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Mit solchen «Mr. Zuckerberg»-Memes nehmen Twitter-Nutzer die technisch ahnungslosen US-Senatoren aufs Korn.

Eigentlich hätte Zuckerberg «gegrillt» werden sollen – doch dann kamen die Senioren

Twitter und Reddit explodieren mit «Mr.-Zuckerberg-Memes», die die merkwürdigen Fragen der US-Senatoren auf die Schippe nehmen. Statt den Facebook-Chef über die Geschäftspraktiken seines Unternehmens zu befragen, bitten sie ihn angeblich um technischen Rat bei Internet-Zeugs.



Mark Zuckerberg musste nach dem Cambridge-Analytica-Skandal vor dem US-Kongress antraben – gestern und heute gleich nochmals. Er beantwortet den Damen und Herren Politikern Fragen zum Datenschutz bei Facebook. Im Vorfeld wurde gemunkelt, Zuckerberg würde bei der Anhörung mit kritischen Fragen gegrillt. Es sollte anders kommen.

Viele der Senatoren, die die Fragen stellten, waren ... nun ja ... keine Digital-Natives. Die meisten Senatoren hatten offenbar keinen Dunst von Facebooks Geschäftsmodell und schon gar nicht von der Technik dahinter. 

Mark Zuckerberg erlebt den schlimmsten Alptraum jedes jungen Menschen: Er versucht älteren Menschen Technik-Kram zu erklären.

Senator Orrin Hatch fragte Zuckerberg allen ernstes, wie Facebook in der Lage sei Geld zu verdienen, wenn es doch gebührenfrei ist.

Zuckerberg konnte ein Grinsen kaum unterdrücken, als er antwortete: «Senator, wir schalten Anzeigen.»

«Ich verstehe, das ist toll», antwortete Hatch.

Senator Orrin Hatch hat keine Ahnung von Facebooks Geschäftsmodell. 

Senator Patrick Leahy druckte kurzerzand Facebook aus

Senator Patrick Leahy brachte Ausdrucke verschiedener Facebook-Gruppen mit (seine Mitarbeiter mussten sie während der Anhörung wie Tranparente hochalten) und fragte, ob es sich bei den Gruppen um russische Propagandagruppen handle. Schliesslich hat Zuckerberg ja Facebook erfunden und kennt alles und jeden dort persönlich ...

Das Internet reagiert mit Häme:

Doch es waren längst nicht nur die älteren Senatoren, die nicht verstanden, wie Facebook funktioniert. Senator Brian Schatz, der erst 45 Jahre alt ist, fragte Zuckerberg, ob Facebook sehen könne, ob er jemanden über Whatsapp «gemailt» habe.

Zuckerberg antwortete, dass WhatsApp verschlüsselt ist und Facebook daher nicht mitlesen könne.

Senator Schatz: «Ja, aber wenn ich mit jemandem über den Film ‹Black Panther› auf WhatsApp schreibe, bekomme ich dann Werbung über ‹Black Panther› auf Facebook?»

Zuckerberg: «... nein.»

Verfolgte man das Schauspiel, das Live übertragen wurde, kam man unweigerlich zum Schluss, dass hier Menschen Gesetze machen, die keine Ahnung davon haben, wie eine Internet-Firma wie Facebook funktioniert. 

Mit diesen «Mr. Zuckerberg»-Tweets werden die US-Senatoren veralbert

Statt Zuckerberg werden nun die ahnungslosen Senatoren gegrillt. Twitter- und Reddit-Nutzer überbieten sich mit «Mr.-Zuckerberg-Memes», die die teils merkwürdigen Fragen der Senatoren auf die Schippe nehmen. Statt den Facebook-Chef über die Geschäftspraktiken seines Unternehmens zu befragen, bitten sie ihn angeblich um technischen Rat. Ein paar der witzigsten Beispiele:

Zuckerberg: «Ich bin bereit, alle Fragen zu Facebook zu beantworten.»

Senator: «Ausgezeichnet. Mr. Zuckerberg, mein Bauernhof bei ‹FarmVille› braucht mehr Schweine, aber ich weiss nicht, wo ich sie kaufen soll.»

Gute Frage: Wo ist bloss mein Hotmail auf Facebook?

Senator Chuck Grassley: «Mr. Zuckerberg. Meine Frage an Sie lautet. Ich habe meinem Enkel ein Bild von einem der kleinen gelben Kerle aus dem «Minions»-Film geschickt und er hat nicht geantwortet. Ist meine Nachricht durchgegangen? Warum sollte er nicht antworten. Es ist ein lustiges Bild.»

Senator John Cornyn: «Mr. Zuckerberg, meine Frau und ich teilen uns ein Konto auf The Facebook. Aber wir möchten unterschiedliche ‹FarmVilles›. Gibt es eine Möglichkeit, dass Sie das für uns einrichten können? Sie bringt mir immer alles durcheinander.»

Ja, was ist ein Snapchat, Mark?

Senator Corbyns Sohn nutzte die Gunst der Stunde, um neue Follower zu gewinnen.

Senator Ted Cruz hatte neulich «aus Versehen» einen Porno-Tweet gelikt

«Mr. Zuckerberg... Hypothetisch, wenn jemandes Videorekorder nicht aufhört ‹12:00 Uhr› zu blinken, wie könnt man das reparieren?»

(oli)

Daten-Schlamassel bei Facebook – 30'000 Schweizer betroffen

Video: srf

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22 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Denk nach
11.04.2018 20:33registriert July 2016
Ich bin mir nicht sicher ob ältere schweizer Politiker besser abschneiden würden...
Aber zumindest die Mitarbeiter die Facebook ausgedruckt haben für ihren Senator hätten dich ein bisschen Einfluss nehmen können? Man muss seinen Chef schon fast hassen um ihn in eine solche Peinlichkeit laufen zu lassen...
Schade, intelligente Fragen hätten sicherlich den Druck auf Facebook erhöht.
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Tomlate
11.04.2018 20:11registriert March 2014
Jetzt lachen viele, die meinen, eine Ahnung zu haben, aber das Meiste, was mittlerweile mit Data Analytics, Machine Learning, Deep Learning und Artificial Intelligence abgeht, verstehen die wenigsten. Da ensteht (unbeachtet), nebst der grossen Kluft zwischen Arm und Reich, eine weitere. Und ich glaube, dass nicht nur alte Leute abgehängt werden, was die Digitalisierung betrifft.
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Alnothur
11.04.2018 20:57registriert April 2014
Ich kann's nicht mehr sehen... Es hängt nicht im Geringsten vom Alter ab. Wer auch nur fünf Minuten IT-Support gemacht hat, weiss das...
Wir haben bei uns an der Uni Studenten, die sind zu blöde, eine Datei auf einen USB-Stick zu speichern. Dafür habe ich meinem 70-jährigen Nachbarn, pensionierter Sanitär, in ein paar Wochen die PC-Nutzung beigebracht.
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