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Zeigt dem Westen den Mittelfinger: Wladimir Putin. bild: Montage watson

Der russische Präsident lässt die Muskeln spielen – aber was will er?

In Grossbritannien lässt Wladimir Putin einen Ex-Spion vergiften und in den USA Atomkraftwerke hacken. Was soll das alles?



Der Giftanschlag auf den ehemaligen russischen Spion Sergei Skripal kann nur auf eine Weise interpretiert werden: Wladimir Putin zeigt dem Westen den Mittelfinger. Dass der russische Geheimdienst hinter diesem Anschlag steckt, ist so offensichtlich, dass Putin einen Bekennerbrief hätte hinterlassen können.

In einer Lügen-Liga mit Trump

Stattdessen setzt Putin sein übliches Pokerface auf und streitet alles ab. Doch der russische Präsident behauptete einst auch, es gäbe keine russischen Truppen auf der Krim, die schwer bewaffneten Soldaten in der Ostukraine seien freiwillige Rebellen und die Hackerangriffe auf die USA aus der Luft gegriffene Propaganda. Wenn es ums Leugnen geht, ist Putin genauso unverfroren wie Trump.

FILE - In this Sunday, Jan. 28, 2018 file photo, Russian opposition leader Alexei Navalny, centre, attends a rally in Moscow, Russia. Navalny, who is President Vladimir Putin's most visible and vehement foe, Russian opposition leader Alexei Navalny who has been barred from running in the next month’s presidential election was detained by police on Thursday but released less than hour later. (AP Photo/Evgeny Feldman, File)

Unerschrocken: Oppositionsführer Alexej Nawalny bei einer Demonstration in Moskau. Bild: AP/AP

Kurz vor seiner Wiederwahl als russischer Präsident strotzt Putin vor Selbstvertrauen. Die Wahlen sind ohnehin eine Farce. Der einzige ernsthafte Konkurrent, Alexej Nawalny, darf gar nicht antreten. Die Medien sind längst gleichgeschaltet, eine Opposition existiert nicht.

Putin will Russland wieder in den Stand einer Grossmacht erheben, die auf Augenhöhe mit den USA verhandeln kann. Dabei schreckt er vor nichts zurück. Die Krim hat er völkerrechtswidrig annektiert. Mit Bomben auf die Zivilbevölkerung hat er das Regime von Baschar al-Assad stabilisiert.

Kürzlich hat der russische Präsident mit neuen Atomwaffen geprahlt. Gemäss «Newsweek» lässt er seine Vasallen derzeit am TV darüber spekulieren, ob er in einem Krieg die Ukraine erobern und grosse Teile der Bevölkerung deportieren oder gar umbringen soll.

epa06584601 A photo dated 09 August 2006 shows Sergei Skripal talking from a defendants cage to his lawyer during a hearing at the Moscow District Military Court in Moscow, Russia (issued 06 March 2018). Sergei Skripal, a former Russian intelligence officer, who had been sentenced to 13 years in prison on charges of spying for the the United Kingdom and later in 2010 was exchanged in a spy swap, and a woman were found unconscious on a bench in Salisbury shopping mall in the UK.  EPA/YURY SENATOROV RUSSIA OUT / BEST QUALITY AVAILABLE

Der Ex-Spion Sergej Skripal beim Prozess in Moskau. Bild: EPA/KOMMERSANT

Aber weshalb lässt Putin seinen Geheimdienst einen ehemaligen Spion, der die Seiten gewechselt hat, vergiften? Einerseits wohl, um damit zu demonstrieren, dass er es kann und dass er dafür nicht belangt werden kann. Mit dem Mord an Alexander Litwinenko, der in London mit Polonium vergiftet wurde, hat er dies bereits einmal bewiesen.

Der Anschlag auf Skripal ist mehr als eine Machtdemonstration. Putin will ganz gezielt die europäischen Länder auseinanderdividieren. Grossbritannien ist im Begriff, die EU zu verlassen, der Brexit eine grosse Belastung für die europäische Einheit. Ein guter Zeitpunkt also, die ohnehin angezählte britische Premierministerin Theresa May noch mehr unter Druck zu setzen.

Den Ausgang der italienischen Wahlen wird Putin ebenfalls mit Genugtuung zur Kenntnis genommen haben. Der Sieg der EU-feindlichen Populisten wird für weitere Bauchschmerzen in Brüssel und für Freude in Moskau sorgen.

