Playstation
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epa05623850 A Sony Playstation 4 Pro is tested with a gaming consol during a PS4 Pro premiere event in Berlin, Germany, late 08 November 2016. The teams from Sony Interactive Entertainment Deutschland, Sony Electronics, and ToLL Relations presented the new hardware in Berlin.  EPA/RAINER JENSEN

Unter Playstation-Nutzern kursiert derzeit eine Chat-Nachricht, die die Konsole beim Empfang abstürzen lässt. Bild: EPA/DPA

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

Eine fiese Sicherheitslücke bringt Sonys Spielkonsole zum Absturz. Und das mit nur einer manipulierten Textnachricht. 



Im Internet häufen sich Berichte, dass PS4-Nutzer merkwürdige Textnachrichten bekommen und anschliessend die Spielkonsole nicht mehr (richtig) funktioniere. Konkret stürzt die Playstation 4 offenbar ab, wenn ein Spieler von Spam-Bots oder anderen PS4-Spielern eine «bösartige» Nachricht mit bestimmten Zeichen erhält. In manchen Fällen funktioniere die Konsole anschliessend nicht mehr richtig oder gar nicht mehr.

Der Bug soll von Spielern dafür missbraucht werden, um Gegner auszuschalten und so eine Multiplayer-Partie für sich zu entscheiden, berichten Reddit-Nutzer.

Das Problem lasse sich nur mit dem Zurücksetzen der Konsole auf die Werkseinstellungen lösen, was nur über den Safe Mode der PS4 möglich sei.

Auf Reddit hat ein PS4-Nutzer einen Screenshot der angeblichen Nachricht publiziert, die Sonys Konsole zum Abstürzen bringe. 

Bild

Die PS4 kann offenbar ein Zeichen in der Chat-Nachricht nicht richtig darstellen (angezeigt wird ein «?») und hängt sich danach auf. screenshot: reddit

Der Crash mit dem PS4-Fehlercode «CE-36329-3» wird durch ein Sonderzeichen verursacht, das die Playstation nicht richtig darstellen kann. Das Phänomen ist nicht neu: Beim iPhone gab es in den letzten Jahren immer wieder Kurznachrichten, die iOS-Geräte reihenweise zum Absturz brachten.

So schützt du dich

Wer Nachrichten von Unbekannten erhält, kann diese mit Sonys Playstation-Messages-App für Android oder iOS öffnen und auf dem Handy löschen, statt die Botschaft auf der PlayStation direkt zu öffnen. Laut dem Techportal The Verge gibt es User-Berichte, die behaupten, «dass das Löschen der verdächtigen Nachricht mit der Smartphone-App vor dem Einschalten der Konsole und der Anmeldung im Playstation-Netzwerk ausreicht, um Probleme zu vermeiden.»

Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt im Moment überhaupt keine Mitteilungen (von Fremden) zu, bis Sony den Fehler mit einem Update behebt. Dies dürfte sehr bald erfolgen.

The Verge gibt eine Kurzanleitung, wie man eingehende Nachrichten von Fremden über die Privatsphäre-Einstellungen der Playstation blockiert:

  1. «Von einem Webbrowser aus kannst du diese Webseite aufrufen. Melde dich mit deinen PS4-Anmeldeinformationen an. Wähle ‹Persönliche Info | Nachrichten› und dann die Schaltfläche ‹Bearbeiten› in der Nähe von Nachrichten. Von hier aus kannst du ‹alle› auswählen, nur ‹Freunde› oder ‹niemanden›. Bis Sony den Fehler behoben hat, solltest du eine der beiden letztgenannten Optionen wählen.»
  2. «Gehe auf der PS4 zu Einstellungen -> Konto-Verwaltung -> Privatsphäre-Einstellungen. Wähle ‹Persönliche Info | Nachrichten› und dann ‹Nachrichten›. Von hier aus kannst du ‹alle› auswählen, nur ‹Freunde› oder ‹niemanden›.»

Schon zu spät? So kannst du den Fehler beheben

Hast du dir die bösartige Nachricht bereits eingefangen, hilft im Moment nur das Zurücksetzen der Konsole auf die Werkseinstellungen. Danach sollte die PS4 wieder normal funktionieren.

«Sofern die Konsole durch eine schädliche Nachricht abgestürzt ist, muss das Gerät über den abgesicherten Modus repariert werden. Zunächst sollte die Nachricht über die PS-Messages-App entfernt werden. Daraufhin muss der Besitzer die Konsole ausschalten und die Power-Taste für sieben Sekunden drücken. Nachdem der Controller via USB-Kabel verbunden sowie die PS-Taste betätigt wurde, lässt sich die Reparatur über die Option ‹Datenbank neu aufbauen› starten.»

Winfuture

Ein offizielles Statement von Sony gibt es bislang nicht.

(oli via heise.de)

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