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Israelischer Professor zum Trump-Entscheid: «Jerusalem war nie das Hindernis für Frieden»

Bild: AP

Der US-Präsident anerkennt Jerusalem als Hauptstadt. Wie wird dieser Entscheid in Israel aufgenommen? Welche Auswirkungen hat er auf den Friedensprozess? Der Nahost-Experte Uriya Shavit von der Universität Tel Aviv gibt Antwort.

09.12.17, 12:32 10.12.17, 05:49


Herr Shavit, westliche Regierungschefs auf Staatsbesuch in Israel treffen ihre israelischen Gastgeber seit Jahrzehnten in Jerusalem. Die Nichtanerkennung als Hauptstadt ist letztendlich symbolisch. Weshalb jetzt die Aufregung um Trump?
Uriya Shavit:
Diplomatie ist vom Charakter her immer symbolisch. Die Nichtanerkennung von Jerusalem als Hauptstadt hing seit jeher mit der Frage zusammen, welche Grenzen Israels international anerkannt werden. Sind es die Grenzen gemäss dem UNO-Teilungsplan von 1947, den die Israelis akzeptierten, die Araber hingegen ablehnten? Sind es die Grenzen gemäss dem Waffenstillstand von 1949?

Das Problem ist also nicht, dass sowohl Israelis wie Palästinenser Jerusalem als Hauptstadt beanspruchen?
Das ist auf jeden Fall nur ein Teil des Problems. Tatsächlich geht es viel stärker um territoriale Fragen. Was die meisten nicht wissen: Bis zu Trumps Kehrtwende anerkannten die USA keinen Teil von Jerusalem als israelisches Staatsgebiet, auch nicht das jüdische West-Jerusalem.

Bild: zVg

Uriya Shavit (42)

Der Israeli ist Assistenzprofessor an der Universität Tel Aviv, wo er das Departement für arabische und islamische Studien leitet. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die islamische Rechtssprechung, die politische Moderne im islamischen Kontext und das Verhältnis der arabischen Welt zum Zionismus. Während mehr als zehn Jahren war Shavit als Journalist und Kolumnist für die Zeitung «Haaretz» tätig. Zusätzlich ist er Autor eines Romans und von fünf Kinderbüchern.

Das müssen Sie erläutern.
Der ursprüngliche UNO-Teilungsplan von 1947 sah Jerusalem als spezielle Zone unter internationaler Verwaltung vor, die weder zum jüdischen noch zum arabischen Staat gehören sollte. Der Waffenstillstand 1949 teilte die Stadt dann in einen israelischen Westteil und einen arabischen Ostteil. Andere Gebiete, die gemäss dem Teilungsplan 1947 hätten arabisch werden sollen, wurden mit dem Waffenstillstand 1949 Teil von Israel, etwa die Stadt Be’er Scheva. Dort hinterfragten die USA und andere westliche Staaten niemals die Zugehörigkeit zu Israel.

Weshalb war das in Jerusalem anders?
Das ist schwierig zu sagen. Es sind auf jeden Fall nicht ausschliesslich völkerrechtliche Gründe. Nebst der Hauptstadt-Frage spielt vielleicht auch die Bedeutung Jerusalems für drei Weltreligionen eine Rolle.

Wie wird die Anerkennung Jerusalems durch die USA in Israel aufgenommen?
Insgesamt sind die Reaktionen sehr positiv. Der Entscheid wird von den meisten als Korrektur eines historischen Unrechts wahrgenommen.

Kann Premierminister Benjamin Netanjahu davon profitieren?
Tatsächlich begrüssen auch Analysten und Meinungsmacher den Entscheid, die Netanjahu gegenüber sonst sehr kritisch eingestellt sind. Nur die äussere Linke kritisiert die Anerkennung Jerusalems und mahnt zur Vorsicht. Durchs Band wird allerdings bezweifelt, dass sich Netanjahu dank diesem Erfolg von seinen rechtlichen Problemen wegen Korruptionsvorwürfen befreien kann.

Was bedeutet die Anerkennung Jerusalems durch Trump für den Friedensprozess?
Lassen Sie es mich so formulieren: Auf einer menschlichen Ebene und in vielen politischen Bereichen verabscheue ich Trump und das, wofür er steht, zutiefst. Deshalb fällt es mir nicht leicht, ihm in einem Punkt Recht geben zu müssen.

Welcher Punkt ist das?
Es ist richtig, dass der Status von Jerusalem nicht das grösste Hindernis ist für einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern. Auch an der von vielen als einseitig empfundenen Unterstützung der USA für Israel liegt es nicht.

Wie kommt es dann, dass der Friedensprozess nicht vom Fleck kommt – wenn er überhaupt noch existiert?
Auf einer ganz abstrakten Ebene ist das Problem folgendes: Beide Seiten sind überzeugt, dass sie in diesem Konflikt letztendlich auf der Gewinnerseite stehen werden. Die Palästinenser glauben, dass die Zeit in ihrem Sinne arbeitet: Die riesige Nation der über 400 Millionen Araber werde sich langfristig gegen die 6 Millionen Israelis beziehungsweise etwa 14 Millionen Juden weltweit durchsetzen. Das ist keine realistische Einschätzung der Gegebenheiten. Die Palästinenser müssen sich von dieser Vorstellung verabschieden.