Cyberattacken auf US-Atomkraftwerke

Putin ist seinem Ziel, die EU zu crashen, einen weiteren Schritt näher gekommen. Viel Gegenwehr von der anderen Seite des Atlantiks hat er nicht zu befürchten. Donald Trump zeigt nach wie vor wenig Lust, ernsthaft gegen die russischen Cyberattacken vorzugehen.

Dabei verschärft sich die Lage zusehends. Die «New York Times» hat soeben berichtet, dass das amerikanische Department of Homeland Security die Betreiber von Atomkraftwerken davor warnt, dass russische Hacker sich bei ihnen eingenistet haben. «Sie waren drin», sagt Eric Chien von der Sicherheitsfirma Symantec. «Sie haben die Möglichkeit, den Strom abzustellen.»

Hat Putin sich verzockt?

US-Präsident Trump reagiert nach wie vor lauwarm auf diese Angriffe. Zu sehr ist er mit dem Chaos im Weissen Haus beschäftigt und damit, sich den Sonderermittler Robert Mueller vom Hals zu halten. Dieser verlangt mittlerweile, dass die Trump Organisation Dokumente über allfällige Geschäfte mit Russland herausrückt, etwas, das Trump bisher ausdrücklich verweigert hat.

Britain's Prime Minister Theresa May views the area where former Russian double agent Sergei Skripal and his daughter were found critically ill, in Salisbury, England, Thursday, March 15, 2018.  May on Wednesday expelled 23 Russian diplomats, severed high-level contacts and vowed both open and covert action following the incident. (Toby Melville/Pool Photo via AP)

Hat entschlossen reagiert: Premierministerin Theresa May. Bild: AP/Pool Reuters

Allerdings könnte sich Putin auch verzockt haben. Trotz Brexit hat die EU überraschend geschlossen auf den Giftanschlag reagiert und Theresa May ihre Unterstützung zugesagt. Selbst aus Washington sind erstmals klare Warnungen zu hören. Die Gefahr aus Russland wird zunehmend nicht nur erkannt, sondern auch ernst genommen.

Das ist auch nötig. «Trotz seiner wirtschaftlichen Schwäche sind Russlands militärische Macht und seine rücksichtslose Feindschaft gegen die Normen des internationalen Verhaltens eine Gefahr für den Frieden und die Demokratie in Europa», stellt Philip Stephens in der «Financial Times» fest. «Der russische Präsident glaubt, dass der Westen das Vertrauen in seine Werte verloren hat. Ein Versagen, entschlossen seinen Aggressionen entgegenzutreten, würde ihm recht geben.»

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115Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Juliet Bravo 17.03.2018 23:29
    Highlight Highlight Putin gewinnt die „Wahlen“ morgen. Das ist so klar wie das Amen in der Kirche. Und das ist eine Farce.
    • Sebastian Wendelspiess 18.03.2018 10:01
      Highlight Highlight Warum?
  • dmark 17.03.2018 22:12
    Highlight Highlight Und letztendlich dreht sich die ganze Propaganda aller Seiten nur darum, wer den Grössten hat.
    Geld, Macht und Einfluss...ihr Politnasen langweilt mich - lernt endlich leben.
  • Sophon 17.03.2018 21:16
    Highlight Highlight Bei jeder Kritik an Russland bzw. Putin kommt von den Trollen die Rechtfertigung- der Westen tut dies auch, oder hat dies auch getan.
    Damit lässt sich dann Schwulenhass, Krieg gegen Minderheiten, wegsperren, einschüchtern oder Mord an Opposition, Annexion, Zensur, Lüge und vielles mehr legitimieren. Findet ihr das wirklich gut? Mich stört es im Westen wie im Osten!
    • Sebastian Wendelspiess 17.03.2018 21:48
      Highlight Highlight Naja, für die gleichen Verbrechen die der Westen oder andere Diktaturen wie Saudi Arabien so agressiv zu reagieren bei Russland, finde ich schon problematisch. Vorallem weil man immer mehr Richtung Krieg schreitet...
    • Toerpe Zwerg 18.03.2018 08:55
      Highlight Highlight Putin schreitet nicht Richtung Krieg, er führt ihn bereits.
  • psylo 17.03.2018 20:50
    Highlight Highlight Einerseits ziemlich amüsant zu beobachten, wie das Thema Russland und Putin fast so emotionale und enervierte Debatten und Kommentare hervorbringt wie dazumals die No-Billag-Initiative.

