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Da Vinci-Gemälde «Salvator Mundi» für 450 Millionen Dollar versteigert

450 Millionen Dollar in 19 Minuten: Rekordauktion für (mutmassliches) Da Vinci-Gemälde

16.11.2017, 03:4016.11.2017, 08:20

Das nach Angaben des Auktionshauses Christie's letzte bekannte Gemälde von Leonardo da Vinci in Privatbesitz ist am Mittwoch (Ortszeit) in New York für 450 Millionen Dollar versteigert worden.

Laut Christie's ist dies damit das teuerste jemals auf der Welt versteigerte Kunstwerk. Ursprünglich war mit einem Preis von rund 100 Millionen Dollar gerechnet worden.

epa06331563 People look at the painting 'Salvator Mundi' by Leonardo da Vinci (circa 1500) during a public preview before an auctioning of the painting tonight at Christie's auction hou ...
Neu das teuerste versteigerte Bild der Welt: «Salvator Mundi»Bild: EPA/EPA

Nach einem 19-minütigen Bieterstreit beim Auktionshaus Christie's bekam ein anonymer Telefonbieter am Mittwochabend (Ortszeit) bei 400 Millionen Dollar den Zuschlag für «Salvator Mundi». Mit Gebühren wurde daraus ein Gesamtpreis von 450 312 500 Dollar (etwa 383.6 Millionen Euro).

Den bisherigen Rekord hatte das Gemälde «Les femmes d'Alger» von Pablo Picasso gehalten, das 2015 für rund 180 Millionen Dollar versteigert worden war.

Wer das Werk «Salvator Mundi» am Mittwochabend (Ortszeit) ersteigerte, teilte Christie's zunächst nicht mit. Bei dem um 1500 entstandenen Gemälde des italienischen Künstlers (1452-1519) handelt es sich um ein Porträt von Jesus Christus in Öl auf Walnussholz.

Verkäufer war ein russischer Milliardär

Der Verkäufer war der im Exil lebende russische Milliardär Dmitri Rybolowlew. Der Oligarch, dem unter anderem der französische Fussballklub AS Monaco gehört, hatte das Werk vor vier Jahren von dem Schweizer Kunsthändler Yves Bouvier für 127.5 Millionen Dollar gekauft. Danach verklagte Rybolowlew den Händler wegen Wuchers.

Viele Kunstexperten bezweifelten im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Auktion jedoch, dass Da Vinci das Gemälde, das nicht mehr in gutem Zustand ist, wirklich alleine anfertigte.

Zudem kritisierten sie die Entscheidung, das mehr als 500 Jahre alte Bild in der traditionell umsatzstärksten Auktion für Kunst der Nachkriegszeit und der Moderne anzubieten, als Preistreiberei. (sda/dpa/afp)

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