Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05563335 (FILE) A file photo dated 21 May 2015 showing the reflection of the Deutsche Bank logo contorted in a glass facade in Frankfurt, Germany. Deutsche Bank shares on 30 September 2016 plummeted at the Frankfurt stock market's early trading by more than six percent.  EPA/FRANK RUMPENHORST *** Local Caption *** 52539795

Mehr als eine optische Täuschung: Der DB geht es mies. Bild: EPA/DPA/EPA FILE

Sollte die Deutsche Bank untergehen, würde ich einen Notvorrat anlegen – aber so weit wird es wohl nicht kommen

Die Deutsche Bank wankt bedrohlich. Das ist gut für das Selbstbewusstsein der Italiener und Griechen, aber eine grosse Gefahr für das internationale Finanzsystem.



Zusammen mit VW, BMW, Daimler und Siemens ist die Deutsche Bank (DB) der Stolz der Deutschen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1870 ist sie so etwas wie das Herz der Wirtschaft. Legendäre Banker wie Hermann Josef Abs, Alfred Herrhausen oder Hilmar Kopper haben sie geleitet und damit das wirtschaftliche Geschehen der grössten europäischen Volkswirtschaft massgeblich beeinflusst. Die DB war die Hausbank der deutschen Elite.  

DB ist das grösste Risiko für das internationale Finanzsystem

Heute ist die DB das grösste Sorgenkind von Angela Merkel & Co. geworden. Schon im Sommer hat der Internationale Währungsfonds die Bank als «grösstes Risiko für das internationale Finanzsystem» bezeichnet. Seither hat sich die vom ehemaligen UBS-Mann John Cryan geleitete Bank nochmals massiv verschlechtert.  

«Gäbe es da nicht das enorme Systemrisiko, würden wir lächelnd zuschauen, wie Deutschland jetzt mit denselben Problemen ringt, welche Italien seit einiger Zeit unter dem wachsamen Auge der Deutschen zu lösen versucht.»

Andrea Bonanni, «La Repubblica»

Das US-Justizministerium (DoJ) hat die DB wegen der Täuschung von Kunden in der Subprimekrise zu einer Busse in der Höhe von 14 Milliarden Dollar verbrummt, selbst für amerikanische Verhältnisse eine Rekordsumme. Die DB hat denn auch umgehend erklärt, dass sie diese Strafe auf keinen Fall akzeptieren werde. Derzeit wird über die definitve Höhe der Busse verhandelt.

FILE - The Jan 28, 2016 file photo shows CEO of Deutsche Bank John Cryan pausing during the annual press conference in Frankfurt, Germany. Worries over the financial stability of Deutsche Bank returned to the fore Friday, Sept. 30, 2016 sending shares in Germany's biggest bank into a tailspin and to a record low.  (AP Photo/Michael Probst, file)

Hat eine Herkules-Aufgabe: John Cryan, CEO der DB. Bild: Michael Probst/AP/KEYSTONE

14 Milliarden Dollar könnte die DB nicht verkraften. Letztes Jahr hat sie einen Verlust von 6.8 Milliarden Euro eingefahren. CEO-Cryan hat die Aktionäre bereits vorgewarnt, dass auch dieses Jahr keine Dividende zu erwarten sei. Für Bussen aus den USA hat die Bank gerade mal 5.5 Milliarden Euro Rückstellungen getätigt.  

Damit nicht genug: Insgesamt muss die DB noch rund 7000 Rechtsfälle bereinigen. So wird sie unter anderem beschuldigt, russisches Geld gewaschen zu haben. Die Eigenkapitaldecke ist bereits bedrohlich geschmolzen und beträgt – gemessen nach dem gewichteten Verfahren – noch knapp zehn Prozent. Damit gehört die DB zu den weltweit am schlechtesten kapitalisierten Grossbanken.

Die DB ist «too big to fail»

Die Schwierigkeiten haben auch die Aasgeier auf den Plan gerufen. Verschiedene Hedge-Funds haben angekündigt, ihr Geld bei der DB abzuziehen. Der Aktienkurs ist zum Spielball der Spekulanten geworden und befindet sich seit Tagen auf einer Achterbahn.