    Andererseits fast ein bisschen beängstigend zu sehen, mit welchen alternativen Fakten und unverschämten Unwahrheiten man da bombardiert wird, dass man bald nicht mehr weiss, wer jetzt Recht hat und wer nicht.
  • ....ich weiss nicht aber: 17.03.2018 20:21
    Highlight Highlight Seit Nero, auch wenn er Kaiser war, flog jeder Diktator früher oder später auf die Nase. Im besten Fall lebe ich noch 15 Jahre und hoffe, dass sich für Russland, China und Nordkorea Änderungen ergeben werden, ohne dass die Menschheit (nicht die Welt) untergeht und ich dies erlebe!
  • Lowend 17.03.2018 20:12
    Highlight Highlight Die „liberale“ NZZ sieht es in etwa ähnlich wie Hr. Löpfe, um nicht zu sagen, dass Watson hier schon fast moderate Töne anschlägt und die Putinverehrer auch vor störenden Meinungen meiner Wenigkeit abschirmt. Na ja....

    https://www.nzz.ch/meinung/der-erste-hybride-weltkrieg-ld.1365857
  • Amanaparts 17.03.2018 19:10
    Highlight Highlight Don't believe anything until the Kremlin denies it™

    -@DarthPutinKGB
  • Balrokable 17.03.2018 18:59
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht wieso die Briten sich so sicher sind in Russland den richtigen Schuldigen gefunden zu haben.. Nur weil ein Gift verwendet wurde das in der Sowjetunion entwickelt wurde?
    User Image
  • Juliet Bravo 17.03.2018 17:26
    Highlight Highlight Was hier etwas unter geht, ist das Signal der uneingeschränkten Stärke, das Putin mit seiner Reaktion auf den Westen gegen Innen sendet.
    Zudem zeigt er allen potentiell aufmüpfigen, zu was er in der Lage ist. So im Sinne von: „Passt nur gut auf, Ihr könnt euch nähmlich nicht mal in England verstecken!“

    In dem Sinn: schönen „Wahls“sonntag, Russland!
  • Don Alejandro 17.03.2018 17:18
    Highlight Highlight Man soll Russland ernst nehmen und zwar aufgrund der vergangenen Grösse. Dies ist wohl die Aussage Putins an den Rest der Welt. Selbst Italien hat einen grösseren BIP als Russland, wirtschaftlich schwächelt das grösste Flächenland und dies ist auch der Grund, warum Putin von der Innenpolitik ablenken will. Die Wahlen sind in den gelenkten Medien Russlands denn auch kein Thema. Sondern nur Putin der gegen die ungerechte Welt kämpft. Am meisten leidet die Bevölkerung. Ich kenne einige Moskowiter, die nur noch raus. Die gut gebildeten verlassen denn auch reihenweise das Land.
  • Statler 17.03.2018 17:08
    Highlight Highlight Und wo genau ist jetzt hier die Analyse? Im ersten Abschnitt wird bereits klar gemacht, wer hinter den Anschlägen steckt (notabene ohne jegliche handfesten Beweise zu liefern). Die Möglichkeit, dass ev. noch andere Strippenzieher Interesse daran haben könnten Zwietracht zu säen wird von vornherein ausgeschlossen.
    Gut möglich, dass Putin dahintersteckt (die Wahrscheinlichkeit ist sogar gross). Deshalb aber alle anderen Möglichkeiten a priori auszuschliessen, ist mir einfach zu undifferenziert.
    • Juliet Bravo 17.03.2018 17:29
      Highlight Highlight Was sind denn diese anderen Möglichkeiten? Es sieht aus wie eine Ente, es schnattert wie eine Ente, es watschelt wie eine Ente.
    • rodolofo 17.03.2018 17:36
      Highlight Highlight Die Briten sprechen ja auch von einer "hohen Wahrscheinlichkeit"!
      Dass Putin lügt, sobald er seinen Mund bewegt, ist jedenfalls dermassen höchst wahrscheinlich, dass es schon beinahe totsicher ist...
    • Statler 17.03.2018 17:47
      Highlight Highlight @Juliet: 1. Ist ungeklärt, woher das Gift stammt. Soweit ich informiert bin, hat Nowitschok die chemische Struktur des Giftes öffentlich publiziert und jedes gut ausgerüstete Chemielabor könnte es nachbauen.
      2. Wieviel ist über Skripal bekannt? Worin war er verwickelt und hatte er ev. noch andere Feinde? Wer könnte sonst noch an seinem Tod interessiert sein?
      3. Europa bezieht einen Grossteil seiner Energie aus Russland. Könnte es sein, dass das anderen Lieferanten nicht passt und deshalb absichtlich Zwietracht gesät wird?
      Es gäbe jede Menge Fragen, die man stellen könnte...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Shlomo 17.03.2018 16:55
    Highlight Highlight Für die Putin-Trolle hier etwas Musikalisches
    Play Icon
    • Sebastian Wendelspiess 17.03.2018 17:16
      Highlight Highlight Das war jetzt ziemlich trollig..
  • HerrCoolS. 17.03.2018 16:20
    Highlight Highlight Schade, Ihr schreibt sonst immer differenzierter und mit einem Blick aufs ganze.
    • äti 17.03.2018 19:08
      Highlight Highlight ... wie wäre der Blick aufs Ganze?
  • Raphael Stein 17.03.2018 16:02
    Highlight Highlight Diese Analyse ist eine homage an Putin. Hat der Autor die Seiten gewechselt?
    • mostlyharmless 17.03.2018 16:09
      Highlight Highlight Wer hier eine Hommage ausmachen kann, sollte seinen moralischen Kompass überprüfen.
    • Raphael Stein 17.03.2018 16:29
      Highlight Highlight netter Versuch, mostlyharml.

