Schweiz

Verwilderte Hauskatzen: Wie soll man mit ihnen umgehen? Bild: kastrationspflicht.ch netap

Statt Abschuss von Katzen – Tierschützer wollen Mikrochips, Hausarrest oder Kastration 

Die 300'000 verwilderten Katzen in der Schweiz geben zu reden: Dass Jäger sie schiessen dürfen, teilt die Öffentlichkeit in zwei Lager. Doch Tierschützer setzen auch auf ganz andere Massnahmen, um die Katzenpopulation zu verkleinern. Wir stellen sie vor.

11.05.17, 11:37 11.05.17, 12:51

In der Schweiz leben schätzungsweise 300'000 verwilderte und ausgesetzten Hauskatzen. Dass Schweizer Jäger diese abschiessen, sorgte unter den watson-Usern für Diskussionen. Mit diesen Massnahmen wollen Tierfreunde und Naturschutzorganisationen dem Problem begegnen. 

Ausgangssperre für Katzen zum Schutz von Vögeln & Co.

In der Siedlung Fröschmatt in Bern-Bümpliz stehen Katzen unter Hausarrest – frei laufende Katzen sind gemäss Mietordnung verboten. Der Innenhof der Überbauung im Westen der Bundesstadt ist Tieren vorenthalten, die sonst gerne einmal zwischen den Pfoten oder Zähnen von Katzen verenden: Die Aussenfläche wurde speziell für die Bedürfnisse von Eidechsen, Blindschleichen Schmetterlinge, Vögel und Igel gestaltet.

Wie Sabine Tschäppeler von der Fachstelle für Ökologie und Natur der Stadt Bern gegenüber der Berner Zeitung sagte, soll in der Siedlung ein Zeichen für die Biodiversität gesetzt werden. Denn Katzen gefährdeten nicht nur die Biodiversität, sondern reduzierten allgemein auch die Populationsdichte einer Tierart – die Zauneidechse etwa sei in Berner Siedlungsgebieten praktisch verschwunden. 

Wie der Hund, so die Katze: Registrierung mit Chip

Im Gegensatz zu Hunden herrscht in der Schweiz bei Katzen keine Mikrochip-Pflicht. Bild: Richard Vogel/AP/KEYSTONE

Das Gesetz verlangt von Hundehaltern in der Schweiz, dass ihre Tiere durch einen Mikrochip identifizierbar sind. Für Katzen gilt dieses Obligatorium nicht. Das wollten verschiedene Akteure schon einmal ändern. Im Oktober 2013 lehnte der Bundesrat ein Postulat des Tessiner Nationalrats Pierre Rusconi (SVP) ab. Es verlangte, eine Ausweitung der Mikrochip-Pflicht auf Katzen zu prüfen.

Die Forderung verschwand damit nicht aus der Welt: 2015 etwa forderte die Schweizerische Tiermeldezentrale (STMZ) erneut ein Mikrochip-Obligatorium, wie 20 Minuten berichetete. Die Einführung eines Mikrochip-Obligatorium wird von Tierschutzorganisationen meistens gemeinsam mit einer weiteren Forderung erhoben: Der Kastrationspflicht.

Kastrationspflicht für die Freigänger-Katzen

Mitglieder des Network for Animal Protection kastrieren verwilderte Katzen. Bild: kastrationspflicht.ch netap

300'000 wild lebende Katzen gibt es in der Schweiz. Viele von ihnen sind gesundheitlich in einem schlechten Zustand. Dazu kommt, dass sich die nicht kastrierten Katzen rasend schnell vermehren. 

Deshalb hat international tätige Tierschutzorganisation «Network for Animal Protection» (NetAP) gemeinsam mit der «Stiftung für das Tier im Recht» im März 2016 eine Petition für eine Kastrationspflicht lanciert. Mit der Petition soll der Gesetzgeber dazu gebracht werden, ein Kastrationsobligatorium zu beschliessen für alle Freigänger-Katzen, also Katzen, die sich unkontrolliert im Freien bewegen. 43’000 haben die Petition bereits unterzeichnet.

