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Hier kommt die nächste heisse Foto-App aus Russland. Wir haben «FaceApp» getestet. bild: watson

Gratis, genial und ziemlich unheimlich – «FaceApp» fürs iPhone

Die Foto-App aus Russland verwandelt junge Gesichter in alte und zaubert ein Lächeln in saure Mienen. Allerdings gibt es Risiken und Nebenwirkungen ...



Die bis dato unbekannte Firma Wireless Lab hat kürzlich die iPhone-App «FaceApp» veröffentlicht. Im Beschrieb im App Store heisst es, dank künstlicher Intelligenz lasse sich das eigene Gesicht (oder ein anderes) transformieren. Konkret wird versprochen, man/frau könne mithilfe der Gratis-App:

watson hat «FaceApp» getestet – wer die iPhone-App nutzt, nimmt gewisse Risiken in Kauf (dazu später mehr)

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Unseren ersten Versuch starten wir mit Ueli Maurer**: Zunächst gilt es das Original-Foto zwecks Bearbeitung auf den Firmen-Server hochzuladen

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** Dass der Zürcher Oberländer öfters in meinen Foto-App-Tests als Modell fungiert, hat er nicht seiner Partei, sondern seinem Charakterkopf zu verdanken. 😉

Bitte recht freundlich, Herr Bundesrat

Auch die Verjüngungskur klappt ziemlich gut, bis auf die Frisur ...

Alain (und Alaine) Berset 

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Simon(etta) Sommaruga

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Aus aktuellem Anlass ...

Das ist die US-Schauspielerin Madeline Weinstein

Actress Madeline Weinstein poses for a portrait to promote the film,

Bild: AP Invision

Am Sundance Film Festival ist sie in «Beach Rats» erstmals auf grosser Leinwand zu sehen. Bitte lächeln!

Und wie wird die schöne New Yorkerin (nach hoffentlich langer Schauspiel-Karriere) im Alter aussehen? Nun ja, «FaceApp» transformiert das Gesicht, lässt aber Dekolleté und andere Körperpartien unverändert

Der «Jung»-Filter scheint hauptsächlich aus Weichzeichnen zu bestehen

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Vorhang auf für Laird Hamilton – ein Extremsportler, der Big Waves surft

Laird Hamilton poses for a portrait to promote the film,

Bild: Taylor Jewell/Invision/AP/Invision

In der Verfilmung seines abenteuerlichen Leben («Take Every Wave») spielt er selber die Hauptrolle. Keep smiling!

Und wie sieht der 52-Jährige aus, wenn er das Surfbrett an den Nagel hängt?

Seine feminine Seite

FaceApp

Die automatische Gesichtserkennung von FaceApp funktioniert nur richtig, wenn das Gesicht ganz zu erkennen ist...

epa05751334 Mirka Federer watches the commencement of play between her husband Roger Federer of Switzerland and Stan Wawrinka of Switzerland in the Men's Singles Semifinals at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Australia, 26 January 2017.  EPA/LUKAS COCH  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Bild: EPA

Wenn etwa der Mund nicht zu sehen ist, gibt es schräge Resultate...

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Jungschauspieler Harris Dickinson – und wie er im Alter aussehen könnte. Es sind einige Artefakte zu erkennen

Bei Boris Becker klappt der virtuelle Alterungsprozess viel besser

Der Ex-Tennisspieler gibt auch ein hübsches Mädchen ab. Links unten ist er mit «Jung»-Filter zu sehen

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Gestatten, Miss Dickinson

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Beim deutschen Politiker Sigmar Gabriel klappte die Bildverarbeitung hingegen nicht. Woran es lag? Keine Ahnung

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screenshot/bilder: watson

Auch solche Aufnahmen kann FaceApp leider nicht verarbeiten

epa05751335 Roger Federer of Switzerland reacts during his Men's Singles semifinal match against Stan Wawrinka of Switzerland at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Australia, 26 January 2017.  EPA/LUKAS COCH  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Bild: EPA

Vorsicht! App-Benutzung auf eigene Gefahr ☠️

Was die Gewährleistung des Datenschutzes betrifft, muss vor «FaceApp» gewarnt werden. Die User sollen Fotos von sich (oder mit anderen Gesichtern) auf den Server einer bis dato unbekannten russischen Entwicklerfirma hochladen. Ausserdem sendet die App die IMEI-Nummer und weitere Daten nach China, wie der Tech-Blog Android Police warnte.

Was damit geschieht, ist nicht klar. Weder in der App noch über die Website sind entsprechende Informationen verfügbar. Dies erinnert an die extrem populäre Prisma-App aus Russland, die ebenfalls wegen Datenschutz-Bedenken in der Kritik stand.

Der watson-Redaktor ist über einen Bericht des US-Blogs The Mac Observer auf die neue iOS-App aufmerksam geworden. Entwickler ist offenbar ein Russe namens Yaroslav Goncharov. Laut einem gleichnamigen LinkedIn-Profil ist er seit 2014 Geschäftsführer der Firma Wireless Lab aus St.Petersburg. Vorher war der IT-Crack für den russischen Suchmaschinen-Betreiber Yandex und auch für Microsoft tätig. Auf den gleichen Namen sind mehrere Patentanträge im Bereich Software zu finden.

Wer im App Store den Link zur Hersteller-Website anklickt, ruft faceapp.io auf

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Daraufhin werden keine Angaben zur App (mit einem Impressum) angezeigt, sondern es wird ein Google-Doc-Dokument geladen, das offenbar Kunden-Feedback einholen soll.

