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National Security Agency Director Adm. Michael S. Rogers testifies on Capitol Hill in Washington, Tuesday, May 23, 2017, before the House Armed Services Emerging Threats and Capabilities subcommittee hearing: 'Fiscal Year 2018 Budget Request for U.S. Cyber Command: Cyber Mission Force Support to Department of Defense Operations.'  (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)

Ob der NSA-Direktor wegen der Shadow Brokers schlecht schläft? Admiral Michael Rogers bei einer Anhörung. Bild: KEYSTONE

Die NSA-Hacker machen ernst – so viel kostet ein Malware-Abo

Die Shadow Brokers verkaufen – wie befürchtet – gefährliche Sicherheitslücken und gestohlene Geheimdokumente im Monatsabo.



Die Shadow Brokers lancieren, wie angekündigt, einen kostenpflichtigen Abo-Service für Sicherheitslücken.

Umgerechnet rund 23'500 US-Dollar sollen Interessierte bezahlen, um möglicherweise höchst brisante und bislang streng geheime Informationen aus dem Fundus der NSA zu erhalten.

Dies geht aus einem anonymen Blog-Beitrag hervor.

Ende Juni will die Hackergruppe den «Abonnenten» einen Link und den Schlüssel senden, damit diese das erste Datenpaket herunterladen und öffnen können. Was sie darin finden werden, verraten die unbekannten Kriminellen nicht. 

Die Dateien, die der mächtigen National Security Agency gestohlen wurden, könnten bislang unbekannte Exploits (Hacker-Tools) zu Windows 10 von Microsoft enthalten. Oder auch Geheimdokumente zu staatlichen Atomwaffen-Programmen.

Im Monatsrhythmus sollen weitere «Dumps» erfolgen.

Viele Akteure sind unter Druck

Staatliche Organisationen und private Unternehmen müssen nun entscheiden, ob sie die geforderte Summe in Form der Kryptowährung ZEC an die Shadow Brokers überweisen. 23'500 Dollar sind zwar eine Stange Geld, der Betrag ist aber schlau gewählt, dürfte er doch für viele erschwinglich sein.

Auch psychologisch betrachtet ist das Vorgehen der Shadow Brokers raffinierter als die ursprünglich versuchte Online-Auktion. Weil die konkurrierenden Geheimdienste, Sicherheitsfirmen und anderen Interessenten nicht wissen, wer ein Abo kauft, könnten sich viele veranlasst sehen, auf Nummer sicher zu gehen.

Das betonen auch die Shadow Brokers in ihrem aktuellen Schreiben. Die Frage sei, ob es sich eine Organisation leisten könne, nicht als erste Zugang zu den Daten zu erhalten.

Zcash statt Bitcoin

Bezahlt werden soll nicht mit Bitcoins, sondern Zcash. Das ist eine andere Kryptowährung, die gewährleisten soll, dass die Transaktionen nicht von Dritten mitverfolgt werden.

«Mit dem Wechsel zur vermeintlich anonymen Zahlungsmethode Zcash wollen die Shadow Brokers sowohl sich als auch ihre Kunden schützen, obwohl sie in ihrem üblichen wirren Englisch Zweifel an einer echten Anonymität der Kryptowährung äussern.»

quelle: golem.de

Auf Twitter diskutieren Sicherheitsforscher, ob sie den verlangten Betrag über Crowdfunding sammeln sollen – um dann die Daten allen beteiligten «Investoren» zur Verfügung zu stellen.

Die Shadow Brokers hatten zuvor unter anderem Exploits für Router von Cisco veröffentlicht, die sich im Besitz der NSA befunden hatten. Weitaus gravierender war dann die Veröffentlichung von weiteren NSA-Hacker-Tools im April. Unbekannte verwendeten den Code für die Ransomware WannaCry. In der Folge wurden über 230'000 PCs rund um den Globus befallen. Entgegen früherer Meldungen war vor allem Windows 7 betroffen.

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