Ist selbst eine Pleite der DB denkbar geworden? Nein, sie ist der klassische Fall einer «too big to fail»-Bank, einer Bank, die auf jeden Fall gerettet werden muss. Sollte die DB umfallen, wären die wirtschaftlichen Folgen nicht auszudenken. Ich zumindest würde dann ernsthaft in Erwägung ziehen, mir einen Notvorrat anzulegen.

German Chancellor Angela Merkel attends a weekly cabinet meeting of the German government at the chancellery in Berlin, Wednesday, Sept. 28, 2016. (AP Photo/Markus Schreiber)

Schliesst staatliche Hilfe aus: Angela Merkel. Bild: Markus Schreiber/AP/KEYSTONE

So weit wird es jedoch mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht kommen. Angela Merkel hat zwar bereits betont, dass die Regierung der DB auf keinen Fall finanzielle Unterstützung zukommen lasse, doch letztlich hätte die Kanzlerin gar keine andere Wahl. Zu fatal wären die Folgen eines Konkurses. Kommt dazu, dass die DB gemäss Angaben des «Wall Street Journal» bei der Europäischen Zentralbank noch Zugang zu zinslosen Darlehen in der Höhe von mehr als 200 Milliarden Euro hätte.

Die Italiener reiben sich die Hände

Der Reputationsschaden der DB ist jedoch gewaltig – ebenso die Schadenfreude. Vor allem in Italien reibt man sich die Hände. Im Fall der italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena waren aus Berlin nur Ermahnungen zu hören, dass der Staat der ebenfalls schwer angeschlagenen Bank keineswegs unter die Arme greifen dürfe. Auch den Griechen wurde untersagt, ihre maroden Banken mit Staatsgeldern retten.  

«Gäbe es da nicht das enorme Systemrisiko, würden wir lächelnd zuschauen, wie Deutschland jetzt mit denselben Problemen ringt, welche Italien seit einiger Zeit unter dem wachsamen Auge der Deutschen zu lösen versucht», schrieb der Wirtschaftsjournalist Andrea Bonanni in der Zeitung «La Repubblica».

Keine rasche Genesung

Premierminister Matteo Renzi, der sonst immer öfters gegen Merkel mault, hält sich zurück. Die deutschen Behörden würden das Problem bald in den Griff bekommen, liess er verlauten.  

Italy's Prime Minister Matteo Renzi gestures during a news conference in Rome, Italy, April 7, 2016. REUTERS/Remo Casilli/File Photo

Gibt sich staatsmännisch: Matteo Renzi. Bild: Remo Casilli/REUTERS

Eine rasche Genesung der DB ist jedoch unwahrscheinlich. Das Problem der Bank besteht nicht darin, dass sie zu viele schlechte Kredite in den Büchern hat. Es liegt daran, dass das Geschäftsmodell nicht mehr stimmt. Unter der Führung des Schweizer Bankers Josef Ackermann wollte die DB beides sein: eine führende Retail- und eine führende Investmentbank.  

Das schwere Erbe des Jo Ackermann

Nach der Finanzkrise wurde dieser Kurs beibehalten. 2014 fällten die damaligen Chefs, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, einen Grundsatzentscheid. Während im Nachgang der Finanzkrise rund um den Globus das Investmentbanking abgebaut wurde, setzten die beiden damaligen Chefs auf das Gegenteil: Sie wollten die Deutsche zur grössten Investmentbank Europas ausbauen und so ein Gegenwicht zu den Titanen der Wall Street bilden.

Heute zeigt sich, dass dies ein Jahrhundert-Fehlentscheid war. Die DB ist heute keine führende Retailbank und hat im Investmentbanking den Anschluss zu Goldman Sachs und JP-Morgan verloren. Um die DB halbwegs über Wasser zu halten, muss John Cryan nun das Haussilber verhökern.

