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NLA-Rekordmann Seger hängt beim ZSC noch eine letzte Saison an

CAPTION CORRECTION: ERGAENZT DATUM --- Der Zuercher Mathias Seger bei seiner Ehrung fuer 1079 Spiele in der NLA vor dem Eishockeyspiel der National League A ZSC Lions gegen den HC Ambri-Piotta im Hall ...
Seit dieser Saison ist Mathias Seger NLA-Rekordspieler – seine Bestmarke wird er weiter ausbauen.Bild: KEYSTONE

NLA-Rekordmann Seger hängt beim ZSC noch eine letzte Saison an

Der ZSC-Saurier Mathias Seger verlängert seinen Vertrag mit den Lions ein letztes Mal und wird im Frühling 2018 definitiv von der NLA-Bühne abtreten.
28.02.2017, 14:1728.02.2017, 14:38

Nicht wenige Experten haben die 39-jährige Zürcher Kultfigur (einmal mehr) zu früh abgeschrieben und das Ende einer beispiellosen Karriere für beschlossene Sache gehalten. Der zähe Verteidiger mit dem Rekordfundus von 1118 NLA-Partien widerlegte die Prognosen und einigte sich mit den Verantwortlichen der Stadtzürcher wenige Tage vor dem Start zur Playoff-Serie gegen Lugano auf einen neuen Vertrag.

Sein spielerischer Einfluss ist unter dem schwedischen Taktgeber Hans Wallson spürbar gesunken, aber im Garderobentrakt punktet der bekennende Teamplayer nach wie vor auffällig oft. Segers hohe Sozialkompetenz in der Kabine hält das ZSC-Management mit Blick auf das grosse Bild für wichtiger als die inzwischen eher tiefe Produktivität auf dem Eis.

«Ich fühle mich gut, bin extrem motiviert und freue mich auf eine weitere Saison hier. Es wird meine letzte sein.»

Keine Klauseln

Anders als der Titelhalter Bern im Fall von Martin Plüss (40) offerierte die Chefetage des Qualifikationszweiten ihrem Teamsenior ein Angebot, das der Captain als «fair und sehr gut» einstufte. Allzu viele Verhandlungsrunden seien im Übrigen nicht nötig gewesen, um zu einem vernünftigen Konsens zu gelangen, betont der 39-Jährige auf Anfrage.

Er habe sich Zeit gelassen, so der 16-fache WM-Teilnehmer gegenüber der Nachrichtenagentur SDA: «Ich wollte primär herausfinden, welche Rolle für mich noch infrage kommt und ob ich meinem persönlichen Leistungsanspruch weiterhin gerecht werden kann.» Im internen Ranking der Defensivspezialisten ist Seger auf Position 6 oder 7 abgerutscht. «Damit kann ich problemlos leben, ich bin lange genug vorneweg geschwommen.»

Klauseln oder spezielle Auflagen sind in der einjährigen Vereinbarung gemäss Seger keine enthalten: «Für mich geht es als Spieler normal weiter. Das ist cool, weil ich enorm gern weiterhin ein Teil dieser Mannschaft bin. Ich freue mich extrem.» Der Equipe bleibt so eine aussergewöhnliche Persönlichkeit erhalten, die in europäischen Rinks jeden relevanten Titel gewonnen hat und in der Liga wie kaum ein anderer Schweizer Hockey-Profi als profilierter Sportbotschafter allseits hoch geschätzt wird.

Zuerichs Mathias Seger gibz seinen Teamkollegen Anweisungen im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem SC Bern und ZSC Lions, am Samstag, 4. Februar 2017, in der Postfinance A ...
Mathias Seger wird seinen Teamkollegen noch ein wenig einheizen.Bild: KEYSTONE

Im Dezember verglich Arno Del Curto, notabene seit Segers NLA-Premiere vor über zwei Dekaden ununterbrochen Coach in Davos, den fünffachen Champion mit einem Saurier, «der die Leidenschaft und Energie besitzt, eine Gruppe anzuführen und wichtig ist für die ganze Idee. Zusammen mit Plüss ist 'Segi' wohl einer der letzten Mohikaner, aber sie werden verschwinden.»

Seger schiebt seine Derniere noch etwas auf. «Grad zum Trotz», schmunzelt der Mann mit der Erfahrung von 1118 NLA-Partien und 305 Länderspielen. Ihn ärgere die kursierende Meinung, die alle Alten müssten ihren Platz kampflos räumen. Die Leistungskultur sei immer ins Zentrum zu rücken – notfalls auch zu Ungunsten der eigenen Vorstellungen. (pre/sda)

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