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Beim SC Bern zu vergeben: Der schwierigste Assistenten-Job der Welt

ARCHIVBILD ZUR VERPFLICHTUNG VON VILLE PELTONEN ALS TRAINER DES LAUSANNE HC, AM SAMSTAG, 11. NOVEMBER 2017 - Berns Assistenztrainer Ville Peltonen, links, und Berns Cheftrainer Kari Jalonen, rechts, i ...
Peltonen (links) verlässt Headcoch Jalonen. Der Fan mit Hut hinter dem Trainer dürfte kaum sein Assistent werden.Bild: KEYSTONE
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Beim SC Bern wird der schwierigste Assistenten-Job der Welt neu vergeben

Wer kann den himmelhohen Ansprüchen von SCB-Cheftrainer Kari Jalonen genügen? Die Suche nach einem Nachfolger für Ville Peltonen wird schwierig.
11.11.2017, 20:5812.11.2017, 09:09
Klaus Zaugg, Helsinki

Ville Peltonen ist stark genug, um sich neben Kari Jalonen zu behaupten. Weil er eine charismatische Persönlichkeit ist und sich bereits als Spieler grossen Respekt verschafft hat. Mit Peltonen hat Jalonen den SC Bern vergangene Saison zur Titelverteidigung geführt und die laufende Saison dominieren die Berner nach Belieben.

Ende Saison verlässt Ville Peltonen den SCB und wird für zwei Jahre Cheftrainer in Lausanne (sofern er nicht vor Ablauf des Zweijahresvertrages gefeuert wird). Der Assistenten-Job in Bern muss also neu besetzt werden. Es ist wahrscheinlich einer der schwierigsten Jobs der Hockeywelt. Weil der Chef so fordernd ist.

«Eigentlich ist es undenkbar, Kari Jalonen zu widersprechen»

Ehemalige Weggefährten von Kari Jalonen erzählen in Helsinki, warum der Job so schwierig ist. «Du musst am Morgen spätestens um 7 Uhr in der Arena sein und du darfst erst nach Hause gehen, wenn auch er nach Hause gegangen ist.» Das Problem sei, dass man nie sicher sein könne, ob Jalonen wirklich nach Hause gegangen sei. «Es geht einfach. Aber vielleicht geht er nur einen Kaffee trinken und kommt zurück – wehe, wenn du dann schon nach Hause gegangen bist.»

Berns Head Coach Kari Jalonen mit dem Pokal bei der Meisterfeier des SC Bern, am Samstag, 22. April 2017 auf dem Bundesplatz in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Ein Finne, der auch lachen kann: Jalonen stemmt den Meisterpokal in die Höhe.Bild: KEYSTONE

Der maximale Anspruch auf Professionalität ist die eine Seite. Die andere ist die diplomatische Herausforderung. Einer, der schon mit Kari Jalonen gearbeitet hat, sagt es in Helsinki so: «Eigentlich ist es undenkbar, ihm zu widersprechen. Und doch erwartet er, dass du auch eine Meinung hast. Aber du solltest diese erst dann sagen, wenn er dich danach fragt.»

Die Schwierigkeit, den himmelhohen Ansprüchen zu genügen, erklärt den Erfolg von Kari Jalonen. Wer mit dem Besten der Branche arbeiten will, muss eben den Ansprüchen des Besten genügen und selber auch einer der Besten sein.

Video: watson

Der SC Bern ist Meister 2017

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