Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05931789 Manchester United's Marouane Fellaini (C) is sent off for a head butt on Manchester City's Sergio Aguero during the English Premier League soccer match between Manchester City and Manchester United at the Etihad Stadium in Manchester, Britain, 27 April 2017.  EPA/NIGEL RODDIS EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or 'live' services. Online in-match use limited to 75 images, no video emulation. No use in betting, games or single club/league/player publications

Schiedsrichter Martin Atkinson stellt Marouane Fellaini vom Platz – völlig zu Recht übrigens. Bild: NIGEL RODDIS/EPA/KEYSTONE

Fellainis Kopfstoss gegen Agüero – und die abenteuerliche Erklärung von Mourinho



Das Manchester-Derby zwischen City und United hielt gestern Abend leider nicht, was es versprach. 0:0 trennten sich die Stadtrivalen, die sich im Rennen um einen Champions-League-Platz ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Vor allem weil United-Trainer José Mourinho im Duell mit Pep Guardiola mal wieder den Bus vor dem Tor parkte.

Die Kurzzusammenfassung:

Play Icon

Das ManU-Tor wird verriegelt. Video: streamable

Beinahe wurde Mourinhos ultra-defensive Taktik aber noch von einem eigenen Mann sabotiert. Und zwar von Marouane Fellaini. Der Belgier leistete sich in der 84. Minute beim Mittelkreis ein harmloses Foul gegen Sergio Agüero und tickte danach komplett aus.

Mit einem Kopfstoss knockte der Wuschelkopf den Argentinier aus und spielte sofort das Unschuldslamm. «Ich habe ihn nicht berührt», signalisierte er Schiedsrichter Martin Atkinson. Doch dieser fiel nicht darauf herein und stellte Fellaini völlig zu Recht vom Platz.

Play Icon

Der Kopfstoss von Fellaini gegen Agüero. Video: streamable

«Keine gebrochene Nase, kein gebrochener Schädel. Sein Gesicht ist schön wie immer. Ich bin nicht sicher, ob das eine Rote Karte war.»

José Mourinho über die Szene

Fellaini und Mourinho sahen das freilich etwas anders. «Marouane glaubt, es war eine Rote Karte, weil er Marouane ist», sagte der ManU-Trainer nach der Partie stellvertretend für seinen Schützling. Und der Portugiese argumentierte ebenfalls etwas abenteuerlich: «Ich habe Agüero im Spielertunnel gesehen. Keine gebrochene Nase, kein gebrochener Schädel. Sein Gesicht ist schön wie immer. Ich bin nicht sicher, ob das eine Rote Karte war.»

Play Icon

Mourinhos Ausführungen (englisch). Video: streamable

Die «Citizens» drückten in der Folge – angepeitscht vom eigenen Publikum – noch vehementer auf den Führungstreffer als zuvor. Und prompt fiel der Treffer: Der nach langer Verletzungspause eingewechselte Gabriel Jesus traf nach Vorarbeit von Agüero in der Nachspielzeit per Kopf. Allerdings aus einer Abseitsposition und der Treffer zählte nicht.

Play Icon

Der aberkannte Treffer von Gabriel Jesus. Video: streamable

Und so durfte José Mourinho am Ende doch noch eine positive Bilanz ziehen: «Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Das 0:0 ist ein gerechtes Resultat, vor allem wegen unseres fantastischen Kampfgeists. In der ersten Halbzeit waren wir besser. Wenn wir in der zweiten so weitergespielt hätten, hätten wir gewonnen. Aber wir waren wohl etwas müde und auf der Bank fehlten die Alternativen. Für uns ist es aber sicher ein gewonnener Punkt.»

Stimmt. Eine Niederlage hätte die United im Kampf um die Champions-League-Plätze arg in Rücklage gebracht. Nun ist die Ausgangslage vier bzw. fünf Runden vor Schluss völlig offen. Hinter Chelsea und Tottenham kämpft ein Quartett um die letzten zwei freien Plätze.

Die Tabellenspitze der Premier League:

Image

bild: screenshot srf

Das Restprogramm von ManU hat es aber noch in sich. Mourinho und seine Truppe müssen noch zweimal nach London, zu Tottenham und Arsenal. Wetten, dass der Taktikfuchs auch dann wieder den Bus parkt, um den einen oder anderen Punkt aus der Hauptstadt zu entführen ... (pre)

ManUnited und? Diese Klubs wurden in England schon Meister

Unvergessene Fussball-Geschichten aus Grossbritannien

12.02.2011: Wayne Rooneys perfekter Fallrückzieher gegen ManCity lässt sogar Sir Alex schwärmen

