Wirtschaft
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OVS ist am Ende: Mitarbeitende erhalten bis Ende Monat die Kündigung



Der in Geldnot steckende Kleiderhändler OVS ist in der Schweiz definitiv am Ende: Alle Mitarbeitenden werden bis Ende Juni entlassen.

Es gebe bedauerlicherweise keine Möglichkeit, das Unternehmen in der jetzigen Form weiterzuführen, schreibt die Charles-Vögele-Nachfolgerin am Dienstag in einer Mitteilung an die Angestellten. Seit Anfang Juni steckt Sempione Fashion, die die OVS-Läden in der Schweiz betreibt, in Nachlassstundung.

ARCHIVBILD --- ZU DROHENDEN MASSENENTLASSUNGEN BEI DER KLEIDERKETTE OVS IN DER SCHWEIZ STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- View into the shop window of the OVS flagship store at Sihlstrasse in Zurich, Switzerland, pictured on March 7, 2018. OVS is an Italian fashion chain that bought the Schwyz fashion company Charles Voegele with its 145 locations in Switzerland at the end of 2016. From Summer 2017 until the beginning of 2018, all Charles Voegele stores were renamed and redesigned into OVS. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Blick ins Schaufenster des OVS Flagship-Stores an der Sihlstrasse in Zuerich, aufgenommen am 7. Maerz 2018. OVS ist eine italienische Modekette, die Ende 2016 das Schwyzer Modeunternehmen Charles Voegele mit seinen 145 Standorten in der Schweiz uebernommen hat. Ab Sommer 2017 bis Anfang 2018 sind saemtliche Charles Voegele Filialen in OVS umbenannt und umgestaltet worden. (KEYSTONE/Christian Beutler)

OVS steht vor dem Ende. Bild: KEYSTONE

Zudem wurde ein Konsultationsverfahren mit den Sozialpartnern eingeleitet. Die Frist für die Einreichung von Vorschlägen ist vor knapp einer Woche abgelaufen. Die OVS-Direktion habe eine Verlängerung abgelehnt, schrieb die Gewerkschaft Unia letzte Woche in einer Mitteilung. Die Mitarbeitenden hätten eine Reihe von Vorschlägen und dringenden Forderungen bei der OVS-Leitung eingegeben und verlangten einen Sozialplan.

Unia schrieb von «unhaltbaren Zuständen», unter denen die Mitarbeitenden arbeiten müssten: Unterbesetzung, fehlendes Material, abgeschaltete Klimaanlage, mangelnde Planung und unklare Anweisungen gehörten zu ihrem Alltag.

Gespräche mit potentiellen Interessenten

In der internen Mitteilung schreibt Sempione Fashion nun, das Management sei bestrebt, wenn immer möglich Lösungen für die Belegschaft zu finden. Es würden dafür diverse Gespräche mit potentiellen Interessenten geführt. Zudem hätten diverse Schweizer Detailhändler Interesse an qualifiziertem Verkaufspersonal angemeldet.

Die Unternehmensleitung will den Mitarbeitern zeitnah ein Zwischenzeugnis beziehungsweise Abschlusszeugnis ausstellen. Auch Wünschen nach einem frühzeitigen Abgang würde möglichst entsprochen, «sofern der weitere Geschäftsbetrieb sichergestellt ist.» Laut Angaben von Anfang Juni beschäftigt Sempione Fashion 1'200 Mitarbeitende. (awp/sda)

«Shoppen? Da hau ich mir lieber einen rostigen Nagel ins Auge»

Video: watson/Viktoria Weber, Emily Engkent

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