Workers sweep leaves outside Deutsche Bank offices in London, Britain December 5, 2013. REUTERS/Luke MacGregor/File Photo

Das Reinemachen hat begonnen.  Bild: Luke MacGregor/REUTERS

Die DB wird nicht untergehen, aber es dürfte dauern, bis sie wieder zu alter Stärke finden wird. Das hat auch eine positive Seite: Möglicherweise steigt man nun auch in Berlin ein bisschen vom hohen Ross. Eine Bankenunion wie sie führende Ökonomen schon längst fordern, könnte so in den Bereich des Möglichen rücken.

Mehr zum Thema Geld, Banken, Weltwirtschaft

2,1 Prozent besitzen so viel wie 97.9 – willkommen im Ungleichheitsland Schweiz

Link zum Artikel

640 Millionen Dollar: ABB erhält Grossauftrag aus Indien

Link zum Artikel

Hunderte Stellen betroffen: UBS erwägt Verlagerung von Jobs aus London 

Link zum Artikel

Banken-Rettung kostet Italien 6,6 Milliarden Euro

Link zum Artikel

Die unendliche Bussenstory der Schweizer Grossbanken

Link zum Artikel

«Die Schweiz hat die Chance, weltweit führend bei der Blockchain zu werden»

Link zum Artikel

Raiffeisen lanciert Hypothek für arme Leute

Link zum Artikel

«Anleger werden durch mehr Bürokratie nicht unbedingt besser geschützt»

Link zum Artikel

Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz: «Frankenstärke kostet zehntausende Arbeitsplätze»

Link zum Artikel

UBS verliert Steuerstreit mit Frankreich und muss 1,1 Milliarden Euro Kaution hinterlegen

Link zum Artikel

Trotz Lohnanstieg können sich Schweizer 2017 kaum mehr kaufen

Link zum Artikel

Credit Suisse mit weiterem Gewinneinbruch – Aktie im Sinkflug

Link zum Artikel

Europäische Zentralbank legt vorerst nicht nach – es bleibt bei null Prozent

Link zum Artikel

«Bitcoins sind kein sinnvolles Geldsystem» – weil sie zuviel Strom verbrauchen

Link zum Artikel

Wegen Irreführung mit Neugeld: Credit Suisse in den USA zu Millionenbusse verdonnert

Link zum Artikel

Bauer, WWF und Kinderkrippe – was die Crash-Banker der Nuller-Jahre heute machen

Link zum Artikel

Credit Suisse hat in diesem Jahr bereits 4800 Jobs gestrichen, 1200 weitere sollen noch folgen

Link zum Artikel

Die CS soll sich in Italien auf 100 Mio Euro-Zahlung geeinigt haben

Link zum Artikel

Will die UBS jetzt eigene Bitcoins prägen? Nein – aber die Bank hat eine clevere Idee

Link zum Artikel

In Asien gibt es jeden dritten Tag einen neuen Milliardär

Link zum Artikel

Ist das die Retourkutsche? Deutsche Bank zu 14-Milliarden-Busse verdonnert

Link zum Artikel

Brexit könnte bei der UBS in London zu einem Aderlass von 1500 Arbeitsplätzen führen 

Link zum Artikel

UBS will eigene digitale Münzen herausbringen

Link zum Artikel

Die Chefs der Schweizer Grossbanken verkaufen ihre Aktien

Link zum Artikel

Jetzt nehmen die USA den Goldhandel ins Visier – Schweizer Grossbanken sind am Rande betroffen

Link zum Artikel

Finma-Chef hält noch schärfere Grossbanken-Regulierung für nötig

Link zum Artikel

Sollte die Deutsche Bank untergehen, würde ich einen Notvorrat anlegen – aber so weit wird es wohl nicht kommen

Link zum Artikel

Wall-Street-Banker wollen den CEO der Credit Suisse stürzen

Link zum Artikel

«Worst Case Szenario»: Credit-Suisse-Aktie ist nicht mal halb so viel wert wie Anfang Jahr

Link zum Artikel

US-Justiz an der Nase herumgeführt: Bank Vontobel lässt indischen Betrüger Millionen verstecken

Link zum Artikel

Panama Papers: Und was hat das mit der Schweiz zu tun?

