Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Eine Video-Plattform mit lustigen Tiervideos soll zum Spenden animieren. screenshot: youtube

Petflix statt Netflix – wie Tierschützer bei den Millenials punkten wollen

Die Stiftung Tier im Recht lanciert eine freche Netflix-Kopie. Die Filmstars haben vier Beine oder Flügel – und gestreamt wird für einen guten Zweck.



Kennst du Petflix?

Kein Verschreiber, nein, gemeint ist tatsächlich petflix.ch.

Hinter der Website steckt die Stiftung Tier im Recht (TIR), eine unabhängige Tierschutzorganisation aus der Schweiz.

Bild

Woran bloss erinnert das Layout? 🤔 screenshot: petflix.ch

Der Name der am Mittwoch lancierten Video-Plattform ist kein Zufall: Aufbereitet in Blockbuster-Manier verweisen die Clips auf bekannte Filme und Serien. Ein Hamster packt in «Le Chocolatier» Pralinen zurück in die Packung. In «Hawk High» attackiert ein Falke eine Drohne und in «Secret Agent Fox» tarnt sich ein Hund auf geheimer Mission als Wischmopp.

Action, Horror, Drama oder doch lieber Comedy? Der Petflix-Trailer

abspielen

Video: YouTube/Tier im Recht

Binge Watching

Wie beim bekannten Streaming-Anbieter ist auch bei Petflix der Spass nicht umsonst zu haben. Ab 15 Franken gibt's «unbegrenzten Zugang» – und auf Wunsch eine Spendenquittung.

Denn ja: Petflix ist eine professionell gemachte Fundraising-Kampagne, mit der die Tierschützer Geld sammeln und für ihr Anliegen werben. Neben den Videos erhalten die Nutzer Informationen zum rechtlichen Schutz von Haus- und Wildtieren.

Gieri Bolliger, Geschäftsleiter bei TIR:

«Tiere geniessen in unserer Gesellschaft zwar einen hohen Stellenwert, in vielen Bereichen ist ihr rechtlicher Schutz aber immer noch mangelhaft. Auch werden Tierquälereien und andere Tierschutzdelikte von den zuständigen Behörden zu wenig konsequent verfolgt. So kommt den Tieren nicht der Schutz zu, den sie verdienen.»

Bild

Für die Konzeption und benutzerfreundliche Umsetzung der Spendenkampagne arbeitete TIR mit der Zürcher Kreativschmiede Equipe zusammen. screenshots: tir

Wir haben mit den Verantwortlichen der Spendenkampagne ein schriftliches Interview geführt, in dem sie auch zu einem allfälligen Rechtsstreit mit Netflix Stellung nehmen.

Wie seid ihr auf diese Idee gekommen?

In erster Linie wollten wir eine Kampagne für Millennials machen, denn diese werden für NGOs immer wichtiger. Sie sind sehr engagiert, wenn es um soziale Themen wie Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit geht. Und nicht zuletzt verdienen sie bereits ihr eigenes Geld, das sie gerne für einen guten Zweck ausgeben. Millennials ticken aber etwas anders als ältere Generationen, wenn es um Spenden geht. Sie informieren sich primär online und legen grossen Wert auf eine rasche und einfache Interaktion. Und natürlich spielt auch der Entertainment-Faktor eine grosse Rolle.

Habt ihr Petflix markenrechtlich prüfen lassen?

Wir haben vorab umfassende Abklärungen hinsichtlich Name und Aufbau getroffen und unsere Grenzen ausgelotet. Mit Namen und Logo spielen wir natürlich auf Netflix an, uns war es aber sehr wichtig, dass von Anfang an klar ist, dass es sich um eine Spendenkampagne handelt und die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) der Absender der Kampagne ist. Schliesslich verkaufen wir keine Fernseh-Abos, sondern belohnen Spender mit einer Reihe unterhaltsamer Tiervideos. Die Spendenplattform sowie die Videos selbst kommen mit einem komplett eigenen Design und selbst produziertem Inhalt daher.

