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«Jetzt bin ich eine Frau und ein Mann»

bild: zvg

Noch vor einem Jahr kannten sie alle unter dem Namen Bariş.

16.05.17, 20:00 17.05.17, 11:06

Steven Meyer, istanbul

«Heute hatte ich schon zwei Kunden», erzählt Kübra stolz mit einer Zigarette in der Hand. Sie* sitzt in ihrer dunklen, rot beleuchteten Wohnung in einem Untergeschoss im Stadtviertel Beşiktaş in Istanbul. Hier sitzt sie auf dem Sofa am Laptop und trägt Strapse mit einem durchsichtigen Oberteil ohne BH darunter. Auf einem Tisch und am Boden liegen Kondome, hohe Pumps und Dildos. Ihr Zuhause ist gleichzeitig ihr Arbeitsplatz, wo sie auf Nachrichten oder Anrufe von Kunden wartet. Nebenbei läuft ohne Ton eine Dokumentation über wilde Tiere im Fernsehen. Ein Rudel Löwen auf der Jagd in der afrikanischen Wildnis. Seit mittlerweile einem Jahr arbeitet Kübra als Sexarbeiterin. Für Transpersonen ist das oft die einzige Möglichkeit in der Türkei Geld zu verdienen.

Noch vor einem Jahr kannten sie alle unter dem Namen Bariş. Bariş war ein schwuler Mann, der privat gerne Crossdresser war. Sich also weibliche Kleidung angezogen hat. «Ich habe es geliebt mich wie eine Frau anzuziehen und Sex wie eine Frau zu haben», erzählt Kübra. Vor einem Jahr entschied Bariş sich dann, dass er sein Leben anders führen möchte:

«Ich wollte die Energie einfach ändern.»

bild: steven meyer

Bariş fing schliesslich an Hormone zu nehmen, liess sich Brustimplantate einsetzen, die Nase operieren, Extensions einsetzen und wollte nur noch Kübra genannt werden.

«Jetzt bin ich eine Tranny», sagt Kübra lachend. Ein Wort, das eigentlich meist als Beleidigung verwendet wird. Bariş hat sich nie als Frau gefühlt und auch Kübra definiert sich heute nicht als Frau. Im neuen Körper ist sie aber zufriedener als jemals zuvor. Kübra erzählt stolz:

«Jetzt bin ich eine Frau und ein Mann.»

Geschlechtlich festlegen möchte sie sich nicht. «Meine Freundinnen und Freunde waren schockiert, weil es nicht geplant war», erzählt sie. Mittlerweile finden sie Kübra jedoch besser als Bariş. Kontakt zu ihrer Mutter und ihrem Bruder hat sie mehrmals im Jahr, auch wenn sich ihre Mutter mit der Veränderung anfangs schwer tat.

Transmenschen haben es in der Türkei besonders schwer. Meist landen sie in der Sexarbeit, weil sie offen gesellschaftlich diskriminiert werden. Laut «Transgender Europa» wurden in den letzten acht Jahren 43 Trans- und Interpersonen in der Türkei getötet. Mehr als in keinem anderen europäischen Land. Erst im August 2016 wurde die Leiche der bekannten Trans-Aktivistin und Sexarbeiterin Hande Kader verbrannt in Istanbul gefunden. Vor ihrem Tod wurde sie vergewaltigt und gefoltert, vermutlich von einem ihrer Kunden. Ein gesellschaftlicher Wandel ist nicht in Sicht und die Situation für sexuelle Minderheiten verschlechtert sich.

Obwohl Kübra zwei Universitätsabschlüsse hat, bleibt ihr nur die Prostitution. Allerdings macht ihr die Arbeit auch Spass. «Es ist so viel leichter damit Geld zu verdienen», erzählt sie. Sie selbst arbeitet nur tagsüber von zuhause aus und steht nicht, wie viele andere Sexarbeiterinnen, nachts auf der Strasse nahe dem Taksimplatz. Zuhause und am Tag fühlt sie sich sicherer, obwohl sie das eigentlich nicht ist. Hier ist sie alleine mit den Kunden, die sie nicht kennt. «Ich telefoniere immer vorher mit ihnen, um abzuschätzen, ob sie kommen können oder nicht», so Kübra. Eine Taktik die bisher immer funktioniert hat.

bild: zvg

Sexarbeit ist prinzipiell nicht illegal in der Türkei. Bordelle brauchen allerdings eine staatliche Konzession. Da die Regierung jedoch seit Jahren die meisten offiziellen Bordelle schliesst und keine Konzessionen vergibt, steigt die Strassenprostitution. Diese illegale Tätigkeit wird weitgehend geduldet, ist aber nicht ungefährlich. Mittlerweile gehört sie vor allem in Istanbul jedoch zum Strassenbild.

Jeden Tag kommen ungefähr drei bis vier Kunden zu Kübra. Da sie englisch spricht, hat sie einen Vorteil anderen Sexarbeiterinnen gegenüber, die oft nur türkisch sprechen. Ihre Kunden sind international, sie kommen aus dem arabischen Raum, aus Europa und Amerika, aber auch aus der Türkei. Sie dominiert ihre Kunden, von denen die meisten ihre Homosexualität nicht offen leben können: «Viele türkische und arabische Kunden wollen keinen Sex mit Männern, die dem gesellschaftlichen Bild eines Mannes entsprechen. Dass sie schwul sind, können sie nicht akzeptieren. Deshalb kommen sie zu Trannys wie mir.»

Dass die gesellschaftliche Situation in Istanbul schlechter wird, merkt auch Kübra. «Ich bin nicht überall in Istanbul sicher», erzählt sie während sie sich eine neue Zigarette anzündet

Unterwegs ist sie nur in bestimmten Bezirken. Da sie von der Situation in der Türkei und den aktuellen politischen Entwicklungen beunruhigt ist, spart sie einen grossen Teil ihres Geldes und plant auszuwandern:

«Ich will die Türkei zwar nicht verlassen, aber die Leute sind hier einfach nicht gut zu uns.»

Im Fernsehen läuft noch immer die Dokumentation. Die Löwen haben ihre Beute mittlerweile erlegt. Sie zerfleischen eine Antilope.

*Im Artikel wurde aufgrund des Namens das weibliche Pronomen verwendet, obwohl sich Kübra geschlechtlich nicht definiert. Die Wahl des Pronomens ist Kübra allerdings nicht wichtig.

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49 Kommentare anzeigen
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  • JaneDoe 17.05.2017 11:41
    Highlight Guter Bericht aber ziemlich einseitig geschrieben. Neben Bülent Ersoy gibt es noch den berühmten Sänger Zeki Müren und "Huysuz Virjin" als Prominente Beispiele. Als ob alle Europäer diese Menschen mit offenen Armen empfangen würden...
    9 7 Melden
    600
  • Adualia 17.05.2017 11:09
    Highlight Kann bitte auch mal über "normale" Transmenschen berichtet werden, die auch wirklich an einer Geschlechterdsysphprie leiden? Das Thema ist Ernst nichts gegen diese Person, jeder soll machen was er will, aber es wird so einfach etwas ins Lächerliche gezogen..
    13 27 Melden
    • Wiesopferd 17.05.2017 11:55
      Highlight find ich nicht
      17 9 Melden
    • KING FELIX 18.05.2017 11:34
      Highlight Also ich find die fotos auch echt peinlich. Komisch in szene gesetzt mit schönheitsfiltern.....
      Habe viele bekannte aus der lbgt szene, keiner von denen muss sich so komisch produzieren wie die/der beschriebene.
      4 3 Melden
    • Steve Meyer 22.05.2017 10:59
      Highlight Und wo ist das Problem, wenn sich eine Person gerne so darstellt?
      0 0 Melden
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  • loree_n 17.05.2017 09:52
    Highlight Vorurteile Schwulen oder Transmenschen gegenüber, existieren nur weil Männer damit ein Problem haben.
    Es gibt wirklich viele Männer die heimlich ein Verhältnis mit einem Transmenschen haben, Männer von denen es keiner erwarten würde!

    Ich kann einfach nicht nachvollziehen wie das aufgeht!

    Ist es so schwer einen Menschen mit seinem Körper so leben zu lassen wie er sich wohlfühlt?
    9 30 Melden
    • Ohmann94 17.05.2017 13:38
      Highlight Du hast doch wirklich Probleme, oder? Forderst Toleranz aber kannst selbst nichteinmal den eigenen Massstäben treu bleiben... Du kannst das Problem der Akzeptanz von Transmenschen doch nicht einfach auf ein Geschlecht reduzieren. Genau wegen Menschen wie dir, mit deiner Doppelmoral nerven mich Feministinnen und Feministen nur noch und kriegen maximal ein müdes Kopfschütteln von mir... Danke übrigens für deinen Kommentar...Aber erwarte nicht das ich mich als Mann von dir in eine Schublade stecken lasse, was übrigens genau das Verhalten ist das du hier so schön anprangerst.
      19 9 Melden
    • loree_n 17.05.2017 16:14
      Highlight Aus diesem Kommentar auf meine Intoleranz zu schliessen ist so überaus überlegen :*

      schon mal überlegt das meine "unbegründeten Beschuldigungen und Vorurteile" Männern gegenüber vlt etwas mit persönlicher Erfahrung zu tuen hat? ;)

      Bestimmt sind es Frauen die in der Türkei Transmenschen verbrennen ja?
      Und ich als Frau fühle mich ja auch total eingeschränkt wenn ein Transmensch die gleiche öffentliche Toilette braucht wie ich ja?
      3 21 Melden
    • loree_n 17.05.2017 16:14
      Highlight Es geht mir nicht ums verallgemeinern aber Fakt ist das Männer eher ein Problem mit den verschiedenen Auslebungen von Sexualität haben als Frauen. Vor allem wenn man das ganze global betrachtet. hat ja nichts mit Feminismus zu tun.
      8 17 Melden
    • Malin.B 18.05.2017 09:20
      Highlight Ja es sind vor allem Frauen die sich beschweren, dass Transmenschen die Frauentoiletten benutzen. Homo- oder Transphobie ist erfahrungsgemäss geschlechtsunabhängig. Dein sexistischer Stuss hier ist einfach nur lächerlich.
      8 0 Melden
    600
  • Lezzelentius 17.05.2017 09:29
    Highlight Wenn sie weder Frau noch Mann ist, warum nennt sie ihre Kunden schwul? Immerhin sind "schwule" Praktiken, wenn ich sie mal so nenne, nicht sexuelle Neigungen. Auch Heteromänner können auf diese Praktiken stehen.

    Eine "Tranny" aufzusuchen ist mehr das Befriedigen einer Neigung oder eines Fetisches, als eine Sexualität. Sexualität bedeutet auch emotionale Attraktion.

    Etwas kurzsichtig und ignorant, besonders aus ihrer Position aus.
    13 6 Melden
    • Macke 17.05.2017 12:33
      Highlight Ich stimme dir zu, dass Homosexualität eine sexuelle Orientierung ist und keine "Neigung". Es heisst, dass eine Person sich zu demselben biologischen Geschlecht hingezogen fühlt. Im Transgenderdiskurs wird das oftmals zu wenig diskutiert. Das Statement von Kübra kann - da er biologisch ein Mann ist - aber durchaus sein.
      3 0 Melden
    600
  • Victoria Emily Cathomen 16.05.2017 23:48
    Highlight Kübra is simply beautyful! Good luck 🌹😘
    23 30 Melden
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  • see u 16.05.2017 22:09
    Highlight Lest mal Konklave von Robert Harris.
    3 15 Melden
    • Alle haben bessere Namen als ich. 16.05.2017 22:23
      Highlight Ja echt tolles Buch, aber du nimmst jetzt doch sehr viel vornweg. Und es gibt Thematiken denen viel mehr Platz eingeräumt wird als den Transmenschen. (Auch wenn vielleicht nicht ganz so grundlegend)
      6 2 Melden
    600
  • Fly Boy Tschoko 16.05.2017 21:51
    Highlight Jede söll mache was er will, will jede staht dezue was er macht.
    105 8 Melden
    600
  • Macke 16.05.2017 21:48
    Highlight Weshalb benutzt ihr das weibliche Pronomen "sie" wenn Kübra sich nicht festlegen möchte und sich nicht als Frau definiert? Biologisch ist Kübra ein Mann, deshalb also "er" oder - falls ihr besonders gendertheoriekonform sein wollt - "es", "kinds of" usw. Kübra wird nicht diskriminiert, weil er "weiblich ist", sondern weil er darauf verzichtet, männliche Stereotype zu reproduzieren und stattdessen weibliche reproduziert. Aber Selbstinszenierung bleibt eine Inszenierung und macht niemanden zu "Mann" oder "Frau". Deshalb bitte nicht "sie" verwenden, wenn es die Höflichkeit nicht gebietet.
    27 80 Melden
    • saruto 16.05.2017 22:15
      Highlight Deshalb den Stern "*" das ist eine ofizielle schreibweise.
      25 17 Melden
    • dF 16.05.2017 22:55
      Highlight @Macke

      Lesen kannst du, oder?

      "*Im Artikel wurde aufgrund des Namens das weibliche Pronomen verwendet, obwohl sich Kübra geschlechtlich nicht definiert. Die Wahl des Pronomens ist Kübra allerdings nicht wichtig."
      38 7 Melden
    • Doeme 16.05.2017 22:58
      Highlight Soll man dann "es" verwenden?
      19 3 Melden
    • Macke 17.05.2017 05:35
      Highlight @dF: Ja, ich kann lesen, danke der Nachfrage. Und du? Denn im Artikel steht:"Bariş hat sich nie als Frau gefühlt und auch Kübra definiert sich heute nicht als Frau." Und dennoch entscheidet sich Watson, das Pronomen "sie" zu verwenden. Nur weil er lange Haare hat, Strapse trägt und weibliche Stereotype reproduziert?
      @Saruto: Der Stern in diesem Artikel ist ein Verweis. Er wird nämlich nur einmal benutzt und das, um auf die Anmerkung zu verweisen.
      @Doeme: Wenn die Person es möchte, ja.

      14 27 Melden
    • Nguruh 17.05.2017 09:21
      Highlight Diese politische Korrektheit geht mir so auf den Senkel...
      Schon in Fliesstexten unbedingt überall die weibliche Form einzubauen ist völlig übertrieben!
      Und das hat absolut nichts mit Diskriminierung zu tun. Von mir aus kann jemand auch eine ganze Doktorarbeit auf der weiblichen Form aufbauen, dadurch werden keine Männer diskrimiert!

      Hauptsache man kann sich selber noch mehr Probleme schaffen, als durch die Gesellschaft schon auftauchen.
      20 5 Melden
    • dF 17.05.2017 12:11
      Highlight @Macke

      Dann wird wohl dein Textverständnis nicht das Beste sein.

      «Im Artikel wurde aufgrund des Namens das weibliche Pronomen verwendet, obwohl sich Kübra geschlechtlich nicht definiert.»

      Also, so wie das sehe, hat sich also Watson nicht anhand des Aussehens orientiert, sondern anhand des Namens. Weiter steht in diesem einen Satz, dass er/sie/es sich auch nicht unbedingt als Mann fühlt.


      «Die Wahl des Pronomens ist Kübra allerdings nicht wichtig.»