Zur Auflockerung: Diese 13 Katzen konnte man endlich hinter Gitter bringen

«Die Motivation hinter der Lancierung der Petition ist das Ausmass des Katzenleids in der Schweiz, mit dem wir uns täglich konfrontiert sehen», sagt Esther Geisser. An sogenannten Hotspots, wo lokale Tierschützer sehr viele verwilderte oder ausgesetzte Katzen melden, richtet NetAP regelmässig eine mobile Feldpraxis ein und kastriert mit seinen Tierärzten direkt vor Ort.

NetAP und STS kastrieren zusammen rund 15'000 Schweizer Katzen pro Jahr. Diese Tiere seien häufig in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand. Geissers Erklärung: «Die Katze ist zum Wegwerfartikel geworden». Um das zu ändern, brauche es die Kastrationspflicht. Diese hat laut Geisser nur Vorteile: für die Gesundheit der Tiere, für Katzenfreunde und für  Vögel, Reptilien und andere Kleintiere, die auf dem Speiseplan der Katzen stehen.

Katzensteuer: Kastrieren oder es wird teuer

Johannes Jenny forderte eine Steuer von 400 Franken für nicht kastrierte Katzen.  bild: az

Genau wie von der Mikrochip-Pflicht sind Katzenhalter im Gegensatz zu Hundehaltern auch von der Steuerpflicht befreit. Daran störte sich vor zwei Jahren Johannes Jenny, der Geschäftsführer von Pro Natura Aargau. Der Naturschützer hatte es sich davor bereits mit den Katzenfreunden verscherzt, als er die Aargauer Jäger dazu verpflichten wollte, verwilderte Katzen abzuschiessen.

Der nächste Vorschlag von Jenny: Mit der Katzensteuer könnte ein Anreiz zur Kastration geschaffen werden. Die Halter von nicht kastrierten Katzen müssten höhere Abgaben zahlen als jene, die ihre Katzen kastrieren. Gegenüber der Rundschau von SRF nannte Jenny einen Betrag von 400 Franken pro Jahr.

Gegenüber watson erklärt Jenny, derzeit liefen Gespräche zwischen Pro Natura Aargau und der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (Karch) sowie Aargauern Tierärzten und der Vogelschutzorganisation «Birdlife». Die Stossrichtung der Diskussion gehe derzeit in Richtung Kastrationspflicht.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • New Ling 15.06.2017 06:58
    Highlight Es sind einfach zu viele Katzen !!!! Praktisch jeder Haushalt hat mind. 1 Katze!!! Zum kacken geh'n sie "zum Nachbarn" - wie praktisch für die Besitzer - wie komme ich eigentlich dazu, Geld ausgeben zu müssen, damit ich als Nicht-Katzenhalter nicht ständig die Katzen-Scheisse aus meinem Garten entfernen muss! Denn an die Wasserduschen haben sie sich bereits gewöhnt!!
    0 0 Melden
  • Kimelik 11.05.2017 17:49
    Highlight Also die Punkte 2-3 machen sicher Sinn, dadurch wird die Population eingeschränkt. Eine Katzensteuer könnte unter Umständen sinnvoll sein, grundsätzlich gibt es aber zu bedenken, dass Katen gerade in ländlichen Gegenden einen grossen Anteil an der Schädlingsbekämpfung haben. Eine Katze fängt am Tag bis zu 10 Mäuse, auf jeden Fall wenn ein Feld vor der Tür ist.
    Ein Bauernhof hat z.B. Katzen zur Schädlingsbekämpfung in der Scheune usw. Dies verstehen aber leider viele Leute nicht.
    Der Johannes Jenny ist eh ein komischer Vogel, das ist so ein Typ der Anderen nur das Leben verdirbt.
    7 2 Melden
    • JacquelineM 11.05.2017 22:14
      Highlight Dafür gibts die noch natürlicheren Marder. So nebenbei mal erwähnt. Wenn es nicht soviel Katzen hätte dann könnten sie sich dann auch wieder mehr den Mäusen etc widmen statt den Autokabel. Hätte noch mehr Beispiele wie Leinenpflicht für Katzen damit sie ihr "Geschäft" nicht im Sandkasten verrichten, wo tagsüber Kleinkinder spielen...zum Beispiel nebst dass sie ungepflegt Krankheiten verbreiten und natürlich dem "Besitzer" nix kosten...ich denke es versteht sich von selbst, ich mag Katzen nicht. Sorry, ist nicht mein Ding
      5 5 Melden
    • Kimelik 11.05.2017 23:41
      Highlight Ich mag auch vieles von anderen nicht, versuche denen aber das dann nicht zu verderben im Gegensatz zu so Leuten wie Sie.
      4 2 Melden
    • JacquelineM 12.05.2017 07:51
      Highlight Es geht mir weniger um jemandem etwas zu verderben. Im Bericht stand dass Katzen bereits Tierarten ausgerottet haben und das ist doch ein schwerer Eingriff in die natürlichen Gleichgewicht, dem pflichten Sie mir doch bei? Leute wie mich stört dies, verstehen Sie was ich meine. Eine Katze ist ein Haustier sagt man und demnach sollte doch jede Katze ein Besitzer haben, die ihn pflegt, regelmäßig entwurmt von Ungeziefern und Krankheiten freihält...
      4 0 Melden
    • JacquelineM 12.05.2017 12:24
      Highlight ...Mir persönlich stellt es die Nackenhaare, wenn ich Diskussionen zwischen Katzen- und Hundehalter lese "mit meiner Katze muss ich nicht bei jedem Wetter raus blabla, ich kann arbeiten gehen, weil ich meine Katze ganz einfach vor die Haustür stellen kann". Hallo?!. Wofür dann ein "Haustier" wenn man es ja eh bei nächster Gelegenheit nach draussen entsorgt und mir dann das "Katzenklo" zum Sandkasten reinigen lässt? Oder nötigt, jedesmal solch schmutzige Abdeckungen wegzunehmen und am Schluss wieder korrekt drüber zu legen. Wollte ich vielleicht diese Katze? Nö...
      2 1 Melden
    • JacquelineM 12.05.2017 13:07
      Highlight Andere erzählen, dass ihre Katze nur all soundsoviel Wochen/Monate mal wieder vorbei kommt, sagt man dem dann nicht verwildert, statt Haustier und ist da der Einsatz des Jägers nicht berechtigt?
      3 1 Melden
    • JacquelineM 12.05.2017 14:47
      Highlight So, dies als ausführlichere Erklärung für "nicht so mein Ding". Normalerweise sehe ich es nicht ein warum ich mich bemühen müsse meine Kommentare klarer zu erläutern aber ich weiss leider auch dass es die Schweizer Mentalität ist immer andere fertig zu machen. Dieses in einen Topf werfen, alle sind genauso, findet man auch in anderen Bereichen. Meine eher agressive Reaktion war Absicht denn 300'000 sind nicht 1-2 sondern ein großes Problem. Und ein Haustier IST ein ->HAUS<-tier und nicht halb wild zu halten. Das ist meine Meinung
      3 1 Melden
    • Kimelik 12.05.2017 18:34
      Highlight Ich denke eine Diskussion mit Katzenhassern (also Ihnen ist zwecklos). Trotzdem... Inwiefern die Katzen irgend etwas ausgerottet haben stelle ich jetzt mal in Frage. Ich denke aber, dass ein perfekt gepflegter Garten keiner Eidechse ein Zuhause bietet egal wie wenige Katzen dort sind. Wenn eine Katze nur alle par Wochen / Monate nach Hause kommt ist die Katze verwildert und natürlich müssen sich die Halter um die Katzen kümmern, diese pflegen, impfen und entwurmen. Einer Katze den Freigang zu verbieten ist allerdings Tierquälerei wie bei jedem Tier.
      1 2 Melden
    • JacquelineM 12.05.2017 22:17
      Highlight Wer spricht denn da von Garten etc. Wenn Sie denken ich hätte einen eigenen Garten weit gefehlt. Aber danke für Ihre Vorurteile 😉
      1 0 Melden
  • Lapos 11.05.2017 17:42
    Highlight Besser mal eine kastrationspflicht für diese 7 milliarden menschen einführen. Dann gebe es weit weniger probleme als bei den 300000 katzen.
    12 7 Melden
    • karl_e 11.05.2017 18:21
      Highlight Warum so brutal, Lapos? Vasektomie erfüllt den Zweck voll und ganz, aber ohne all die Nachteile einer Kastration.
      6 1 Melden
    • Lapos 11.05.2017 19:33
      Highlight Warum so brutal? Ich zitiere die mal die "experten"

