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«Der Markt wird von Panikverkäufen heimgesucht» – Bitcoin weiterhin auf Talfahrt



epaselect epa06062675 (04/26) Bitcoin miner Huang inspects a malfunctioning mining machine during his night shift at the Bitcoin mine in Sichuan Province, China, 26 September 2016. Miners can check a machine's condition and operations using phones and personal computers. For most issues, they can simply restart a machine. 'If it's a complicated problem, we just ship it to the factory and let them fix it,' Huang said.
China is one the main exchange market of bitcoins although the digital currency exists in a legal limbo and prone to speculation. The country hosts some of the biggest 'mining pools' in the world, clusters of supercomputers which task is minting new bitcoins and maintaining the system, sometimes installed in shady places close to power plants. Sichuan has become known as 'the capital of bitcoin mining' as entrepreneurial Chinese set up 'mines' there due to its abundance of hydropower, perfect for the high electricity needs of the large number of computers required for Bitcoin mining. Bitcoin mines are buildings with warehouse-like structures equipped with massive numbers of microprocessors with which 'miners' solve complex math problems and are rewarded in the digital currency.
The industry exists in a legal gray zone in China, and the miners in this story, concerned about attention from the government, asked not to have their full names or the names of the villages where their mines are located mentioned in this story.  EPA/LIU XINGZHE/CHINAFILE ATTENTION: For the full PHOTO ESSAY text please see Advisory Notice epa06062671

Ein Bitcoin-Miner inspiziert eine Mining-Anlage in Sichuan, China. Bild: EPA/EPA

Der Bitcoin-Ausverkauf geht weiter: Der Kurs der Cyber-Devise fiel am Dienstag um bis zu zwölf Prozent auf ein 14-Monats-Tief von 4199,36 Dollar. Damit summiert sich das Minus der vergangenen Tage auf rund 33 Prozent.

Das ist der grösste Kursrutsch seit einem Dreiviertel Jahr. Auch die Digitalwährungen Ethereum oder Ripple verbuchten am Dienstag Kursverluste im zweistelligen Prozentbereich.

«Der Kryptowährungsmarkt wird von Panikverkäufen heimgesucht», sagte Analyst Salah-Eddine Bouhmidi vom Brokerhaus DailyFX. Ein Ende dieser Talfahrt sei vorerst nicht in Sicht.

Auch Marktanalyst Fawad Razaqzada vom Online-Broker Forex.com äusserte sich pessimistisch. «Die Euphorie ist verflogen. Eine Menge Leute haben das Interesse verloren.» Im vergangenen Jahr hatte der Bitcoin-Kurs zeitweise 2000 Prozent zugelegt und kurz vor Weihnachten mit etwa 20'000 Dollar ein Rekordhoch markiert.

Nicht nur Bitcoin, auch andere bekannte Digitalwährungen wie XRP, Ether oder Bitcoin Cash standen am Dienstag weiter unter Druck. Das Internetportal Coinmarketcap gibt den Wert aller rund 2000 Kryptoanlagen aktuell mit rund 152 Milliarden Dollar an. Das sind fast 60 Milliarden Dollar weniger als noch vor knapp einer Woche. Zu Zeiten des Krypto-Booms vor etwa einem Jahr hatte der Marktwert aller Digitalwährungen bis zu 830 Milliarden Dollar betragen.

Aufspaltung von Bitcoin Cash

Nervös macht Anleger unter anderem die geplante Aufspaltung der Schwesterwährung Bitcoin Cash. Sie befürchten, dass dies den gesamten Markt für Cyber-Devisen destabilisiert.

Bei einem sogenannten Hard Fork wird die Blockchain-Datenbank ab einem Stichtag in zwei unabhängigen Strängen weitergeführt. Meist geht dieser Schritt mit einem Software-Update einher, um beispielsweise die Transaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen. Den Haltern dieser ursprünglichen Devise wird dann zusätzlich dieselbe Menge der neuen Schwesterwährung gutgeschrieben.

Aus Bitcoin gingen Bitcoin Cash und Bitcoin Gold hervor. Diese Hard Forks wurden jedes Mal von Kursturbulenzen begleitet. (awp/sda/reu)

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