Link zum Artikel

Warum gerade Panama? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Mega-Datenleck

Link zum Artikel

EZB-Chef Draghi dämpft Zinsfantasien: Euro im Höhenflug – Franken wird schwächer

Link zum Artikel

Das verdienen die Chefs der Kantonal- und Regionalbanken 

Link zum Artikel

EZB senkt Leitzins erstmals auf null Prozent: Franken geht nicht durch die Decke

Link zum Artikel

Hacker dringen in das internationale Zahlungssystem Swift ein

Link zum Artikel

Das sind die wirtschaftlichen Brandherde Europas

Link zum Artikel

Schwarzgeld: 40'000 Schweizer zeigen sich selbst an – das bringt dem Staat rund 2 Milliarden

Link zum Artikel

Steuer-CD: Deutschland gibt verdächtige Schweizer Kontodaten an 27 Länder weiter

Link zum Artikel

Von wegen «Finanzkrise»: Seit 2007 haben Grossbank-Aktionäre 1,7 BILLIONEN eingestrichen

Link zum Artikel

Offshore-Insider Elmer zu Gast bei Schawinski: 7 Erkenntnisse aus der gestrigen Panama-Talkshow

Link zum Artikel

«Geldwäscherei ist kein Kavaliersdelikt»: FINMA kontaktiert Banken wegen Offshore-Firmen

Link zum Artikel

Coop, Migros, SIX und Swisscom: Gibt es bald eine einheitliche Lösung im digitalen Zahlungsverkehr? 

Link zum Artikel

Die Verkehrsampeln der Weltwirtschaft wechseln die Farben – und das Chaos an den Märkten ist vorprogrammiert

Link zum Artikel

Fünf Gründe, warum der Franken momentan schwächelt und was das für die Wirtschaft bedeutet (Gutes!)

Link zum Artikel

Es ist nicht China, Dummkopf, es ist die Fed!

Link zum Artikel

Die Frage wird immer dringlicher: Wie unabhängig dürfen die Zentralbanken noch sein?

Link zum Artikel

Der neue Weg aus der Krise: «Helikopter-Geld»

Link zum Artikel

Warum der chinesische Börsen-Crash weltweit Angst und Schrecken auslöst – und wie die US-Notenbank eine Panik verhindern kann

Link zum Artikel

Übernehmen bei der CS die Scheichs aus Katar und Saudi-Arabien das Zepter?

Link zum Artikel

Der Kampf der Titanen: Die beiden wichtigsten Banken der Welt wollen eine gegensätzliche Geldpolitik

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

BAG meldet 8616 neue Fälle

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

30 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Der Rückbauer
04.10.2016 08:02registriert September 2015
Spekulanten fressen Spekulanten und wenn es nichts mehr zu Fressen gibt, füttert der Steuerzahler sie durch. Was ist auch das für ein System?
802
Melden
Zum Kommentar
saukaibli
04.10.2016 09:39registriert February 2014
Da zeigt sich wieder das bekannte Muster. Hast du wenig Schulden und kannst die nicht zurückzahlen, bist du im Arsch. Hast du aber Milliarden Schulden und kannst die nicht zurückzahlen wird dir geholfen. So traurig das ist, ist es doch die Realität.
582
Melden
Zum Kommentar
keplan
04.10.2016 08:21registriert August 2014
Mit dem too big to fail status hat sich die frei marktwirtschafts selber beerdigt, sie haben es nur noch nicht gemerkt. Es werden immer mehr Unternehmen versuchen diesen Status zu erreichen. (z.b. Nahrungsmittelproduzenten, Stromliferanten usw.)
400
Melden
Zum Kommentar
30

Deutschland nimmt über 2000 Flüchtende auf – Merkel spricht Klartext

Deutschland will insgesamt 2750 Geflüchtete von den griechischen Inseln aufnehmen. Das gab Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag in einer Mitteilung bekannt. Aufgenommen werden demnach 1553 Menschen aus 408 Familien, die durch Griechenland bereits als Schutzberechtigte anerkannt worden sind. Ebenso werde Deutschland bis zu 150 unbegleitete minderjährige Asylsuchende aufnehmen.

«Bereits erfolgt ist die Aufnahme von 53 unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden», so Seibert weiter. Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel