Wirtschaft
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Zwei Wirtschafts-Welten prallen aufeinander: Emmanuel Macron und Wolfgang Schäuble. 

Nach Macron-Sieg: Jetzt muss Merkel Schäuble in Rente schicken

Europa braucht Reformen. Doch nicht nur Frankreich muss umdenken, sondern auch die Vertreter des deutschen Ordoliberalismus.



Bei Macrons Siegesfeier vor dem Louvre ertönte nicht die Marseillaise, sondern die Europa-Hymne, Beethovens «Ode an die Freude». Aus Berlin liess derweil Bundeskanzlerin Angela Merkel übermitteln, dieser Sieg sei ein Zeichen für ein «starkes und vereinigtes Europa».

So weit so gut. Doch wie ein Kuchen schmeckt, weiss man bekanntlich erst, wenn man ihn verzehrt. Mit guten Vorsätzen allein wird Europa nicht wieder auf die Beine kommen.  

epa05949539 Supporters of French presidential election candidate for the 'En Marche!' (Onwards!) political movement Emmanuel Macron (not pictured) celebrate at the Carrousel du Louvre after Emmanuel Macron won the second round of the French presidential elections in Paris, France, 07 May 2017. Emmanuel Macron defeated Marine Le Pen in the final round of France's presidential election, with exit polls indicating that Macron is leading with approximately 65 per cent of the vote.  EPA/YOAN VALAT

Französische Flagge und Europa-Fahne friedlich vereint an der Siegesfeier von Macron. Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Europa braucht Reformen, und der neue französische Präsident hat auch sehr konkrete Vorstellungen, wie diese Reformen auszusehen haben. Er plädiert für ein gemeinsames Budget der Eurozone, einen gemeinsamen Finanzminister, eine richtige Bankenunion und Eurobonds. Mit anderen Worten: Er will ein Europa, das einer grossen Schweiz ähnlich wird, indem es eine gemeinsame Wirtschaftspolitik und einen Ausgleich unter den Regionen gibt.  

«Macrons Pläne führen zu einer Transferunion, in der die reichen Länder die armen im Süden am Leben erhalten würden.»

Hans-Werner Sinn

All diese Dinge sind rote Tücher für eine Mehrheit der deutschen Ökonomen, den Ordoliberalen. Ihr Credo lautet: Jedes Land hat bei sich selbst für Ordnung zu sorgen. Die Eurozone soll deshalb organisiert sein wie ein gut bürgerliches Quartier: Man leiht sich gegenseitig gelegentlich einen Liter Milch aus oder füttert die Katze, wenn der Nachbar in die Ferien fährt. Sonst jedoch ist jeder seines eigenen Glückes Schmied.  

Die Mehrheit der internationalen Ökonomen verfolgt eine andere Doktrin. Sie besagt, dass der Handel der Länder untereinander einen grossen Einfluss auf die wirtschaftlichen Beziehungen hat. Chronische Überschüsse eines Landes zerstören das Gleichgewicht und sollten daher vermieden werden.  

Der ewige Streit um die deutschen Exporte

Der Streit entzündet sich ob den deutschen Exporten. Sie haben inzwischen ein gigantisches Ausmass erreicht und betragen rund acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Für die meisten nicht-deutschen Ökonomen ist dies jenseits der ökonomischen Vernunft. Ob IWF oder Weltbank, ob Amerikaner oder Franzosen: Alle fordern die Deutschen seit Jahren inbrünstig dazu auf, mehr zu investieren und mehr zu konsumieren, um das bestehende Ungleichgewicht wenigstens zu vermindern.  

Das gilt vor allem auch innerhalb der Eurozone. Die deutsche Wirtschaft profitiert vom gemessen an ihrer Potenz viel zu schwachen Eurokurs und erschlägt damit die französische, italienische und spanische Konkurrenz, von Griechenland und Portugal gar nicht zu sprechen. Für die Länder des Südens sind die deutschen Exporterfolge de facto ein Raubzug auf ihre Arbeitsplätze.

epa04630222 (FILE) A file picture dated 03 June 2010 of German Economist Hans-Werner Sinn speaking on the occasion of the Swiss Economic Forum SEF in Interlaken, Switzerland. As a leading German critic of Berlin's handling of the eurozone financial crisis, Hans-Werner Sinn on 21 February 2015 called for Greece to leave the euro, arguing that the latest deal clinched by eurozone finance ministers will do little to solve the Mediterranean country's economic woes. Hans-Werner Sinn is the head of the influential Munich-based Ifo economic institute.  EPA/PETER SCHNEIDER *** Local Caption *** 02185467

Hans-Werner Sinn, der Hohenpriester des deutschen Ordoliberalismus. Bild: EPA/KEYSTONE / EPA FILE

Die deutschen Ordoliberalen sehen das ganz anders. In ihren Augen sind die Exporterfolge ein Zeichen dafür, dass sie mit dem harten Reformprogramm Agenda 2010 ihre Hausaufgaben gemacht und jetzt die Früchte davon geniessen können. Sie stellen sich auf den Standpunkt: Macht es wie wir – und alles wird gut.  

Macrons Forderungen stossen deshalb bei den Ordoliberalen auf keinerlei Begeisterung. Typisch die Reaktion ihres führenden Vertreters, Hans-Werner Sinn: «Macrons Pläne führen zu einer Transferunion, in der die reichen Länder die armen im Süden am Leben erhalten würden», schimpfte er in der «Sonntags Zeitung». «Die südeuropäischen Länder müssten aber Reformen durchführen, um wettbewerbsfähiger zu werden.»  

Schäuble und die schwarze Null

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble ist der politische Kopf des Ordoliberalismus. Für ihn ist die «schwarze Null» – ein ausgeglichenes Staatsbudget – das höchste Ziel. Er gilt als Vater der Austeritätspolitik, die seit Jahren die europäische Wirtschaft bestimmt. Ausserhalb von Deutschland hat das verheerende Folgen: hohe Arbeitslosigkeit vor allem bei der Jugend und anämisches Wirtschaftswachstum. Schäuble ist damit das personifizierte Gegenprogramm zu Macron.  

Obwohl die Austeritätspolitik als gescheitert gilt und immer mehr zur Gefahr für die europäische Einheit wird, hat Schäuble daran eisern festgehalten. Doch es gibt Hoffnung: Selbst in Deutschland werden allmählich Zweifel am Exportwahn laut. Sowohl Aussenminister Sigmar Gabriel wie auch der ehemalige Aussenminister Joschka Fischer plädieren dafür, auf die Forderungen Macrons zumindest einzugehen.  

Franzosen sind sehr produktiv

Zudem ist Frankreichs Wirtschaft besser als ihr Ruf. Es ist unbestritten, dass zehn Prozent Arbeitslosigkeit nicht zu verantworten sind, doch in Sachen Produktivität gehört die französische Wirtschaft weltweit zu den besten. Sie kann davon profitieren, dass selbst in der Eurozone die Konjunktur langsam in Fahrt kommt.

Der neue Präsident hat daher gute Chancen, sein ehrgeiziges Ziel zu erreichen: Gleichzeitig mit sanften Reformen die eigene Wirtschaft anzutreiben und mit geschicktem Verhandeln die Deutschen zu einer Abkehr ihrer Austeritätspolitik zu bewegen. Dazu muss allerdings Angela Merkel ihren Finanzminister Schäuble in Rente schicken – spätestens nach den Wahlen im September.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alienus 09.05.2017 18:01
    Highlight Highlight _kokolorix

    08.05.2017 21:10

    Da schreiben Sie aber schon einen Kokolores.

    Beim Marshallplan hatten die Griechen das 4-fache an Aufbaugeldern als Deutschland erhalten (pro Nase).

    Auch schon damals gab’s einen unheimlichen pekuniären Schwund, bei den Griechen. Zu großer Verbrauch statt Investitionen. Das jetzt geforderte Geld ist in keinster Weise diesen Aufbauleistungen vergleichbar. Es ist verjuckelt, verprasst und in falsche Taschen geflossen.

    Nun weinen Sie aber gigantische, mit Aversionen und Vorurteilen gemixte Krokodilstränen und die Historie windet sich im Todeskampf.
  • slashinvestor 08.05.2017 20:25
    Highlight Highlight Auf das Schweizer Ausgleich kann ich sehr wohl pfeifen! Wie kann es sein das eine Minderheit bezahlt, und die Mehrheit empfängt? Ich bin in Kanada aufgewachsen, und kenne so was, aber es war immer Mehrheit bezahlt, und Minderheit empfängt.
  • Skeptischer Optimist 08.05.2017 18:13
    Highlight Highlight Gut gebrüllt, Löpfe.
  • alingher 08.05.2017 16:35
    Highlight Highlight Schon eine interessante Diskussion: Wenn es beispielsweise um die Statik von Brücken, um die Zentren der Hirnaktivität oder die verfassungsmässigkeit von Normen geht, dann überlässt man das Feld den Ingenieuren, Neurologen oder Juristen.

    Bei ähnlich komplexen Themen der Makroökonomie hingegen, da ist jeder Experte...
    • peeti 08.05.2017 17:21
      Highlight Highlight Tja, ist halt keine exakte Wissenschaft. Jus übrigens auch nicht.
    • illoOminated 08.05.2017 17:36
      Highlight Highlight Liegt vielleicht daran, dass die exakten Wissenschaften auf zwar empirisch entdeckten, aber anschliessend mathematisch bewiesenen Modellen beruhen. Die Makroökonomie feilt seit jeher an ihren Modellen, schafft es aber kaum langfristig zuverlässige Modelle auf die Beine zu stellen, die nicht immer wieder justiert oder komplett ersetzt werden müssen - nicht zuletzt, weil sie die Variable "Mensch" enthalten. Da man selbst in der Gleichung enthalten ist, ist psychologisch durchaus nachvollziehbar, warum viele das Gefühl haben bis zu einem gewissen Punkt mitreden zu können.
    • Skeptischer Optimist 08.05.2017 18:15
      Highlight Highlight Makroökonomie ist wesentlich komplexer als Brücken bauen. Die ausgebildeten Experten verfügen nur über wenig gesichertes Wissen, so dass ihr Vorsprung gegenüber dem interessierten Laien sehr bescheiden ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • IMaki 08.05.2017 15:59
    Highlight Highlight Danke an das Tandem Löpfe-Blunschi. Beide Texte kann ich aus eigener Erinnerung - die dank dem Geruchsgedächtnis bis auf den Duft des Lacrymogène der Parfumerie CRS frisch gehalten wird - in jedem Punkt bestätigen. Aber ein Hinweis auf wenigstens einen Grund für den kolossalen Reformstau in Frankreich fehlt mir: Die ungebrochene Herrschaft der im stalinistischen Modus verharrenden Gewerkschaften, insbesondere der CGT, und der im Manchesterkapitalismus eingefrorene Arbeitgeberverband MEDEM wird auch hier ausgeblendet. Macron könnte der Katalysator für echte Sozialpartnerschaft werden.
    • Black Cat in a Sink 08.05.2017 17:41
      Highlight Highlight Könnte.... wird er es auch?
  • Yippie 08.05.2017 15:52
    Highlight Highlight Austeritätspolitik bedeutet aber auch, dass Deutschland in den folgenden Jahren mehr investieren kann, da es weniger Zinsen zahlen muss.

    Zugegeben beim aktuellen Zinsumfeld (0-0.5%) fallen neue Staatsschulden nicht so gross ins Gewicht, dies muss aber nicht immer so bleiben und wenn man weggeht von der Austeritätspolitik wird man die Schulden sowieso nie mehr los.


    • _kokolorix 08.05.2017 21:00
      Highlight Highlight Das ist schlicht falsch. Mit der Austerität deutschen Stils werden nur die Finanzmärkte angeheizt. Die Binnennachfrage in Deutschland ist zu schwach um qualitatives Wachstum zu erzeugen, es bleibt nur der Weg über den Export, der geht allerdings wiederum nur dank den Krediten welche die deutschen Banken anderen Ländern aufdrängen. Am Ende bleibt eine zerrüttete Wirtschaft welche an den Bedürfnissen der Gesellschaft vorbeiproduziert und ihre Produktion nur noch mit illegalen Tricksereien loswird
    • Yippie 08.05.2017 21:52
      Highlight Highlight Eine höhere Schuldlast führt also nicht zu mehr Zinsaufwand? Oder was bitte schön ist an meiner Aussage falsch?
    • _kokolorix 09.05.2017 07:19
      Highlight Highlight Solange das Wachstum grösser als der Zins ist, ist das auch kein Problem. Ein Problem ist nur, wenn die Wirtschaft gut läuft dann senken die bürgerlichen die Steuern statt die Schulden zurückzuzahlen. Und wenns schlecht läuft, dann senken sie wieder die Steuern und entziehen einem grossteil der Bevölkerung die Liquididät. Sparen ist der sicherste Weg zur nächsten Krise. Für die reichsten 10% ist das aber ein lohnendes Ziel, werden sie doch seit Jahrzehnten ununterbrochen reicher.
      Weniger Verständniss habe ich mit Leuten die dieses Trauerspiel nicht wahrnehmen
  • simiimi 08.05.2017 15:28
    Highlight Highlight Ich glaube Herr Löpfe unterschätzt Frau Merkel wenn er denkt, dass sie wegen einem Dreikäsehochpräsidenten die gesamte deutsche Europa- und Wirtschaftspolitik über Bord werfen wird.
    • Richu 08.05.2017 16:13
      Highlight Highlight @simiimi: Es gibt immer gewisse Journalisten, die Schwierigkeiten haben, die Sachlage richtig zu analysieren!
  • quarzaro 08.05.2017 15:25
    Highlight Highlight Hier macht man es sich aber etwas gar leicht. Deutschland stand nach dem zweiten Weltkrieg wortwörtlich vor einem Trümmerhaufen und 20-30 Jahre später hatten sie wirtschaftlich schon wieder mehr als aufgeholt. Da sollten sich ev auch mal die anderen an der eigenen Nase nehmen. Die 35h Woche, oder die viel zu hohe Quote an Staatsangestellten in Griechenland (als Beispiel) erhöhen halt die Konkurrenzfähigkeit nicht gerade.
    Die USA importieren schon seit Jahren viel zu viel (auch nicht die Schuld Deutschlands) und erhöhen den Schuldenberg stetig, soll Deutschland etwa diesem "Vorbild" folgen?
    • Richu 08.05.2017 16:18
      Highlight Highlight @quarzaro: Auch der neue franz. Präsident Macron ist der Meinung, dass Frankreich zuviel Beamte hat. Aus diesem Grunde will Macron total 130'000 Beamte "wegrationalisieren"!
    • Liselote Meier 08.05.2017 16:35
      Highlight Highlight So ein Trümmerhaufen war es eben nicht. 80% der Produktionskapazitäten war vollkommen in Takt, Strassen und Schienenverkehr nur Punktuell zerstört. Der grossstädtische Wohnraum war zerbombt. Abmontierungen von Industrieanlagen gab es kaum, nicht so wie in der SBZ. Die Gesamtkapazität war 1945 nach dem Krieg höher als 1937 vor dem Krieg.

      Marshallplan, dann der Korea-Boom (massive Rüstungsexporte für den Korea-Krieg), "Dollar-Lücke" und dazu erhielt Deutschland mit dem Londoner Abkommen einen gewaltigen Schuldschnitt, auch Griechenland z.B. erlasste Deutschland die Hälfte der Schulden.


    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 08.05.2017 15:17
    Highlight Highlight Deutschland ist wie ein fettes Kind, dass an einer Geburtstagsparty den ganzen Kuchen frisst und danach den anderen Kindern erklärt: "Ihr hättet eben auch den ganzen Kuchen essen sollen!".
    Deutschland profitiert, alle anderen nicht. Dann haben die Briten erstmal keinen Bock mehr auf EU und auch ein Drittel der Franzosen wählt eine Rechtsradikale, weil die ebenfalls keine Lust auf Europa mehr hat. Macht man Schäubles Politik nicht langsam ein Ende, werden früher oder später weitere Länder austreten.
    • Oberon 08.05.2017 19:38
      Highlight Highlight Ja man kann sich das Leben auch so hin biegen wie man es möchte. Nur weil Deutschland seine Aufgaben macht sollte man als erstes die Fehler bei einem selber suchen.

      Das grössere Problem ist das zu tiefe Lohnniveau in Deutschland. Da dies direkten Einfluss auf die Binnenkaufraft und Sozialen Dienste wie z.B. Altersvorsorge oder Sozialhilfe hat.
  • Pius C. Bünzli 08.05.2017 14:37
    Highlight Highlight Habt ihr gehört Ihr müsst noch mehr konsumieren. Ein hoch auf den Konsum er wird uns alle retten. HaHaa
    • phreko 08.05.2017 15:13
      Highlight Highlight Wie verdienst du dein Geld? Fällt es vom Himmel?
    • saukaibli 08.05.2017 15:36
      Highlight Highlight Auch wenn du das ironisch gemeint hast, stimmt es doch zu einem Teil. Da geht es ja nicht darum, möglichst viel Plastikzeug aus China zu konsumieren, sondern z.B. für europäische Nahrungsmittel anständige Preise bezahlen, mal nach ES oder GR in den Urlaub usw. Aber da die Deutschen so extrem tiefe Löhne haben, obwohl der wirtschaftliche Erfolg riesig ist, können sich viele so etwas nicht mehr leisten. Und genau da liegt das Problem.
  • Wilhelm Dingo 08.05.2017 14:33
    Highlight Highlight Was ist denn die Alternative zur Austeritätspolitik? Geld leihen, welches man nie mehr zurückzahlen kann?
    • FrancoL 08.05.2017 14:51
      Highlight Highlight Geld reinvestieren und dies Ganzheitlich über alle Märkte gesehen, sonst geht die Uebung nicht auf.
    • Wehrli 08.05.2017 14:53
      Highlight Highlight Höhere Löhne. Antizyklisches Investitionspolitik. Aber wenn die Kasse leer, dann geht das halt nit mehr ....
    • Richu 08.05.2017 15:00
      Highlight Highlight Wir haben es ja bei Griechenland gesehen, was passiert, wenn man massiv über seine Verhältnisse lebt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • pedrinho 08.05.2017 14:33
    Highlight Highlight "freude herrscht" (bei den genossen)
    es froehlich und noch mehr umverteilt werden ?

    doch die letzten wahlen in D haben gezeigt, dass das linke
    denken gar nicht mehr so sehr willkommen ist.

    btw: wer solls eigentlich bezahlen ? wenn GB draussen ist werden erst mal +10 mia im (verteilungs)topf fehlen.
  • manhunt 08.05.2017 14:01
    Highlight Highlight was die gründungsidee der eu war, und was passieren kann, wenn in europa wieder jedes land bloss für sich selbst schaut.
  • manhunt 08.05.2017 13:59
    Highlight Highlight das deutsche exportwunder und das daraus resultierende ungleichgewicht zwischen dem armen süden um dem reichen norden sind nicht bloss ergebnisse daurscher reformen, sondern vielmehr durch der einführung des euro geschuldet. auch wenn die klischees bezüglich der unterschiedlichen arbeitsmoral nicht gänzlich aus der luft gegriffen sind, so zeichnen zahlen bezüglich der produktivität doch ein etwas anderes bild. deutschland hat sich wirtschaftlich, zumindest teilweise, auf kosten anderer gesundgeschtossen. darum täten griessgrame wie scheuble und h.w. sinn gut daran, sich daran zu erinnern,
  • NWO Schwanzus Longus 08.05.2017 13:51
    Highlight Highlight Macrons Ideen werden nicht fruchten den es verschärft die Ungleichheit unter den Ländern. Eine gemeinsame Währung mit Ländern von völlig unterschiedlicher Wirtschaftskraft ist total destruktiv. Macron wird diese Ungleichheit verschärfen da er die totale Zentralisierung will, er möchte den Staaten die Entscheidungsgewalt entziehen hin zur EU. Das ist extrem undemokratisch.
    • Majoras Maske 08.05.2017 14:04
      Highlight Highlight Ein Währungsraum braucht, in welcher Form auch immer, eine gemeinschaftliche Politik. Die Frage ist eher ob diese Interessen, vertreten durch die EU-Regierungen, wie bisher unter Ausschluss der Öffentlichkeit und im Interesse der Wirtschaft und der Finanzwelt definiert sein soll oder ob durch die Schaffung eines neuen Parlamentes eine solche Politik abwählbar wird. Ausserdem wird Deutschlands Vormachtstellung innerhalb der Eurozone durch demokratische Strukturen erheblich abgeschwächt. Wenn Stimmbürger auf kosten der Regierungen an Einfluss gewinnen, ist das nicht "undemokratisch".
    • manhunt 08.05.2017 14:28
      Highlight Highlight ist es demokratischer, wenn deutschland dem rest europas ständig seinen willen aufzwingt? oder ist es bloss demokratie, wenns der eigenen position zuträglich ist?
    • NWO Schwanzus Longus 08.05.2017 14:29
      Highlight Highlight Nein er wird versuchen das Frankreich keine Entscheidungsgewalt mehr hat, nur noch die EU. Jetzt wird tatsächlich versucht die Staaten de Facto aufzulösen um sie zur EU zu verschmelzen. Durch Macron kann man dies jedoch schön in leeren Worthülsen verpacken obwohl dies negative Konsequenzen haben wird. Zumal Macron die Arbeitnehmerrechte einschränken wollte in Frankreich das hat die Franzosen auf die Strasse gebracht. Gerade er und andere Pro EU Politiker werden keine Demokratischere EU schaffen sondern eine die der UdSSR ähnelt. Das wird zum Zusammenbruch führen. Da werdet ihr schön verarscht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • opwulf 08.05.2017 13:35
    Highlight Highlight Frankreich hätte hiermit die Möglichkeit den Kurs der EU stärker mitzubestimmen - mehr Einfluss zu kreieren - als Schutzpatron, die Opfer der Deutschen Austeritätspolitik hinter sich scharend! Aber die Frage bleibt bestehen - wie würde D darauf reagieren? Sind sie dazu bereit - besser gesagt ist die deutsche Wirtschaft dazu bereit, Macht an Andere abzutreten? Wie sehen dies die nördlichen Länder? Geht es eher in eine Richtung zur Symbiose - oder eher spaltend? Für ein starkes Europe wäre solch eine Symbiose alle mal am Besten! Ob es dies auch für die einzelnen Länder ist, ist eine andere Frage
  • Max Dick 08.05.2017 13:32
    Highlight Highlight Das Problem würde sich auch dann lösen (oder zumindest lindern), wenn in Deutschland endlich angemessene Löhne bezahlt würden. Dann wäre allen gedient - den arbeitenden Deutschen und den Südeuropäern. Aber dem Deutschen scheint der Titel "Exportweltmeister" wichtiger zu sein, als Ende Monat ein etwas fetteres Bankkonto zu haben. Jedem das seine.
    • Juliet Bravo 08.05.2017 13:54
      Highlight Highlight Stimme deinem Kommentar zu.
      Nur ein kleiner Hinweis zum letzten Satz - "Jedem das seine". Schau den mal bei Wikipedia nach. Ich denke, du wirst ihn künftig nocht mehr verwenden wollen, stand er doch an mehreren KZs, um den Gefangenen zu verstehen zu geben "Jedem das, was er verdient hat". Er bedeutet nicht "Jedem was er will/wie er will".
    • Hansdamp_f 08.05.2017 15:12
      Highlight Highlight @Max Dick

      Es stimmt teilweise, was Sie schreiben: Steigende Löhne in Deutschland verteuern die deutschen Produkte, wodurch relativ gesehen die Wettbewerbsfähigkeit der konkurrenzierenden Länder ansteigt.

      Fakt ist aber auch, dass genau das passiert: Die deutschen Löhne steigen bereits seit mehreren Jahren Jahr für Jahr deutlich an:
      https://www.welt.de/wirtschaft/article158635618/Loehne-in-Deutschland-steigen-wieder-kraeftig-an.html
    • Ueli der Knecht 08.05.2017 15:15
      Highlight Highlight Ich meine, du interpretierst diesen antiken Spruch im KZ Buchenwald falsch, Juliet.

      Denn der Bauhaus-Architekt Franz Ehrlich hatte grosse gestalterische Freiheiten. Seine Werke für die Nazis sind eher Zeichen des Widerstands und keine Nazi-Symbole (http://bit.ly/2qJydJI). Schliesslich war Franz Ehrlich selbst inhaftiert und aktiv im Lagerwiderstand (http://bit.ly/2qJt707). Ein weiteres Indiz, dass er es als Widerstands- und Hoffnungszeichen verstand, ist der Umstand, dass er die Inschrift gegen innen (an die Häftlinge) richtete.

      Daher hat er mMn gemeint: Ihr werdet Gerechtigkeit erfahren!
    Weitere Antworten anzeigen
  • LeChef 08.05.2017 13:27
    Highlight Highlight Ergänzung zu meinem Kommentar von vorhin:

    Auch was die Wirtschaftsunion angeht haben natürlich beide Seiten recht. Ja, die Transferunion ist ein Unding, das völlig falsche Anreize setzt und die Ungleichheiten vielleicht sogar verschlimmert, statt mildert. Zudem ist sie wohl kaum mehrheitsfähig in den Bevölkerungen. Aber ohne gemeinsame Wirtschaftspolitik funktioniert die Sache eben noch viel weniger. Der Grund ist erneut: der Euro. Man kann keine gemeinsame Währung haben und gleichzeitig diametral entgegengesetzte Wirtschaftspolitiken verfolgen. Geht langfristig einfach nicht.
    • meglo 08.05.2017 13:35
      Highlight Highlight Endlich ein sachlicher und wertvoller Kommentar, dem ich zustimme.
    • El Vals del Obrero 08.05.2017 14:00
      Highlight Highlight Jedes Land ist eine Transferunion. Hier regen sich auch nur wenige auf, dass manche Kantone besser oder schlechter dran sind. Kaum jemand sagt, man solle z.B. dem Tessin (nur ein Beispiel) keine Ausgleichszahlungen mehr geben, "weil man damit diesen faulen Siechen einen falschen Anreiz gibt".

      Tatsächlich ist es aber ein Problem, wenn sich der Währungsraum nicht dem politischen Raum deckt. Also entweder Euro abschaffen oder Transferunion einrichten. Alles andere ist "Fünfer und Weggli". Die EU krankt daran, dass man sich nicht zwischen Bundesstaat oder Staatenbund entscheiden kann.
    • Hansdamp_f 08.05.2017 15:16
      Highlight Highlight @meine Senf

      Das stimmt. Und es ist auch naheliegend, dass das mit Abstand wettbewerbsfähigste Land, Deutschland, keine Transferunion will, weil man dann einfach halb Europa finanziert. Darunter Länder, die klar über ihren Verhältnissen gelebt haben und z.T. weiterhin leben.

      Zwei Währungen, quasi ein Nordeuro mit D-Land, Holland und den nordischen Ländern etc. und ein Südeuro mit Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland, Portugal etc. könnte funktionieren.
  • Wehrli 08.05.2017 13:26
    Highlight Highlight UI. Eine sehr rosarote Brille. Und die Bösen sind die Liberalen, und richten werdens noch mehr Regeln und noch mehgr Sozialismus. Ich übe schon mal "die Internationale" ein, damit ich sie im richtigen Moment trällern kann ...
    • phreko 08.05.2017 13:52
      Highlight Highlight Laute Worte ohne Inhalt. Gratulation!

      Auch Macron ist ein Liberaler. Das ganze ist ein ökonomisches und kein politisches Problem.
    • Wehrli 08.05.2017 14:51
      Highlight Highlight Ökonomisch ischt es gschissn, wie die Oesterreicher sagen.

