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Frauen und Geld

10 Tipps, wie du das Thema «Sparen» am besten angehst

Wann Sparen trotz niedriger Zinsen Sinn macht und 10 Tipps, wie du das meiste aus deinem Sparbatzen machst.
22.05.2020, 14:0422.05.2020, 15:01
Olga Miler
Olga Miler
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Es ist wirklich ein Trauerspiel. Wenn man Geld spart, dann kriegt man dafür fast gar keine Zinsen, zahlt Gebühren und die Inflation tut ihr Übriges, um langsam und fast unmerklich zu schmelzen. Eindrücklich zeigt es dieser Rechner: Gibt man 1000 CHF 1980, also vor 30 Jahren ein, dann ist die Wertminderung gegenüber heute satte −38,4%. Es gibt sie in Massen, die Graphen, die Vergleiche zeigen, wie Geld auf dem Sparkonto langfristig nur wenig bringt.

Mathematisch macht das sicher Sinn, trotzdem fühlt es sich für mich immer ein bisschen einseitig an, als würden diese Kurven nur einen Teil des echten Lebens anzeigen.

Das Leben ist unberechenbar und braucht ein vielseitiges Geldkonzept

Kurven hin oder her, Geld hat nicht nur die Aufgabe, sich zu vermehren. Es ist ein Mittel, um unser Leben zu finanzieren, heutige und zukünftige Wünsche zu erfüllen, neue Möglichkeiten zu eröffnen und Sicherheit zu schaffen. Und da das Leben oft unberechenbar ist, braucht es einen vielfältigen «Geld-Plan», gerade für Frauen.

Frauen in der Schweiz sind 2-mal so sehr von Altersarmut betroffen wie Männer

Drei Gründe
1. Frauen arbeiten oft Teilzeit oder verrichten unbezahlte Arbeit und haben somit bei geringerem Verdienst kleinere Beiträge in die 2. Säule (Pensionskasse) eingezahlt.

2. Heute haben nur ca. 57% der Frauen eine Leistung aus der 2. Säule (Männer 77%) und nur etwa jede 5te (22%) hat zusätzlich einen Beitrag aus der Säule 3a (Männer 33%).·

3. Bei längerer Lebenserwartung muss das Geld nicht nur länger, sondern auch höheren Fix-Kosten eines 1-Personen-Haushaltes standhalten (gut ¾ der älteren Allein-Lebenden sind Frauen).

Sparen alleine mit wenig oder keinen Zinsen wird nicht genügen, um diese Lücken aufzufüllen. Aber deswegen ist Sparen noch lange nicht altmodisch oder schlecht.

Sparen oder Investieren? Wann passt was? Auf die Ziele und die Zeitdauer kommt es an

Beides, Sparen und Investieren, ist nützlich je nachdem, was man in welcher Zeitspanne erreichen will und wie wichtig einem die Sicherheit oder der Ertrag ist.

Wann eignet sich Sparen?

  • Für die eiserne Reserve, den «Notgroschen», weil dieser jederzeit und ohne Verluste und Kosten zur Verfügung stehen sollte (Daumenregel ca. 3 Monatsgehälter).
  • Um Geld zurückzulegen für kurzfristige Ziele, die du innert 1–3 Jahren erreichen willst, z. B. Reise, etwas kaufen etc.
  • Wenn du möchtest, dass dein Geld immer und zu geringen Kosten zur Verfügung steht (Achtung, manche Sparkonten-Arten haben eine Kündigungsfrist oder Bezugslimiten und -kosten!).·
  • Wenn du gefühlt kein Risiko eingehen möchtest, dein Geld zu verlieren (Langfristig ist dein Erspartes aber Inflation und Bankgebühren ausgesetzt und es hat keine Chance, sich zu vermehren).
  • Für das gute Gefühl, sich auch einfach spontan etwas leisten oder gönnen zu können.

Wann eignet sich Sparen weniger?

Wenn du dein Geld längerfristig (5–10 Jahre oder mehr) vermehren möchtest, wie das bei der Altersvorsorge, für eine grössere Anschaffung in der Zukunft wie z. B. ein Haus der Fall ist. Für Ziele weit in der Zukunft kann eine gezielte Anlage gut sein. Je nach eigenem Risikoempfinden kann man auch nur einen Teil anlegen. Warum es für Investieren nie zu spät ist und Tipps zeigt dieser Artikel. In jedem Fall lohnt es sich, die Zeit aufzubringen und Angebote von mehreren Anbietern einzuholen, da die Unterschiede sehr gross sein können.

10 Tipps, wie du aus deinem Sparbatzen trotz geringer Zinsen mehr machen kannst

  1. Ein Sparkonto mit günstigen Konditionen und Möglichkeiten für Austritt/Bezug wählen.
  2. Steuern wenn möglich im Voraus (geht auch monatlich) bezahlen. Die Regelungen sind kantonal unterschiedlich, in Zürich bekommt man 2020 0,25% Zins.
  3. Hypotheken und Schulden optimieren. Bei Hypotheken Steueroptimierung beachten, allenfalls gibt es einen steueroptimalen Schuldenbetrag.
  4. Debitkarten den Kreditkarten vorzuziehen, hilft das Budget im Griff zu haben und allfällige Überraschungskosten wie hohe Verzugszinsen zu vermeiden.
  5. Rundungssparfunktion einrichten, dabei rundet man bei Käufen den ausgegebenen Betrag auf den nächsten Franken oder die nächsten 5 Franken etc. auf, dieses Geld wird angelegt oder gespart.
  6. Regelmässige Geldhygiene: laufende Kosten prüfen und versteckte Geldfresser wie z. B. Abos und Online-Dienste regelmässig prüfen.
  7. Anschaffungen vorausplanen, um von Rabatten zu profitieren, und kurzfristige Schulden wie Kleinkredite oder Leasing mit hohen Zinsen nach Möglichkeit meiden.
  8. Vorsorge nutzen, auch wenn man nicht investiert: Säule 3a einzahlen, Pensionskasse auffüllen, mögliche AHV-Lücken prüfen und schliessen. Allerdings steht dieses Geld dann nicht kurzfristig zur Verfügung.
  9. In die eigene Aus- und Weiterbildung investieren.
  10. Sachen, die man nicht oft braucht, leihen, anstatt sie zu kaufen.
bild: zvg
Olga Miler ...
... war über zehn Jahre in verschiedenen Funktionen bei der UBS tätig, unter anderem hat sie dort das Frauenförderungsprogramm Unique aufgebaut. Jüngst gründete sie das Start-up SmartPurse, eine Plattform, auf der sie digitale Kurse, Workshops und Coachings zum Thema Finanzen für Frauen anbietet. Ab dem 27. Januar wird uns Miler im watson-Blog «Frauen und Geld» an ihrer Expertise teilhaben lassen.

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