Tsunami
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Drei Tage begraben – hier ziehen Helfer einen Tsunami-Überlebenden aus den Trümmern



Drei Tage nach dem Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi haben Helfer in der Stadt Palu einen Überlebenden aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses gezogen. Der Mann namens Sapri Nusin wurde am Montagabend aus der Ruine eines Regierungsgebäudes gerettet, wo er seit Freitagabend verschüttet war.

Hier wurde der Verschüttete entdeckt:

Bild

Die Behörden veröffentlichten am Dienstag ein Video, das die Rettung zeigt. Darauf ist zu sehen, wie Nusin von einem Helfer gefragt wird: «Kannst Du gehen?» Die Antwort: «Ja, aber ich bin sehr durstig.» Anschliessend wurde er zu einem Krankenwagen gebracht.

Das Video der Bergung:

abspielen

Video: YouTube/Dunia Maya

Nach einer offiziellen Zwischenbilanz kamen bei der Serie von Beben und dem folgenden Tsunami an der Westküste Sulawesis mehr als 840 Menschen ums Leben. Viele Opfer sind noch unter Trümmern und im Schlamm begraben.

epa07062765 Numerous automobiles are piled on top of each other after a structure collapsed during an earthquake and tsunami, in Palu, Central Sulawesi, Indonesia, 02 October 2018. According to reports, at least 844 people have died as a result of a series of powerful earthquakes that hit central Sulawesi on 28 September 2018 that triggered a tsunami.  EPA/HOTLI SIMANJUNTAK

Die Schäden nach dem Tsunami in Palu. Bild: EPA/EPA

Eine Sprecherin des indonesischen Roten Kreuzes sagte: «Das Schlimmste ist, anderthalb Stunden durch den Schlamm zu waten und Leichen zu tragen.» In der besonders betroffenen 350'000-Einwohner-Stadt Palu hat man inzwischen damit begonnen, Massengräber auszuheben.

epa07062802 A dog drinks dirty water in Palu, Central Sulawesi, Indonesia, 02 October 2018. According to reports, at least 844 people have died as a result of a series of powerful earthquakes that hit central Sulawesi on 28 September 2018 that triggered a tsunami.  EPA/HOTLI SIMANJUNTAK

Ein Hund ist nach dem Tsunami auf Nahrungssuche. Bild: EPA/EPA

Befürchtet wird, dass die Zahl der Todesopfer über die Tausendergrenze steigt. Die nationale Katastrophenschutzbehörde will am Dienstag Mittag (Ortszeit, etwa 08.00 Schweizer Zeit) eine neue Zwischenbilanz bekanntgeben. Vermutlich wird es aber noch Tage dauern, bis das Ausmass der Katastrophe einigermassen klar ist.

Der Tsunami von Palu

(sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • LiquidIce 02.10.2018 09:49
    Highlight Highlight Schlimm was in unserer Welt abgeht. Die Einen kämpfen ums überleben, weil sie von einem Tsunami getroffen wurden während die Anderen Warenhäuser ausplündern...Wie egoistisch und auf sich fixiert muss man sein, dass man in solchen Situationen nicht zusammenhält und irgendwie versucht das Beste aus dem zu machen? Stattdessen nutzt man die Situation aus und macht Dinge, die nur für das eigene Wohlergehen dienen. (Das gilt natürlich nicht nur für Indonesien!)

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