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Die Geschichte des Bieres – in 9 animierten Grafiken 

Präsentiert von

Wie das Bier entdeckt wurde. Und wie es seinen Weg in die Schweiz fand. Prost!

25.05.18, 11:23
Irem Anan
Irem Anan

10'000 v.Chr.  Der Zufall

In China und im Gebiet des Fruchtbaren Halbmondes beginnen die Menschen, mit Sicheln aus Feuerstein Getreide zu sammeln. Irgendwann lässt jemand einen Getreidebrei zu lange stehen. Er beginnt zu gären ... eine Art Bier entsteht.

3500 v.Chr. Die ältesten Überreste 

Nachgewiesen werden dem Bier ähnliche Substanzen zum ersten Mal auf dem Gebiet der heutigen Türkei. In der Tempelanlage von Göbekli Tepe entdecken Archäologen entsprechende Hinweise.

Gleich geht's weiter mit der Geschichte des Biers, vorher ein kurzer Hinweis ...

Ob mild, ob herb: entdecke Bier.

Ob dir Bier schmeckt, entscheidest du allein. Mit unserer Bier-Übersicht findest du heraus, welches das richtige für dich ist. Hier entlang!

1800 v.Chr. Das älteste Biergesetz

Kein Rausch ohne Gesetz: Die älteste Bierschankordnung der Welt stammt aus dem 18. Jahrhundert vor Chr. Sie ist Teil des Codex Hammurapi, einer babylonischen Ansammlung von Rechtssprüchen. Älter ist die erste Abbildungen von biertrinkenden Sumerer: Sie stammt aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. 

550 Der Hopfen 

Archäologen finden in Deutschland Spuren von Hopfen in einem antiken Kelch. Der Kelch stammt aus dem 6. Jahrhundert. Richtig durchgesetzt hat sich das Hopfenbier aber erst rund 900 Jahre später.

700 Die Mönche 

Die Mönche brauen Bier zuerst für den Eigenbedarf und für die hungrigen Besucher. Später verkaufen sie ihr qualitativ hochwertiges Bier preiswert. Den bürgerlichen Brauereien ist das ein Dorn im Auge. Teilweise wird deshalb der Verkauf von Klosterbier verboten. 

1516 Das Reinheitsgebot entsteht

Weil sich die Menschen über qualitativ schlechtes Bier beklagen, erlässt Herzog Wilhem IV. von Bayern das Reinheitsgebot. Die bayerische Landesordnung von 1516 erlaubt für das Brauen des Bieres ausschliesslich Gerste, Hopfen und Wasser. Weizen und Roggen sind dem Bäcker vorbehalten. Das heutige Reinheitsgebot ist leicht grosszügiger. Es erlaubt: Malz, Hopfen, Hefe und Wasser. Es gilt in ganz Deutschland für untergäriges Bier.

1850 Der Aufschwung 

Die Brauindustrie der Schweiz kommt mit der Industrialisierung so richtig in Schwung. Die Dampfeisenbahn sorgt für einen schnelleren Transport zwischen Getreideanbauern, Bierbrauern und Händlern, Kühlgeräte für eine Lagerung des Bieres ohne Qualitätsverlust.

1935 Das Bierkartell

Vor dem zweiten Weltkrieg schliessen sich fast alle Brauereien der Schweiz im Bierkartell zusammen. Es erlaubt eine umfassende Marktregulierung. 56 Jahre besteht es, erst 1991 wird es zerschlagen.

2017 Der Trend zur Kleinbrauerei

1990 gibt es in der Schweiz 32 Brauereien. Nach dem Ende des Bierkartells schiesst die Zahl in die Höhe: 2017 sind es bereits 869 registrierte Brauereien. Sie stellen über 1000 verschiedene Biere her.

Weil ein Bier ohne Wurst einsam ist

Im Sommer grillieren wir, das ist klar. Aber wie macht man eigentlich selbst Würste? So!

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AjFaxLU 27.05.2018 13:03
    Highlight nicht nur das Ende der Bierkartells half, die Zahl der Klein- und Kleinstbrauereinen zu fördern, sondern die massive Uebernahme von Schweizer Brauereien durch ausländische Grossbrauereien wie Heineken und Carlsberg.
    3 0 Melden
  • Ovolover 27.05.2018 10:13
    Highlight 1. Animierte Graphen sind Unsinn, wenn sie im Loop laufen und die letzten Werte immer nur Millisekunden sichtbar sind.

