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FILE- In this Monday, Nov. 16, 2015, file photo, a woman and child kneel, in front of  the restaurant Le Carillon, one of the establishments targeted in Friday's attacks in Paris. After the France terror attacks, schools and parents around the world are grappling with what to say to children, and how to say it. From country to country, the topic was tackled in different ways. (AP Photo/Frank Augstein, File)

Eine Frau und ein Kind legen am Montag vor dem Restaurant Le Carillon in Paris Blumen für die Opfer nieder.
Bild: Frank Augstein/AP/KEYSTONE

Hast du dich auch schon gefragt, wie du den Terror mit deinen Kindern thematisierst? Hier sind die wichtigsten Dos and Donts

Was sag’ ich den Kindern, dass ich selber Angst habe? Eine Pariser Psychologin gibt Tipps.

nathalie sassine / wir eltern



Ein Artikel von

Es war der 7. Januar 2015. Paris, die Stadt der Liebe, wurde angegriffen. Von vermummten, eiskalten, determinierten jungen Männern, denen man offenbar das Paradies versprochen hatte, wenn sie möglichst viele Ungläubige – darunter Karikaturisten – töteten.

Die Bestürzung war gross, auch bei unseren Kindern, deren Papa Franzose ist. Damals konnten wir etwas abschwächen und es damit erklären, dass gewisse Menschen es nicht ertragen, wenn man mit ihrem Propheten rumalbert – wenn auch nur auf dem Papier. Dass diese Menschen vollkommen überreagiert hätten.

Die Place de la République betrifft uns

Charlie Hebdo machte sie zwar betroffen – es betraf sie aber nicht. Die Place de la République hingegen ist der Ort, an dem unsere Kinder letztes Jahr mit jungen Hip Hop Tänzern gegrooved haben. Wo meine Tochter zum ersten Mal eine Miesmuschel probiert hat. Die Place de la République war das Zuhause meines Vaters, als er als 20-Jähriger nach Paris gezogen ist.

Die Place de la République Platz ist ein Symbol der Aufklärung und für unsere Familie mit Erinnerungen behaftet. Auf diesem Platz wurden letzten Freitag Menschen kaltblütig erschossen.

Ich schreibe diese Zeilen Samstagnachmittag, meine Kinder haben – Pfadi und Coiffeur sei dank – noch nichts vom Horror mitgekriegt.

Werden Sie aber. Wie sage ich ihnen, dass der Ort, an dem wir so viel Spass hatten, Schauplatz von Terrorismus war? Wie erkläre ich ihnen Terrorismus, ohne sie zu erschrecken, so dass sie ihre gerade erst gewonnene Reiselust verlieren?

Die Empfehlungen von Geneviève Djenati

Geneviève Djenati weiss es. Anlässlich der Anschläge auf «Charlie Hebdo» gab die Bewohnerin des Quartiers der République in Paris der «Madame Figaro» ein Interview. Ihre Kernaussagen:

Bitte schiebt die Schuld nicht auf die Flüchtlinge!

Heute morgen habe ich zum ersten Mal gedacht «Welche Welt haben wir für unsere Kinder geschaffen?» und hatte Angst. Blankes Entsetzen und Schuldgefühle.

Deshalb noch eine Bitte von mir persönlich: Bitte schiebt die Schuld nicht auf die Flüchtlinge, die gerade Europa fluten. Sie sind genau solche Opfer, wie die Pariser auch. Dieser Terrorismus ist genau das, was sie hinter sich lassen möchten, denn sie haben noch viel mehr Angst als wir. Sie haben diesen Terror bereits am eigenen Leib verspürt, oder ihre Angehörigen. Die Flüchtlinge sind keine Terroristen, sie sind Opfer.

Charlie Hebdo und Co.: So protestieren die Karikaturisten

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Louie König 17.11.2015 16:21
    Highlight Highlight Als ich die Liste der Psychologin durchgegangen bin dachte ich mir: "Es steht nichts, vonwegen man solle nicht einer Völkergrupper o.Ä. die Schuld geben" und dann bin ich zu Ihrem Nachtrag gekommen und möchte Ihnen für diesen danken.
    • Nathalie Sassine-Hauptmann 01.12.2015 20:00
      Highlight Highlight Das war mir eben auch aufgefallen. Deshalb der Nachtrag. Offenbar haben Psychologen keine politische - oder humanitäre - Meinung zu vertreten...
    • Louie König 02.12.2015 07:39
      Highlight Highlight Vielleich ist es für sie so selbstverständlich, dass sie es nicht für wichtig hielt, dies zu erwähnen...wer weiss..

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