Blogs
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

FragFrauFreitag

Kranke auf Facebook nerven!

Hoi Kafi. Was tut man mit Menschen, die ihr Kranksein auf Facebook zelebrieren? Ich frage Dich, weil Du kürzlich was in die Richtung gepostet hast. Mich überfordert das sehr und ich bin dann nicht sicher wie ich mich verhalten soll. Bei Menschen, die ich nicht kenne, macht es mir nichts aus. Aber ich habe viele Bekannte, die es tun. Muss ich darauf reagieren? Was denkst du dazu? Regi, 31



Liebe Regi

Oh ja, ich weiss, wovon Sie reden!

Darum habe ich kurz darüber nachgedacht ein Sickbook zu gründen für alle, die gern öffentlich krank sind. Es ist mir bekannt, dass die Grippewelle in diesem Jahr besonders fies um sich greift und ich bin auch nicht gern krank. Aber dieses Zelebrieren vom Herumsiechen, das geht mir so arg auf die Nerven!

Und nein, es geht nicht darum, dass man auf Facebook nur eitel Sonnenschein zeigen soll. Ich bin sehr dafür, dass man sich möglichst authentisch zeigt und dazu gehört auch, dass man mal krank ist. Was mir so auf den Sack geht, ist das kindische Um-Aufmerksamkeit-Buhlen bei der Sache. Und dass man Menschen, die wirklich krank sind, damit irgendwie verhöhnt. Und damit meine ich Menschen, die an Krebs leiden oder an sonst öppis, was man nicht mit Neo-Citran in den Griff bekommt. Ich mag Menschen, die Tacheles reden. So habe ich zum Beispiel einen Facebook-Freund, der eines Tages im Spital lag und öffentlich darum bat, dass man ihn doch besuchen möge, weil er sich so einsam fühle. Und eine andere Bekannte hat ihre Bestrahlungserfolge mit den «Freunden» geteilt. Wenn man es auf diese Weise tut, dann ist Facebook – einmal mehr – eine grossartige Sache.

Wenn man aber auf diesem oder anderen Kanälen Spitalbilder postet mit Kanülen im Arm und sich dann von vielen Menschen gute Besserung wünschen lässt ohne zu sagen, was Sache ist, dann ist es nur noch oberpeinlich. Wie ein Kind, das sich vor der Migroskasse auf den Boden wirft, damit es volle Aufmerksamkeit generiert. Wie Sie mit solchen Personen umgehen wollen, müssen Sie letztlich selber wissen. Ich persönlich denke darüber nach, mich von ihnen zu entfreunden. Für mich ist es nicht nur eine sehr infantile Art, sondern auch eine grenzüberschreitende. Man gibt sich die volle Show auf Kosten des Mitgefühls von Anderen. Das geht für mich gar nicht.

Wer Mitgefühl braucht, darf um dieses bitten. Daran ist nichts verkehrt. Aber dann nicht auf diese erbärmliche Art und Weise.

Mit herzlichem Gruss. Ihre Kafi

PS: Wer auch gern mit einer Grippe auf Facebook showen möchte, aber partout nicht krank wird, ist morgen Abend ganz herzlich zu meiner Winterrede ins Karl der Grosse eingeladen. Dort werde ich morgen Abend aus dem Erkerfenster heraus eine viertelstündige Rede auf den Grossmünsterplatz schmettern, während meine Zuhörer draussen in der Kälte stehen. Dafür gibt's nachher Glühwein ...

Kafi Freitag - Das Buch

Die 222 besten Fragen und Antworten in einem schön gestalteten und aufwendig hergestellten Geschenkband.

www.fragfraufreitag.ch
www.salisverlag.com

Fragen an Frau Freitag? ​

Hier stellen!

Kafi Freitag (41!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 12-jährigen Sohn in Zürich.

Haben Sie Artikel von FRAG FRAU FREITAG verpasst?
Sälber tschuld! Hier nachlesen!

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

So verbreitet sich das Coronavirus in deinem Kanton

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Wanderer am Pilatus schwer verunfallt

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • G.Oreb 15.01.2017 02:16
    Highlight Highlight Nur so als Tipp: Mit NeoCitran bekommt man keine Krankheit in den Griff. Man verhindert damit die nat. Abwehrreaktion des Körpers und wird "scheingesund". D.h. man ist dann symptomtechnisch gesund, die Erreger sind aber gerade deshalb noch da, weil dem Körper die Möglichkeit genommen wird, diese zu bekämpfen und Antikörper dagegen zu bilden. 2 Wochen später ist man dann wieder krank, und wundert sich wieso man immer krank ist. Es ist genau für etwas gut – wenn man eine Prüfung o.ä. hat und gerade jetzt nicht krank sein darf. Bei jeder Grippe danach zu greifen ist ziemlich unklug...
  • Spooky 14.01.2017 21:46
    Highlight Highlight Wenn es nichts Schlimmes ist, dann sollte man sich echt nicht über das Kranksein beschweren. Kafi hat da schon recht.
  • oldman 14.01.2017 09:32
    Highlight Highlight Ist Kafi wirklich gegen "kindisches Um-Aufmerksamkeit-Buhlen" gefeit? Ich bin mir da nicht so sicher.
  • Aged 13.01.2017 08:50
    Highlight Highlight Niemand in meiner Umgebung hat Facebook (oder nicht mehr). Da existieren viele künstlichen Probleme schon gar nicht.
  • Boston5 13.01.2017 08:06
    Highlight Highlight Danke Kafi :) Ich wusste du kannst doch noch super Antworten geben.
  • Maracuja 13.01.2017 07:04
    Highlight Highlight Auch das noch. Nach den Fragenstellern, die Sie offensichtlich schon lange nicht mehr ernst nehmen können und die Sie immer öfters mit einer sarkastischen Antwort abservieren sowie den lästigen Kommentaren all der Nulpen, gehen Ihnen jetzt auch noch Kranke auf Facebook auf die Nerven. Das Leben einer Coach/Bloggerin muss wahrhaft schrecklich sein.
  • Danusha Nushi Kuchtová 13.01.2017 00:40
    Highlight Highlight ich unterschreibe kafis worte
    hiermit zu 100%.

    ein "krank" oder "😭" o.ä. wie auch ominöse spitalschlauchbilder braucht keiner.

    muss man euch was aus der nase ziehen, macht das gern ein mediziner.

    und @regi: ignorier's einfach.
    es folgt meist keine pn à la "du hast nicht reagiert/kommentiert".
    falls doch: ademässi. aber so was von.

    ps: ich bin gerade gesund und es geht mir gut. schön, gäll?

    schaut zu euch & habt euch (ganz zuerst selbst) lieb.
  • Platon 12.01.2017 23:43
    Highlight Highlight Trump und Kafi😂
    Made my day👌🏻

Yonnihof

Zum Tag der Frau: Ein Brief an meinen Sohn

Heute vor fünf Monaten kam mein Sohn zur Welt. Dies sind die Worte einer Feministin, deren Lieblingsmensch ein Mann ist.

Mein liebes Fünkli, liebster Nicolas

Im letzten April haben dein Papi und ich erfahren, dass du ein Junge wirst. Wenn ich ehrlich sein soll, war das für mich anfangs nicht ganz einfach. Ich war mir völlig bewusst, dass ich dich über alles lieben würde, egal ob Bub oder Mädchen – und doch hatte ich mir ein Meitli gewünscht. Weshalb, kann ich nicht sagen. Vielleicht, weil ich selbst gern eins war und es noch immer bin. Ich hatte eine klare Vorstellung davon, wie ich dieses Mädchen …

Artikel lesen
Link zum Artikel