Was passiert, wenn Netflix mit rechtlichen Schritten droht?

Durch Abklärungen vorab haben wir bewusst versucht, dieses Risiko zu minimieren und gehen deshalb davon aus, dass es keine rechtlichen Komplikationen mit Netflix geben wird. Sollte es wider Erwarten zu rechtlichen Schritten kommen, müssen wir situativ entscheiden. Grundsätzlich hoffen wir aber, dass Netflix unser Anliegen unterstützt, falls es davon Wind kriegt.

TIR gelingt es immer wieder, mit Aktionen aufzurütteln. Gibt's viele negative Reaktionen?

Die positiven Reaktionen überwiegen ganz klar. Grundsätzlich ist es wichtig, dass eine Kampagne die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gewinnt, denn nur so kann die Gesellschaft für die wichtigen Anliegen des Tierschutzes sensibilisiert werden. Leider ist das Thema Tierschutz oftmals von der negativen Seite der Mensch-Tier-Beziehung geprägt und auch in der Schweiz geniessen Tiere noch nicht den Schutz, den sie verdienen. Deshalb ist es bedeutsam, mit eingängigen Kampagnen auf diese Problematik aufmerksam zu machen.

Bild

Ein Poster aus einer preisgekrönten Kampagne der Stiftung Tier im Recht. bild: tir

Stichwort Online-Spenden: Kann ich bei Petflix auch mit Paypal bezahlen?

Um den Spendenprozess so einfach und bequem wie möglich zu gestalten, fokussieren wir auf die in der Schweiz am mit Abstand weitesten verbreiteten Zahlungsmethoden bei digitalen Spenden; das heisst Kreditkarten und PostFinance Card. Darüber hinaus richtet sich unsere Kampagne explizit an Mobile Users, deshalb sind auch SMS-Spenden ein Must Have. Paypal spielt hierzulande hinsichtlich Spendenvolumen eine vernachlässigbare Rolle, weswegen wir uns bei der Kampagne gegen diese Schnittstelle entschieden haben.

Online-Spenden machen erst wenige Prozent vom ganzen Spendenvolumen aus. Warum?

Dafür gibt es zwei Gründe. 

  1. Erstens setzen auch heute noch viele NGOs bei der Akquisition von Spenden auf Print- und Plakatwerbung und insbesondere auf Direkt-Mailing. Dadurch versuchen sie ihre Spendenthemen langfristig zu streuen und im Anschluss ihre Spender per Post zuhause abzuholen und zum Spenden zu motivieren. Damit verstärken sie natürlich das bestehende Spendenverhalten.
  2. Zweitens spenden die Leute hierzulande traditionell höhere Summen, dafür aber nicht so oft. Bei höheren Beträgen überlegt man sich natürlich zweimal, wofür man spenden will und trifft diese Entscheidung nicht spontan und unterwegs am Smartphone.

Durch den demographischen Wandel sehen wir hier aber eine klare Trendwende: Dank einer durch und durch digitalisierten, jüngeren Generation konnten wir über die vergangenen Jahre einen kontinuierlichen Anstieg an digitalen Spenden verzeichnen und hoffen, mit dieser Kampagne auch wertvolle Erfahrung im Umgang mit dieser Zielgruppe zu machen.

Wofür wird das gespendete Geld verwendet?

Die TIR finanziert sich ausschliesslich über private Spenden. Die Organisation erhält weder vom Bund noch von den Kantonen finanzielle Unterstützung. Das gespendete Geld fliesst in die Tierschutzprojekte. So werden angehende Juristen zu Tierschutzrechts-Spezialisten ausgebildet, oder man reicht Strafanzeigen wegen Tierquälereien und anderen Tierschutzverstössen ein und analysiert jedes Jahr den Tierschutzstrafvollzug in der Schweiz. Zudem erarbeitet die TIR Gesetzesvorschläge für bessere Tierschutzbestimmungen und bringt diese auf das politische Parkett.