      Mein Punkt: Die Deutschen müssten 30% mehr Lohn zahlen, und zwar subito. --> Binnenmarkt, Euro Arbeitsmarkt. Aber der deutsche Saxenpaul freut sich ja geradezu für einen Kacklohn zu arbeiten, im kreiselnden Schulterklopfen. Ist mir ein Rätsel, wie diese Kasteiung abläuft.
      Sie machen dem Griechen seinen Job, verkaufen ihm das gebaute Auto auf Pump und erlassen Ihm dann die Schulden, ein wahrlich germansiches Rätsel ...
    • ElendesPack 09.05.2017 08:47
      Highlight Highlight Wehrli: Das germanische Rätsel ist ganz einfach gelöst, wenn man mal kurz darüber nachdenkt, wie oft Saxenpaul denn schon gefragt wurde, ob er sich im herrschenden System wohl fühlt.
  • Walter F. Sobchak 08.05.2017 13:26
    Highlight Highlight Die Produktivität und die Arbeitslosigkeit haben einen direkten Zusammenhang: Der französische Kündigungsschutz ist unverantwortlich stark ausgebaut, zudem wird mit der 35h Woche auch 1 Tag weniger gearbeitet als bei uns. Nur logisch, dass die Unternehmen alles dransetzen, produktiver zu werden. Müssen sie tun, denn mit diesen Arbeitsschutzgesetzen ist man sonst auf dem verlorenen Posten.
    • paroli 08.05.2017 13:48
      Highlight Highlight Nicht wirklich. Schau dir das an:
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    • phreko 08.05.2017 13:54
      Highlight Highlight Sie sind ja gerade gleich produktiv.
      Relevant ist eher der Stundenlohn im Vergleich mit der Produktivität.
      Nur hat De einfach mal mit der Agenda 2010 die Löhne massiv gesenkt und zwingt dies nun allen anderen auch auf.
      De zwingt Europa zur allgemeinen Verarmung.
    • Walter F. Sobchak 08.05.2017 14:04
      Highlight Highlight @paroli
      Uff! Da muss ich mir erst 1,5 Stunden freischaufeln. Werde mir diesen Beitrag bei Gelegenheit zu Gemüte führen. Einstweilen bleibe ich bei meinem Statement.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gurgelhals 08.05.2017 13:21
    Highlight Highlight Was mich noch interessieren würde: Inwiefern verändert neben der Wahl Macrons der Brexit die europaweite politische Dynamik in diesen wirtschaftspolitischen Fragen? Neben Deutschland ist Grossbritannien ja der andere unter den "grossen" Mitgliedstaaten, der stets einen harten Austeritätskurs propagiert hat. Verliert Deutschland in dieser Frage nun mit GB einen wichtigen Verbündeten oder spielt der Brexit diesbezüglich keine grosse Rolle, weil GB gar nie Teil der Eurozone war?
    • pedrinho 08.05.2017 14:22
      Highlight Highlight ganz sicher ist/wird damit erst mal einer der grossen noettozahler weggefallen. Dem deutschen buerger welcher summenmaessig immer noch den groessten beitrag leistet ist das laengst auch ein dorn im auge. In den niederlanden rumorts ebenso. Ob das system weitere zahlungen, die eher gegen osten als sueden gehen wird sich auf jeden fall wiederstand bilden.

      koennten die wahlberechtigten von D und F wirklich in der EU mitbestimmen waere wohl
      einiges mehr "am dampfen"

      pro kopf bezahlt im uebrigen F weniger als 1/3 und nur 1/2 soviel wie D in die EU kasse.
    • pedrinho 08.05.2017 14:53
      Highlight Highlight ...und warten wir mal ab was in Italien bei den wahlen im naechsten jahr herauskommt.
    • balzercomp 08.05.2017 16:30
      Highlight Highlight Genau der Wegfall des UK als Verbündeten ist das Problem für Deutschland.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LeChef 08.05.2017 13:21
    Highlight Highlight Wie meistens liegt die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte. Ja, die Euroländer müssen mehrheitlich dazu schauen, dass sie wettbewerbsfähiger werden. Das gilt insbesondere für Frankreich und Italien. Arbeitsmarktreformen sind zentral in diesen Ländern. Und ja, Deutschland täte gut daran, die anderen Euroländer etwas zu unterstützen, in dem es mehr konsumiert und investiert und somit seinen Exportüberschuss etwas abbaut. Beides ist korrekt. Und beides sind Lösungen für Probleme, die man ohne den Euro gar nicht hätte...
  • Semper 08.05.2017 13:20
    Highlight Highlight Warum sollte die Austeritätspolitik von Deutschland gescheitert sein.

