Das waren im Januar die beliebtesten E-Autos der Schweiz – eine Marke fährt allen davon
Im Januar 2026 kamen rund 3000 neue E-Autos auf Schweizer Strassen, im Januar vor einem Jahr waren es 2387. Für das Plus von über 20 Prozent sind hauptsächlich Skoda, Volvo und Kia verantwortlich.
Toyota taucht erstmals in den Top 10 der Neuzulassungen auf, und auch die chinesischen Hersteller Leapmotor und BYD arbeiten sich in die Top 15 vor.
Doppelsieg für Skoda, Toyota erwacht
Auf Modellebene führen zwei Elektro-SUVs von Skoda, Rang drei geht an Volvo, ebenfalls mit einem SUV. Auf Rang vier folgt bereits Kias neuer Elektro-Van PV5, der VWs Mini-Bus ID. Buzz (Rang 21) die Show stielt.
Eine weitere Überraschung: Auf Rang 8 – direkt vor Teslas Model Y – schiebt sich Toyotas überarbeiteter bZ4X (ja, das E-Auto heisst wirklich so). Mit dem Elektro-SUV Urban Cruiser taucht gar ein zweiter Stromer der Japaner in den Top 20 auf. Toyota hielt sich bei der E-Mobilität lange zurück, kann sich dem Wandel aber nicht länger entziehen. Selbst der neue Corolla wird elektrisch.
Das Model 3 von E-Auto-Pionier Tesla kommt im neuen Jahr bisher nicht in Fahrt und taucht im Januar nicht unter den fünfzig meistverkauften E-Autos auf.
Rang 1 im Januar: Skoda Elroq
Neuzulassungen: Ein Drittel E-Autos im Dezember, aber …
In der Schweiz erreichten vollelektrische E-Autos (BEV) im Dezember 2025 einen Rekordanteil von über 32 Prozent an den Neuzulassungen. Über das gesamte Jahr lag der Stromer-Anteil aber erst bei 23 Prozent. In diesem Jahr könnten mehrere neue und erschwingliche Elektro-Kleinwagen den BEV-Marktanteil erstmals im gesamten Jahr auf über 25 Prozent bringen.
Schweizer kaufen zu wenig E-Autos – andere Länder sind uns weit voraus
Weltweit wurden vergangenes Jahr rund 13,7 Millionen rein batterieelektrische Autos (BEV) neu ausgeliefert, wie eine Analyse von PwC ergab. Das waren 3,1 Millionen E-Autos mehr als 2024, ein Plus von 30 Prozent. In der Schweiz legten BEV nur um 15 Prozent zu. Mit diesem im internationalen Vergleich schwachen Wachstum würden E-Autos hierzulande erst 2030 einen Marktanteil von 50 Prozent bei den Neuzulassungen erreichen.
Zum Vergleich: In Ländern wie den Niederlanden, Schweden, Finnland oder Belgien könnten Stromer bereits in diesem Jahr die magische Marke von 50 Prozent knacken. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass es danach sehr rasch gehen kann: In Norwegen waren im letzten Jahr 96 Prozent aller neu verkauften Personenwagen vollelektrische Autos. In Dänemark waren im Januar 2026 über 83 Prozent der Neuwagenverkäufe Elektroautos. Bemerkenswert: Die zehn meistverkauften Modelle in Dänemark fahren allesamt ausschliesslich mit Strom.
In einigen Ländern kommt das Verbrenner-Aus also viel rascher, als es sich manche (EU-)Politikerinnen und Politiker vorstellen können.
(oli)