      "
      Nur die Kastration bewirkt eine Beeinflussung des Hormonhaushalts, indem sie die Bildung von Sexualhormonen verhindert. Und erst dies führt zu einer Verhaltensänderung der Katze (z.B. kein Paarungsstress, weniger ausgeprägtes Revierverhalten, reduzierte Aggressivität und Kampfeslust verbunden mit Verletzungen). "


      Vielleicht wirkt es ja auch beim menschen so.
      4 3 Melden
    • karl_e 12.05.2017 00:18
      Highlight Davon hab ich bei unserem Murrli selig gar nichts bemerkt. Uebrigens hast du die Kastration von Menschen empfohlen, was nun doch etwas brutal ist. Der menschliche Charakter wird durch die Kastration eventuell anders, aber nicht besser.
      0 0 Melden
  • Lapos 11.05.2017 17:41
    Highlight Wow, echt applaus. Der mensch, rottet massiv tiere aus, verpestet die luft mit giftigen chemikalien, bezieht seine energie aus atomkraftwerken und verbuddelt die abfälle einfach unter die erde, betreibt massen tierhaltung zum teil unter schlimmsten bedingungen, beutet die wildniss so dermassen aus dass wildtiere wie wölfe und bären kaum noch freileben und findet man sie irgendwo, werden sie gnadenlos erschossen, weil ja sonst die armen schäfchen gerissen werden. Und vieles mehr. Was macht der mensch? Einfach weiter. Geht es aber um 300000 katzen, um GOTTES WILLEN, MUSS man eingreifen.
    12 11 Melden
    • Kaviar 11.05.2017 17:50
      Highlight Ja, wie recht Du hast! Ich nenne dieses Phänomen: "Selbsthypnotische Scheinheiligkeit".
      4 4 Melden
    • Lapos 11.05.2017 19:29
      Highlight Richtig erkannt! Ich finde es lustig, wie sich der mensch über alles stellen will. Zerstört alles, will aber gleichzeitig für die natur entscheiden, was richtig und falsch ist. Hat schon fast schizophrene züge, finde ich.
      6 4 Melden
    • phreko 11.05.2017 19:42
      Highlight Als ob man gegen den Rest nichts tun möchte... Lapos, dein Post ist gelinde gesagt Schwachsinn!
      3 3 Melden
    • Lapos 11.05.2017 21:00
      Highlight @phreko

      jaja, sicher möchte man etwas gegen die wirkungen die man verursacht hat unternehmen. und die ursache, ist das menschliche fehlverhalten und nicht das der tieren.
      3 0 Melden
  • Kaviar 11.05.2017 14:21
    Highlight Schöne Tierschützer, die Tiere einsperren und ihnen Schmerzen zufügen wollen, um sie zu kastrieren und ihnen Fremdkörper einzupflanzen.
    Wenn ein Vögeli zu doof ist, um der Katze davonzufliegen, dann ist recht, dass es gefressen wird. Darwin und so.
    Krähenvögel plündern Vogelnester. Sollen Krähenvögel also nun ausgerottet werden? Dito mit Marder, Wiesel, Ratten, u. v. a.?
    Schon einmal etwas gehört von Natur?
    Gäbe es den Menschen nicht, dann wären die Wälder voller Wildkatzen, die viel mehr Vögel frässen, weil sie kein Mensch fütterte. Das hier ist perverser Tierschutz.
    31 40 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 11.05.2017 14:59
      Highlight In der Schweiz kann die Natur schon lange nicht mehr freiwalten, dazu hat der Mensch viel zu früh eingegriffen und das Gleichgewicht Zerstört.

