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Migration

Deutlich weniger Flüchtlinge an Europas Aussengrenzen

epa06824529 Migrants descend from the Diciotti, an Italian Coast Guard patrol boat, carrying over 500 migrants rescued in recent days in the Mediterranean and a corpse in the port of Pozzallo, Sicily  ...
Ein Boot der italienischen Küstenwache mit über 500 Flüchtlingen an Bord, am 19. Juni in Pozzallo, Sizilien.Bild: EPA/ANSA

Deutlich weniger Flüchtlinge an Europas Aussengrenzen

Die Organisation für Migration (IOM) in Genf hat die neusten Zahlen zu den Migrationsbewegungen nach Europa publiziert. Die Unterschiede zum Vorjahr sind frappant. Seit Anfang des Jahres sind deutlich weniger Flüchtlinge nach Europa gekommen als in den Vorjahren.
27.06.2018, 07:0927.06.2018, 08:30

54'300

Menschen sind von Anfang Januar bis Mitte Juni an Europas Aussengrenzen angekommen. 

187'000

waren es im selben Zeitraum 2017.

390'500

im selben Zeitraum im Jahr davor.

80 Prozent

erreichen Europa nach wie vor über das Mittelmehr. Die meisten kamen in Italien an, gefolgt von Spanien und Griechenland.

16'400

Menschen kamen in Italien an, vor allem aus Libyen und Tunesien. Im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum sieben mal so viele; im Jahr davor sogar elf Mal so viele Personen.

16'300

kamen in Spanien an, vor allem aus Marokko, davon 2700 über Land (über Ceuta, Melilla, Portugal) Im letzten Jahr waren es insgesamt 28'700.

epa06647225 Some of nine immigrants rescued by members of the Civil Guard Special unit of subaquatic activities (GEAS) pose in Ceuta, Spain, 05 April 2018. Immigrants were rescued when they attempted  ...
Aus dem Meer gerettete Flüchtlinge in Ceuta.Bild: EPA/EFE

21'000

kamen in Griechenland an (vor allem Syrer, Iraker und Afghaner), davon 8000 über Land. 2017 kamen im selben Zeitraum 35'000 Menschen an, im Jahr davor lag die Zahl bei 177'000 Menschen.

9000

Flüchtlinge und Migranten wurden bis Ende Mai in Bulgarien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Albanien und Ungarn gezählt.

1000

Menschen starben im Mittelmeer als vermisst gemeldet. Im Vorjahr waren es 3100. Die Zahl dürfte nach Angaben von Hilfsorganisationen aber deutlich höher sein. Nicht jede Schiffstragödie werde bekannt. (dwi/sda/dpa)

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«Trump befindet sich in einer Zwickmühle: Welchen Zug er auch macht, er verliert»
Auf dem Bürgenstock verhandeln die USA und Iran über ein neues Abkommen. Dabei habe das Mullah-Regime die besseren Karten, sagt der deutsche Politologe Herfried Münkler. Der amerikanische Präsident könne nur noch auf sinkende Benzinpreise hoffen.
Herr Münkler, Donald Trumps Rahmenabkommen mit Iran wird praktisch von allen Kommentatoren als grosses Desaster betrachtet. Ist der amerikanische Präsident der grosse Verlierer, als der er nun überall beschrieben wird?
Herfried Münkler: Als klar war, dass die USA nicht in der Lage sind, die Strasse von Hormus mit militärischen Mitteln wiederzueröffnen, war auch klar, dass die Methode Trump in diesem Fall gescheitert ist. Die Methode Trump, das heisst drohen, gegebenenfalls auch das Militär einsetzen, aber darauf hoffen, dass die Gegenseite angesichts der Übermacht der USA relativ schnell nachgibt. In Venezuela hat das funktioniert, und das hat Trump wohl übermütig gemacht. Was Iran betrifft, hat er sich in zwei Punkten geirrt: Erstens hatte er offenbar nicht auf der Rechnung, dass die Iraner mit der Strasse von Hormus die Weltwirtschaft als Geisel nehmen können, zweitens hat er die Stabilität des Regimes unterschätzt.
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