Und mit welchen Schritten kann in Ihren Augen ein Frieden zwischen Israelis und Palästinensern erreicht werden?
Beide Seiten glauben, dass dieser Konflikt völlig einzigartig ist. Das ist nicht der Fall. Für eine echte Chance auf Frieden müssen drei Dinge geschehen. Erstens: Die Palästinenser müssen das Rückkehrrecht der Flüchtlinge von 1948 aufgeben. Zweitens: Sie müssen die jüdischen Rechte an der Klagemauer anerkennen. Drittens: Die Israelis müssen die Idee eines «Gross-Israels» und der Siedlungen in den Palästinensergebieten aufgeben. Es braucht von beiden Seiten ein Einsehen, wie eine realistische Konfliktlösung aussehen müsste.

Demonstration in Betlehem im Westjordanland gegen die Anerkennung Jerusalems durch die USA. Bild: EPA/EPA

Im Westjordanland gab es gewalttätige Zusammenstösse zwischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften. Kommt es zu einem regelrechten Aufstand?
Das ist sehr schwierig vorherzusagen. Manchmal hat ein solches Ereignis eine grössere Wirkung als erwartet, manchmal sind die Konsequenzen weniger gross als gedacht. Das Problem ist: Jede Person mit einem Stein oder einem Gewehr in der Hand könnte unter unglücklichen Umständen die Situation ins Unkontrollierbare abgleiten lassen.

Wie agiert die palästinensische Führung?
Die palästinensischen Anführer wünschen sich am ehesten einen abgemilderten, kontrollierbaren Ausbruch von Gewalt. Sie würden den USA gerne zeigen, dass es für die Anerkennung Jerusalems einen Preis zu zahlen gibt. Ich bezweifle allerdings, ob es für die Palästinenser derzeit durch Gewalt politisch etwas zu gewinnen gibt. Die Uneinigkeit zwischen Hamas und der PLO macht die Sache nicht einfacher.

«Trumps Entscheid hilft vor allem den Extremisten»

Video: srf

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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66
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66Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 10.12.2017 09:51
    Highlight Beide Seiten müssten einsehen, dass es ihnen nur dann gut gehen kann, wenn es auch der anderen Seite gut ginge.
    Aber an dieser Einsicht mangelt es nicht nur den Israelis und den Palästinensern...
    Der kurzsichtige Egoismus und die auf kurzfristigen Profit ausgerichtete Betriebswirtschaft sind scheinbar Zukunftsträchtiger, als langfristiger Altruismus und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Volkswirtschaft.
    Aber in Wirklichkeit verhält es sich genau umgekehrt:
    Die "Träumer und Utopisten" einer demokratischen, sozialen und ökologischen Weltgemeinschaft sind die eigentlichen Pragmatiker...
    8 1 Melden
  • Kubod 10.12.2017 01:32
    Highlight 80% der Grosseltern der Araber sind nach Palästina eingewandert. Anfangs des 19.Jhdt lebten 300‘000 Menschen in dem Gebiet. Juden, Christen, Moslems. Es war menschenleer. 1880 kam es in Russland zu Progrommen und der Einwanderung von 70‘000 Juden. Meist gutausgebildete Sozialisten, die begannen, die Wüste und Sümpfe urbar zu machen. Die medizinsche und schulische Versorgung vebesserte sich, es kamen Gastarbeiter aus den arabischen Nachbargebieten.
    Immer noch nannte niemand das Gebiet „Palästina“. Arafat hat diesen Begriff in den 1960ern übernommen. Er übrigens stammte direkt aus Ägypten.
    21 6 Melden
    • rodolofo 10.12.2017 09:58
      Highlight Warum nicht?
      Weil dieses Gebiet unter Britischer Kolonialverwaltung stand!
      Auch die heutigen, völlig willkürlich gezogenen Grenzen der umliegenden Arabischen- und Persischen Staaten wurden von den damaligen Kolonialmächten gezogen.
      Dass sich die Staaten des Nahen Ostens nicht "organisch" entwickeln konnten, ist heute Ursache zahlreicher ethnisch-religiöser Konflikte, nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in ganz Afrika!
      Das sage ich nicht moralisierend, sondern im Bestreben, das alles zu verstehen.
      Wir müssen akzeptieren, was geschehen ist und dürfen auch den Holocaust nicht leugnen!
      22 0 Melden
    • FrancoL 10.12.2017 11:31
      Highlight Danke Rodolfo, dass Du einem Kubod aufzeigst dass man wenn man schon Geschichte erzählen will, dies vollumfänglich tun sollte und die Garde die Kolonialmacht vergessen.
      Es ist immer befremdend mitzulesen wenn Kommentatoren nur die Hälfte der Geschichte anfügen und die andere Hälfte (teilweise) bewusst unterdrücken.
      5 4 Melden
    • Kubod 10.12.2017 12:27
      Highlight @FrancoL
      Kein Thema. Die Garde vergisst nicht;)
      Du zeigst mir, dass es Leute gibt, die eine ausgeprägt eurozentrische, um nicht zu sagen egozentrische Sicht der Dinge haben.Veganer?
      Einige Tausend Jahre Geschichte in dem Gebiet. Das Osmanische Reich vierhundert Jahre.
      Dann kommt FrancoL und tönt: Die bösen Kolonialmächte nicht vergessen.
      Schon recht FrancoL.
      Grundsätzlich richtig, Jerusalem war eine unbedeutende Kleinstadt mit 10‘000 Einwohnern. Bis die Juden sie wiederbelebten. So wie sie Israel/Palästina urbar machten. Siehe Gaza. Das haben sie nun davon. Jeder missgönnt ihnen den Kuchen.
      5 6 Melden
    • FrancoL 10.12.2017 15:35
      Highlight @Kubod; Dann sollen die Italiener sich Chur einverleiben weil sie diese Stadt überhaupt auf der Landkarte zum Existieren brachten? Oder einige andere Gebiete könnte Frankreich für sich reklamieren weil es Napoleon war der da Leben einhauchte?

