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FragFrauFreitag

Hallo Kaaaaaafi. Hallo, ich höre dich gerade auf SWR1 und lese zeitgleich deinen Blog (ja das geht, ich bin ja eine Frau ...) 

... und frage mich nun, ob es sein kann, dass der Interviewer nicht begriffen hat, dass du nicht eine psychologische Beratung machst, sondern Antworten schreibst, die unterhaltsam sind und dennoch Tiefgang haben. Ich finde deinen Blog klasse und befürchte, dass der Herr sich nicht seriös auf das Gespräch vorbereitet hat. Was denkst du dazu? Kati, ein neuer großer Fan, 32



Hallo liebe Kaaaaaaati

Sehr schöne Anrede, like! Eigentlich beantworte ich ja keine Fragen, die sich so auf der Metaebene zu meiner Arbeit bewegen. Aber hier macht es glaubs doch Sinn, zumal das vielen Lesern auch hier und nach 4 Jahren nicht ganz klar zu sein scheint, da kann man dem Wolfgang vom SWR1 nach 2 Stunden keinen so grossen Vorwurf machen. Es gibt diese Art von Fragen/Antworten Format sonst nirgends, man kennt das so einfach nicht. Natürlich gibt es in jeder Zeitung und in jedem Magazin eine Rubrik, die sich Fragen widmet. Aber wer macht das schon auf seriöse und dennoch unterhaltsame Weise und wer gibt dabei schon etwas von sich preis? Und dann kommt noch dazu, dass ich als Coach in meiner Praxis was ganz anderes mache als hier, die Vorgehensweise ist wirklich sehr unterschiedlich. Ich kann in der Praxis ernsthaft Prozesse begleiten und hier zeitgleich etwas weniger ernsthaft Fragen beantworten, ich bin ja eine schliesslich eine Frau ...

Manchmal lese ich in der Kommentarspalte Dinge wie «Das hätte man auch so oder so beantworten können, da ist nicht ALLES ausgeleuchtet, was man ausleuchten kann», oder: «Das ist ja wohl nicht ernst gemeint, so eine Frechheit!» Ich finde das dann immer ganz wunderbar, weil ich tatsächlich nicht alles todernst meine, was ich hier schreibe. Ein Blog bei einem Portal wie watson ist in erster Linie Unterhaltung. Mein Blog bei watson ist sogar erstklassige Unterhaltung, weil man daneben noch einen Input mitnehmen kann, oder eine andere Denkweise.

Muss eine Antwort in dieser Form mehr können? Nein, muss sie nicht. Im Gegenteil. Sie kann schon viel mehr, als es viele Antworten in anderen Formaten können. Weil ich mich immer und in jedem Text voll einbringe. Im Gegensatz zu anderen Fragen/Antworten Formaten verstecke ich mich nicht hinter einer theoretischen Abhandlung, sondern ich gebe meine Erfahrung, meine Denke und meine Meinung preis. Manchmal ärgere ich mich über eine Frage und das merkt man dann auch in der Antwort. Und dann wirft man mir manchmal vor, dass ich doch selber schuld sei, eine Frage auszuwählen, über die ich mich ärgere. Und dann realisiere ich, dass die LeserInnen tatsächlich nicht begriffen haben, worum es mir hier geht: Ich ärgere mich nämlich gern über Fragen. So wie ich mich auch über Fragen erfreue, die mich rühren oder mich beflügeln. Jede Frage, die bei mir emotional etwas auslöst, hat grosse Chancen, beantwortet zu werden. Darum picke ich gerne mal eine raus, die mich in Rage bringt. So bleibt es für mich spannend und darum mache ich die Sache noch immer mit der gleichen Begeisterung wie vor 4 Jahren.

Wenn mich eine junge Frau fragt, ob sie abtreiben soll oder nicht, dann bekommt sie von mir die beste Antwort, die ich ihr geben kann. Und wenn mich ein Fragender mit seiner offensichtlichen Faulheit nervt, dann bekommt er einen kleinen Schlag auf den Hinterkopf. Ist das pädagogisch wertvoll? Vermutlich nicht. Ist es hilfreich und effizient? Auf jeden Fall! In den letzten 4 Jahren habe ich viele dankende Zuschriften erhalten und allein in Zürich krabbeln meinetwegen 3 Kinder mehr auf der Welt herum.

Dass meine Arbeit hier in einem unterhaltsamen imaginären Ambiente stattfindet, ist mir ein grosses Anliegen. Weil die Sache in erster Linie mir Freude bereiten muss und weil man in einer lockeren Atmosphäre viel aufnahmefähiger für neue Ideen ist, als wenn es nach trockenem Unterricht riecht. Es freut mich riesig, dass Sie nach einer halben Stunde Gespräch im Radio und dem Lesen von ein paar Antworten begriffen haben, was meine Arbeit ausmacht! Für Sie und alle anderen, die mir nach der Sendung in ähnlichem Sinne geschrieben haben, mache ich das hier. Für alle anderen, die von mir Bier-ernste und statistisch fundierte Antworten erwarten, habe ich wenig Mitleid, schliesslich tummeln auch die sich seit 4 Jahren in meinem Dunstkreis. Und das zeugt doch davon, dass auch sie sich gerne etwas von mir unterhalten lassen. Und sei es nur dafür, dass sie danach bitzli «mimimimimimi» betreiben können.

Herzliche Grüsse nach Dütschland! Ihre Kafi.

Kafi Freitag - Das Buch

Die 222 besten Fragen und Antworten in einem schön gestalteten und aufwendig hergestellten Geschenkband.

www.fragfraufreitag.ch
www.salisverlag.com

Fragen an Frau Freitag? ​

Hier stellen!

Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.

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Sälber tschuld! Hier nachlesen!

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 25.06.2016 09:31
    Highlight Highlight Kafi pusht die übervölkerung von Zürich. Groooossartig!
  • oldman 25.06.2016 07:42
    Highlight Highlight Ach liebe Kafi, seit wann hast Du denn drei Kinder? Ernster: Alles okay was Du sagst. Aber wer sich mit seinen Antworten an ein grösseres, sehr heterogenes Publikum richtet, trägt für das Gesagte bzw. Geschriebene doch auch eine gewisse Verantwortung. Da nützt die lange Nase bzw. das "der hat den Sinn des Blogs nicht begriffen" wenig. - "Freitagsgebet" - super Ausdruck B.W., chapeau!
  • Taroil 25.06.2016 02:26
    Highlight Highlight Du hast den perfekten Ausgleich gefunden. Als Beraterin gibt man keine Antworten, sondern befähigt die Klienten, ihre Antworten selber zu finden. Die eigene Meinung hat wenig Platz, das macht Sinn. Denn die ist nicht zielführend, selbst wenn sie die beste Lösung ist, wenn sie nicht von den Betroffenen vollumfänglich internalisiert wird. In deiner Rubrik bei Watson darfst du, im Gegenzug, mal einfach sagen wie du es siehst, was du denkst und tun würdest. Perfekte Balance um danach wieder neutral, differenziert und ambiguitätstolerant in deiner Praxis beraten zu können. Meine Hochachtung
  • Luca Brasi 24.06.2016 14:06
    Highlight Highlight "Ich bin ja eine schliesslich eine Frau"
    Ja, und ich bin ein Mann, der der deutschen Sprache mächtig ist. ;)
    *männlicher Sexismus off*
    Ich liebe es fies zu sein. :D
    • Rafaela Roth 24.06.2016 14:36
      Highlight Highlight @Luca Brasi: Kannst du vielleicht im Privaten fies sein und nicht unbedingt in unserer Kommentarspalte? Das wäre gut.
  • Bruno Wüthrich 24.06.2016 12:35
    Highlight Highlight Eine Schwachstelle dieses Blogs ist, dass viele Fragestellerinnen glauben, es handle sich dabei um eine psychologische Beratung oder eine Lebenshilfe. Sie erkennen nicht, dass Frau Freitag in erster Linie Unterhaltung bietet und nicht alle Aspekte eines Problems auslotet.

    Ich finde dies gefährlich, weil a) die Antwort der gestellten Frage so nicht immer gerecht werden kann, weil b) nicht ersichtlich ist, wann eine Antwort ernst gemeint sein soll und wann nicht, und weil c) viele der weiblichen Leserinnen derart Fan von Frau Freitag sind, dass für sie das Freitagsgebet zum Evangelium wird.
    • Yelina 24.06.2016 15:50
      Highlight Highlight Ach kommen Sie, Sie dürfen uns Frauen schon noch ein eigenes Denken zutrauen, Frau Kafi ersetzt dies sicher nicht für uns.
    • Bruno Wüthrich 25.06.2016 08:24
      Highlight Highlight Ich traue den Frauen durchaus eigenes Denken zu. Meine Aussage (c) bezog sich nur deshalb auf die Frauen, weil es eben hier Frauen sind, die von Frau Freitag derart Fan sind, dass sie selbst fragwürdige Texte gut finden und Beifall klatschen.

      Aber Sie dürfen beruhigt sein. Dies ist nicht ein Problem der Frauen, sondern von Fans generell. Reden Sie mal mit Hardcore-Fans über deren Idol und über das, was der oder die Bewunderte gesagt oder geschrieben hat. Dann wissen Sie, was ich meine.

      Mit Frau oder Mann hat dies nichts zu tun. Aber hier, bei diesem Blog, sind es halt vornehmlich Frauen.
    • pamayer 25.06.2016 10:30
      Highlight Highlight Du machst eine guru freitag.
      Quatsch.
      Kannst ebenso gut ein subaru oder ein sugus zum guru machen, mit dem Unterschied, dass das sugus oder der subaru es sich einfach gefallen lassen und fraufreitag dich mit ihren zum teil sehr unbequemen antworten auf dich selbst zurückwirft oder dich damit irritiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 24.06.2016 11:56
    Highlight Highlight So bitzli Sexismus im Titel ist knackig. ;-)

FRAGFRAUFREITAG

Hallo :) Facebook macht mich manchmal unglücklich. Ich vergleiche mein Leben mit den Leben meiner 624 «Freunde», und stelle fest, dass sie Partys feiern, reisen, immer Spass haben etc. 

Wenn ich etwas poste, das in der nächsten halben Stunde keine Likes hat, lösche ich es wieder. Und wenn ich einen Freund weniger habe, muss ich herausfinden, wer mich gelöscht hat... Jetzt habe ich mein Facebook-Konto deaktiviert. Aber irgendwie fehlt mir etwas, ich habe das Gefühl, etwas zu verpassen. Soll ich meinen Facebook-Account wieder aktivieren? Lisa, 23

Liebe Lisa  Ich bin der Meinung, dass eine Party, Reise, etc. so spannend nicht sein kann, wenn man dazu kommt, alle fünf Minuten darüber zu posten. Manche Menschen machen mir sogar den Eindruck, dass sie nur deswegen unterwegs sind, dass sie es mit ihren FB-«Freunden» teilen können. Was nicht geteilt wird, findet ergo nicht statt. Dabei ist eigentlich genau das Gegenteil der Fall. Oder sehen Sie sich doch mal selber um: Ist es eigentlich nicht traurig, dass es viele Leute gar nicht …

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