Schweiz
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Wütende Proteste vor dem Genfer Stadtparlament



In Genf haben am Dienstag rund hundert Personen auf der Strasse lautstark ihre Missbilligung über die exzessiven Spesenbezüge der Genfer Stadtregierung bezeugt. Im Stadtparlament stand am Abend eine Debatte über die politischen Konsequenzen der Spesen-Affäre an.

Spesenexzesse in Genfer Stadtregierung treiben Menschen auf die Strasse

Die Parlamentsmitglieder wurden mit Pfiffen und Rücktrittsforderungen auf Transparenten zu ihrer Open-End-Sitzung empfangen. Zum Protest aufgerufen hatte Jérôme Fontana, GLP-Vizepräsident im Kanton Genf. Das Stadtparlament wollte am Dienstagabend über die Konsequenzen diskutieren, die aus dem Bericht des Rechnungshofes zu ziehen seien.

Keine Worte für die Wut

«Die Bevölkerung ist schockiert», sagte Ratspräsident Eric Bertinat (SVP) vor dem Eintreten in den Ratssaal. Man werde eine Lösung finden müssen. Ein möglicher Weg wäre, von den Ratsmitgliedern die vollständige Rückzahlung der Spesen zu fordern.

Sämtliche Parteien hatten sich nach der Veröffentlichung des Berichtes über die zum Teil masslosen Spesenbezüge der Stadtregierung erbost gezeigt und dringliche Vorstösse eingereicht. Fontana kritisierte «inakzeptables Verhalten» der Mitglieder der Stadtregierung und forderte vollständige Transparenz bei den Spesen.

Juristische Folgen

Die Kundgebungsteilnehmer forderten auf Transparenten den Rücktritt der Regierungsmitglieder und nannten sie «Diebe». Eine 64-jährige Frau, die sich als einfache Stimmbürgerin und Steuerzahlerin bezeichnete, sagte, sie finde keine genügend harten Worte, um ihre Wut über die Regierung auszudrücken.

Die Auswüchse bei den Spesen der Genfer Stadtregierung haben auch juristische Folgen. Die Genfer Staatsanwaltschaft leitete ein Strafverfahren wegen ungetreuer Amtsführung ein. Das Verfahren läuft gegen Unbekannt. Die fünf aktuellen Stadträte müssen als Auskunftspersonen zu Verfügung stehen.

Der Genfer Rechnungshof hatte bei seiner Untersuchung der Spesen der Genfer Stadt-Exekutive Ausgaben festgestellt, die keinen beruflichen Zusammenhang hatten. Der Prüfungsbericht kritisiert allen voran CVP-Nationalrat Guillaume Barazzone, der seit 2012 in der Stadtregierung von Genf sitzt.

Barazzone war laut dem Prüfungsbericht dasjenige Exekutivmitglied, das 2017 mit 42'000 Franken die meisten Spesen verrechnete. Von dieser Summe entfallen über 17'000 Franken auf Mobiltelefonkosten. Barazzone räumte «ungewollte Fehler» ein und zahlte über 50'000 Franken an die Stadt zurück. (tam/sda)

Loro & Nicos Spesen unter der Lupe

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Video: watson/nico franzoni, laurent äberli

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1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • E7#9 13.11.2018 21:50
    Highlight Highlight Ernst gemeinte Frage: Wieso eine Anzeige gegen Unbekannt, wenn Abrechnungen vorliegen und die Deliquenten ausfindig gemacht werden können?

    Dass Barazzone unaufgefordert über CHF 50‘000 zurück bezahlt lässt vermuten, dass er daran interessiert ist, dass bei seinen Ausgaben nicht bis ins Detail rumgeschnüffelt wird.

    Der Vorschlag von Eric Bertinat, dass alles zurück bezahlt werden sollte müsste mMn eine Selbstverständlichkeit sein, und zwar ohne dass damit ein ordentliches Strafverfahren hinfällig würde.

Was das Schweizer Sorgenbarometer WIRKLICH über uns aussagt 😉

Unlängst erschien das CS-Sorgenbarometer, das der Schweizer Bevölkerung auf den Zahn fühlen soll. Es liest sich wie der Output eines Heeres roboterähnlicher Gestalten. Werfen wir mal einen Blick zwischen die Zeilen.

Klar, dass es nicht jedem gleich gut geht. Und klar auch, dass viele Einwohner der Schweiz mit existenziellen Problemen zu kämpfen haben. Das ist eine soziale Realität. Leider.

Denkt man aber aus dem Stegreif an einen durchschnittlichen Schweizer, so denkt man mit grosser Wahrscheinlichkeit an einen Menschen mit vielen Problemen – Luxusproblemen, die schlimmer erscheinen, als sie sind. Denn auch das ist eine soziale Realität.

Auch wenn es so wirkt, als stünde die Schweiz finanziell auf …

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