      Es geht um eine richtige Darstellung der Geschichte der letzten 2-300 Jahre und nicht immer ein Ausweichen auf die letzten 3‘000 Jahre um das heute zu begründen. Gerade wir Schweizer sollten bei unser sehr jungen Geschichte da etwas mehr Fingerspitzengefühl zeigen, ausser man sei so überheblich wie ein gewisser Kubod.
      4 2 Melden
    • Kubod 10.12.2017 15:52
      Highlight Telli. FrancoL
      Da sind wir uns wirklich mal einig. Richtige Darstellung der Geschichte und klare Sicht darauf.
      Soll ich Dir ein Brillenreinigungstuch besorgen?
      3 4 Melden
    • FrancoL 10.12.2017 16:19
      Highlight @Kubod: Ich kann sicherlich ein Brillentuch brauchen wenn ich denn eine Brille tragen werde. Bei Dir wird es mit einem Reinigungstuch für deinen Intellekt etwas schwieriger.
      4 2 Melden
    • Kubod 10.12.2017 21:51
      Highlight @Oh FrancoL
      Da begeb ich mich auf Dein Niveau herunter, um Dich aus der Untiefe des dumpfen Nachplapperns von Parolen, deren Herkunft Du nichtkennst, aber trotzdem verinnerlicht hast, abzholen, um Dir Sichtweisen zu eröffnen, die Deinen Horizont erweitern können und dann antwortest Du überforderterweise mit einer Beleidigung. LOL. Dank Dir. Jetzt kann ich ruhig schlafen gehen;) Die Welt wird sich weiterdrehen. Wissen und Verständnis um die Dinge sind nicht geschenkt. Wer Dir Parolen zum Nachplappern gibt, hat seine eigenen Ziele. Das geb ich Dir gratis ohne Hintergedanken mit. Tschüs
      0 2 Melden
    • FrancoL 10.12.2017 22:26
      Highlight @Kubod; Du musst Dich nirgends hin begeben, Du bist schon seit längerem dort. Besser wäre es Antworten zu liefern anstelle sich um Tiefen oder Untiefen zu äussern ohne die geeignete Messlatte für die Tiefenmessung ausser Deine Ansicht zu haben. Erweitern kannst Du Vieles, fange doch bei Dir an, wäre für viele eine wahre Wohltat.
      3 1 Melden
    • rodolofo 10.12.2017 22:47
      Highlight @ FrancoL
      Mir hat dieser "Kubod" kürzlich ungefähr das Selbe gesagt.
      Er plappert also sich selber nach.
      3 0 Melden
    • FrancoL 10.12.2017 23:06
      Highlight @Rodolfo: Ja einer der den Satz postet: „jeder missgönnt ihnen (den Israeli) den Kuchen“ versucht Tatsachen zu verdecken die eben nichts mit der Situation vor Ort zu tun haben. Auch ist eine solche Sicht zB schon aus der Sicht der Unterstützung die Israel von der jüdischen Weltgemeinschaft bekommt eine mehr als zu hinterfragende Aussage. Aber ich kenne Kubod nicht anders: Seine Sicht ist die Sicht der Geschichte, ich würde einmal sagen seiner Geschichte.
      3 0 Melden
    • rodolofo 11.12.2017 08:22
      Highlight @ FrancoL
      Ich glaube, "Kubod" fühlt sich jeweils persönlich angegriffen, wenn wir versuchen, die "Palästinensische Sichtweise" zu begreifen, da er sich sehr stark mit der "Israelischen Sichtweise" identifiziert.
      Aber auch diese "Israelische Sichtweise" ist weder klar, noch eindeutig!
      Ich verweise auf ein kleines Interview, erschienen im TA vom letzten Freitag:
      "Der Israelische Staat raubt ihnen ihre Identität"
      Die israelische Autorin Lizzie Doron kennt die bedrückende Lage der Palästinenser im Ostteil von Jerusalem.
      2 0 Melden
    • FrancoL 11.12.2017 09:24
      Highlight @rodolfo: man muss nicht weit gehen um auch bei der jüdischen Seite in Sachen Grenzziehung und Jerusalem auf Fragezeichen zu stossen. Ich kenne genügend jüdische Mitbürger hier in Zürich, die diese teilweise agressive Politik der heutigen Regierung nicht besonders schätzen und eine Gefahr darin sehen. Es gibt auch hier besonnene Sichtweisen.
      2 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 11.12.2017 11:37
      Highlight willkürliche Grenzziehung der Kolonialmächte?
      Wie hätte man das damals anders machen sollen in Nahost?

