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UKIP hat eine Nachfolgerin für Nigel Farage – Diane James

UKIP hat eine Nachfolgerin für Nigel Farage – Diane James

16.09.2016, 14:3616.09.2016, 15:22
Nigel Farage, the outgoing leader of the United Kingdom Independence Party (UKIP), speaks at the party's annual conference in Bournemouth, Britain, September 16, 2016. REUTERS/Toby Melville
Nigel FarageBild: REUTERS

Die europafeindliche und rechtspopulistische Partei UKIP in Grossbritannien hat eine neue Parteichefin: Die Europaabgeordnete Diane James wurde von den Parteimitgliedern zur Nachfolgerin des bisherigen, charismatischen UKIP-Chefs Nigel Farage gewählt.

United Kingdom Independence Party (UKIP) Member of the European Parliament (MEP), Diane James, speaks during the UKIP annual party conference, in Doncaster, northern England September 26 , 2014. REUTE ...
Diane JamesBild: ANDREW YATES/REUTERS

Dies wurde auf einem Parteitag der Rechtspopulisten am Freitag im südenglischen Bournemouth bekannt gegeben. Die 56-Jährige ist die erste Frau an der Spitze der Anti-Einwanderungs-Partei.

Bei seiner Abschiedsrede sagte Farage, er habe das Gefühl, Premierministerin Theresa May sei versucht, einen «weichen» EU-Austritt Grossbritanniens zu verfolgen.

Der einzige Weg, um sicherzustellen, dass der Austritt tatsächlich stattfinde, sei, «dass UKIP gesund und stark ist». Chancen sieht Farage für seine Partei vor allem bei enttäuschten Labour-Wählern in Mittelengland, die sich beim Referendum am 23. Juni überraschend deutlich für einen EU-Austritt ausgesprochen hatten.

Brexit-Vorkämpfer Farage hatte kurz nach dem historischen Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union im Juli seinen Rücktritt erklärt.

Er begründete dies damit, dass er sein politisches Ziel durch das Brexit-Votum erreicht habe. Während der Brexit-Kampagne habe er gesagt, dass er sein Land zurück haben wolle. «Jetzt will ich mein Leben zurück haben,» sagte er damals.

Farage kämpfte jahrelang für einen EU-Austritt Grossbritanniens. Zudem sorgte er als UKIP-Chef immer wieder mit populistischen und fremdenfeindlichen Parolen für Schlagzeilen. Er ist seit 17 Jahren Mitglied des Europaparlaments. Dort will er auch bleiben, um «wie ein Falke» die britischen Ausstiegsverhandlungen zu verfolgen. (sda/afp/dpa)

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