      Gäbe es in der Schweiz noch genug Wölfe und Bären, wären die verwilderten Katzen wohl kein Problem, die gibt es aber kaum, also haben die Katzen kaum natürliche Feinde und vermehren sich ungehindert.

      Sehr unbedachte Aussage und die Likes, lassen darauf schliessen, dass andere auch nicht weit genug nach gedacht haben.
      29 10 Melden
    • Sherelock 11.05.2017 15:03
      Highlight Super gesagt. Genau so ist es. Der Mensch meint mit seinem Hochmut, er sei gescheiter als die Natur.
      9 17 Melden
    • Wilhelm Dingo 11.05.2017 15:47
      Highlight Selten so einen Blödsinn gelesen (habe selber 2 Katzen)
      11 3 Melden
    • Kaviar 11.05.2017 15:59
      Highlight @Confused Dingo: Den Job der Wölfe erledigen heute ein paar Millionen Motorfahrzeuge.
      Gleichgewicht ganz modern.
      6 3 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 11.05.2017 18:19
      Highlight Ich schliesse mich der Aussage meines Artgenossen an, selten so einen blöden Stuss gelesen.

      Naja, mittlerweile ist das hier so selten auch nicht mehr.
      2 1 Melden
  • Hier könnte Ihre Werbung stehen 11.05.2017 13:49
    Highlight Katzensteuer einführen und das Geld für die von den Katzen gejagten Tierarten einsetzen.
    26 12 Melden
  • Sille 11.05.2017 13:45
    Highlight Ich würd mal per Gesetz verbieten Katzen und Hund aus Griechenland, Aegypten, Ungarn etc. in die Schweiz einzführen. Kastration wenn nicht gezüchtet wird. Chipobligatorium. Eine Steuer für eine Katze ist nichts anderes als Geldmacherei.
    Es gibt täglich Vermisstmeldungen von Tieren... und die sind nicht nur davongelaufen sind. Hunde und Katzen werden aus Gärten und Häusern gestohlen, Tierhasser füttern Tiere mit Rasierklingen und Gift, schlagen sie halbtot, so dass sie elendig verrecken. Andere geben Gas wenn eine Katze oder ein Hund die Strasse überquert... und dies ist absolut inakzeptabel.
    30 5 Melden
  • öpfeli 11.05.2017 13:43
    Highlight Und nun alle auch kräftig unterschreiben 🙆 🐈 ❤
    http://www.kastrationspflicht.ch/de/
    18 8 Melden
  • Martin C. 11.05.2017 13:40
    Highlight Chip- und Kastrationspflicht.
    Verwilderte Katzen schiessen.
    Ich hoffe nur, dass Luchs und Wildkatzen das überleben.
    19 3 Melden
    • Sille 11.05.2017 13:48
      Highlight Tia... ich denke eher nicht...
      7 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 14:17
      Highlight Verwilderte Katzen nicht schiessen,
      besser wäre einfangen.
      1. Einfangen
      2. Chip überprüfen
      3. Chip vorhanden -> Gespräch mit Besitzer suchen
      4. kein Chip -> Einschläfern oder zur Adoption freigeben
      21 9 Melden
  • Sherelock 11.05.2017 13:40
    Highlight Ich bin immer skeptisch, wenn bei chirurgischen Eingriffen anscheinend nur positive Folgen erwähnt werden, sogar von sogenannten "Tierschützern".

