday, Sept. 30, 2018. The National Day is celebrated on Oct. 1. (AP Photo/Andy Wong)

Xi lächelt am Kongress der Kommunistischen Partei Chinas. Bild: AP/AP

Auch heute noch ist China einer der wichtigsten Käufer von US-Schulden. Was würde nun passieren, wenn die Chinesen öffentlich erklären würden, künftig keine US-Staatsanleihen mehr zu kaufen oder schlimmer noch: die bestehenden T-Bonds auf einen Schlag öffentlich zum Verkauf anbieten?

«Allein die Idee ist so absurd, dass sie es nicht wert ist, ernsthaft in Betracht gezogen zu werden», schreibt Andrew Ross Sorkin in der «New York Times». «Es wäre zwangsläufig eine gegenseitige Vernichtung.»

Die ökonomische Version einer «mutually assured destruction» – im Militärjargon bekannt als MAD – geht wie folgt: Ein schlagartiger Verkauf der T-Bonds würde deren Zinsen massiv in die Höhe treiben und der US-Wirtschaft so schweren Schaden zufügen. Gleichzeitig würden jedoch die Chinesen ebenfalls leiden. Sie würden ihr eigenes Vermögen im gigantischen Sparschwein teilweise vernichten, denn ein solcher Ausverkauf würde den Wert ihrer T-Bonds massiv verringern.

China befindet sich gegenüber den USA in einer Situation, die dem bekannten Banken-Paradox entspricht: Wenn du der Bank 1000 Franken schuldest und nicht bezahlen kannst, dann hast du ein Problem. Wenn du der Bank 100 Millionen Franken schuldest und nicht bezahlen kannst, hat die Bank ein Problem.

Ökonomisch gesehen macht die nukleare Option keinen Sinn

Rational gesehen ist es daher unwahrscheinlich, dass China zur «nuklearen Option» greifen wird. Doch im aktuellen Wirtschaftskrieg geht es um weit mehr, als wer wie viel Strafzölle auf Boeing-Flugzeuge oder Sojabohnen bezahlen muss. «Wir befinden uns an einem entscheidenden Moment in der Geschichte», sagt der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh. «Was die amerikanische und die chinesische Regierung in den nächsten zwölf Monaten unternehmen, wird das Verhältnis der beiden Supermächte im 21. Jahrhundert bestimmen.»

Peking könnte daher durchaus versucht sein, mit einem Teilverkauf der US-Staatsanleihen zu drohen, zumal Präsident Xi weiss, dass sein Volk weit leidensfähiger ist als die Amerikaner.

Washington wiederum hat grundsätzlich eine sehr simple Gegenwaffe zur «nuklearen Option»: Die US-Notenbank Fed kauft die T-Bonds mit frisch gedrucktem Geld auf. Die daraus resultierende Geldschwemme würde jedoch höchstwahrscheinlich zu einer Hyperinflation führen, deren Folgen ebenfalls schwer abschätzbar sind.

Siegt am Ende die Vernunft?

Zum Glück hat das Börsenbeben der letzten Tage einen ernüchternden Effekt auf die Politik. Die beiden Präsidenten wollen nun anlässlich des G-20-Treffens im November die Handelsprobleme unter vier Augen diskutieren. «Der Plan lautet: Trump in ein Zimmer mit Xi zu bringen, ihm einen kleinen Sieg zu gewähren und dann die ganze Sache für beendet zu erklären», sagt ein nicht genannt sein wollendes Mitglied des Weissen Hauses.

Wie absurd die gegenseitigen Drohungen sind, zeigt die wirtschaftliche Realität: Im September hat das Handelsdefizit der USA gegenüber China den höchsten Stand aller Zeiten erreicht.

Eine Woche voller «loco» Trump-Momente

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    Alle Leser-Kommentare
  • Shin Kami 13.10.2018 11:46
    Highlight Highlight Naja da China sein "Sparschwein" nicht wirklich leeren kann ist der Wert des Inhaltes auch eher gering. Daher hätte China bei einem Verkauf der US Anleihen den geringeren schaden, da sie nur virtuell vorhandene Werte fortwerfen...
  • Zeit_Genosse 13.10.2018 01:16
    Highlight Highlight Der POTUS erreicht erstaunlich viel durch Druck und Erpressung. Wer mit der Macht und Grösse eines Staates weltpolitisch spielt, glaubt am Ende noch er sei ein guter Spieler. Die Frage ist, wollen China, Russland und Europa weiterhin diesen US-Präsidenten und ihn stützen oder lieber stürzen? Beim 2. geht es nicht ohne selbst Schaden zu nehmen und dem eigenen Volk zu erklären.
  • Gender Bender 12.10.2018 19:20
    Highlight Highlight Die Angelsachsen sind gute Taktiker. Die Chinesen gute Strategen.
  • MaxHeiri 12.10.2018 18:21
    Highlight Highlight Das positive ist folgendes:
    Beide Seiten haben wirtschaftlich massiv zu verlieren bei einer militärischen Auseinandersetzung aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeit.
    Ich sehe dies als positiven Effekt der Globalisierung, wenn Kriege aufgrund des Wohlstandes unmöglich werden!
    • bokl 12.10.2018 19:12
      Highlight Highlight "... wenn Kriege aufgrund des Wohlstandes unmöglich werden! "