      Lies nochmal durch und stehdabei 180 Grad rüber. Liest sich wie ein Leistungsweis einer eimzigen Person. Aber wird die Macht von Putin nicht überschätzt?
  • IchSageNichts 17.03.2018 15:57
    Highlight Highlight Krim und Syrien reichen eigentlich schon um die Russen auf eine gleich tiefe doppelmoralische Ebene mit uns zu bringen. Genau so rücksichtlos wie der Westen in Lybien, Irak oder Afghanistan. Leider werden auch die Russen in Syrien scheitern wie die Amis im Irak.
    Der Ton wird rauher und wir sind gut bedacht als Westen und insbesondere als Europa unsere roten Linien ganz klar zu ziehen! Noch lieber ein gewählter Trump als ein "gewählter" Putin. Wir sind wirtschaftlich stärker und sollten das unbedingt ausspielen. Und wenn das halt heisst Westeuropa aufzurüsten.
    • Sebastian Wendelspiess 17.03.2018 16:23
      Highlight Highlight Du ziehst Trump wirklich Putin vor?! Warum??
    • mostlyharmless 17.03.2018 16:27
      Highlight Highlight @Wendelspiess: Könnte es etwas damit zu tun haben, dass das amerikanische Wahlvolk seinen Fehler bei den nächsten Wahlen korrigieren kann?
    • roger.schmid 17.03.2018 16:35
      Highlight Highlight @mostlyharmless: Volltreffer 👍
    Weitere Antworten anzeigen
  • rolf.iller 17.03.2018 15:52
    Highlight Highlight Da laufen die Putin Trolle in den Kommentarspalten wieder warm. Immer bereit ihr Idol in Schutz zu nehmen.

    In Russland gibt es solche Berichte nicht. Die Journalisten, die das versucht hatten sind auf Parteilinie eingeschwenkt oder tot.
    • Stachanowist 17.03.2018 16:17
      Highlight Highlight "In Russland gibt es solche Berichte nicht. Die Journalisten, die das versucht hatten sind auf Parteilinie eingeschwenkt od. tot."

      In der Tat wird die Presse in Russland stark drangsaliert, Journalisten leben gefährlich und praktizieren oft Selbstzensur. Ihre oben zitierte Aussage ist dennoch unterkomplex und ignoriert die mutige Arbeit kritischer Journalistinnen und Journalisten in Russland.

