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Hollywood attackiert die Schweiz als «Pirateninsel» – das musst du wissen

Die Schweiz sei ein äusserst attraktiver Standort für illegale Internet–Aktivitäten, kritisiert der mächtige US-Branchenverband MPAA. Die geplante Revision des Urheberrechts gehe viel zu wenig weit. Der Bund widerspricht.



In einer kürzlich beim US-Handelsbeauftragten eingereichten Stellungnahme hält der mächtige Verband der US-amerikanischen Filmindustrie fest, dass das Urheberrecht der Schweiz völlig unzureichend sei. Dies berichtet das auf Filesharing spezialisierte Newsportal Torrentfreak. 

Das Land im Herzen Europas habe zwar Pläne, seine Gesetze zu aktualisieren, doch stellten die vorgeschlagenen Änderungen keine wesentliche Verbesserung dar.

Urheberin der Stellungnahme ist die Motion Picture Association of America, kurz MPAA. Ein Zusammenschluss der grössten Hollywood-Studios, der die Interessen der weltweiten Film- und Fernsehindustrie vertritt (siehe Box, unten).

Während die Europäische Union in den letzten Jahren hart daran gearbeitet habe, die Copyright-Gesetze zu verschärfen, gehe die Schweiz ihren eigenen Weg.

«Ungehinderter Zugang zu Piraterie»

Torrentfreak hat die vom 30. Oktober datierende Stellungnahme veröffentlicht. Darin steht unter der Überschrift «Schutz des Geistigen Eigentums»:

«Der Schweiz mangelt es an wirksamen Rechtsmitteln und Durchsetzung bei Verstössen gegen das Online-Urheberrecht. Der unzureichende Rechtsrahmen und die robuste technische Infrastruktur machen die Schweiz zu einem äusserst attraktiven Standort für illegale Sites.»

Und es kommt noch heftiger:

«Das Urheberrecht der Schweiz ist völlig unzureichend und es fehlen entscheidende Mechanismen, die für die Durchsetzung im digitalen Zeitalter notwendig sind. Das schweizerische Urheberrechtsgesetz klärt nicht, dass die Ausnahme der Privatkopie nicht für rechtswidrige Quellen gilt. Zudem ermöglicht das Fehlen eines Zugangssperrmechanismus den Schweizer Konsumenten einen ungehinderten Zugang zur Piraterie.»

Stellungnahme der MPAA quelle: torrentfreak.com (pdf)

Image

screenshot: torrentfreak.com

Private Downloads und Streaming im Visier

Öffentlicher Druck seitens der Hollywood-Studios und der weltweiten Filmindustrie ist nichts Neues. Jahr für Jahr kritisiert die MPAA das aus ihrer Sicht zu lasche Schweizer Urheberrecht.

Nun wird die geplante Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG) ins Visier genommen. Voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 wird das Eidgenössische Parlament darüber befinden.

Mächtiger Verband

Die Motion Picture Association of America (MPAA) ist der Verband der sechs grossen US-Filmproduktionsgesellschaften: Paramount Pictures, Warner Bros. Entertainment, Sony Pictures Entertainment, Walt Disney Motion Pictures Group, Universal Studios und 20th Century Fox. Der Verband sieht sich als Interessenvertretung der gesamten amerikanischen und weltweiten Film- und Fernsehindustrie und betreibt in deren Namen Lobbyismus.
(Quelle: Wikipedia)

Der Gesetzesentwurf weise erhebliche Mängel auf, kritisiert die MPAA. Der Bundesrat weigere sich, «grundlegende Elemente der international anerkannte Anti-Piraterie-Gesetzgebung» in das Schweizer Recht zu integrieren.

Nach dem vorgeschlagenen Gesetz solle es legal bleiben, dass Menschen «raubkopierte Inhalte privat herunterladen oder streamen», fasst Torrentfreak zusammen.

Das neue Gesetz zementiere das (bislang in der Schweiz geltende) Verständnis, dass bei der privaten Nutzung auch illegale Quellen zulässig seien. Stattdessen verlangt die MPAA, dass Kopien aus nicht-autorisierten Quellen nicht mehr toleriert werden.

Zugangssperren seien nicht möglich, kritisiert die MPAA zudem und fordert stattdessen, die Internet-Provider in den Kampf gegen Online-Piraterie einzubeziehen.

