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Apple tritt beim iCar weiter auf die Bremse – fast 200 Mitarbeiter entlassen

28.02.2019, 16:34

Der iPhone-Hersteller hat angekündigt, 190 Stellen zu streichen. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter der Abteilung für selbstfahrende Autos – vorwiegend Ingenieure. Betroffen seien Mitarbeiter in acht Einrichtungen in Kalifornien, teilte der US-Konzern am Mittwoch in einer Mitteilung an die Behörden mit. Weitere Angestellte der Auto-Sparte sollen in andere Abteilungen versetzt werden.

Diese Umstrukturierungen deuten auf eine weitere Reduzierung des Auto-Projekts oder eine Kursänderung hin. Unter dem Codenamen Titan arbeitete Apple seit 2014 an einem Elektroauto. Ab 2020 sollte es angeblich auf der Strasse rollen. 2016 berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg, Apple habe nach zahlreichen Rückschlägen das Projekt iCar aufgegeben. Hunderte Mitarbeiter wurden damals entlassen.

Das Auto-Projekt soll zugunsten der Entwicklung von Software für autonome Autos aufgegeben worden sein, hiess es zuletzt immer wieder. Einzelheiten dazu hält Apple unter Verschluss.

Deutsche Autobauer setzen auf Microsoft

Apple soll auch an einer Kooperation mit deutschen Autobauern interessiert gewesen sein. VW und Daimler haben sich nun aber für Microsoft als Cloud-Partner entschieden.

Am Branchen-Treffen Mobile World Congress in Barcelona traten Daimler-Chef Dieter Zetsche und Microsoft-CEO Satya Nadella diese Woche gemeinsam auf. Auch VW bekräftigte die Partnerschaft bei Cloudangeboten mit dem Windows-Konzern: Neben Europa werde die sogenannte Volkswagen Automotive Cloud auf die USA und China ausgeweitet, kündigten die Chefs beider Konzerne am Mittwoch in Berlin an.

«Unsere strategische Partnerschaft mit Microsoft ist ein wesentlicher Baustein, um Volkswagen zum softwaregetriebenen Mobilitätsanbieter weiterzuentwickeln», sagte VW-Chef Herbert Diess über die bereits im vergangenen Jahr bekanntgegebene Kooperation. Basis für die Automotive Cloud, die im kommenden Jahr erstmals im Golf-Nachfolger, dem Elektrofahrzeug I.D., zur Anwendung kommen soll, ist Microsofts Cloud-Plattform «Azure».

Autos speichern immer mehr Daten. Zudem erfordern viele mobile Dienste sowie Verkehrsvorhersagen eine bessere Vernetzung, deren Herzstück die mit Microsoft entwickelte Volkswagen-Cloud werden soll.

Neben dem Cloud-Angebot arbeiten der Wolfsburger Autokonzern sowie der weltgrösste Softwareanbieter aus dem US-Bundesstaat Washington auch an gemeinsamen Kommunikations- und Navigationslösungen wie beispielsweise der automatisierten Einwahl in Telefonkonferenzen und der Integration des Video-Telefonieangebots Skype von Microsoft. Auch das Cloud-Entwicklungszentrum in Seattle nimmt laut Volkswagen Form an. Erste Teams begännen dort mit der Projektarbeit, hiess es. (awp/sda/reu)

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