      Afrika ist in Teilen eine andere Geschichte.
      0 0 Melden
    • rodolofo 11.12.2017 21:01
      Highlight @ Rabbi Jussuf
      Diese Frage erübrigt sich, da man es nicht anders gemacht hat.
      Und warum wohl so gemacht?
      Ethnisch-Religiöse Konflikte in künstlichen Kolonialstaaten sind ganz im Sinne der Kolonialmächte, da diese so ihre berühmt-berüchtigte "Teile und Herrsche"-Methodik anwenden können!
      Die Kolonialmächte bevorzugen gewisse Gruppen, worauf diese kooperieren, wogegen sie andere Gruppen systematisch benachteiligen und unterdrücken.
      Die so entstehenden Aggressionen entladen sich aber zwischen "Sklaven" und "Sklaventreibern".
      Die kolonialen Drahtzieher können sich vornehm raushalten...
      2 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 11.12.2017 22:31
      Highlight Die willkürliche Grenzziehung hast doch du ins Spiel gebracht. Jetzt erübrigt sich das plötzlich?

      Und bitte hört auf, immer auf der kurzen europäischen Kolonialzeit herumzureiten. Das ganze Gebiet im Nahen Osten und Nordafrika war schon Jahrhunderte vorher kolonialisiert.
      1 1 Melden
    • rodolofo 12.12.2017 07:10
      Highlight @ Rabbi Jussuf
      Ich darf doch hier auf allem herumreiten, was mir Spass macht!
      Das bestimmst doch nicht Du!
      Also die Kolonisierung des Nahen Ostens und auch von Afrika durch Europäische Grossmächte ist Tatsache und hat tiefe Spuren hinterlassen:
      Bahnlinien, Traumas und nach dem Gusto dieser Kolonialmächte gezogene Grenzen.
      Auch Arabische- und Persische Grossmächte haben kolonisiert und kolonisieren noch heute, so wie auch China, Russland, usw.
      Und wenn sich die verschiedenen Ethnien und Religionsgruppen gegeneinander hetzen lassen, dann sind sie auch selber dafür verantwortlich.
      ...
      1 0 Melden
    • rodolofo 12.12.2017 07:19
      Highlight ...
      Ich versuche ja in diesen Diskussionen nur, dahinter zu kommen, was da eigentlich mit uns Menschen geschieht!
      Ändern kann ich's sowieso nicht, und darum muss ich mich als einzelnes Menschlein mit diesen Verhältnissen und all ihren Folgen mehr, oder weniger arrangieren.
      Ich versuche allerdings mit Hilfe meiner Erkenntnisse, diesem "Gegeneinander ausspielen", welches Herrschende immer mit uns machen, entgegen zu wirken, indem ich zuerst den Menschen zu sehen versuche, und erst in zweiter Linie seine Kultur, seine Vorzüge und Macken.
      Dieser Mensch will einfach nur leben, so wie ich.
      1 0 Melden
  • _kokolorix 09.12.2017 17:20
    Highlight Es war ein historischer Fehler der Siegermächte, den Juden Israel zu geben. Dieses Land hätte im entvölkerten Deutschland entstehen müssen. Nicht dass es im nahen Osten jetzt friedlicher wäre, aber die ewigen Konflikte der Araber gehen uns eigentlich nichts an. Der Israel Konflikt aber schon, deshalb ist die halbe Welt da irgendwie involviert. Eigentlich sollte China dort vermitteln und Recht sprechen und nicht Europa und die USA
    28 56 Melden
    • mr-marple 09.12.2017 22:01
      Highlight "Es war ein historischer Fehler der Siegermächte, den Juden Israel zu geben."

      Siegermächte? Hast du schon mal was vom UN-Teilungsplan für Palästina gehört?
      24 6 Melden
  • Der Rückbauer 09.12.2017 16:44
    Highlight In allen Punkten verabscheut Herr Professor den Trump, in einem jedoch nicht: Jerusalem. Von den eigentlichen Streitpunkten/Verstössen von Israel gegen das Völkerrecht, nämlich die systematische Enteignung der Palästinenser der Westbank und die systematische tolerierten Besiedlung durch die Juden, steht hier kein Wort. Der Professor nennt das "territoriale Fragen". Von der international geforderten Zweistaatenlösung kein Wort. Gross-Israel ist längst beschlossene Sache. Ich würde sagen: Ein schönes Propagandainterview mit wohlgewählten Worten.
    61 33 Melden
  • α Virginis 09.12.2017 15:03
    Highlight Da bleibt aber ein sehr schaler Nachgeschmack... Ausgerechnet Uriya Shavit, ein Israelischer (!) Prof. der Tel Aviv Univertsity stellt hier die Realität komplett falsch dar. Ich kann da @*klippklapp* nur Recht geben. Die Palästinenser wurden von Israel ihres Landes beraubt, vertrieben und ins Elend gestürzt. Sein "Erstens, Zweitens, Drittens" beinhaltet Forderungen, bei denen zumindest eine sehr, sehr fraglich ist, ich meine, das Rückkehrrecht. Die Palästinenser sollen die von Israel mit Gewalt geschaffenen Tatsachen einfach so schlucken und auf ihre Rechte verzichten? Danke, aber NEIN, Danke!
    88 70 Melden
    • foreva 09.12.2017 17:36
      Highlight Seit wann soll das Land Israel den Palästinensern gehören? Das ist nicht eindeutig definierbar oder hast Du Fakten welche das eindeutig beweisen?
      33 33 Melden
    • Luku luku 09.12.2017 18:31
      Highlight Das Problem ist ja, dass die arabischen Staaten vor dem ersten Krieg den Palästinensern sagten, sie sollen weggehen, damit Israel ö ins Meer gefegt werden kann.
      Nach dem Sieg würde das, vorher unter Kontrolle GB's stehende Land "Palästina" wieder an die Palästinenser zurückgegeben.