Bund wehrt sich

Der Bundesrat wolle ein klares Zeichen gegen die Internetpiraterie setzen, widerspricht Emanuel Meyer vom Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE). Es handle sich um eine ausgewogene Vorlage, die den verschiedenen Anliegen der interessierten Kreise angemessen Rechnung trage.

Sie berücksichtige die wesentlichen Anliegen der Produzenten, auch wenn diese nicht alle ihre Forderungen erfüllt sehen, erklärt der Jurist, der beim IGE die Abteilung Rechtsdienst Urheberrecht und verwandte Schutzrechte leitet.

Weiter verweist Meyer auf die Medienmitteilung des Bundesrates vom November 2017. Darin hiess es:

«Die Pirateriebekämpfung erfolgt dort, wo sie am effizientesten ist: bei den Hosting-Providern. Hosting-Provider sind Internetdienste, die ihren Kundinnen und Kunden Speicherplatz zur Verfügung stellen, damit diese Informationen speichern können. Sie haben es in der Hand, dass auf ihren Servern keine Piraterieplattformen beherbergt und bei Urheberrechtsverletzungen die betroffenen Inhalte rasch entfernt werden. Ein Hosting-Provider, der eine besondere Gefahr für Urheberrechtsverletzungen schafft, muss deshalb neu dafür sorgen, dass einmal entfernte urheberrechtsverletzende Inhalte auch entfernt bleiben. Ihn trifft eine sogenannte ‹Stay-down›-Pflicht. Zudem wird in der Vorlage klargestellt, dass die Datenbearbeitung zur strafrechtlichen Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen zulässig ist. Diese beiden Massnahmen beenden eine langwierige Diskussion über die Pflichten der Provider und schaffen damit Rechtssicherheit für alle Beteiligten.»

quelle: ejpd.admin.ch

Das meint der unabhängige Digital-Rechtsexperte

Die amerikanische Unterhaltungsindustrie habe gelernt, dass es funktioniere, «die immer gleichen und wiederholten Forderungen zu stellen», kommentiert der Schweizer Rechtsanwalt und Digitalexperte Martin Steiger. «In vielen Ländern war dieses Vorgehen erfolgreich und die amerikanische Unterhaltungsindustrie konnte ihre Maximalforderungen durchsetzen.»

Zur Person

Rechtsanwalt Martin Steiger engagiert sich in seiner Freizeit unter anderem bei der Nichtregierungsorganisation Digitale Gesellschaft.

In der laufenden URG-Revision zeigt sich, dass der erarbeitete Kompromiss (AGUR12) nicht halte, sondern weitere Forderungen möglich seien: 

Zudem gibt es handfeste gesamtwirtschaftliche Gründe, die Hollywood in die Hände spielen könnten: Ein Freihandelsabkommen der Schweiz mit den USA sei wieder denkbar, sagt Steiger. «Bei einem solchen Abkommen würden das Urheberrecht und sonstige Immaterialgüterrecht eine wichtige Rolle spielen.»

Bei der Landwirtschaft möge ein Kompromiss möglich sein, doch werde es kein Freihandelsabkommen mit den USA geben, wenn «die amerikanischen Maximalforderungen» darin nicht verankert würden.

Die US-Unterhaltungsindustrie sei zudem auf EU-Ebene sehr erfolgreich mit ihren Forderungen nach einem weiter verschärften Urheberrecht. So sollen in der EU bekanntlich Upload-Filter eingeführt werden.

EU will Filter

Das EU-Parlament hat im August dieses Jahres einer Verschärfung des europäischen Urheberrechts zugestimmt.

Ziel ist es, Rechteinhaber von Erzeugnissen wie Texten, Musik oder Bildern besser zu schützen. So soll es nicht mehr so einfach sein, urheberrechtlich geschütztes Material ohne Weiteres im Internet zu verbreiten.

Hauptbestandteil der umstrittenen Reform sind sogenannte Upload-Filter. Demnach müssen in Zukunft alle Online-Plattformen, auf denen sich grosse Mengen von nutzergenerierten Inhalten befinden, Massnahmen treffen, um Copyright-Verletzungen zu verhindern.