      Dachte man auch in Belle Epoque vor dem WW1 …


      Und genau wie damals, kann sich die prosperierende Elite einen Krieg nicht vorstellen. Gleichzeit gibt es immer grössere Teile der Bevölkerung, die nicht mehr Schritt halten können und nichts zu verlieren haben.
    • bebby 12.10.2018 20:51
      Highlight Highlight Deshalb will die Nato ja massiv aufrüsten, indem sie ihre Mitgliedstaaten dazu zwingen will, 2% der BIP für Waffen auszugeben...der Krieg kommt schon noch, es stellt sich nur die Frage wann. Jetzt könnten die USA den Krieg ev. noch gewinnen, nicht aber in 10 Jahren. Ein typischer Stellvertreterkrieg irgendwo im Nahen Osten, Südostasien oder in Osteuropa. Arbeitslosigkeit wäre dann auch kein Thema mehr und Trump dürfte dann auch länger bleiben.
  • #Technium# 12.10.2018 16:54
    Highlight Highlight Ich würde ohne zu zögern alle finanzpolitischen Mittle ausschöpfen, ohne zu zögern.
    • Hayek1902 13.10.2018 08:15
      Highlight Highlight Deshalb schreibst du zum Glück Kommentare und nicht Gesetze.
  • uicked 12.10.2018 16:15
    Highlight Highlight Der Plan lautet: Trump in ein Zimmer mit Xi zu bringen, ihm einen kleinen Sieg zu gewähren und dann die ganze Sache für beendet zu erklären»

    Eben sollte man Ihm nun eine reindrücken. Nachher profiliert er sich mit einem Sieg, der Ihm aus Rücksicht auf die Welt gegeben wurde und er denkt es war sein Verdienst.
    • _kokolorix 12.10.2018 18:05
      Highlight Highlight Trump 'eine reindrücken' heisst die Existenz von Hundertausenden aufs Spiel zu setzen und die Gefahr eines bewaffneten Konflikts zwischen den beiden wirtschaftlich und militärisch stärksten Nationen in Kauf zu nehmen.
      Da ist es wohl vernünftiger dem Dummbatz im weissen Haus einen unbedeutenden Triumph zu lassen. Er wird jedes Ergebnis als grandiosen Sieg seiner Genialität interpretieren. Der Typ lebt seit seiner Geburt in einer Filterblase, daran ändert auch die Stellung als POTUS nichts
  • Jerry Cad 12.10.2018 15:20
    Highlight Highlight Trotz aller eventueller Skepsis gegenüber China und seinem System: Bis jetzt handeln sie so vernünftig wie kaum eine Supermacht der letzten hundert (oder mehreren hundert) Jahren.
    • Kimelik 13.10.2018 00:18
      Highlight Highlight Ja etwa so vernünftig wie das dritte Reich oder die UDSSR. Sie verkaufens nur etwas besser.
  • Heinz Dietsche (1) 12.10.2018 14:43
    Highlight Highlight Aus Amerikanischer Sicht scheint Donald Trump der einzige zu sein welcher die wirklichen Probleme Amerikas kennt
    • Sophia 12.10.2018 17:41
      Highlight Highlight Meinst du das ernst, Heinz oder eher sarkastisch?
  • Kramer 12.10.2018 14:00
    Highlight Highlight Die USA werden unter anderem dank der Steuerreform viele neuen Staatsanleihen herausausgeben müssen. Ich kann mir schon denken, dass China in Zukunft versuchen wird die Zinsen für die neuen Anleihen in die Höhe zu treiben, wenn die USA ihren harten Kurs beibehalten.
    Bis jetzt ist China aber eher defensiv, und zieht nur nach, vermutlich auch um Trump nicht zu verärgern. Die Situation ist aber nicht einfach wenn einer Poker spielt und der andere Go.
    • Sophia 12.10.2018 17:52
      Highlight Highlight Die Dinge liegen schlecht für die USA: Die hohe Staatsverschuldung ist nur mit Niedrigzinsen noch zu schultern, die sogenannten Schutzzölle können die Chinesen nicht gross erschüttern, denn die zahlen ja nicht die Chinesen sondern die Amis selbst. Trump braucht sie, um die Zinsen der Staatsverschuldung überhaupt noch zahlen zu können. In dieser Zwangsjacke bleibt dem armen Amis gar nicht anderes übrig, als grosse Sprüche zu klopfen und sich in die Tasche zu lügen. Trump der Münchhausen der Neuzeit!
  • Blister 12.10.2018 13:47
    Highlight Highlight Naja. Die nuklearen Optionen der USA sind definitiv nuklearer...
  • Salvador Al Daliente 12.10.2018 13:43
    Highlight Highlight Man kann von Xi und Trump halten was man will.