      In diesem Satz wiederum steht, dass es Kübra egal ist, ob jemand nun er, sie oder es verwendet.
      3 4 Melden
    • dF 17.05.2017 12:11
      Highlight @Macke

      Und nun sag mir, anhand von was du dich für welches Pronomen entscheidest.
      1 3 Melden
    • Macke 17.05.2017 12:46
      Highlight @dF: "Er", er ist ein Mann. Ich würde seinen Wunsch allerdings respektieren, wenn er mit "sie" angeredet werden möchte oder einem anderen Pronomen - dies aber aus Respekt und Höflichkeit der Person gegenüber, nicht weil ich ihn als Frau einordne.
      Watson schreibt, das Pronomen ergebe sich aus dem Namen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass niemand von Watson eine Person namens "Andrea", die biologisch ein Mann ist, einen Bart hat etc. mit dem Pronomen "sie" anspricht. Das "sie" ergibt sich erst über das Imitieren von weiblichen Attributen.
      5 3 Melden
    • dF 17.05.2017 14:01
      Highlight @Macke

      Das sich Watson hier überhaupt auf ein Pronomen festlegt, liegt wohl eher daran, dass es einfacher ist ein Text zu schreiben mit einem klaren Pronomen (ist auch einfacher zu lesen) und nicht das Watson hier jemand in irgendeine Kategorie einordnen will.

      Dies machst du und zwar, in dem du Kübra als Mann bezeichnet, obwohl Kübra sich selber keinem Geschlecht zuordnet und sich selbst als Tranny bezeichnet.
      5 3 Melden
    • dF 17.05.2017 14:02
      Highlight @Macke

      Und dem Watson-Team zu unterstellen, dass es niemals einer Person Namens Andrea, die biologisch ein Mann ist, mit Bart und Eiern, das weibliche Pronomen zugestehen würde, finde ich gelinde gesagt eine respektlose Frechheit deinerseits.
      1 4 Melden
    • Macke 17.05.2017 14:50
      Highlight @dF: Ja, ich ordne Kübra einem Geschlecht (engl. sex) zu, weil er dem Artikel nach eines hat. Gender ist für mich ein soziales Konstrukt bestehend aus Stereorypen, denen entweder entsprochen wird oder nicht. Gender ändert nichts am biologischen "sex". "Tranny" bezieht sich auf Genderidentität und nicht "sex".
      Und ja, ich unterstelle Watson (wie 90% der Menschheit), dass sie eine Person namens Andrea wie Andrea Hämmerle ohne entsprechende Korrektur von Andrea als "er" betiteln.
      6 1 Melden
    • Pinga 17.05.2017 15:38
      Highlight @Macke:
      Andrea ist ein eher mühsames Beispiel, da es je nach Region als männlichen oder weiblichen Namen genutzt wird.
      Was für ein Pronomen würdest du verwenden, bei einer Person, die sich weder als Frau, noch als Mann sieht und die sich Sabrina nennt?
      'Er, Sabrina, ging danach...'?
      2 2 Melden
    • dF 17.05.2017 16:09
      Highlight @Macke

      Also kann ich deine Aussage so verstehen, hat es einen Penis ist es ein Mann. Oder wie?

      Aber dann sag mir bitte mal, wie du das bei einer intersexuellen Person, die anatomisch nicht eindeutig als weiblich oder männlich bestimmt werden kann (sprich Penis und Vagina hat), machen willst?

      Ach so, was ich noch sagen will ist, es gehört sich, eine Person mit dem Pronomen zu benennen, die sie für sich als Richtig empfindet. Weisst du wieso? Aus Respekt derjenigen Person gegenüber.
      Und nun rate mal, es ist nicht das „sex“-Pronomen sondern das „gender“-Pronomen.
      1 3 Melden
    • Bluetooth 18.05.2017 17:18
      Highlight @dF @Pinga
      Das sind doch typische "Was wäre wenn" Beispiele, die mit diesem Fall wenig zu tun hat. Macke bringt es auf den Punkt. Bis auf das Aussehen und den Namen, spricht absolut nichts dafür ihn eine "sie" zu nennen. Kübra hat offensichtlich selbst kein Interesse an dieses soziales Konstrukt namens Genderidentität.
      Warum wird ihm dann trotzdem ein solche Identität verliehen? Während "er" zumindest der wissenschaftlich korrekte Begriff wäre, ist "sie" die subjektive stereotypisch geprägte Wahrnehmung des Autors.
      2 2 Melden
    • dF 18.05.2017 18:26
      Highlight @Bluetooth