    Weshalb werden Nachteile nicht erwähnt? Die Nachteile von Kastration bei Katzen sind z.B. Veränderung des Charakters, Bewegungsmangel mit der Folge Übergewicht und Gelenkserkrankungen . Der Eingriff in den Hormonhaushalt sorgt dafür, dass die Tiere fauler würden, deshalb spricht man von "Kastrationswampe".
    Viele Löwen verlieren beispielsweise nach einer Kastration ihre Mähne.
    11 24 Melden
    • Kaviar 11.05.2017 14:22
      Highlight Kadtration = Tierquälerei != Tierschutz
      5 16 Melden
    • Wilhelm Dingo 11.05.2017 15:49
      Highlight Blödsinn, unsere katrierten Katzen sind weder faul noch dick.
      15 2 Melden
    • Tanea 11.05.2017 16:26
      Highlight Sorry, aber hast du schon mal eine rollige Kätzin beobachtet? Die leidet und Kater überqueren Autobahnen und andere Strassen, weil sie ein riesiges Territorium beanspruchen. Das ist Tierquälerei!
      6 3 Melden
    • Yelina 11.05.2017 16:59
      Highlight Ich bin mit Katzen aufgewachsen und alle wurden immer kastriert, keine ist bequem oder fett geworden, absolutes Märchen.
      5 1 Melden
  • lily.mcbean 11.05.2017 13:29
    Highlight Ein Chipobligatorium würde ich als Katzenhalterin zu 100% unterstützen! Wohingegen Punkt 1 meiner Meinung nach Tierquälerei wäre und eine Katzensteuer Menschenquälerei ;)
    21 9 Melden
  • Wilhelm Dingo 11.05.2017 13:25
    Highlight Habe 2 Katzen und bin einverstanden. Punkt 1 ist nicht Tierfreundlich und sollte über eine Art Catprizing erreicht werden (Steuerung der Katzenpopulation über das Portrmonnaie)
    14 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 13:02
    Highlight Ich bin für eine Kombination der Punkte 2-4.
    Punkt 1 halte ich nicht für Tierfreundlich.
    11 4 Melden
    • öpfeli 11.05.2017 13:41
      Highlight Hast du deine Stimme auch abgegeben für die Kastrapflicht? 🙆
      4 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 14:18
      Highlight @Ohhey Ja
      3 0 Melden
    • öpfeli 11.05.2017 14:25
      Highlight @Namenlos danke!🐈
      2 1 Melden
  • Caturix 11.05.2017 12:57
    Highlight Katzensteuer, geht nicht da schmeissen viele ihre Katzen einfach in die Natur wenn das Gesetz kommt so wie bei Chip obligatorium... Steuern geht ja auch nicht wie beweisst man das einer eine Katze hat ? alle Wohnungen durchsuchen ? und dann wie viele Katzen sind es dann ?
    Und einfach abschiessen geht ja auch nicht da man nicht weiss, aus der Ferne, ist es eine Wilde, eine verwilderte oder eine Hauskatze die gechipt ist.
    Wenn ich aber sehe wie viele Schwalbennester bei und vom Menschen kaputt gemacht werden weiss ich nicht ob nicht der Mensch das grössere Problem für Vögel ist.
    11 13 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 13:25
      Highlight Klar ist der Mensch ein Problem, er ist ja auch der, der unkastrierte Katzen hält oder Katzen aussetzt. Auch wenn die Katzte ein recht selbständiges Tier ist, sollte die Verantwortung beim Halter liegen.