      Hier drei eindeutig kremlkritische Portale/Radiosender, die Ihnen offensichtlich nicht bekannt sind:

      meduza.io

      tvrain.ru

      echo.msk.ru

      Viel Spass beim Lesen! Engagierter Journalismus auf hohem Niveau.
    • rodolofo 17.03.2018 16:42
      Highlight Highlight Ich bin auf diesen Russland-Blog gestossen:
      http://russland.boellblog.org
      In der Machart erinnert er mich stark an die neue Online-Zeitung "Republik",
    • Saraina 17.03.2018 16:56
      Highlight Highlight Gegen einen derart einseitigen Artikel kann der eine oder andere Troll nicht schaden. Es ist ja nicht so, dass der Westen Gänseblümchenketten knüpfend friedlich summend andere Mächte in Ruhe und Sicherheit wiegte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sebastian Wendelspiess 17.03.2018 15:29
    Highlight Highlight Der Anschlag auf Skripal war extrem stümperhaft und unprofessionel, der Typ ist ja nichtmal tot, war das wirklich dieser super Putin?
    • Hierundjetzt 17.03.2018 17:24
      Highlight Highlight So nach dem 3 Giftgassanschlag in England auf einen russischen Bürger?

      Naaain! Verschwörung! Das waren bestimmt die Bilderberger!
    • äti 17.03.2018 19:14
      Highlight Highlight @sebastian, vermutlich war es nicht Putin persönlich, sondern ein Ausrutscher seines Teams. Wie etwa die Türken bei uns.
    • _kokolorix 17.03.2018 20:37
      Highlight Highlight Ich denke mal, dass die Stümper von Putin schon zur Rechenschaft gezogen werden. Ausserdem ist das Überleben der Betroffenen noch lange nicht sicher und garantiert nicht ohne Nebenwirkungen. Das innenpolitische Signal dürfte auf jeden Fall angekommen sein: Egal wo ihr euch verkriecht, wir kriegen euch. Der Westen kann euch nicht schützen!
      Der Stinkefinger im Westen ist ebenfalls angekommen, aber wegen vermutlichem Atomwaffenbesitz wird der Urheber nicht in den Allerwertesten getreten...
  • Siebenstein 17.03.2018 15:25
    Highlight Highlight Ein wenig Kitzeln muss erlaubt sein... 😁👍

  • rodolofo 17.03.2018 15:23
    Highlight Highlight Putin als Gegen-Part zum "Westen" zu sehen, ist verlockend, aber führt total in die Irre!
    Putin's autoritärer Militär- und Mafia-Staat hat auch im Westen unglaublich viele Bewunderer!
    Diese vorwiegend Rechtsnational eingestellten Bewunderer Putins kommen ironischerweise aus dem selben politischen Lager, das ich noch als Gaffer von linken Demos erlebte, die uns jeweils "Moskau einfach!" zuriefen...
    Das Putin'sche System hockt also schon längst in unseren eigenen Systemen drin!
    Das macht ja den Freiheits-Kampf der Zivilgesellschaft ja so schwierig! Hier genau so, wie auch in Russland.
    • Dong 17.03.2018 15:46
      Highlight Highlight @rodolfo: Putins Verdienst liegt darin, dass er ein komplett zerfallendes Russland wieder halbwegs auf Kurs gebracht hat, googelt mal „BIP Russland“ und beachtet vor allem die Jelzin-Jahre, das erklärt so einiges.
      Die andere Frage ist dann, ob für uns ein stabileres Russland positiv oder negativ ist. Zu stark wollen wir nicht, zu schwach ist aber auch kacke, das bedeutete damals Plutonium auf dem Schwarzmarkt und Leute wie Schirinowski.
      Ich persönlich denke, wir im Westen sind mit Putin unterm Strich sehr gut bedient.
    • rodolofo 17.03.2018 16:38
      Highlight Highlight @ Dong
      Putin-Russland ist ein Resultat der Geschichte.
      Dass Putin überhaupt an die Macht kommen konnte, hat sehr viel mit den "Wilden Privatisierungen" nach der Implosion der Sowjetunion und mit Jelzin, dem herzlich-dümmlichen "Tanzbären Schnapsnase" zu tun.
      Jelzin selber hat ja Putin als Thronfolger auserkoren, weil er glaubte, in ihm einen willfährigen "Ganggo" für seine Oligarchen-Clique gefunden zu haben.
      Wie wir heute wissen, hat sich Jelzin auch in Putin maximal getäuscht...
      Aber warum spricht eigentlich niemand vom überraschenden Hoffnungsträger der Kommunisten, Pawel Grudinin?
    • FrancoL 17.03.2018 17:03
      Highlight Highlight @rodolfo: Hat sich Jelzin wirklich getäuscht? Ist Putin nicht gerade der der die Oligarchie nun wirklich installiert, eine Oligarchie nach seinem Gusto?
      Nei Jelzin hat sich nicht so getäuscht, Jelzin hatte wohl einen anderen Weg vor, aber Putin geht dessen Weg weiter, nicht so herzlich wie Jelzin aber dafür um so effektiver.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ueli der Knecht 17.03.2018 15:12
    Highlight Highlight Dieser Artikel gehört mE. eher in die Rubrik "Propaganda" als unter "Analyse". Es scheint die notwendige Distanz zu fehlen, um die Vorfälle bezüglich diesem Mordversuch sachlich, nüchtern und seriös zu analysieren. Offenbar hat niemand in der Redaktion bemerkt, dass das Timing just auf das 87. Treffen der OPCW fällt, die an sich ausschliesslich legitimiert und befähigt wäre, solche Vorfälle (mit chemischen Waffen) zu untersuchen. Es wäre jedenfalls augenfällig, dass wegen dem britischen Theater vorgesehene und wichtige Themen und Beschlüsse der OPCW nun von der Agenda verdrängt wurden.
    • Hierundjetzt 17.03.2018 15:58
      Highlight Highlight Was auch immer OPCW ist. Offenbar hat in der Redaktion auch niemand bemerkt, dass der Anschlag just auf den 86’540 Sonntag seit unserer Zeitrechnung fiel. Ich meine, dass ist doch offensichtlich, dass da eine Verschwörung im Gange ist!