Dies würde zwar nicht das Ende von YouTube bedeuten, kommentiert Rechtsanwalt Steiger, es würde aber zu einem weiteren Wandel von YouTube zu einer Plattform für grosse Anbieter aus der Unterhaltungsindustrie führen. Dies wiederum wäre ein Nachteil für die Kulturschaffenden wie auch für die Kunst- und Meinungsfreiheit. 

«Regulierung hilft immer den Grossen – vorliegend auch den Plattformen wie YouTube –, die damit ihr Geschäft wirksam vor unliebsamer Konkurrenz schützen können.»

Martin Steiger

Auch das Schweizer Replay-TV wird angesprochen

Der Verband der US-Filmindustrie will nicht nur, dass die Schweiz private Downloads und Streaming aus offensichtlich illegalen Quellen härter bekämpft. Kritisiert wird am URG-Entwurf auch, dass keine Einschränkungen beim sogenannten «Catch-up TV» vorgesehen seien.

Tatsächlich gibt es aber einen parlamentarischen Verstoss, das Replay-TV einzuschränken, also die Vorspul-Funktion beim zeitversetzten Fernsehen. Sie wird genutzt, um Werbung zu überspringen, was die TV-Sender in eine schwierige Lage bringt, weil sie dadurch Einnahmen verlieren.

Die Rechtskommission des Nationalrats will in ihrem Vorschlag zur URG-Revision strengere Regeln für Replay-TV aufstellen. Sie will im Gesetz verankern, dass die Sender direkt mit den Kabelunternehmen über die Möglichkeit zum Überspringen von Werbung verhandeln können.

Konsumentenschützer kritisieren dies heftig. Mit der Begründung, Replay-TV drohe dadurch das Aus.

Die Inhalte-Produzenten ihrerseits kritisieren, es sei weltweit einzigartig, dass TV-Sender nicht direkt mit den TV-Verbreitern über das Replay-TV verhandeln könnten.

Umfrage

Wie beziehst du am häufigsten Filme und Serien?

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1,600 Votes zu: Wie beziehst du am häufigsten Filme und Serien?

  • 49%Legales Streaming (Netflix & Co.)
  • 20%Illegale Streaming-Plattformen
  • 5%Downloads (bezahlt)
  • 13%Downloads (gratis)
  • 13%Ich höre nur Radio 😏

(via Torrentfreak)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Der Fux™ 14.11.2018 20:43
    Highlight Highlight Arr.... Das Urheberrecht sollte so bleiben bei uns, wie es ist. Arrrr
  • Sapientia et Virtus 14.11.2018 07:25
    Highlight Highlight Wenn Trump ein kluger Politiker ist, erinnert er sich vielleicht daran, wieviel Unterstützung er aus Hollywood kriegt.
  • pippo123 14.11.2018 05:08
    Highlight Highlight Boykottiert Hoolywood einfach, das meiste ist sowieso nur Müll. Wieso soll ich für einen Film bezahlen, nur damit sich Johnny Depp eine neue Yacht kaufen kann. Die Leute verdienen Millionen und können den Hals nicht voll bekommen.
  • arpa 13.11.2018 16:34
    Highlight Highlight Ist vavoo eigentlich legal? Vermutlich nicht?! Weiss das jemand?
    • Gähn 13.11.2018 20:30
      Highlight Highlight Ist legal.
    • Gähn 14.11.2018 06:18
      Highlight Highlight Hab ich noch vergessen.
      Ich hab eine Zeitlang das inoffizielle Bundle benutzt.
      Gutes Angebot, aber extrem schlechte Suchfunktion und hängt sich öfters auf. Wie gut das offizielle, für das man bezahlt, funktioniert, weiß ich hingegen nicht.
    • @schurt3r 14.11.2018 06:45
      Highlight Highlight Dazu Rechtsanwalt Martin Steiger in einem früheren watson-Artikel:

      «Ob etwas rechtswidrig ist, entscheiden Gerichte und Staatsanwaltschaften. Aber ja, ich wäre überrascht, wenn Vavoo in der Schweiz nicht rechtswidrig wäre.»

      https://www.watson.ch/!941440233
  • Petitsuisse 13.11.2018 14:44
    Highlight Highlight Solange Copyright- Gebühren auf jedem Datenträger erhoben werden und jeder TV-Gebühren Zahlen muss fühle ich mich im Recht und habe kein schlechtes Gewissen.
  • Digitalrookie 13.11.2018 12:23
    Highlight Highlight In der Umfrage fehlt DVD/Bluray. Ja, es gibt sie noch, die Menschen, welche Filme am liebsten über physische Datenträger schauen.
  • andrew1 13.11.2018 11:54
    Highlight Highlight
    Play Icon


