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Aline Danioth vorgestern auf ihrer Fahrt zu WM-Bronze in Davos. Bild: KEYSTONE

Skistars von morgen, Teil 2: Das wurde aus unseren Juniorinnen-Weltmeisterinnen

Slalom-Bronze von Aline Danioth ist bislang die einzige Schweizer Frauen-Medaille an der Junioren-Ski-WM in Davos. Was wurde eigentlich aus den früheren Weltmeisterinnen? Die Mehrheit von ihnen startete durch.

02.02.18, 18:04 03.02.18, 07:26

Heidi Zurbriggen

Bild: KEYSTONE

1985 wird Pirmins Schwester Juniorinnen-Weltmeisterin in der Kombination; in Abfahrt, Riesenslalom und Slalom gewinnt sie Silber. Im Weltcup feiert sie drei Abfahrts-Siege, steht insgesamt 17 Mal auf dem Podest. 1996 und 1997 wird Zurbriggen Vize-Weltmeisterin in der Abfahrt bzw. dem Super-G.

⬆️ Als Schwester des grössten Schweizer Skirennfahrers der Geschichte stand Heidi Zurbriggen zwangsläufig in Pirmins grossem Schatten. Doch auch sie war sehr erfolgreich.

Gabriela Zingre-Graf

Bild: KEYSTONE

In Alaska wird Zingre aus Gstaad 1989 Juniorinnen-Weltmeisterin im Slalom. Im Weltcup gelingt es ihr zwei Mal, aufs Podest zu fahren, jeweils als Dritte. Ein vielleicht noch wertvolleres Resultat gelingt ihr 1994 in Lillehammer, als sie bei Vreni Schneiders Olympiasieg Fünfte wird.

↗️ Zingre-Graf zählte während einigen Saisons zur Slalom-Weltspitze, fuhr regelmässig in die Top Ten.

Katrin Neuenschwander

Bild: KEYSTONE

Ein Jahr nach Zingre-Graf schlägt in Zinal ihre grosse Stunde, auch sie wird Slalom-Weltmeisterin auf Junioren-Stufe, gewinnt auch Gold in der Kombination. Im Weltcup ist sie nicht ganz so erfolgreich: Ein 10. Rang ist ihr bestes Resultat, bei Olympia 1992 wird sie Neunte.

➡️ Nach einem viel versprechenden Beginn stagnierte Neuenschwander. In ihren letzten 23 Weltcup-Rennen kam sie ganze drei Mal in den 2. Lauf.

Céline Dätwyler

Bild: KEYSTONE

Die Romande wird 1991 und 1992 Junioren-Weltmeisterin in der Abfahrt. Als hoffnungsvolles Talent darf sie an die WM 1993 in Morioka. Danach stagniert Dätwyler aber, im Weltcup kommt sie nie über Platz 16 hinaus, sie beendet mit 28 Jahren wegen einer Knieverletzung die Karriere.

⬇️ Die grossen Hoffnungen konnte sie nicht erfüllen.

Karin Roten

Bild: KEYSTONE

Die Walliserin wird 1993 und 1995 Juniorinnen-Weltmeisterin im Riesenslalom. Paradox: In der Erinnerung ist dieser auch später ihre Paradedisziplin. Tatsächlich ist es aber trotz zwei WM-Silbermedaillen im Riesenslalom der Slalom, in dem Roten die besseren Weltcup-Ergebnisse einfährt. Sie gewinnt zwei Rennen und wird drei Mal Zweite. Hinzu kommt Slalom-WM-Bronze. Im Riesenslalom schafft sie's nur einmal als Dritte aufs Podest.

⬆️ Roten feierte einige schöne Erfolge, ehe sie erst 25-jährig und nach einer einjährigen Babypause zurücktrat.

Marlies Oester

Bild: KEYSTONE

1995 wird die Adelbodnerin Juniorinnen-Weltmeisterin im Slalom und in der Kombination. Nur ein Jahr später fährt sie im Weltcup erstmals aufs Podest, wird Zweite hinter Sonja Nef. Danach folgen regelmässige Top-Ten-Plätze und am 20. Februar 2002 in Bertechsgaden der bis heute letzte Schweizer Sieg in einem Frauen-Slalom. Hinzu kommt WM-Bronze in der Kombination daheim in St.Moritz.