    2. COOP und Bier, ist für mich gestorben, seit das hervorragende Bio-naturtrüb-Spez (umgelabelt von Locher) in der ökonomischen und ökologischen 5dl-Flasche aus dem Sortiment flog. Fahr ich halt nach Baar...
    2 0 Melden
  • Banana-Miez 27.05.2018 00:32
    Highlight Ich kann es nur so ausdrücken:

    De Gallus isch en lessige Typ gsi!
    5 0 Melden
  • Dan Rifter 26.05.2018 22:22
    Highlight Türkei, we gotta talk.

    5500 Jahre.. und Efes? Nei, sorry.
    7 0 Melden
  • me myself 26.05.2018 11:34
    Highlight Ein hoch auf die Person, welches dieses Bierähnliche Zeugs als erste getrunken, und somit den weg zu diesem tollen Lebenselixier geebnet hat! Prost!
    26 1 Melden
  • Hoppla! 25.05.2018 15:58
    Highlight Schöne Zusammenstellung. Erwähnenswert wäre noch, dass Trappistenbier (meist aus Belgien) immer noch auf dem Markt sind. Und aus meiner Sicht zu den besten Biere gehören.

    Das "Reinheitsgebot" ist so ne Sache. Eigentlich ist es nur ein Marketingschachzug (de jure gibt es gar kein "Reinheitsgebot" mehr) und eh nur für untergärige (kaum trinkbare Biere) angewendet.

    28 4 Melden
    • Mutzli 25.05.2018 16:23
      Highlight Die Forschungsmeinung hat sich auch ein bisschen geändert in der Zwischenzeit und jetzt geht man eher davon aus, dass der Schutz der Konsumenten vor Zusätzen wie Tollkirschen und Panschwasser etc. nicht die einzige Motivation war.
      Sondern eher das es schon damals ein Marketingtrick bzw. protektionistische Massnahme gewesen sei, da das Bayrische Bier wegen mangelnden Zugang zu damals sehr beliebten Kräuterzusätzen ein Wettbewerbsnachteil gegenüber rheinischem und Norddeutschem Bier hatte. Also hat mans kurzerhand verboten ;-)
      24 0 Melden
    • Mutzli 25.05.2018 23:38
      Highlight Ach und noch als eine super extra +100 Punkte Zusatzinfo: Wer erraten kann, wie eines der beliebtesten Zusätze im Niederrheinischen Bier hiess, welches die Bayern so stinkig machte, bekommt von mir ein Internet-Bier geschenkt. Es hiess nämlich....











      Gagelkraut.

      Wenn das nich mal Appetit auf mehr macht. Aber vielleicht ist das nur für Leute wie mich mit einem unglaublich erwachsenen Humor ;-)
      -> https://www.welt.de/print/welt_kompakt/duesseldorf/article116950964/Als-das-Altbier-noch-jung-war.html
      12 1 Melden
  • lilie 25.05.2018 12:43
    Highlight Ein Hoch auf das Ende des Bierkartells! Ein Hoch auf die Biere aus Kleinbrauereien! 💪✊

    #Quöllfrisch #Chopfab #Uschtemerbräu #Monstein #DrBrauwolf #undsoweiterundsofort 😊
    87 7 Melden
    • Limpleg 25.05.2018 15:45
      Highlight #eggerbier
      17 0 Melden
    • dave-.- 25.05.2018 22:43
      Highlight Quöllfrisch/Appenzeller Bier ist ja nicht unbedingt eine Kleinbrauerei mehr.
      37 2 Melden
    • Tugium 26.05.2018 18:26
      Highlight Baarer Bier😍🍺
      4 2 Melden
    • paramountcake 26.05.2018 23:06
      Highlight Naja Brauerei Locher resp. Appenzeller Bier resp. indirekt Quöllfrisch waren ja Bestandteil des Kartells 🤔
      7 0 Melden
    • lilie 27.05.2018 07:27
      Highlight @paramountcake: Bist du sicher bzw. hast du eine Quelle dafür? Gemäss Wikipedia war Locher bis zur Auflösung des Kartells nur lokal tätig gewesen:

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Brauerei_Locher
      4 0 Melden
  • Luca Brasi 25.05.2018 12:34
    Highlight Ein toller Ritt durch die Jahrtausende! Vielen Dank, Frau Anan!
    Frage: Wo kann ich die Quellen, Ausgrabungsbefunde wissenschaftliche Abhandlungen, etc. dazu finden?
    15 0 Melden

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