      Nein, es ist nicht ein "Was wäre wenn" Beispiel. Grund dafür ist, ich spreche über eine Person so, was das Pronomen anbelangt, wie die entsprechende Person es gerne möchte, und nicht was die Gesellschaft es gerne hätte. Was Kübra in diesem Falle anbelangt, ist es nach seinem Anbelangen egal. Was sie/es/er ja selbst sagt es sei egal, was somit den Einwand von @Macke egalisiert.
      Was das Biologische "per se" anbelangt ist eine andere Sache. Ich spreche jedenfalls eine Person, nach meiner Kenntnis über diese, so an oder über sie, wie sie es möchte.
      0 0 Melden
    600
  • Tilman Fliegel 16.05.2017 21:33
    Highlight "Mehr als in keinem" ist falsch, das heisst "mehr als in jedem"
    22 2 Melden
    600
  • norandy 16.05.2017 21:24
    Highlight auch in der Schweiz ist die Situation ausländischer Transgender nicht immer so einfach, es gibt immer welche die aus mangel an alternativen auch in der prostitution landen.
    Mir als schweizer/in wird das glücklicherweise erspart bleiben....
    17 14 Melden
    • Macke 16.05.2017 23:11
      Highlight Es gibt auch SchweizerInnen, die mangels Alternativen in der Prostitution landen. Nationalität schützt nicht vor Prostitution.
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    • norandy 17.05.2017 04:01
      Highlight @macke: das wollte ich damit auch nicht behaupten. Klar hast du recht, die nationalität schützt vor nichts zu 100%....nur empfinde ich es persönlich so, dass wir Schweizer (u.a. auch deutsche/österreicher) Transgender "besser" dastehen.
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  • fiodra 16.05.2017 20:44
    Highlight Und wie steht es mit transsexuellen Menschen in der Schweiz? Oder gibt es das nur in der Türkei?
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    • pachnota 16.05.2017 23:00
      Highlight die werden nicht umgebracht...!
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    • fiodra 17.05.2017 08:06
      Highlight Nein, aber kriegen sie eine Wohnung und eine Arbeit ausserhalb des Sexgewerbes?
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    • pachnota 17.05.2017 12:51
      Highlight Wollen sie denn das?
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    • fiodra 17.05.2017 18:16
      Highlight Dieser Frage in der Schweiz nachzugehen wäre ein interessanter und relevanter Artikel.
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  • Murat_Kaplan 16.05.2017 20:16
    Highlight was will dieser halbfertige artikel sagen?

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    • Bene86 16.05.2017 20:28
      Highlight Das die Türkei zunehmend intolleranter gegenüber Minderheiten wird?
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    • Silent Speaker 16.05.2017 20:41
      Highlight Andererseits wird Bülent Ersoy geradezu gefeiert. Wahrscheinlich sind es bloss einzelne Türken, die damit ein Problem haben. Ist in der Schweiz nicht anders, hier wird bis anhin i.d.R. aber höchstens gegrapscht.
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    • Murat_Kaplan 16.05.2017 21:21
      Highlight dass die türkei intoleranter wird stimmt. das selbe gilt aber auch für den rest welt. auch für den westen mit seinem rechtsrutsch. in streng katholischen ländern wie polen oder in lateinamerika ist die situation oft nicht viel anders für gays und transvestite.

      für ein muslimisches volk sind türken dann doch ziemlich locker im umgang mit transen. es gibt eine trans-diva namens bülent ersoy, die seit jahrzehnten ein superstar ist und sogar von erdogan persönlich geehrt wurde.
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    • FancyFish 16.05.2017 21:53
      Highlight War sie jemals tolerant gegenüber Minderheiten?
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    • Gilbert Schiess 16.05.2017 22:08
      Highlight Ach, die Türkei wird zunehmend intolleranter?
      Das hätte ich auch ohne diesen Artikel gewusst.
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  • Willkommen 16.05.2017 20:05
    Highlight Kranke Welt
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    • Bene86 16.05.2017 20:27
      Highlight Ja, in der Tat. Was für eine kranke Welt und was für kranke Geschöpfe sind das, die Menschen vergewaltigen und verbrennen.
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