      Das hatte nicht funktioniert und die Istaelis haben sich dort eingelebt wärend die Palästinenser immer noch in den arabischen Staaten verteilt sind und dort immer noch als Flüchtlinge leben müssen.

      Die Eskalation kommt doch daher, dass die Extreme auf beiden Seiten nicht zu ihren Leuten schauen wollen.
      27 6 Melden
    • α Virginis 09.12.2017 21:26
      Highlight @Lukas Küng: Sehr treffend gesagt. Trotzdem, die Verlierer, die ihre Heimat verloren haben sind nun mal die Palästinenser, oder täusche ich mich da?

      Ich weiss, da scheiden sich die Geister, aber als "ehemaliges" Flüchtlingskind kann ich die Palestinenser durchaus auch (!) verstehen. Die Siedlungspolitik der Israelis kann ich wirklich nicht verstehen und sehe das als Usurpierung eines Landes an, so ähnlich, wie damals bei uns.

      Vielleicht habe ich dadurch eine schiefe Optik auf solche Gegebenheiten, aber ich denke halt immer noch, was mit all den Entwurzelten dann passiert.

      In diesem Sinne ;)
      21 10 Melden
    • α Virginis 09.12.2017 21:36
      Highlight @foreva: Bitte informiere Dich über die Gründung desa Staates Israel. Nachzulesen bei Wikipedia und sonstwo. Israel als Land ist ein willkürliches Konstrukt, welches mit Theodor Herzl am ersten Zionistenkongress 1897 in Basel postuliert wurde und 1947 wurde Palästina einfach zweigeteilt, in einen arabischen und einen jüdischen Staat.

      Wie gesagt, "Israel" hat es vor 1947 einfach nicht gegeben.
      23 13 Melden
    • Rabbi Jussuf 09.12.2017 21:45
      Highlight Kommt noch dazu, dass viele "Palästinenser, die seit Jahzehnten in Jordanien leben, heute immer noch als Flüchtlinge behandelt werden, obwohl sie eigentlich Jordanier sind.
      18 8 Melden
    • MARC AUREL 10.12.2017 00:17
      Highlight Die einzigen die vertrieben wurden sind die Juden! Sie lebten schon immer in Israel oder dort damals bevor es überhaupt Muslime gab... zuerst die Römer dann Mohammed! Die Juden wurden immer unterjocht.
      12 29 Melden
    • rodolofo 10.12.2017 10:30
      Highlight @ a Virginis
      Wem es auch schwer fällt, MÜSSEN sich die Palästinenser von ihrem früheren Besitzstand lösen, wenn sie in ihren JETZIGEN Leben überhaupt noch irgend etwas gewinnen und erreichen wollen!
      Das ist vergleichbar mit dem Tod eines geliebten Menschen: So sehr Du auch jammerst und klagst, in Deinem tiefen Schmerz. Diese geliebte Person wird niemals zurück kommen!
      Und ebenso werden die Palästinenser ihr verlorenes Land niemals zurück bekommen, da jetzt andere Menschen dort leben.
      Und vielleicht ist es auch gut so?
      Vielleicht war dieses frühere Land ja gar nicht so toll?
      4 7 Melden
    • Rabbi Jussuf 10.12.2017 10:45
      Highlight Virginis
      "Wie gesagt, "Israel" hat es vor 1947 einfach nicht gegeben."
      Stimmt.
      Aber man sollte schon alles erwähnen: "Palästina" als Land gab es ebenso wenig.
      11 1 Melden
    • foreva 10.12.2017 10:50
      Highlight α Virginis Nur besiedelten sowohl Juden als auch "Palistinänser" dieses Land schon hunderte Jahre bevor es überhaubt zur Staatsgründung Israel kam. Du solltest deinen beschränkten Blick ein wenig ausweiten und nicht nur die letzten 100 bis 200 Jahre anschauen. Dann ist die ganze Angelegenheit nicht so schwarz/weiss wie du glaubst zu wissen.
      3 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 10.12.2017 11:18
      Highlight foreva
      Im Westjordanland wurden erst im 19. Jh. noch Menschen angesiedelt, Araber, aus Bulgarien und diversen anderen Orten, die sich heute alle als Palästinenser betrachten.
      4 1 Melden
  • Sonokowitsch 09.12.2017 14:53
    Highlight Vielleicht war Jerusalem nie das Hindernis für Frieden gewesen, das mag ich nicht zu beurteilen, aber nun ist es wohl offensichtlich eins geworden.
    40 9 Melden
  • John J. Collenberg 09.12.2017 14:06
    Highlight Für einmal eine israelische Stimme und (mehr oder weniger) objektive Einschätzung der Lage, nicht das Mainstream Anti-Israel-Gefasel, welches sonst hier durch die Artikel und Kommentare geistert.
    90 108 Melden
  • Hayek1902 09.12.2017 13:43
    Highlight sehr interessant, sehr objektiv. zum letzen Satz " Die Uneinigkeit zwischen Hamas und der PLO macht die Sache nicht einfacher." Müsste PLO nicht durch Fatah ersetzt werden?
    51 14 Melden
    • Christoph Bernet 09.12.2017 13:54
      Highlight Die Palestine Liberation Organization (PLO) ist ein Zusammenschluss mehrerer politischer Organisationen. Die Fatah ist die dominierende Fraktion der PLO, allerdings nicht die einzige. Die Hamas ist nicht Teil der PLO und hat ein konfliktbeladenes Verhältnis zur gesamten PLO – nicht nur zur Fatah. Uriya Shavit verwendete im Gespräch den Begriff PLO und sprach nicht von der Fatah. Deshalb habe ich das auch so wiedergegeben. Freundliche Grüsse.
      67 1 Melden
    • Hayek1902 09.12.2017 14:16
      Highlight Herzlichen dank, wusste gar nicht, dass es die PLO noch gibt.
      26 0 Melden
    • α Virginis 09.12.2017 15:12
      Highlight @Hayek: "Sehr objektiv"? Naja, seitens von Watson eindeutig ja, da dies nicht die Meinung der Redaktion widerspiegelt, sonder die des Interview-Partners, Uriya Shavit.

