DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Handy-Video zeigt, wie Menschen aus dem Club Bataclan fliehen (Achtung: Schockierende Szenen!)

14.11.2015, 09:2214.11.2015, 16:26

Hinweis der Redaktion: Wir haben diskutiert und uns intensiv Gedanken gemacht, ob wir dieses Bilddokument zeigen sollen. Auch, ob wir die Attentäter dadurch inszenieren. Wir sind uns dieser Gefahr sehr bewusst. Andererseits können keine Fotos und keine Worte beschreiben, wie dramatisch die Szenen rund um den Club Bataclan waren. Aus diesem Grund haben wir entschieden, das Video zu zeigen. Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass die Bilder wirklich schockierend sind. 

Der französische Journalist Daniel Psenny hatte die Kamera in der Hand, als die Terroristen den Konzertsaal des Bataclan am Boulevard Voltaire im 10. Arrondissement stürmten. 1500 Zuschauer waren zu diesem Zeitpunkt im Club, wo die amerikanische Rock-Band Eagles of Death Metal ein Konzert gab.

No Components found for watson.dailymotion.

Seine Bilder halten fest, wie Konzertbesucher über einen Hintereingang verzweifelt zu fliehen versuchen. Eine Frau klammert sich minutenlang hängend an einem Fenstervorsprung fest, bevor sie gerettet wird. Andere humpeln, von einem Schuss ins Bein getroffen, ins Freie. Vor dem Eingang bietet sich ein Bild des Grauens: Leblose Körper liegen auf dem Pflasterstein, ein Mann zieht eine bewusstlose Person an den Armen vom Ort des Geschehens weg in Sicherheit. Immer wieder sind Schüsse zu hören. 

Der Journalist, der das Geschehen filmte, ging nachher nach unten und versuchte den Opfern und Fliehenden zu helfen. Als er einen Verletzten ins Haus befördern will, wird er selber angeschossen. Er überlebt. 

Kurz vor Mitternacht stürmten Spezialeinheiten der Polizei das Konzertlokal. Vier Attentäter kommen dabei ums Leben, drei lösen zuvor einen Sprengstoffgürtel aus.

Bei der Attacke auf das Bataclan, zehn Monate nach dem «Charlie Hebdo»-Attentat, kamen mindestens 80 Menschen ums Leben. Nach neusten Informationen wurden bei sieben koordinierten Attacken 153 Menschen getötet. (wst)

[viw,21.03.2016] Anschläge in Paris

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

10 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
#bettina
14.11.2015 11:53registriert Oktober 2015
Solche Szenen sind schockierend... Jedoch sind viele von uns, da zähle ich mich bedauerlicherweise dazu, (leider) schon sehr abgehärtet. Täglich erreichen uns grauenhafte Bilder aus aller Welt. Dieses Video ist ein Tropfen auf dem heissen Stein, genau wie dieses Ereignis. Ich schätze es sehr, dass ihr doch betont, dass ihr euch stark überlegen musstet ob ihr es zeigen wollt. Es zeugt von Menschlichkeit, welche heute Nacht ein weiteres mal verloren ging.
1130
Melden
Zum Kommentar
avatar
Louie König
14.11.2015 10:24registriert Juni 2014
ich denke, dass ihr richtig handelt... diese bilder zeigen den Schrecken, sie verherrlichen ihn nicht...
1080
Melden
Zum Kommentar
avatar
The fine Laird
14.11.2015 10:47registriert November 2014
Danke für euren Mut. Möge sowas nie bei uns passieren.
672
Melden
Zum Kommentar
10
Mindestens elf Tote bei Busunglück in Brasilien

Bei einem Busunglück im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Dies berichteten brasilianische Medien unter Berufung auf die Polizei am Dienstag (Ortszeit). Unter den Toten des Unfalls in der Nähe der Stadt Sorriso waren laut dem Nachrichtenportal «G1» eine Mutter und ihr Sohn. Demnach wurden weitere der rund 45 Passagiere schwer verletzt.

Zur Story