Link to Article

09.10.1996: Schottland spielt in Estland gegen sich selber und wird von der «Tartan Army» lautstark gefeiert

Link to Article

25.01.1995: King Cantona flippt aus – er setzt zum legendärsten Kick der Fussball-Geschichte an

Link to Article

14.04.1999: Ryan Giggs schiesst ein Wahnsinns-Tor und entblösst sein Brusthaar. Arsène Wenger hat davon noch immer Alpträume

Link to Article

11.11.2011: Der estnische Ersatzspieler, der hier den Ball weitergereicht hat, ist in Wahrheit ein cleverer irischer Fussballfan

Link to Article

09.11.1997: Der Windarsch kassiert in einem einzigen Fussball-Spiel gleich drei Rote Karten – und ist auch sonst ein liebenswerter Rüpel

Link to Article

15.05.1974: Im Suff stecken schottische Natifussballer ihren Star in ein Boot – das sofort von der Strömung weggetrieben wird

Link to Article

12.05.2013: Der Wahnsinn von Watford: «Ja, Sie haben gerade die dramatischste Schlussminute aller Zeiten gesehen!»

Link to Article

21.10.2013: Pajtim Kasami hämmert «einen der schönsten Volleys überhaupt» ins Crystal-Palace-Tor und verzückt sogar Andy Murray

Link to Article

26.12.1963: 10 Spiele, 66 Tore – ein Hattrick in dreieinhalb Minuten krönt die unfassbare Torflut am Boxing Day

Link to Article

01.03.1980: Everton trauert um Dixie Dean – die Klublegende war so gut, dass ihm ein hässiger Verteidiger einen Hoden zerstörte

Link to Article

02.01.1998: Paul Gascoigne erhält Morddrohungen, weil er einen Flötenspieler imitiert

Link to Article

23.12.2006: Paul Scholes zimmert das Leder mit einer Volley-Rakete unter die Latte – und Ferguson fordert danach eine Entschuldigung von Mourinho

Link to Article

14.10.2006: Petr Cech bangt nach einem üblen Zusammenprall um sein Leben und wird danach nie mehr ohne Helm im Tor stehen

Link to Article

13.05.2012: Zu früh gefreut! City schnappt United den Titel im grössten Herzschlag-Finale der englischen Geschichte weg

Link to Article

23.08.2003: Nach dem Traumtor von Blackpools Neil Danns jubelt der Schiedsrichter kräftig mit – oder etwa doch nicht?

Link to Article

25.11.1964: Dank Bill Shanklys Geistesblitz wird aus dem FC Liverpool ein für alle Mal die Reds

Link to Article

28.04.1923: Ein weisses Pferd (das gar nicht weiss war) rettet die chaotische Wembley-Eröffnung – und ist dann angeblich auch noch Schuld am Resultat

Link to Article

04.02.1997: Goalie Peter Schmeichel erzielt ein Fallrückzieher-Tor – aber es endet im Drama

Link to Article

01.01.2007: Schöner als beim Neujahrsspringen fliegen sie nur noch in der Premier League

Link to Article

05.05.1956: «Traut the Kraut» spielt den FA-Cup-Final trotz Genickbruch zu Ende und wird vom Kriegsgefangenen zum besten City-Torhüter aller Zeiten

Link to Article

28.09.2004: «Der Messias kam nach Manchester» – Wayne Rooney skort in seinem ersten Spiel für die United gleich einen Hattrick

Link to Article

16.03.2002: Ein Knochenbrecher-Foul macht aus einem fast gewöhnlichen Fussballspiel die «Battle of Bramall Lane» 

Link to Article

21.04.2001: Die späte Rache des Roy Keane – «Schitzo» begeht das böswilligste Foul der Fussball-Geschichte

Link to Article

22.04.2006: Newcastle-Legende Alan Shearer muss abtreten – ausgerechnet wegen Erzrivale Sunderland

Link to Article

22.12.2007: Arsenal-Bad-Boy Nicklas Bendtner schiesst 1,8 Sekunden nach seiner Einwechslung das schnellste Joker-Tor aller Zeiten

Link to Article

23.03.2009: José «The Special One» Mourinho wird Doktor – und überrascht mit seiner Dankesrede die Fussballwelt

Link to Article

Das berühmteste Mannschaftsfoto der Welt oder der Tag, an dem die Geschichte des Mannes mit den grössten Eiern beginnt

Link to Article

Singen statt streiten – wie dieses magische Lied ein ganzes Stadion vereinte

Link to Article

Als der «Prinz des Dribblings» den allerersten Cupwettbewerb entschied 

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

13
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • länzu 28.04.2017 13:02
    Highlight Highlight Hoffentlich überlebt das Agüero. Er hat sich beim Hinfallen ganz sicher noch eine schwere Hinterkopfverletzung geholt. Frage mich immer, wo die das lernen, so schnell hinzufallen.
  • 's all good, man! 28.04.2017 12:19
    Highlight Highlight »tickte danach komplett aus« / »völlig zu recht vom Platz« ?