    Verstehe ich nicht...
    • atomschlaf 08.05.2017 13:49
      Highlight Highlight Funktioniert nicht in Kombination mit der Währungsunion.
    • Semper 08.05.2017 13:57
      Highlight Highlight Wieso nicht?

      Das hat überhaupt nichts miteinander zu tun. Die Situation heute wäre genau die Gleiche auch wenn Deutschland keine Austeritätspolitik betreiben würde.
    • phreko 08.05.2017 13:57
      Highlight Highlight 1. Es ruiniert das europäische Lohnniveau und 2. Austerität hat bis jetzt keine europäisches Land zurück auf die Beine gestellt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 08.05.2017 13:18
    Highlight Highlight Entweder man findet sich tatsächlich zu einer Transferunion oder man gibt oder teilt den Euro auf.
    Etwas anderes wird längerfristig nicht funktionieren, wie man immer deutlicher sieht. (Und wie es namhafte Ökonomen schon vor langer Zeit vorausgesagt haben.)

    Die Schweiz würde auch nicht funktionieren ohne Finanzausgleich.
    • Amboss 08.05.2017 13:42
      Highlight Highlight Richtig.
      Eine Transferunion.

      Weil der Euro ist alternativlos.

      Aber dievwird nicht in einem sauberen demokratischen Prozess eingeführt, sondern scheibchen für Scheibchen. Wir werden noch manchen Fast-Grexit, -Italexit, Belgexit etc... erleben.
      Und bei jeder Fast-Katastrophe in x Nachtsitzungen wird immer ein Bisschen nachgegeben
    • ujay 08.05.2017 14:10
      Highlight Highlight Die Schweiz als Vorbild für den Finanzausgleich in Europa ist mehr als absurd. Wer glaubt, das funktioniert so in der EU,hat nicht verstanden. Jedes EU Land soll seine Wirtschaft auf Vordermann bringen und im eigenen Land den Finanzausgleich schaffen. Bin erstaunt, dass gerade EU Gegner so auf einen EU Finanzausgleich abfahren und gleichzeitig die Union als diktatorisches Gebilde darstellen, die den Mitgliedstaaten alles vorschreibe. Tststs🙄
    • Richu 08.05.2017 14:27
      Highlight Highlight @atomschlaf: Übrigens auch Deutschland kennt den Finanzausgleich, den man in unserem Nachbarland Länderausgleich nennt. Im 2015 war Bayern mit 5,4 Milliarden EURO der grösste Zahler und das Bundesland Berlin mit 3,6 Milliarden EURO der grösste Empfänger!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 08.05.2017 13:12
    Highlight Highlight Ja hoffentlich wird der Zerstörer der EU endlich abgesetzt
    • Richu 08.05.2017 14:31
      Highlight Highlight Dass Finanzminister Schäuble ein Zerstörer der EU ist entspricht absolut nicht der Wahrheit und ist eine komplett falsche Analyse!
    • phreko 08.05.2017 15:16
      Highlight Highlight @Richu, habe ich verpasst, dass er Griechenland aus der Schuldenfalle gehoben hat?
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 08.05.2017 17:37
      Highlight Highlight Ein Minister der sich dazu erhebt, zig Befreundeten Ländern die Spardaumenschrauben immer mehr anzuziehen und sich Arrogant, Besserwisserisch und Oberlehrerhaft aufführt und so mitverantwortlich ist für den Verfall weiter Teile Südeuropas und zudem Alte Wunden im Süden (Griechenland), Frankreich und Osteuropa wieder aufreist, ja ein solcher Mann ist Massgeblich an der schwierigen Europäischen lage Mitverantwortlich.
      Ein Mann der noch nicht begriffen hat das Deutschland nur Teil der EU aber Politisch nicht deRen Herrscher ist, ist für die EU Untragbar und untergräbt das Miteinander massiv.

Philip Kovce: «Das Grundeinkommen ist eigentlich ein Grundrecht»

Im Sommer 2016 hat das Schweizer Stimmvolk dem Bedingungslosen Grundeinkommen eine Absage erteilt. Doch die Idee ist damit keineswegs gestorben. Sie sei aktueller denn je, sagt Philip Kovce, einer der Vordenker des Grundeinkommens.

«Bedingungsloses Grundeinkommen, da war doch mal was», denkt sich Otto Normalverbraucher in der Schweiz. In unserer Zeit rasen die Dinge an den Menschen vorbei. Wie ist der aktuelle Stand? Während das Grundeinkommen auf der Schweizer Politbühne die Hauptrolle spielte, hat die ganze Welt zugesehen. Die Schweizer Abstimmung war deshalb nicht das Ende, sondern der Anfang einer grossen Debatte. Aktuell kämpft beispielsweise in den USA der demokratische Präsidentschaftskandidat Andrew Yang …

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