      Was schlägst du dann konkret zur Lösung des Problems vor?
      8 3 Melden
  • Charalar 11.05.2017 12:50
    Highlight Die Überschrift ist irreführend: Die genannten Möglichkeiten könnten zwar dazu führen, dass die Zahl der verwilderten Katzen weniger schnell steigt - sie sind aber keine Alternative zum Abschuss der schon vorhandenen. Diese vermehren sich weiterhin ungehindert (trotz zum Teil schlechten Gesundheitzustands) und jagen alles, was ihnen vor die Pfoten kommt und klein genug ist.
    17 2 Melden
  • John Smith (2) 11.05.2017 12:44
    Highlight Kastrieren und lebenslang einsperren ist ja sooo viel tierfreundlicher.
    12 9 Melden
    • Macke 11.05.2017 14:05
      Highlight Kastrieren ist tierfreundlicher, die Haltung in der Wohnung/Haus kann tierfreundlich sein, sofern in einem Haushalt mehrere (mehr als eine) Katzen leben und diese genug Fläche und Spielmöglichkeiten haben.
      10 1 Melden
  • Lyrah 11.05.2017 12:39
    Highlight Inhaltlich kleine Verwirrung im zweitletzten Absatz: "Die Halter von nicht kastrierten Katzen müssten höhere Abgaben zahlen als jene, die ihre Katzen nicht kastrieren."
    5 0 Melden
    • Christoph Bernet 11.05.2017 13:14
      Highlight Danke für den Hinweis, ist korrigiert.
      4 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 12:37
    Highlight Kastration und Chip sollten für Freigänger obligatorisch sein, für mich ist das seit vielen Jahren selbstverständlich. Dann müssten gefundene Katzen aber auch tatsächlich auf Chip geprüft werden! Sprich: Nicht abschiessen, sondern in Lebendfallen stellen und falls möglich dem Halter zuführen. Gleiches gilt für tot aufgefundene Tiere. Heute werden nämlich leider noch immer viele überfahrene Katzen trotz Chip einfach "entsorgt", ohne dass man sich um deren Identifikation und die Benachrichtigung des Halters kümmern würde. Auslaufverbot ist allerdings Tierquälerei!
    33 5 Melden
  • TheDude10 11.05.2017 12:20
    Highlight Ich binn für ein umfangreiches Masnahmenpaket mit chip, steuer, kastrationspflicht und dem schiesen oder kastriren von verwilderten katzen. Viele katzenbesitzer wissen einfach nicht welchen Schaden ihr "herziges büsi" in der Natur anrichtetet. selber habe eine kastriete katze die sich auch schon am dezimiren der eidechsen beteiligt hat.
    19 22 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 13:05
      Highlight Dude, in unserem Quartier gibt es viele Mäuerchen und wilde Gärten mit einheimischen Pflanzen. Und es gibt viele Katzen. Dennoch wuseln bei uns sehr viele Kleintiere, auch Amphibien, Schmetterlinge und Co. Der Mensch sollte mit naturnaher Gartengestaltung und weniger Betonierung Gegensteuer geben und den Tierchen genügend Lebensraum und Versteckmöglichkeiten bieten. Dann verträgt es auch Katzen, die ab und an was nach Hause bringen. Meine Meinung ist klar, dass der Mensch hier in der Pflicht ist und die Verantwortung/Schuld nicht einfach auf die Katzen abgeschoben werden darf.
      23 9 Melden
    • TheDude10 11.05.2017 15:11
      Highlight @ mockingbird
      Der mensch ist verantwortlich, wenn er ein Haustier in die umwelt entlässt, dass es kein Artensterben gibt. Wenn deine nicht obiektive beobachtung in deinem quartier zutreffen mag, ist es trozdem erwiesen, dass es viel zu viele Katzen giebt, welche aus spiel und spass kleintiere töten. Mehrere davon sind insbesondere durch die Hauskatze vom austerben bedroht.
      Ich finde es eine frechheit, wenn dieses problem verharmlost wird, des eigenen büsi wegen, was in tat und wahrheit eine killermaschiene ist
      8 4 Melden
  • Tanea 11.05.2017 12:03
    Highlight Ich engagiere mich seit Jahren für den Tierschutz im In- und Ausland. Viele Menschen sind der Auffassung, dass es in der Schweiz kein Katzenelend gibt, aber dies ist schlichtweg falsch!
    Ich habe hier schon so vieles gesehen, was einem das Herz zerreisst.
    Deswegen ist es für mich unverständlich, wieso man seine Katze unkastriert nach draussen lässt. Im Weitereren werden wegen der fehlenden Chip-Pflicht so viele Katzen ausgesetzt. Diese verwildern mit der Zeit und vermehren sich völlig unkontrolliert. Die Kitten sterben oftmals unter qualvollen Umständen, weil ihnen Entwurmungen etc. fehlen.
    38 8 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 12:00
    Highlight Als Hunde- und Katzenhalterin unterstütze ich alle 4 Punkte.
    21 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 12:39
      Highlight Sollte irgendwann die Haltung von Freigängern verboten werden, dann habe ich ab diesem Zeitpunkt keine Katzen mehr. Wohnungshaltung ist für Katzen keine artgerechte Haltung!
      35 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 13:23
      Highlight Auch gut. Es gibt sowieso zu viele Katzen. Aber sag mir doch, bist du Veganerin? Weil in der Regel werden die Tiere, die man isst, ja auch nicht artgerecht gehalten. Ich frag nur so aus Neugier :-)

      Ich glaube nicht, dass Freigänger-Katzen irgendwann ganz verboten werden. Das wäre genauso blöd wie das andere Extrem mit viel zu vielen, das wir jetzt haben.