      Seitens Shavit? Da habe ich schon meine massiven Zweifel. Wieso sollen die Palästinenser den Status Quo akzeptieren? Das war ihre Heimat, die von Israel (spätestens im 6-Tage-Krieg) mit Gewalt usurpiert wurde.

      Würden Sie es akzeptieren, wenn z.B. Deutschland die Schweiz sich einfach so mal einverleibt, da ja früher die Schweiz ja gar nicht existierte, sondern ein Teil des Reichs oder was auch immer war? Ich glaube, kaum...
      36 36 Melden
    • Royeti 09.12.2017 18:06
      Highlight Shavit ist ein linker Israeli....arbeitete ja zuvor bei der linken Haaretz...
      10 5 Melden
    • 〰️ empty 09.12.2017 18:30
      Highlight Virgins, beschäftige dich mal mit der Geschichte Israels, dann siehst du vllt wer dort wen vertrieben hat.
      16 12 Melden
    • rodolofo 10.12.2017 10:25
      Highlight @ a Virginis
      Wem es auch schwer fällt, MÜSSEN sich die Palästinenser von ihrem früheren Besitzstand lösen, wenn sie in ihren JETZIGEN Leben überhaupt noch irgend etwas gewinnen und erreichen wollen!
      Das ist vergleichbar mit dem Tod eines geliebten Menschen: So sehr Du auch jammerst und klagst, in Deinem tiefen Schmerz. Diese geliebte Person wird niemals zurück kommen!
      Das Ausleben der Gefühle von Trauer und Schmerz ist sehr wichtig. Wenn Du Dich aber nicht davon lösen kannst, gehst Du an diesem Schmerz zu Grunde.
      Du musst also radikal ausbrechen aus dem Opfer-Teufelskreis!
      ...
      2 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 10.12.2017 12:19
      Highlight Virginis
      Du solltest nicht an der Objektivität anderer hermmäkeln, wenn du es selber offensichtlich nicht bist.
      Was ja wieder an diesem unmöglichen Vergleich CH-DE deutlich wird.
      Lies dich doch erst mal in die Geschichte ein, bevor du hier deine Meinung zum Besten gibst.
      5 1 Melden
  • *klippklapp* 09.12.2017 13:05
    Highlight Das "Rigth of return" von Flüchtlingen und ihren Nachkommen ist ein Völkerrecht.

    Der Bau von Siedlungen in den besetzten Gebieten ist ein Verstoss gegen das Völkerrecht.