      Löpfe steht wenigstens für jahrelange Journalistische Erfahrung, wohingegen Du Ostblockschlagwörter wie „Propaganda“ nutzt.
    • Ueli der Knecht 17.03.2018 16:37
      Highlight Highlight Die OPCW (Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons) gehört zur UN und wird völkerrechtlich bindend mit Rechten und Pflichten im Chemiwaffenübereinkommen definiert:

      https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19980132/index.html

      Für die Untersuchung von Chemiewaffenvorfällen (und insbesondere von derartigen Anschuldigungen), wäre AUSSCHLIESSLICH die OPCW legitimiert und befähigt. Gleichzeitig wäre die Briten verpflichtet, der OPCW sämtliches Beweismaterial zu übergeben.

      Aber Watsonleser wie Hierundjetzt sind offenbar schlecht, bzw. nur dürftig und unzureichend informiert.
    • Mutzli 17.03.2018 17:27
      Highlight Highlight 1/2@Ueli Bitte was? DIe OPCW greift rein im Bezug von chemischen Waffen die von Staatsakteuren als Kriegsmittel benutzt/benutzt werden könnten. Sie ist keineswegs die einzige Organisation die Untersuchungen zu Events mit tödlichen chemischen Stoffen durchführen darf, besonders wenn es nicht im Rahmen eines Kriegseinsatzes ist. Ansonsten müssten sie ja z.B. auch jeglichen Mord mit Zyankali etc. untersuchen. In diesem Fall haben sie lediglich ihre Hilfe angeboten, wobei sie sich bewusst ist, dass dies zu einer Verzögerung und verkomplizierung führen könnte, weshalb sie nichts eingeleitet haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • smoking gun 17.03.2018 15:05
    Highlight Highlight Mir läuft es kalt den Rücken runter ... Feindbildgenese vom Feinsten.

    Verteidigungsminister Mattis stellte im Januar ein neues Papier zur Nationalen Verteidigungsstrategie der USA vor. Mattis sagte, dass von Russland und China «wachsende Bedrohungen» ausgingen. Diese «revisionistischen Mächte» wollten die Dominanz der USA nicht anerkennen.