↗️ Oester hatte eine schöne Karriere, es fehlte indes der allerletzte Zacken, um noch erfolgreicher zu sein. 

Sylviane Berthod

Bild: KEYSTONE

Die Walliserin gewinnt 1995 und 1996 Juniorinnen-Gold in Abfahrt bzw. Super-G. Kurz vor Weihnachten 2001 feiert Berthod in St.Moritz ihren einzigen Weltcup-Sieg, hinzu kommen fünf Podestplätze. Bei Olympia und WM bilden ein jeweils 7. Rang die Bestresultate.

↗️ Berthod schaffte den Durchbruch und war während Jahren eine feste Grösse in der Schweizer Speed-Equipe.

Fränzi Aufdenblatten

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In den Jahren 2000 und 2001 kehrt die Zermatterin mit jeweils einer Gold- und einer Silbermedaille von der Junioren-WM heim. Sie fährt danach unkonstant, ist mehr Flop als Top, gewinnt aber 2009 den Super-G in Val d'Isère. Hinzu kommen drei Podestplätze – einer, beinahe wie in einem Märchen, im allerletzten Rennen der Karriere.

↗️ Aufdenblatten enttäuschte zwar oft, zwischendurch gelangen ihr aber auch immer wieder Glanzresultate.

Tamara Wolf

Wolf (rechts) 2014 mit Lara Gut und Dominique Gisin. Bild: PHOTOPRESS

Als sie 2003 Juniorinnen-Weltmeisterin in der Abfahrt vor den US-Girls Lindsey Kildow (heute Vonn) und Julia Mancuso wird, scheint die Schweiz eine künftige Siegfahrerin gefunden zu haben. Wolf ist ein riesiges Talent – das leider ein unendliches Verletzungspech hat. Ihre Verletzungsakte wird von Jahr zu Jahr dicker, bis sie schliesslich als 26-Jährige kapituliert. Im Weltcup ist ein 8. Rang ist Bestresultat – in ihrem zweiten Rennen.

↘️ Wolfs Körper verhinderte eine grosse Karriere.

Marianne Abderhalden

Bild: KEYSTONE

Als sie 2006 zu Abfahrts-Gold an der Junioren-WM rast, ist ihr älterer Bruder Jörg bereits zweifacher Schwingerkönig. Die Toggenburgerin findet über den Slalom den Weg in den Weltcup, hat zwischenzeitlich nach einer Heirat den längsten Namen im Ski-Zirkus (Marianne Kaufmann-Abderhalden) und ist schliesslich in der Abfahrt am erfolgreichsten. Ein Weltcupsieg und vier weitere Podestplätze sind ihre Ausbeute.

↗️ Abderhalden zählte einige Jahre lang zur Weltspitze in der Abfahrt.

Denise Feierabend

Bild: KEYSTONE

2009 wird sie Juniorinnen-Weltmeisterin im Slalom. Dieser und die Kombination werden zu ihren bevorzugten Disziplinen. Auf ein Podest schafft es Feierabend aber nie. Am nächsten dran ist sie als 4. in der WM-Kombination 2017 in St.Moritz. Symptomatisch für ihre Karriere: Auch da steht sie im Schatten anderer, Wendy Holdener und Michelle Gisin feiern einen Doppelsieg.

➡️ Feierabend fährt in diesem Winter so gut wie nie. Vielleicht gelingt ihr an den Olympischen Spielen in Pyeongchang ein Exploit in der Kombination.

Wendy Holdener

Bild: EPA/KEYSTONE

2011 räumt die Schwyzerin einen kompletten Medaillensatz ab, wird Juniorinnen-Weltmeisterin in der Kombination. Peu à peu macht Holdener im Weltcup Fortschritte, bis sie im Slalom absolute Weltspitze ist und 2017 in St.Moritz Kombinations-Weltmeisterin wird. Sie gewinnt bislang drei Weltcuprennen, steht 18 weitere Male auf dem Podest. 

