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Hat den sichersten Job der Welt: Ludovic Magnin Bild: EPA/KEYSTONE

Magnins sicherster Arbeitsplatz der Welt und 5 weitere Erkenntnisse des Fussball-Weekends

In der Super League kommen die Zürcher Klubs nicht vom Fleck. Während GC auch unter dem neuen Trainer weiter verliert, geschieht in Luzern genau das Gegenteil.

Publiziert: 11.03.19, 07:48
markus brütsch / ch media

Magnin hat weltweit den sichersten Arbeitsplatz

Seit gestern wissen wir: Ludovic Magnin hat weltweit den sichersten Arbeitsplatz aller Fussballtrainer. Zu 200 Prozent stehe er hinter ihm, sagte FCZ-Präsident Ancillo Canepa vor dem Spiel in der Thuner Stockhorn Arena. Dass die Zürcher nach dem 2:2 nun seit vier Spielen sieglos sind, von den letzten acht Partien nur eine gewonnen haben und in der Tabelle dem Barrageplatz fast so nahe sind wie dem angestrebten dritten Rang, muss Magnin also nicht beunruhigen.

FCZ-Trainer Ludovic Magnin teilt gegen Leverkusen aus

Video: watson/Angelina Graf

Weil sein Team nicht aufgesteckt und sich in letzter Minute noch einen Punkt gesichert hatte, konnte der FCZ-Trainer sagen: «Wir haben Charakter und Mentalität gezeigt.» Gepfiffen hatte das Spiel Alain Bieri, der in der letzten Woche eine E-Mail mit einer Drohung gegen Leib und Leben erhalten hatte. Auch gestern stand er zweimal im Mittelpunkt. Nach einem Foul von Guillaume Faivre an Benjamin Kololli hätte er dem FCZ einen Penalty zusprechen müssen. In der Nachspielzeit tat er dies dann nach einem Handspiel von Stefan Glarner doch noch, was Doppeltorschütze Kololli zum Ausgleich nützte. Für die Thuner hatte Basil Stillhart beide Tore erzielt.

Stipic lobt Team trotz Niederlage

Von solchen Torschützen kann GC nur träumen. Das Debüt des Trainers Tomislav Stipic ging gegen YB nach einem Tor von Djibril Sow in der 95. Minute verloren. Zuvor hätte bei der einzigen GC-Chance Nedim Bajrami das 1:0 erzielen müssen. Müssen? «Ausser sterben muss man nichts im Leben», sagte Stipic. «Ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen. Es hat von der Mentalität und Einstellung her alles Nötige getan.»

Tomislav Stipic ist zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Bild: KEYSTONE

Häberli in den Spuren von Seoane

Mit drei Siegen und einem Unentschieden war Gerardo Seoane vor einem Jahr beim FC Luzern in seine Trainerkarriere gestartet. Am Ende stand Rang drei. Genauso vielversprechend hat nun Thomas Häberli seinen Job in der Zentralschweiz angetreten. Mit zwei Siegen und einem Remis in der Meisterschaft und dem sensationellen 4:0-Erfolg im Cup gegen YB und Seoane hätte es nicht besser laufen können.

Häberlis Einstand beim FC Luzern ist geglückt. Bild: KEYSTONE

«Das war eine fantastische Woche», sagte Häberli nach dem 3:0-Triumph über den FC St. Gallen. Pascal Schürpf, Christian Schneuwly und Blessing Eleke waren die Torschützen gewesen. Damit haben die Luzerner die letzten acht Spiele gegen St. Gallen alle gewonnen! Den Ostschweizern ist es in dieser Saison noch nie gelungen, drei Spiele in Folge ungeschlagen zu bleiben. Freuen durfte sich wenigstens Philippe Koch: Der Solothurner gab auf den Tag ein Jahr nach seinem letzten Ligaspiel und einer langen Verletzungspause dasComeback.

Janjicic mit dem HSV grosser Derbysieger

In Deutschland ist am Sonntag für einmal ein Spiel der 2. Bundesliga im Blickpunkt gestanden. Wochenlang hatten die Fans des FC St.Pauli und des Hamburger SV diesem Stadtderby der zwei Aufstiegsaspiranten entgegengefiebert. Dann aber erlebten die Paulianer eine herbe Enttäuschung, ihr Team ging gegen den HSV 0:4 unter. Während der Schweizer Léo Lacroix beim HSV wie üblich auf der Ersatzbank sass, durfte Landsmann und Teamkollege Vasilije Janjicic auf dem Spielfeld die einmalige Stimmung am Millerntor geniessen.

Die Choreos vor dem Derby. Video: YouTube/Passion Ultras

Nico Elvedis Rehabilitation

In der Bundesliga übernahm Bayern München mit einem 6:0 über Wolfsburg die Tabellenführung. Trainer Niko Kovac hatte die drei von Jogi Löw ausgemusterten Nationalspieler Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller demonstrativ in die Startelf genommen. Bei Mönchengladbach rehabilitierte sich der zuletzt schwache Nico Elvedi mit dem 1:0-Siegtor in Mainz.