    Kolleg... Ich denke, anhand der anderen Kommentare dürften die Meinungen recht klar sein.

    Dumme Aktion von Fellaini, klar, er muss halt nicht so mit dem Kopf zu Agüero hin. Aber der geht ja ganz genau so mit seinem Schädel hin. Gelb für beide (und damit halt Gelb-Rot für Fellaini) hätte eigentlich völlig gereicht. Dieses verkackte Simulieren in jeder verschissenen Situation nervt einfach nur noch. Das macht doch den Fussball kaputt.
  • Illuminati 28.04.2017 11:09
    Highlight Highlight Verstehe die Defensive taktik von mourinho nicht, man hatte die Möglichkeit an City vorbei auf einen CL- Quali Platz vorzustossen und eben das restprogramm hat es auch noch in sich...
    Die Aussage von Mourinho bezüglich roter Karte finde ich hingegen wieder top!
    Und für mich keine rote karte.
    Finde solche "kopf an kopf" situationen führen zu oft zu einer roten karte!
    • Illuminati 28.04.2017 15:26
      Highlight Highlight Niggu90, gute Überlegungen aber das ist doch ein sehr heisses Spiel mit dem Feuer meinst du nicht?
      Vorallem hat ManU spielerisch in der EL nicht so überzeugt.
      Und wieder eine Saison ohne CL wäre fatal für den Verein. Lässt sich am Ende Erfolg doch nicht kaufen (Pogba, überteuerte Verteidiger, evtl noch Griezmann)?
  • elmono 28.04.2017 10:39
    Highlight Highlight Was für ein mieser Kick. Diese Fehlpassorgie sollte auf Pornhub vertreten sein.
  • JAR-JAR 28.04.2017 10:06
    Highlight Highlight Das ist eine alberne Aktion von beiden aber nie und nimmer eine Tätlichkeit!
  • äti 28.04.2017 10:04
    Highlight Highlight Die "Rote" war nicht wegen des Kopfstosses, sondern weil er die zweite Gelbe kassierte.
    • gigichess 28.04.2017 10:58
      Highlight Highlight nein, eben nicht: der Schiri zeigte DIREKT rot, nicht gelb und dann rot.
  • Phipsli 28.04.2017 10:04
    Highlight Highlight Nö, sehe ich nicht so. Fellaini senkt den Kopf und mit seinen Wuschelhaaren sieht das wie ein Schlag aus. In der Zeitlupe sieht man das beide aufeinander zugehen und Agüero eigentlich in den vermeintlichen Kopfstoss hineinläuft… scheiss Theater von Agüero.
  • gigichess 28.04.2017 10:03
    Highlight Highlight Also ich sehe das ein wenig differenzierter: Agüero provoziert, die Köpfe sind sehr nahe und beide machen eine Bewegung. Agüero fällt dann einfach SEHR theatralisch. Meiner Meinung nach: wenn schon Rot, dann für beide. Und ich bin weder Fan von ManU noch von City...
  • Schwarzes Schäfli 28.04.2017 09:38
    Highlight Highlight Wegen solcher "Pussys" wird fussball zum Weicheier sport.
  • ksayu45 28.04.2017 09:26
    Highlight Highlight Also ich bin auch nicht sicher ob das Rot war. Beide machen eine Bewegung mit dem Kopf und Aguero lässt sich sehr theatralisch fallen, was mMn wirklich lächerlich aussieht. Gelb für beide hätte völlig gereicht.
    • Philu 28.04.2017 09:56
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Beide machen mit dem Kopf eine Bewegung auf den anderen zu.

Daniela Ryf und Nino Schurter sind die Schweizer Sportler des Jahres

Nino Schurter und Daniela Ryf wurden an den Credit Suisse Sports Awards in Zürich als Schweizer Sportler und Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Den Preis für das Team des Jahres erhielt die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft.

Zahlreiche Schweizer Sportler haben 2018 Ausserordentliches geleistet, deshalb präsentierte sich das Feld der Nominierten für die Sports Awards von heute hochkarätig wie selten zuvor. Mit Triathletin Daniela Ryf und Mountainbiker Nino Schurter setzten sich im Gegensatz zum Vorjahr, als Wendy Holdener und Roger Federer triumphierten, zwei Athleten durch, die eher aus Randsportarten stammen.

Die weiteren Awards in der TV-Gala gingen an Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer (Trainer …

Artikel lesen
Link to Article