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Goncharov erklärte gegenüber The Mac Observer, er habe schon User-Feedback erhalten. App-Bewertungen oder Rezensionen sind allerdings im App Store (noch) keine zu finden

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screenshot: itunes (app store)

Die FaceApp.io-Domain ist auf Goncharov eingetragen und läuft laut Whois-Abfrage auf Amazon-Servern in den USA

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17
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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Matrixx 27.01.2017 17:13
    Highlight Highlight Die Alterungsapp scheint einfach alles dunkle grau zu machen. Sehr auffällig, da alle alten Leute blind zu sein scheinen, wennlman die Augen anschaut. Nette Spielerei, aber am Algorithmus muss noch etwas gefeilt werden.
  • fabsli 27.01.2017 17:09
    Highlight Highlight Wieso nicht Trumps Foto nehmen und auf den "intelligent"-Button drücken?
  • Tschedai 27.01.2017 16:23
    Highlight Highlight Wieso diese Datenschutzbedenken plötzlich? Ihr wisst doch auch nicht was mit Fotos passiert, die ihr auf Facebook lädt. Ah weil es von einer russischen Firma kommt. Ja, die Russen stellen gewisse Medien einfach unter Generalverdacht. Schade, dass das so läuft. Denn grundsätzlich sollte man immer Datenschutzbedenken haben, nicht bloss, wenn die Russen kommen. Aber heute laden viele einfach alles ins Netz, sobald sie die Möglichkeit dazu hat.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 27.01.2017 17:10
      Highlight Highlight Der Journalist hinter diesen Artikeln mag solche Spielereien, und er stellt sie uns auch gerne vor. Natürlich kriegt er auch Feedback, und das zeigt - wenn man die Geduld aufbringt - auch Wirkung. Langsam aber immerhin.

      Bei den Chinesen hiess es noch "mit Vorsicht zu geniessen". Auch diese App war bereits vor Veröffentlichung des Artikels von Sicherheitsleuten deutlich Dunkel-Rot (NO-GO!) markiert.

      Jetzt bei der rusisschen rot-beflaggten App heisst es immerhin "Vorsicht! Auf eigene Gefahr ☠️"

      Immerhin lässt sich eine positive Tendenz feststellen. Mit viel Spielraum nach oben.
    • Tschedai 27.01.2017 22:00
      Highlight Highlight @Rendel ja, da muss das Internet für dich ein kleiner Raum sein. Sehr viele Services laufen auf Amazon Servern.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 28.01.2017 13:01
      Highlight Highlight Es ist jedenfalls eine Kunst, mit "quasi nix" trotzdem mehrere Bildschirmseiten zu füllen, und dieses "quasi nix" mit erstaunlich vielen, tatsächlich recherchierten Fakten und vorbildlichen Quellenangaben zu füllen.
  • Gigi,Gigi 27.01.2017 16:20
    Highlight Highlight Wieso sieht die Simonetta Sommaruga immer gleich aus? Funktioniert die App bei ihr nicht?
    • MisterM 27.01.2017 17:48
      Highlight Highlight Sie scheint schon hot genug zu sein ;-)
  • der nörgler 27.01.2017 15:13
    Highlight Highlight Hmm grosse Bedenken was mit den Fotos passiert. Aber ihr ladet grad mal ein paar von Promis rauf, ohne diese zu fragen...
    • http://bit.ly/2mQDTjX 27.01.2017 17:20
      Highlight Highlight Mein Eindruck ist, dass der watson-Digital-Redaktion für solche sicherheitsrelevanten Fragen und Anstandsregeln die nötige Sensiblität fehlt. Ich glaube auch, dass sie sich nicht viele Gedanken über Netiquette machen, oder bzw. noch gar nie davon gehört haben.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Netiquette
    • Crecas 27.01.2017 20:40
      Highlight Highlight Hahaha.... Promi Fotos sind ja eh überall und sowieso... Bedenken hat man geäussert wegen den eigenen Fotos (Stichwort Nacktpics).
    • http://bit.ly/2mQDTjX 27.01.2017 22:29
      Highlight Highlight Crecas: Wer diese App installiert, verschenkt nicht nur Fotos von Promis nach Russland sondern alle Fotos in der Gallerie seines Geräts. Darunter wahrscheinlich auch Fotos von Freunden oder anderen Unbeteiligten, die diesen indiskreten Umgang mit ihren Bildern vielleicht nicht so toll finden, oder die wegen solchen Fahrlässigkeiten sogar in Gefahr geraten könnten, selbst wenn es gar keine kompromittierende Bilder sind:

      http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-11/bnd-gesichtserkennung-biometrie
    Weitere Antworten anzeigen
  • Calvin Whatison 27.01.2017 14:52
    Highlight Highlight 😂😂😂 die Bilder sind ja echt 💩, und dann noch auf eigene Gefahr! Neee, die beiden Apps von letzter Woche aus China sind aber spassig 👍🏻😂
  • Wehrli 27.01.2017 14:22
    Highlight Highlight Was für ein Schrott, meine Gott, ich dachte es seien Nukes, die uns eines Tages vernichten, aber Nein! Es sind f**** Apps die uns das Hirn aushöhlen ...
  • MisterM 27.01.2017 14:20
    Highlight Highlight Interessant wäre folgender Test: Fotos von mittlerweile gealterten Leuten aus ihrer Jugendzeit nehmen und mit mit den echten Fotos von heute vergleichen. Gibts hier iPhone-user, die das mal versuchen möchten?

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