    Das zeigt schon die Asymmetrie eines Friedensprozess die man von den Palästinensern erwartet. Sie sollen ein Recht aufgeben, damit Israel Recht einhaltet...
    199 104 Melden
    • Royeti 09.12.2017 15:03
      Highlight Right of Return? Das ich nicht lache! Die Familie meines Vaters wurde im Iran enteignet und vertrieben. Die Familie meiner Mutter wurde in Deutschland vergast. Der Familie meiner Frau wurde alles weggenommen bevor sie von Marokko fliehen mussten!
      Wir schauten nach Vorne und bauten neue Existenzen!
      Die 400k Palästinenser sind schon 70 Jahre im Libanon, in Syrien oder in Jordanien und haben nichts gemacht in dieser Zeit. Dies auch dank der unsäglichen UNWRA und der utopischen Versprechen der Arabischen Führer...
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    • Petrarca 09.12.2017 15:17
      Highlight Mal jetzt ganz nüchtern: In der ersten Hälfte des 20. Jh. wurden, je nach Quelle, zw. 50 und 80 Mio Menschen vertrieben oder umgesiedelt. Aus heutiger Sicht mag das absolut falsch sein, damals war das aber völlig selbstverständlich. Würde den betroffenen Arabern und ihren Nachkommen gewähren, hätten wir heute allein in Europa ca. 500 Mio. Menschen, die ein Rückkehrrecht geltend machen könnten. Wie soll sowas umgesetzt werden?
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    • Angelo C. 09.12.2017 15:29
      Highlight Kann man durchaus so sehen - keine Einwände 🤔
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    • Kubod 09.12.2017 15:37
      Highlight Klar.Das Rückkehrrecht.Eine der Ideen, wie man die Israelis vertreiben kann.
      1948 haben die arabischen Generäle die arabische Bevölkerung aufgefordert, sich aus dem Gebiet zu entfernen. Wenn nach ein paar Wochen Krieg das Land wieder judenfrei sei, könne man zurückkehren. Die Juden baten die Araber, zu bleiben. Man sehe sie nicht als Feind.
      Einige Hunderttausende zogen weg. Für kurze Zeit, dachten sie. Es kam anders. Die "Aussiedler" und ihre Nachkommen sind unterdessen Millionen. Eingebürgert wurde ausser von Jordanien in den arabischen Ländern keiner. Man nutzt die Menschen als Druckmittel
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    • Kubod 09.12.2017 15:45
      Highlight Dann gehen wir also mal zurück zur Zeit des Zweiten Weltkriegs.
      Die Finnen durch die Russen
      Die Wolgadeutschen, Tschetschenen, Inguschen, Krimtataren, Ingermanländer Finnen, Mescheten, Koreaner (Korjo-Saram), Pontos-Griechen, Kurden sowie viele Esten, Letten, Litauer und Ukrainer innerhalb der UDSSR
      Albaner durch die Griechen
      1.2 Millionen Polen durch die UDSSR
      Zehntausende Italiener durch Kroaten und Slowenen etc.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Vertreibung#Weitere_Vertreibungen_während_und_nach_dem_Zweiten_Weltkrieg
      Was macht den Unterschied zu den hundertausend Arabern?
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    • Saraina 09.12.2017 16:48
      Highlight Royeti, Sie können sich problemlos sowohl in Deutschland als auch in Marokko niederlassen. viele Juden, auch Israeli, tun das. Deutschland hat über Jahrzehnte Wiedergutmachung geleistet.

      Der Siedlungsbau und die Vertreibung der Palästinenser schreitet immer noch fort.
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    • _kokolorix 09.12.2017 17:14
      Highlight Das alle Flüchtlinge zurückkehren ist völlig utopisch, die haben sich inzwischen ja vervielfacht.
      Würde Israel seine illegalen Siedlungen Räumen wäre das ein grosser Schritt. Aber in der Realität werden die Siedlungen grösser und es kommen neue dazu.
      Das Machtgefälle zwischen Israel und den Palästinensern ist derart gewaltig, dass ein Frieden ausschliesslich von Israel aus gehen kann, egal was die Palästinenser machen, Israel hat das letzte Wort.
      Es ist verlogen diese Tatsache einfach weg zu lassen wie es die Israel Unterstützer immer tun und von den Palästinensern Zugeständnisse erwarten
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    • *klippklapp* 09.12.2017 17:16
      Highlight Natürlich wird eine Umsetzung des Rückkehrrechts nicht einfach. Aber es gibt verschiedene Ansätze, die zeigen, dass es möglich ist, da eben überhaupt nicht alle zurück wollen und die meisten lieber in einen palästinensischen Staat wollen, als genau an den Ort zurück, an dem sie gelebt haben. Und Entschädigungszahlungen wären auch eine Möglichkeit. Aber das Rückkehrrecht ganz zu ignorieren würde für die Palästinenser auch bedeuten, ihre Landsleute, die in den umliegenden Ländern mehr schlecht als recht in Flüchtlingslagern leben im Stich zu lassen...
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    • Chefs United 09.12.2017 17:48
      Highlight Royeti- das ist schlimm was Ihren Vorfahren wiederfahren ist. Ohne Zweifel. Warum allerdings die Palestinänser den Preis für dieses Unrecht bezahlen sollen, leuchtet mir nicht ein. Das immer wieder gebrauchte Argument dass es dort vorher nichts gab, finde ich ziemlich unangebracht. Schließlich kann ich mir den Garten meines Nachbarn auch nicht aneignen, weil dieser ihn nicht pflegt.
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    • Petrarca 09.12.2017 19:22
      Highlight Chefs United: Es wurde keinem Nachbarn ein Garten weggenommen, sondern es wurde von Europäern die Nationalstaaten Israel und Palästina gegründet, so wie zuvor bereits Jordanien, Irak etc etc. Da die Araber (und damit auch alle umliegenden Nationen) aber kein Palästina neben einem jüdischen Israel wollten, blieb statt eines palästinensischen Staates ein Stück Niemandsland übrig. Auch heute wird niemandem ein Garten weggenommen. Es wird bloss über die staatliche Hoheit gestritten, innerhalb welcher dieses Privatgrundstück (=der Garten) fallen soll..
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    • *klippklapp* 09.12.2017 20:05
      Highlight https://www.haaretz.com/opinion/.premium-1.817764?v=63A567BBD85205F7A96753A60DC77A34

