Romandie
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Neue Ermittlungen –  Maudet soll von Hotelgruppe über 100'000 Franken bekommen haben



Die Schlagzeilen um den Genfer FDP-Regierungsrat Pierre Maudet reissen nicht ab. Die Genfer Staatsanwaltschaft ermittelt nun auch wegen des Verdachts, dass Maudet möglicherweise Vorteile durch die Genfer Hotelgruppe Manotel angenommen hat.

Die Genfer Staatsanwaltschaft hat den Grossen Rat um die Erlaubnis ersucht, das im August gegen Maudet eingeleitete Strafverfahren wegen des Verdachts der Vorteilsannahme im Zusammenhang mit einer Luxusreise nach Abu Dhabi auszuweiten.

Mögliche Geldleistungen

Bei dem Gesuch geht es um mögliche finanzielle Leistungen, von denen der Genfer Regierungsrat von Seiten der Genfer Hotelgruppe Manotel profitiert haben könnte. Dies teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Im Rahmen ihrer Ermittlungen zur Reise Maudets und dessen Familie nach Abu Dhabi im November 2015 ist die Genfer Staatsanwaltschaft auf die Existenz von zwei Vereinigungen aufmerksam geworden, dem Cercle Fazy-Favon und dem Verein zur Unterstützung von Pierre Maudet, wie es in der Mitteilung heisst.

105'000 Franken

Im Verlaufe der Ermittlungen habe festgestellt werden können, dass die Hotelgruppe Manotel diesen beiden Vereinen insgesamt 105'000 Franken zukommen liess, 75'000 Franken davon während Maudets Zeit als Regierungsrat.

Die Hotelgruppe soll auch eine Geburtstagsfeier für Maudet mit 20'000 Franken finanziert haben. Manotel betreibt laut ihrer Homepage in Genf sechs Drei- und Vierstern-Hotels mit insgesamt 610 Zimmern sowie einige Restaurants und Bars.

Die Genfer Staatsanwaltschaft hatte im Zusammenhang mit der umstrittenen Reise nach Abu Dhabi im August 2018 ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Vorteilsannahme gegen den 40-jährigen Maudet und dessen ehemaligen Stabschef eingeleitet.

Zunächst nicht Wahrheit gesagt

Maudet sagte über Art und Finanzierung der Reise zunächst nicht die Wahrheit. Er behauptete zunächst, der Aufenthalt in Abu Dhabi inklusive die Teilnahme an einem Formel-1-Rennen sei von einem Bekannten bezahlt worden und habe rein privaten Charakter gehabt.

Die Staatsanwaltschaft hat allerdings Anhaltspunkte, dass die Reise im Wert von rund 50'000 Franken vom Kronprinzen der Vereinigten Arabischen Emirate bezahlt wurde.

Zum Rücktritt aufgefordert

Für Maudet gilt die Unschuldsvermutung. Trotzdem wurde der FDP-Politiker unterdessen sowohl vom Vorstand der FDP Schweiz als auch vom Parteivorstand seiner Kantonalpartei zum Rücktritt aufgefordert.

Maudet erklärte wiederholt, dass er dem Druck der Partei und der Medien nicht nachgeben wolle. Er werde nur zurücktreten, wenn ihm ein strafrechtliches Fehlverhalten nachgewiesen werde. (whr/sda)

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Skip Bo 09.01.2019 08:15
    Highlight Highlight Der Bündner Regierungsrat Aliesch wurde wegen einem Pelzmantel zum Rücktritt bewogen. Er hat dabei nicht einmal gelogen. Der dt. ExBundespräsident Wulff hat wegen einer Einladung zu einem teuren Essen den Job verloren.
    Der Medienstar Maudet hat offenbar viele gute Freunde (Ringier) die ihm einreden er sei nicht korrupt.
  • Beat Heuberger 09.01.2019 00:12
    Highlight Highlight Why am I not surprised? I think I'm gonna have a heart attack and die of not surprise!
  • P. Silie 08.01.2019 23:51
    Highlight Highlight Verfahren beschleunigen. Falls tatsächlich für schuldig befunden sofort des Amtes entheben und jegliche Zahlungen einstellen.
  • ingmarbergman 08.01.2019 23:15
    Highlight Highlight Bürgerliche Politiker...

    Nicht vergessen: 2019 sind Wahlen!
  • Samurai Gra 08.01.2019 22:36
    Highlight Highlight Er muss doch nur noch bis Mai oder so durchhalten dann ist er Versorgt.

    Ach und was muss ich tun damit mir 105'000 Franken geschenkt werden? Will auch ☹
    • Scaros_2 09.01.2019 01:01
      Highlight Highlight Eigentlich weiss es jeder, und er selbst auch und er wird das knallhart durchziehen und dann irgendwelche Gründe von wege, viel druck, medien blablabla und kassieren. Es macht micht einfach nur wütend sowas zu sehen.
    • s_rosenthaler 09.01.2019 06:25
      Highlight Highlight In die Politik einsteigen? *Ironie off*
  • who cares? 08.01.2019 21:30
    Highlight Highlight Nennen wir es doch beim Namen: Bestechung und Korruption.
    Ich hoffe, er wird strafrechtlich verurteilt. Wir sind ja keine Bananenrepublik (oder?).
  • rundumeli 08.01.2019 20:43
    Highlight Highlight " Er werde nur zurücktreten, wenn ihm ein strafrechtliches Fehlverhalten nachgewiesen werde. (whr/sda)"

    na, also ... alles wird gut ... die fakten sind erdrückend ... brauchts bloss noch einen wachen richter!

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