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Uber stellt Pläne für fliegende Taxis vor – erste Tests ab 2020

26.04.2017, 06:4826.04.2017, 13:44

Uber will seine Transportdienste in einigen Jahren auch in der Luft anbieten. Der Fahrdienst-Vermittler stellte am Dienstag Pläne für ein Netzwerk aus kompakten Fluggeräten vor, die Menschen in der Stadt befördern.

Vom selbstfahrenden Auto zum selbstfliegenden? Uber hat grosse Pläne. So stellt sich Uber im Moment die «Vertiports» vor.
Vom selbstfahrenden Auto zum selbstfliegenden? Uber hat grosse Pläne. So stellt sich Uber im Moment die «Vertiports» vor.Bild: uber

Die Technik soll von Partnern wie dem Helikopter-Hersteller Bell oder dem Flugzeugbauer Embraer kommen. Uber will ein Netz aus «Vertiports» betreiben, an denen die Fluggeräte senkrecht starten und landen können.

Zum Jahr 2020 sind Tests in der texanischen Stadt Dallas und Dubai geplant. Das Ziel sei, drei Jahre später einen kommerziellen Betrieb aufzunehmen.

So könnten fliegende Autos in Zukunft aussehen. AeroMobil hat einen Prototyp gebaut.
So könnten fliegende Autos in Zukunft aussehen. AeroMobil hat einen Prototyp gebaut.Bild: Claude Paris/AP/KEYSTONE

Uber hatte Interesse am Luftverkehr in Städten bereits mit einem Strategiepapier im vergangenen Herbst gezeigt – jetzt folgt die Umsetzung.

Das Unternehmen argumentiert, dass die Strassen vollgestopft mit Autos und teuer im Unterhalt seien und man deshalb in die Luft ausweichen müsse. Uber rechnet vor, dass die Beförderungskosten pro Passagier und Kilometer mit der Zeit mit denen in heutigen Fahrdiensten vergleichbar sein könnten.

Für Uber sind die hochfliegenden Pläne eine willkommene Ablenkungen von immer neuen Negativ-Schlagzeilen in den vergangenen Wochen und Monaten. Nach Enthüllungen einer Software-Entwicklerin wird intern geprüft, ob die Firmenkultur frauenfeindlich und diskriminierend ist. Mitgründer und Chef Travis Kalanick musste versprechen, erwachsener zu agieren, nachdem er bei einem Wortgefecht mit einem Uber-Fahrer gefilmt wurde.

Die Google-Schwesterfirma Waymo wirft Uber vor Gericht ein Einsatz gestohlener Roboterwagen-Technologie vor. Hinzu kommen die fortlaufenden Milliardenverluste, mit denen Uber für das rasante internationale Wachstum bezahlt. Die aktuellen Finanzen stellen nach Ansicht einiger Beobachter auch die Umsetzung der ambitionierten Flugtaxi-Pläne in Frage.

Uber ist nicht alleine

Auch andere Unternehmen denken über Luft-Mobilität in der Stadt nach. Airbus arbeitet an Fluggeräten dafür. Die chinesische Firma Ehang will in diesem Jahr ebenfalls in Dubai Tests mit einer Art Riesen-Drohne starten, die eine Person befördern kann.

Noch mehr Fliegendes 

Am Montag wurde auch ein von Google-Mitgründer Larry Page finanziertes Projekt zur Entwicklung kleiner Passagier-Fluggeräte der US-Firma Kitty Hawk vorgestellt. (sda/dpa)

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