      Wenn die Palästinenser keine Utopie mehr haben können, dann können wir gleich aufgeben. Die Realität spricht in ganzer Linie gegen sie.
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    • DerTaran 10.12.2017 00:43
      Highlight Es mag ein Völkerrecht sein, erfolgreich durchgesetzt wurde es nie. Es ist schlicht unrealistisch. Weder durften die Deutschen zurück nach Polen, noch die Polen zurück in die UDSSR usw. Zeig mir einen Fall in der Geschichte bei dem es geklappt hat, und schon gar nicht nach 70 Jahren.
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    • Enzasa 10.12.2017 08:35
      Highlight Was ist mit den Wolga Deutschen, den Siebenbürgen, den Banat Deutschen und ganz oberflächlich gesagt mit den Russland Deutschen.
      Alles Deutsche die irgendwann mal auswanderten und heute als Deutsche in Deutschland leben (zu Recht)
      Dort waren sie Ausländer und hier sind sie keine richtigen Deutschen, das ist allerdings ein gesellschaftliches Problem. Die Gesetze hingegen sind klar
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    • _kokolorix 10.12.2017 10:02
      Highlight @Hendiadyion
      Auch wenn du zweifellos recht hast, es ist nicht der Konflikt zwischen den arabischen Nachbarstaaten und Israel um den es hier geht, es geht hier um die Heimat von ein paar hundertausend Palästinensern. Und hier könnte Israel ein Zeichen des Friedens setzten. Aber Israel setzt nur Zeichen des Hasses und der Habgier
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    • DerTaran 10.12.2017 10:05
      Highlight Die Wolgadeutschen wurden von Stalin nach Sibirien vertieben. An die Wolga durften sie nicht zurück aber Deutschland hat sie aufgenommen. Sie sind kein Gegenbeispiel sondern eine Bestätigung.
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    • DerTaran 10.12.2017 11:23
      Highlight Die rechte Schweiz will nicht mal ein paar hundert Flüchtlinge aufnehmen aus Angst sich Terroristen ins Land zu holen. Und du erwartest, dass Israel bereit ist eine halbe Million (aus ersichtlichem Grund) hasserfüllte Palestinänser ins Land zu lassen? Solange der Hass regiert ist das keine gute Idee.
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    • rodolofo 10.12.2017 13:01
      Highlight Die Tatsache, dass es in der Geschichte schon immer Vertreibungen gab, muss nicht heissen, dass die Weltöffentlichkeit solchem Treiben gleichgültig und tatenlos zusehen muss!
      Aber es ist wahr: Vertrieben wurden und werden nicht nur Palästinenser!
      Vertrieben sogar aus dem LEBEN wurden damals in den finsteren Zeiten des Nationalsozialismus Juden, Roma, Linke und sogenannte "Landesverräter", welche menschliches Mitgefühl und Charakter zeigten!
      In jedem von uns lebt also ein "vertriebener Palästinenser"!
      Und darum ist das Schicksal der Palästinenser eng verknüpft mit UNSEREM Schicksal!
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    • Saraina 10.12.2017 15:53
      Highlight Naja Taran, solange man die Leute vertreibt ist es kein Wunder, wenn sie einen hassen...
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    • Surf & Turf 10.12.2017 20:27
      Highlight @*klippklapp* und a Virginis, dann habe ich bloss eine Frage: Inwiefern gilt dieses Recht dann für die Juden nicht? Schliesslich gab es die Diaspora, und deiner Logik zufolge haben also die Nachkommen der seit fünfhundertirgendwas vor Christus aus Judäa/Palästina vertriebenen Juden das Recht, in das Land ihrer Vorfahren zurückzukehren. Oder gilt dieses von dir zitierte Völkerrecht nur für Araber?
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Der nette Herr Molina

Ex-Juso Präsident Fabian Molina ist seit gut 100 Tagen im Nationalrat – und mit 27 Jahren der jüngste Parlamentarier im Bundeshaus. Grund genug, um mit dem Zürcher einen Kaffee zu trinken, ein paar Zigaretten zu rauchen und über die grossen Themen zu plaudern.

Fabian Molina sitzt schon seit einer Weile am Tisch nebenan, aber die äusserliche Unscheinbarkeit lässt ihn verschmelzen mit der lustig-zusammengewürfelten Ausseneinrichtung dieses Treatment-Cafés in den Ausläufern des Zürcher Kreis 4. Vielleicht liegt es auch daran, dass er in einem dieser Strandkörbe sitzt, die überall ausser auf Sylt und in vernachlässigten Hinterhofgärten fürchterlich deplatziert wirken, und zudem Kopf und Oberkörper ihrer Bewohner wegschlucken.

Kurz: man sieht ihn nicht.

Er …

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