Mehr Informationen über aktuelle TIR-Projekte gibt's unter tierimrecht.org.

Umfrage

Was hältst du von der Aktion?

  • Abstimmen

159

  • Gute Idee und Umsetzung93%
  • Na ja, geht so4%
  • Netflix zu imitieren geht gar nicht1%

Das könnte dich auch interessieren:

abspielen

Video: reuters

Diese Jäger mussten einen Shitstorm über sich ergehen lassen

Noch mehr Tiergeschichten

21 Cartoons, in denen die Tiere den Spiess umgedreht haben (SPOILER: Es tut weh)

Link zum Artikel

11 Arten, deiner Katze zu zeigen, dass du sie lieb hast

Link zum Artikel

Der fünffache Fiffi: Das grosse Geschäft mit geklonten Haustieren

Link zum Artikel

10 Gründe, warum Katzen besser sind als Babys

Link zum Artikel

Über 500 Hunderassen in der Schweiz

Link zum Artikel

12 Fragen, die wir unseren Katzen schon immer mal stellen wollten

Link zum Artikel

Photobomb-Alarm! Wenn dir dein tierischer Freund die Show stiehlt

Link zum Artikel

Hier überqueren gerade 1500 Schweizer Schafe einen Berg – in Einerkolonne

Link zum Artikel

Freuet euch, die Otten kehren zu uns zurück! 

Link zum Artikel

Hündeler, aufgepasst! Eure Vierbeiner verstehen menschliche Sprache besser als gedacht

Link zum Artikel

Dutzende tote Tiere: Polizei räumt Hof des Thurgauer Pferde-Quälers

Link zum Artikel

10 Gründe, warum es nichts Besseres gibt, als eine Katze zu haben

Link zum Artikel

«Muuuh»-tmasslicher Diebstahl: Räuber entführen 500 Kühe von einer neuseeländischen Weide

Link zum Artikel

11 Gründe, warum du unbedingt einen Katzenmenschen als Freund brauchst

Link zum Artikel

9 Gründe, warum ein Leben ohne Katze zwar möglich, aber sinnlos ist

Link zum Artikel

27 Katzen, die seeehr schlechte Entscheidungen getroffen haben

Link zum Artikel

9 Tage nach dem Erdbeben holen Retter Hund Romeo aus den Trümmern Amatrices 

Link zum Artikel

Die besten Geheimagenten dieser Welt sind immer noch Katzen

Link zum Artikel

Grosses Interesse: Pferde aus Hefenhofen werden am Donnerstag verkauft

Link zum Artikel

22 Grafiken, die perfekt zeigen, wie man Tiere richtig streichelt

Link zum Artikel

Neue Theorie: Dinosaurier gingen im Rauch einer Ölexplosion auf

Link zum Artikel

Drohnen und Suchtrupp versagten – dank Wurstgeruch tauchen verschollene Hunde wieder auf

Link zum Artikel

Jöö! Baby-Wölfchen im Tessin in die Foto-Falle getappt

Link zum Artikel

Kuhherde brennt während Unspunnen-Schlussvorführung durch

Link zum Artikel

Happy End in den Schweizer Alpen: Kätzchen rettet verletzten Mann und wird weltberühmt

Link zum Artikel

Urner wollen Wolf, Bär und Luchs an den Pelz

Link zum Artikel

Schnappschuss im Nationalpark: Kleiner Bär gibt Händchen

Link zum Artikel

Sogar Hündeler fordern Wiedereinführung der Hundekurse

Link zum Artikel

9 Anzeichen, dass deine Katze anders ist als andere Katzen

Link zum Artikel

Nachwuchs im Dom – bald fliegen die Jungfalken aus

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Wenn aus einer kleinen Paddeltour hautnahes Whale Watching wird

