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EA knickt ein und streicht alle In-Game-Käufe in «Star Wars: Battlefront 2»

«Battlefront 2»-Entwickler Dice: «Sorry, wir haben das nicht richtig hinbekommen.
«Battlefront 2»-Entwickler Dice: «Sorry, wir haben das nicht richtig hinbekommen.

EA hats vermasselt und streicht jetzt alle In-Game-Käufe in «Star Wars: Battlefront 2» 

Electronic Arts hat nur wenige Stunden vor dem Start von «Battlefront 2» auf den tagelangen Shitstorm der Gamer-Community reagiert und die umstrittenen Mikrotransaktionen komplett entfernt – allerdings nur für den Moment.
17.11.2017, 13:1717.11.2017, 15:09
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In letzter Minute vor dem offiziellen Start von «Star Wars Battlefront 2» hat Electronic Arts alle Mikrotransaktionen aus dem neuen «Star Wars»-Spiel entfernt.

Das zuständige Entwickler-Studio Dice schrieb im Firmenblog: «Wir haben eure Sorge gehört, dass Spieler möglicherweise unfaire Vorteile bekommen.» Und weiter: «Entschuldigt, dass wir das nicht richtig hinbekommen haben. Wir haben euch laut und klar gehört, also schalten wir alle In-Game-Käufe ab. Wir werden nun mehr Zeit mit Zuhören, Anpassen, Ausbalancieren und Optimieren verbringen.»

Konkret bedeutet die Änderung, dass Spieler zum Start des Games keine Kristalle kaufen können. Alles was man verdienen kann, erlangt man über Gameplay. Spieler können somit Helden wie Luke Skywalker nicht mehr für kostenpflichtige Kristalle via In-Game-Käufe erwerben, was ihnen (unfaire) Vorteile bringen würde. Alle Helden und weitere Extras müssen regulär erspielt werden.

Damit sind die in einem Vollpreisspiel besonders umstrittenen Mikrotransaktionen aber nicht vom Tisch: Dice und EA wollen das Spiel mit Updates besser ausbalancieren und zu einem späteren Zeitpunkt In-Game-Käufe wieder freischalten.

EAs temporäre Kehrtwende ging ein tagelanger Shitstorm im Internet voraus. Teile der Gamer-Community riefen zum Boykott auf, ein angeblicher EA-Mitarbeiter soll laut Eigenaussage Morddrohungen erhalten haben, Rivale Blizzard spottete über EA und nicht zuletzt dürften viele Vorbesteller ihre Bestellung storniert haben.

Ein typischer Dialog zwischen Kunde und EA-Kundendienst.
Ein typischer Dialog zwischen Kunde und EA-Kundendienst.

Eine erste Stellungnahme von EA auf der Online-Plattform Reddit vom letzten Wochenende erhielt bis heute 676'000 Downvotes – ein absoluter Minusrekord der zeigt, wie aufgebracht viele Gamer sind. Stein des Anstosses war EAs ursprüngliche Absicht, dass Spieler für ikonische «Star Wars»-Helden 20 bis 40 Stunden spielen müssen, um sie ohne In-Game-Käufe freizuschalten. Dies, obwohl der Kunde bereits den vollen Preis für das Spiel bezahlt hat.

Gestern wurde zudem bekannt, dass die belgische Wettbewerbsbehörde untersucht, ob die umstrittenen Lootboxen in Spielen wie «Star Wars: Battlefront 2» unter das Glücksspielgesetz fallen. Lootboxen sind im Spiel platzierte digitale Belohnungskisten. Das Problem: Was genau drin ist, weiss der Spieler vor dem Kauf nicht. Im Ernstfall drohen EA Geldstrafen oder ein Verkaufsverbot in Belgien. Auch dies könnte ein Grund sein, warum EA sämtliche Mikrotransaktionen über Nacht abgestellt hat.

Hinweis: Inzwischen ist die Stellungnahme von Dice nicht mehr online. Der Link führt aktuell auf eine Fehler-Seite.

Haben die Milliardär-Bosse ein schlechtes Gewissen?

Video: srf

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23 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gar Ma Nar Nar
17.11.2017 15:12registriert Oktober 2017
Man sieht an den Kommentaren hier schon, dass EA's Strategie aufgeht: Der Konsument vergisst schnell, und die Kasse klingelt wieder.

EA reibt sich schon die Hände.
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The Destiny // Team Telegram
17.11.2017 14:34registriert Mai 2014
@Watson, das sollte umbedingt in den fetten Titel

"allerdings nur für den Moment."

da das ganze sonst irreführend ist für Leute die nur den Titel lesen.
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Tiny Rick
17.11.2017 15:47registriert Dezember 2014
Habe meine vorbestellung auch storniert. Es muss mal etwas passieren. Hoffe viele tun das selbe. Auch wenn es hart ist da ich den SP gerne gezockt hätte.
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