    Tja, auf dem Schulhof gab es auch immer so Dumpfbacken, deren "Dominanz" man stets zu fürchten hatte. Wenn man nicht kuschte, gabs auf die Fresse, zuweilen auch mal präventiv ...
    • Siebenstein 17.03.2018 15:41
      Highlight Highlight Ich hab Dir mal ein Herzchen gegeben...allerdings nur für den letzten Absatz den ich einfach mal separiert betrachte... 😁
  • mukeleven 17.03.2018 15:03
    Highlight Highlight ich finds also schon ein sehr gewagter bericht hier - ohne mehr eindeutige beweise am knochen zu haben, mal einfach alles an putin festzunageln, gemeinsam mit putins stinkefinger als bildsprache gewaehlt....
    ich weiss es auch nicht, aber ist nicht genau dies (das absetzen eines solchen artikels) verschwörungstheorie?
    • The Destiny // Team Telegram 17.03.2018 15:14
      Highlight Highlight Das Bild mit dem Stinkfinger ist eine Montage, falls es dir nicht aufgefallen ist.
    • rodolofo 17.03.2018 15:47
      Highlight Highlight Natürlich ist dieses Bild eine Montage!
      Putin lässt seine und Assad's Truppen Kriegsverbrechen begehen, Weisshelme während ihren Rettungseinsätzen in komplett zerstörten, ausgehungerten und belagerten Ghettos ebenso bombardieren, wie Spitäler.
      Putin lässt seine und Assad's Truppen die international geächteten Fassbomben, Streubomben und Giftgas-Bomben über diesen zur Hölle gewordenen Kriegsgebiete abwerfen.
      Aber Putin würde doch NIE irgendjemandem den Stinkfeiner zeigen!!!
    • äti 17.03.2018 19:30
      Highlight Highlight @informant, eine Webseite im Look einer aktuellen Zeitung mit super gefakter Bildreportage kostet nichtmal einen Tag und erreicht subito >1000 Informanten. Und diese geben es was? weiter doch, ungeprüft logo.
      Da hat doch einer letzthin gepostet, die Amis hätten IS-Kämpfer in Stretch-Limos ausgefahren, mit Geld und Pässen (Schweizer vermutl) versehen und in Europa verteilt.. und wer hat diesen Mist gepostet?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 17.03.2018 14:48
    Highlight Highlight "Dass der russische Geheimdienst hinter diesem Anschlag steckt, ist so offensichtlich, dass Putin einen Bekennerbrief hätte hinterlassen können."

    Es wäre schön, wenn es so einfach wäre..

    Der verwendete Kampfstoff ist schon lange nicht mehr exklusiv russisch, wie sogar die NZZ schreibt:

    "Zudem waren nicht alle Kampfstoffe im Land selbst gelagert; die Produktionsstätte für Nowitschok in Usbekistan war mehrere Jahre kaum unter staatlicher Kontrolle, bevor die Chemiewaffenbestände ab 1999 mit amerikanischer Hilfe zerstört wurden."
    https://tinyurl.com/ya4acact
    • rodolofo 17.03.2018 15:33
      Highlight Highlight Mich stört etwas Anderes:
      Die Briten haben offenbar nichts gegen stinkreiche Russische Oligarchen, die ihre Reichtümer nach London schaffen und sich dort auch noch gleich eindecken mit Villa, Rolseroice, Dienstpersonal, usw..
      Der Britische Feudal-Adel und der neue globale Geld-Adel passen da so hervorragend dazu, wie ein von Europäischen Fesseln befreiter Finanzplatz, allzeit bereit zur Geldwäsche und zur absoluten Diskretion (wie die auch "Little England" genannte Schweiz).
      Was die Briten aber gar nicht wollen, ist, dass diesen Geldsäcken bei ihnen zu Hause ein Haar gekrümmt wird...
    • HerrCoolS. 17.03.2018 16:12
      Highlight Highlight @rodolofo Grüsse aus der City of London 😉
    • FrancoL 17.03.2018 16:51
      Highlight Highlight Und wer davon Vorteile hat lässt man links liegen, weil der Kampfstoff nicht ausschliesslich "russisch" ist? bin mir nicht so sicher ob nicht DU es dir sehr einfach machst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Destiny // Team Telegram 17.03.2018 14:46
    Highlight Highlight Haha Watson wieder mal fleißig am dämonisieren, köstlich.
    • mostlyharmless 17.03.2018 14:57
      Highlight Highlight Was gibts da zu dämonisieren?
    • The Destiny // Team Telegram 17.03.2018 15:06
      Highlight Highlight @mostlyharmless, Journalismus mit Fotomontage ist objektiv und Frieden ist Krieg.
    • mostlyharmless 17.03.2018 15:13
      Highlight Highlight Unter dem Bild steht «Fotomontage».
      Krieg ist Krieg, manchen gefällt das offensichtlich besser als Frieden.
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Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

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