Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hilferufe von türkischen Fabrikarbeitern auf Zara-Etiketten gefunden



Dass Kleider vieler Moderiesen oft mit schlechten Arbeitsbedingungen in den Fabriken zusammenhängen, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun sorgt ein Vorfall bei der spanischen Kette Zara für Aufregung. Wie The Associated Press berichtet, haben Kunden in einem Laden in Istanbul handgeschriebene Nachrichten in den Kleidungsstücken gefunden. Auf einem Etikett war beispielsweise zu lesen:

«Ich habe diesen Artikel, den Sie kaufen werden, hergestellt, aber wurde nicht dafür bezahlt.»

Laut der AP waren die seit drei Monaten nicht mehr bezahlten Fabrikarbeiter aus der Türkei in die Zara-Shops spaziert und hinterliessen dort ihre Botschaften. Mit der Aktion wollten sie die Kunden auf die Missstände der Kleiderproduktion aufmerksam  machen und die Modekette dazu bringen, sie zu bezahlen.

Die türkische Produktionsstätte Bravo, die für die Produktion der Zara-Kleider zuständig war, wurde praktisch über Nacht geschlossen und ihre Mitarbeiter von einem Tag auf den anderen arbeitslos. Ihre Chefs sollen mit den Einnahmen abgehauen sein. Die ehemaligen Mitarbeiter warten nun seit drei Monaten auf ihre Löhne und Abfindungen. Laut der AP hat sich weder die Muttergesellschaft Inditex noch Zara selbst zu diesen Anschuldigungen geäussert. 

In einer Online-Petition beschreiben 140 ehemalige Fabrik-Mitarbeiter ihre Situation und rufen zur Unterstützung auf.

Bei Zara und ihrer Muttergesellschaft Inditex sollte eigentlich genügend Geld vorhanden sein, um ihre Angestellten zu bezahlen. Amancio Ortega, Inhaber von Inditex, wurde im August zum reichsten Mann der Welt ernannt. 

epa04991185 (FILE) A file picture dated 20 July 2012 of Spanish bussinessman Amancio Ortega, owner of Spanish textile group Inditex, in A Coruna, Galicia, northwestern Spain. According to Forbes list, Ortega, has reached for the first time on 23 October 2015, the position of the richest person in the world.  EPA/TORRECILLA

Amancio Ortega. Bild: EPA/EFE

(nfr)

So funktioniert Kleidernähen im digitalen Zeitalter

Play Icon

Video: watson/Nico Franzoni

Das könnte dich auch interessieren:

Danach suchen Schweizer und Schweizerinnen auf Pornhub am meisten

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

«14 Uhr: Claras Haut ist rot»: Kitas informieren Eltern neu per Liveticker über ihre Kids

Link to Article

Selbst Trump spricht nun von einem Impeachment

Link to Article

«Hi-Tech-Roboter» in russischer Fernsehshow entpuppt sich als verkleideter Mensch

Link to Article

Tumblrs neuer Pornofilter ist ein riesiger Fail – wie diese 19 Tweets beweisen

Link to Article

Netflix' zweite deutsche Original-Serie ist da – und ein riesiger Fail

Link to Article

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt Viren-Drohnen

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

13
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • brigitteclemente70@gmail.com 09.11.2017 08:19
    Highlight Highlight Dies ist grosse Schande. Hoffe die betroffenen bekommen bald ihren Lohn. An Geld sollte es nicht fehlen. Es gibt aber bestimmt noch andere Modeketten wo es ähnlich abläuft.
  • elivi 08.11.2017 11:30
    Highlight Highlight Gibts dazu eigentlich noch mehr infos? Gehörte die fabrik Zara? Wenn nein haben die Mittarbeiter bestimmt noch kleider für andere modelabels gemacht, wurde die mit der aktion auch konfrontiert? Wird gegen die bosse der Fabrik ermittelt?
  • De Shipi 08.11.2017 11:20
    Highlight Highlight Milliardär wird man nur, wenn man ein herzloser Wolf ist bzw. bereit ist einer zu werden.

    Ortega hat mal in Brasilien Kinder arbeiten lassen, weil er dachte, es wäre dort üblich. Kaum aufgedeckt, hat er alles geschlossen und sich das nächste Opfer-Land gesucht.

    Er gehört zu den schlimmsten modernen Sklavenhändlern überhaupt...trotzdem kaufen alle bei Zara ein, geiz ist eben geil....
  • Firefly 08.11.2017 10:23
    Highlight Highlight Wer heute noch bei Zara & Co. einkauft ist des Verbrechens mitschuldig. Was wir an Kleider verbrauchen geht über keine Kuhhaut. Der Überfluss entsteht auf der Ausbeutung und Versklavung anderer. Da sollte sich jeder und jede mal Gedanken machen, ob sie/er nun das x-te paar Schuhe oder Jeans im Kasten wirklich nötig hat.
    • Bruno S. 88 08.11.2017 11:28
      Highlight Highlight trifft auch auf sämtliche Elektronik zu und auf viele Lebensmittel.
      Was kann man heutzutage noch ohne schlechtes gewissen konsumieren?
      Unser ganzer Lebensstil basiert auf Ausbeutung der Armen. Auch deiner, Firefly! Dein Kommentar hast du schliesslich nicht per Post eingesendet.
      Du machst dich des Verbrechens mitschuldig!!
    • Wald Gänger 08.11.2017 12:10
      Highlight Highlight Dazu kommt noch, dass der grösste Teil der Textilien in Läden wie Zara oder H&M aus irgendwelchen petrochemischen Kunststoffen besteht, was erstaunlicherweise selten bis gar nie thematisiert wird.
    • word up 08.11.2017 13:09
      Highlight Highlight da kann und sollte man nur zustimmen. massenkonsum geht immer auf kosten anderer (schwächeren)! aber wir alle mögen es, zu schoppen und flanieren. man sollte sich den auswirkungen seines handeln erwas mehr bewusst sein und im vorfeld abklären, ob das, was man kaufen möchte, auch okay und nötig ist.

      zudem: schlechte farben in kleidern, weichmacher und andere schadstoffe können vom organismus aufgenommen werden!
    Weitere Antworten anzeigen

Victoria's Secret steckt in Schwierigkeiten – und greift zu einer unbeliebten Massnahme

Wegen einer schwindenden Nachfrage nach Dessous von Victoria's Secret will der Mutterkonzern L Brands mit einer Dividendenkürzung das Ruder herumreissen. Anleger nahmen dem US-Unternehmen den Sparschritt allerdings übel.

Die Aktien knickten am Dienstag im vorbörslichen Handel an der Wall Street um 6,4 Prozent auf 32.33 Dollar ein. «Es sieht alles danach aus, als ob das Management in der näheren Zukunft nicht mit einem Turnaround rechnet, was womöglich die meisten Investoren erhofft hatten», …

Artikel lesen
Link to Article