Elvedis Siegtreffer. Video: streamja

Xherdan Shaqiri leidet

Was hat Xherdan Shaqiri verbrochen? Im dritten Premier-League-Spiel in Folge kam der sechsfache Saisontorschütze nicht zum Einsatz wie schon beim Champions-League-Knaller gegen die Bayern. Natürlich, die Konkurrenz im Kader des FC Liverpool ist enorm. Gestern hatte der Schweizer Gesellschaft von Dejan Lovren, Naby Keita, Jordan Henderson, Daniel Sturridge und Divock Origi.

Hat Shaqiri Probleme mit Jürgen Klopp? Bild: AP/AP

Doch bis vor ein paar Wochen schien es, als würde Shaqiri bei Trainer Jürgen Klopp einen Stein im Brett haben, der Deutsche hatte ihn elf Mal in die Startelf berufen und zehn Mal eingewechselt. Nach dem 4:2-Heimsieg über Burnley liegen die Reds weiter einen Zähler hinter Manchester City.

Im Rennen um einen Champions-League-Platz siegte Arsenal gegen Manchester United 2:0 und fügte den Red Devils in der Liga die erste Niederlage unter Trainer Ole Gunnar Solskjær zu. Für das 1:0 hatte Granit Xhaka mit einem Distanzschuss gesorgt.

Das 1:0 von Granit Xhaka. Video: streamja

Von Hitzfeld bis Stipic – alle GC-Trainer seit 1988

28 Trainer hat GC seit 1988 verbraucht – die Liste in chronologischer Reihenfolge: João Carlos Pereira: Seit dem 6. August 2020
Zoltan Kadar (RUM): 15. Mai 2020 bis 6. August 2020. KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT
Goran Djuricin (AUT): 10. Februar 2020 bis 15. Mai 2020. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Uli Forte (SUI): 9. April 2019 bis 9. Februar 2020. KEYSTONE / WALTER BIERI
Tomislav Stipic (GER/CRO): 6. März 2019 bis 9. April 2019 KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Thorsten Fink (GER): April 2018 bis März 2019. AP/AP / Ronald Zak
Mathias Walther* (SUI): April 2018. *Interimslösung KEYSTONE / WALTER BIERI
Murat Yakin (SUI): August 2017 bis April 2018 – kein Titel. KEYSTONE / WALTER BIERI
Carlos Bernegger (ARG/SUI): März 2017 bis August 2017 – kein Titel. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Pierluigi Tami (SUI): Januar 2015 bis März 2017 – kein Titel. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Michael Skibbe (GER): Juli 2013 bis Januar 2015 – kein Titel. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Uli Forte (SUI): April 2012 bis Juni 2013 – ein Cupsieg. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
Ciriaco Sforza (SUI): Juni 2009 bis April 2012 – kein Titel. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Hanspeter Latour (SUI): Juli 2007 bis Juni 2009 – kein Titel. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Carlos Bernegger* (ARG/SUI): Mai 2007 bis Juni 2007 – kein Titel. KEYSTONE / EDDY RISCH
Krassimir Balakov (BUL): Januar 2006 bis Mai 2007 – kein Titel. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA BELLA
Hanspeter Latour (SUI): Dezember 2004 bis Januar 2006 – kein Titel. KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT
Carlos Bernegger* (ARG/SUI): Oktober 2004 bis Dezember 2004 – kein Titel. *Interimslösung KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT
Alain Geiger (SUI): Dezember 2003 bis Oktober 2004 – kein Titel. KEYSTONE / EDDY RISCH
Carlos Bernegger* (ARG/SUI): Oktober 2003 bis Dezember 2003 – kein Titel. *Interimslösung KEYSTONE / EDDY RISCH
Marcel Koller (SUI): Januar 2002 bis Oktober 2003 – ein Meistertitel. KEYSTONE / PAOLO FOSCHINI
Hans-Peter Zaugg (SUI): Juli 2000 bis März 2002 – ein Meistertitel. KEYSTONE / MARKUS STUECKLIN
Roy Hodgson (ENG): August 1999 bis Juni 2000 – kein Titel. KEYSTONE / MARKUS STUECKLIN
Roger Hegi (SUI): Januar 1999 bis August 1999 – kein Titel. KEYSTONE / MARTIAL TREZZINI
Rolf Fringer (AUT/SUI): Januar 1998 bis Januar 1999 – ein Meistertitel. BELGA EPA / OLIVIER MATTHYS
Hanspeter Latour* (SUI): November 1997 bis Januar 1998 – kein Titel. *Interimslösung KEYSTONE / MICHAEL KUPFERSCHMIDT
Christian Gross (SUI): Juli 1993 bis November 1997 – zwei Meistertitel, ein Cupsieg. KEYSTONE / PATRICK KRAEMER
Leo Beenhakker (NED): Juli 1992 bis Juni 1993 – kein Titel. AP / DUSAN VRANIC
Oldrich Svab (CZE): Juli 1991 bis Juni 1992 – kein Titel. KEYSTONE / STR
Ottmar Hitzfeld (GER): Juli 1988 bis Juni 1991 – zwei Meistertitel, zwei Cupsiege. KEYSTONE / STR

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