⬆️ Holdener ist die populärste Schweizer Skirennfahrerin der Gegenwart. Und hat sich den lange ersehnten ersten Sieg in einem Slalom vielleicht für Pyeongchang aufgehoben …

Corinne Suter

Auf Nachwuchs-Stufe ist die Schwyzerin top: 2 Gold-, 2 Silber- und 1 Bronze-Medaille gewinnt sie zwischen 2012 und 2014. Im Weltcup fehlt ihr bislang noch ein kleines Stückchen ganz nach vorne. Aber elf Top-Ten-Platzierungen – sie belegte schon jeden Rang zwischen 4 und 10 – zeigen, dass sie nahe dran ist.

Bild: KEYSTONE

↗️ Suters Zeit kann noch kommen, mit 23 Jahren ist sie eine für die Zukunft.

Jasmina Suter

Bild: KEYSTONE

2016 gewinnt sie Riesenslalom-Gold an der Junioren-WM in Sotschi. Im Weltcup holt sie bislang vier Mal Weltcup-Punkte, Rang 19 ist (noch) ihr Bestresultat. Mit 22 Jahren hat Suter noch Zeit.

❓ Für eine Beurteilung ist es noch zu früh.

Rahel Kopp

Bild: KEYSTONE

Die Ostschweizerin wird 2015 Juniorinnen-Weltmeisterin in der Kombination. Im Weltcup punktet Kopp in verschiedenen Disziplinen, ihr bestes Resultat ist ein 5. Platz in der Kombination. Im März wird sie 24 Jahre alt.

❓ Für eine Beurteilung ist es noch zu früh.

Aline Danioth

Bild: KEYSTONE

2016 ist ihr Jahr: Sie wird Juniorinnen-Weltmeisterin in der Kombination und gewinnt an den Olympischen Jugend-Winterspielen die Titel in Slalom und Kombination sowie Bronze-Medaillen in Riesenslalom und Super-G. In dieser Saison holt sie in Slaloms ihre ersten Weltcup-Punkte.

❓ Für eine Beurteilung ist es noch zu früh.

Camille Rast

Bild: KEYSTONE

Sie wird 2017 Juniorinnen-Weltmeisterin im Slalom. Bereits zuvor sorgt die Walliserin für Furore, als sie bei ihrem fünften Weltcup-Einsatz auf Rang 9 in einem Riesenslalom fährt.

❓ Für eine Beurteilung ist es noch zu früh.

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dunning Kruger Effekt 03.02.2018 11:20
    Highlight Holdener ist die populärste Scheizer Skirennfahrerin der Gegenwart? - Der geneigte Leser fragt sich, welche Instanz diesen Titel verleiht und was um Himmelswillen denn Lara Gut falsch gemacht hat...
    27 6 Melden
  • plaga versus 03.02.2018 02:54
    Highlight Lara Gut war nie Juniorenweltmeisterin?
    8 1 Melden
    • Marshawn 03.02.2018 11:12
      Highlight Sie stand mit 16 schon das erste Mal auf dem Weltcup Podest...
      15 0 Melden
  • Aquilano 02.02.2018 23:13
    Highlight In Silber gewinnt sie Silber? Entweder das ist eine Disziplin die ich nicht kenne, oder es hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen.
    7 2 Melden
    • @schurt3r 03.02.2018 07:27
      Highlight Reden ist Silber, Fehler melden Gold :)
      PS: Danke, ist korrigiert.
      10 0 Melden
  • why_so_serious 02.02.2018 21:56
    Highlight Bitte liebe Schweiz - holt euch das Käse-Trikot zurück! Ist um einges besser und hat mehr Kult als das Swisscom-Trikot.
    18 10 Melden
    • blobb 02.02.2018 22:20
      Highlight Und die Franzosen im Baguette-Trikot, die Italiener im Pizza-Trikot, die Deutschen im Bier-Trikot? Nee lieber nicht.
      Das aktuelle Trikot ist doch recht schön im Vergleich zu dem der anderen Nationen.
      17 8 Melden

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Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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