    In Sachen Gelassenheit und mach mich nicht nervös ist der Xi dem Trump um Welten voraus. Der Zappeldonald geifert sich sicher schon lange den Latz voll, schäumend vor Wut, und dass man nicht vor ihm kuscht und zu ihm hinkriecht.
  • Skeptischer Optimist 12.10.2018 13:36
    Highlight Highlight Die Amerikaner unterschätzen ihre eigenen Probleme.

    T-Bonds sind keine Nuklearwaffen und MAD funktioniert nur wenn beide über ein Arsenal verfügen. Die Amerikaner haben nichts. Die T-Bonds im Besitz der Chinesen sind wie ein Würgegriff. Ein solcher kann differenziert appliziert werden um das Opfer gefügig zu machen.

    Die Amerikaner haben dem effektiv nur Nuklearwaffen entgegen zu setzen. Ein Rückkauf der T-Bonds mit gedrucktem Geld würde sie nur zusätzlich destabilisieren, wie im Artikel etwas verklausliert zugegeben wird. Eine Hyperinflation wäre das Ende vom Amerika, das wir kennen.
    • Ueli der Knecht 12.10.2018 22:53
      Highlight Highlight "Ein Rückkauf der T-Bonds mit gedrucktem Geld würde sie nur zusätzlich destabilisieren, wie im Artikel zugegeben wird."

      Ich teile diese Einschätzung nicht.

      Die EZB hat die letzten Jahre hunderte Milliarden Euros gedruckt, um damit marode Staatsanleihen aufzukaufen.

      Eine Hyperinflation gab es nicht. Höchstens eine Inflation auf Kapitalanlagen (Aktienkurse, Immobilien etc.).

      Viele Zentralbanken (auch die SNB) haben nicht nur Milliarden neues Geld gedruckt (quantitative easing), sondern diese Milliarden auch riskant investiert (qualitative easing).

      Wo bleibt denn jetzt die Destabilisierung?
    • Skeptischer Optimist 13.10.2018 10:21
      Highlight Highlight > Die EZB hat die letzten Jahre hunderte Milliarden Euros gedruckt, um damit marode Staatsanleihen aufzukaufen.

      Nicht nur "marode Staatsanleihen", obwohl diese Ente im deutschsprachigen Volksmund kursieren mag. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes "quantitative easing" um zusätzliche Liquidität in den Markt zu pumpen um die phlegmatische Wirtschaft im Euroraum zu stimulieren. Der Euro selber blieb trotz "Krise" stabil.

      Wenn die Chinesen ihre T-Bonds abstossen, wollen sie dafür keine Dollarnoten, sondern andere Währungen. Diese Flucht aus dem Dollar würde eine Währungskrise auslösen.
  • Waggis 12.10.2018 13:22
    Highlight Highlight Die FED wird es richten! Und wenn China diese Papiere auf den Markt wirft, werden deren Kurse einbrechen und die USA kann diese günstig erwerben! China verliert so oder so!
    • chnobli1896 12.10.2018 13:26
      Highlight Highlight Na, auch wenn sie sie günstig zurückkaufen brauchen sie dafür Geld -> Inflation. Und die Zinsen würden wohl massiv steigen
    • Oh Dae-su 12.10.2018 13:49
      Highlight Highlight Naja die FED hat in den letzten 10 Jahren durch QE schon über 1 Billion an US-Staatsanleihen aufgekauft und das ohne überbordende Inflation. Es ist also alles andere als sicher, dass die nukleare Option der Chinesen dies ändern würde.
      Solange der Dollar die weltweite Leitwährung ist, können die USA Geld drucken bis zum Abwinken ohne grössere Konsequenzen befürchten zu müssen.
    • Sophia 12.10.2018 17:56
      Highlight Highlight Oh Dae, sie USA könnte auch einfach eine Währungsreform machen, dann wären sie mit einem Schlage alle Schulden los. Es wäre nicht das erste Mal in der Weltgeschichte, dass sich ein Land so aus einer ausweglosen Situation rettet. Und die USA machen so wie so was sie wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 12.10.2018 13:02
    Highlight Highlight "Der Plan lautet: Trump in ein Zimmer mit Xi zu bringen, ihm einen kleinen Sieg zu gewähren und dann die ganze Sache für beendet zu erklären" Wie bei einem kleinen Kind.

    Und der Typ ist POTUS *facepalm*
  • Mova 12.10.2018 12:46
    Highlight Highlight USA eines der höchstverschuldeten Länder. Als exportorientierte Nation CH, nur weiter so, wir brauchen Abnehmer für unser Produkte!
  • Oh Dae-su 12.10.2018 12:39
    Highlight Highlight Ich denke (und hoffe) auch dass es schlussendlich darauf hinauslaufen wird, dass man Trump ein unbedeutendes Zugeständnis macht. Daran kann er sich dann aufgeilen und sich seinen Anhängern als Sieger im Handelsstreit präsentieren, während eigentlich alles so weitergeht wie bisher. War bei NAFTA ja nicht grossartig anders.
  • Dory..hä? 12.10.2018 12:34
    Highlight Highlight Immer das 'zündle & bubbele'.
    • k~m 12.10.2018 12:44
      Highlight Highlight Bubi spiile, Bubi xung...
  • ralck 12.10.2018 12:29
    Highlight Highlight Vielen Dank!

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