      Vermutlich wäre eine Lösung mit Chips die beste Variante. Auf die Art könnte man auch die Population pro Fläche - je nach Biotop - kontrollieren.
      7 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 13:38
      Highlight Warum bloss habe ich die Veganer-Keule im Augenwinkel kommen sehen..? 😁

      Nein, ich bin keine Veganerin. Ich kaufe aber seit vielen Jahren aus Prinzip ausschliesslich Schweizer Bio-Fleisch und -Eier ein (gilt auch für Milch, Käse etc.) und ich achte auch bei allen anderen Erzeugnissen sehr auf biologische oder faire Herkunft. Das heisst, ich lebe meine natürliche Omnivorität möglichst tierfreundlich und mit Respekt zu Natur und Kreatur aus.
      15 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 13:46
      Highlight Nix Keule, Mockingbird. Nur Neugier. So wie du das machst, find ich es gut :-)
      6 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 11:46
    Highlight Abschuss ist ok.
    27 51 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 12:39
      Highlight ...auch für Menschen?
      28 16 Melden
    • Baccara 11.05.2017 13:11
      Highlight Nyasa - siehst du denn der anvisierten Katze an, ob sie ein Freigänger ist oder niemandem gehört? Denn wenn meine Freigängerkatze erschossen wird (trotz Chip und Kastration) fordere ich Geldwert-Ersatz wegen Sachbeschädigung nach StGB..dann wollen wir dann mal sehen, wie viele Katzen noch geschossen werden..
      14 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 14:03
      Highlight Wenn die Halter es nicht in den Griff bekommen, und die Jäger sich für einen Abschuss entscheiden, haben ich dafür Verständnis.
      8 10 Melden
    • hänes 11.05.2017 15:44
      Highlight @Baccara
      Es spielt laut Jagdgesetz keine Rolle ob die Katze jemandem gehört oder nicht. Wenn sie im Wald ist darf man sie Schiessen, da Katzen im Wald definitiv nichts zu suchen haben. Das selbe ist mit Hunden welche wildern.
      13 2 Melden
    • Baccara 11.05.2017 16:06
      Highlight Hänes - TschV Art. 16:

      Namentlich sind verboten:

      c. das Töten von Tieren aus Mutwillen, insbesondere das Abhalten von Schiessen auf zahme oder gefangen gehaltene Tiere

      Und was da jetzt bei einer Jagd genau anders ist, soll mir mal einer erklären..
      1 5 Melden
    • Baccara 11.05.2017 16:06
      Highlight Nyasa - zuerst gibt es ganz viele andere Mittel als das Abschiessen von Haustieren. Wir sind ja nicht in Neuseeland (mit Vergiftungen durch 1080).
      2 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.05.2017 16:38
      Highlight ja, es gibt andere Mittel. Ich bin für Abschuss.
      3 5 Melden

Ganz ohne Plastiksäckli: In Zürich öffnet der erste Zero-Waste-Laden der Deutschschweiz

In Zürich eröffnet der erste Laden ganz ohne Abfall. Wer was kaufen will, muss seinen eigenen Behälter mitnehmen, auch für Nudeln, Reis oder Alkohol. «Zero Waste» heisst die Philosophie und steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft. 

Rüebli, Kartoffeln, Nudeln oder Seife, im Foifi, dem ersten Zero-Waste-Lasten in Zürich, findet man eigentlich alles – ausser eben Plastiksäckli. Der neue Laden steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft und setzt sich zum Ziel, keinen Abfall zu produzieren. Der Durchschnittsschweizer produziert im Jahr 344 Kilogramm Abfall – viel zu viel, finden die Betreiber des «Foifi». Der Name ist ein Vermerk auf die fünf Axiome von Zero Waste, aber auch eine Liebeserklärung an den Zürcher …

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