Link zum Artikel

Wolf soll von «streng geschützt» auf «geschützt» zurückgestuft werden

Link zum Artikel

Höhlenbären waren Veganer – und darum starben sie aus

Link zum Artikel

Person wird in Neuenburg von Tollwut-Fledermaus gebissen

Link zum Artikel

Dieser Otte spielt besser Basketball als du

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel

Biden, Warren oder Sanders? Das Rennen der Demokraten wird zum Dreikampf

Link zum Artikel

Jack Ma tritt als Alibabas Vorsitzender offiziell zurück, aber ...

Link zum Artikel

Das sind die 50 besten Spieler in «FIFA 20» – Piemonte Calcio zweimal in den Top 15

Link zum Artikel

12 neue Serien, auf die du dich im Herbst freuen kannst

Link zum Artikel

In China sind gerade 100 Millionen Schweine gestorben – das musst du wissen

Link zum Artikel

Hat Bill Gates ein schmutziges Geheimnis?

Link zum Artikel

In Jerusalem verschwinden hunderte Katzen auf mysteriöse Weise – was ist bloss los?

Link zum Artikel

«... dann laufen sie hier 3 Tage besoffen mit geklauten Stadion-Dingen rum»

Link zum Artikel

Mit 16 der jüngste Torschütze in Barças Klub-Geschichte – 8 Fakten zu Ansu Fati

Link zum Artikel

Boris Johnson verliert wegen eines Überläufers die Mehrheit und ist jetzt in argen Nöten

Link zum Artikel

Erneut wüste Szenen bei Protesten in Hongkong

Link zum Artikel

Xherdan Shaqiris Alleingang ist ein fatales Zeichen

Link zum Artikel

Auch Android und Windows von massivem Hackerangriff betroffen – was wir bislang wissen

Link zum Artikel

«Diese Wahlen widerlegen eine oft genannte These über die AfD»

Link zum Artikel

Wawrinka über Djokovic: «Dass er den Platz so verlassen muss, ist natürlich nicht schön»

Link zum Artikel

«Soll ich die offene Beziehung mit dem 10 Jahre Älteren beenden?»

Link zum Artikel

Messi darf Barça ablösefrei verlassen +++ Pa Modou wieder beim FC Zürich

Link zum Artikel

Kim Tschopp zeigt den grossen Unterschied zwischen Realität und Instagram

Link zum Artikel

Wie viel Schweizer Parteien auf Facebook ausgeben – und warum wir das wissen

Link zum Artikel

Der Roadie, der mich Backstage liebte (und mir biz Haare ausriss)

Link zum Artikel

Für Huawei kommts knüppeldick – neue Handys müssen auf Google-Apps verzichten, sagt Google

Link zum Artikel

Die Hockey-WM lehnt den «Eisenbahn-Deal» ab – und das ist schlicht lächerlich

Link zum Artikel

Netflix bringt 10 Filme in die Kinos – und die hören sich grossartig an

Link zum Artikel

Verrückt, aber wahr – Stuckis Sieg, der keiner war

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Die wohl berühmteste Katze der Welt ist nicht mehr: Grumpy Cat ist tot

Traurige Nachricht aus den USA: Grumpy Cat, mürrische Katze und Internet-Phänomen, ist tot. Sie starb am Dienstagmorgen trotz «der Pflege von Top-Tierärzten und ihrer liebevollen Familie» in den Armen ihrer Katzenmutter Tabatha Bundesen, wie diese über ihren Twitter-Account bekanntgab. Grumpy starb laut der Mitteilung an den Folgen einer Harnwegsinfektion. Sie wurde sieben Jahre alt.

Katzenmutter Tabatha Bundesen schreibt weiter:

Grumpy Cats erstes Foto wurde am 22. September 2012 auf Reddit …

Artikel lesen
Link zum Artikel