    Ab minute 7 bringt die situation gut auf den punkt.🤣
    • Rodgar 13.11.2018 16:47
      Highlight Highlight Wie passend! Ich kann das Video nicht starten:

      Video nicht verfügbar
      Dieses Video enthält Inhalte von Fox. Dieser Partner hat das Video aus urheberrechtlichen Gründen gesperrt.
    • In vino veritas 14.11.2018 09:40
      Highlight Highlight Welch Ironie...
      User Image
  • cal1ban 13.11.2018 11:35
    Highlight Highlight Ist ja das gleiche wie beim Sport. Um alle Lieblingsserien gleich nach Release sehen zu können, müsste man ein halbes Dutzend Sender abonnieren. Nur Netflix zu haben bringt einem nicht alle Serien.
    • sigma2 13.11.2018 22:44
      Highlight Highlight Mein Gott, wie schrecklich.
  • DomKi 13.11.2018 11:00
    Highlight Highlight Im Endeffekt geht es eben doch um Politik, wie der Artikel erwähnt. Und ganz nebenbei das Auferzwingen von fremden Gesetzen, um danach natürlich daraus Geld zu schöpfen, indem Rechte bezahlt werden (müssen). Ich habe 10 Jahre lang für amerikanische Firmen gearbeitet und kenne ganz genau die absolute Kreativität der Amerikaner, Geld zu kassieren mittels neuer Modelle, mittels Änderungen von bestehenden Verträgen. Die Amis haben da den Bogen raus
  • Blackfoxx 13.11.2018 10:58
    Highlight Highlight Die armen Leute in Hollywood...
    Kann ich verstehen. Da hier alles immer doppelt so teuer ist wie sonst wo, das man hier mehr DVDs, BlueRays, Stream Abos und mehr Kinobesuche generieren möchte.
  • Roterriese 13.11.2018 10:58
    Highlight Highlight Einmal Pirat, immer Pirat
    Play Icon
  • andrew1 13.11.2018 10:36
    Highlight Highlight Mit dem Urheberrecht wird es der Schweiz so ergehen wie beim Bankgeheimnis. Man ist fremdgesteuert und gibt zu schnell nach. Etwas Selbstbestimmung wäre schön. 😉
    • Dominik Treier (1) 13.11.2018 11:24
      Highlight Highlight Mit "fremd" hat das ja wohl gar nichts zu tun! Unsere eigene Wirtschaft macht genau das gleiche, siehe Versicherungslobby bei den unsäglichen Sozialdetektiven, Bankenlobby beim Inlandsbankgeheimnis, Wirtschaftsverbände bei so ziemlich allem, was dem Bürger nützt aber 3 Rappen kostet... Nein das hat einen Dreck mit "Fremdbestimmung" zu tun, sondern einzig und allein mit Gier und Bestimmung durch Geld und ungehemmten neoliberalen Kapitalismus! Und der Schweizer Bürger stimmt diesem gebahren häuffig auch noch bereitwillig zu, weil es ja keine "Fremden" sind die eienen abzocken oder überwachen...
  • thomy81 13.11.2018 10:25
    Highlight Highlight Hollywood lernt es leider nie. Anstatt ein gemeinsames Portal aufzubauen, wird weiter fragmentiert. So fördert man ja all die illegalen Downloads. Dazu kommen Millionen von Anwaltskosten und Lobbyarbeit, die sie für den Sch... benötigen, anstatt ein preislich faires Angebot zu kreieren. Wenn man bedenkt, was bei einem Preis von sagen wir 30.- bei geschätzten 300 Millionen Menschen zusammenkommen würde, könnten die alle im Geld schwimmen, aber so denken sie leider nicht und solange das so ist, wird mein Plex-Server und meine DDL-Accounts weiterlaufen und das geht bestimmt vielen so.
  • sheimers 13.11.2018 09:46
    Highlight Highlight Für Nationalräte, die dem Druck nachgeben, kann das das Ende ihrer politischen Karriere bedeuten. Wahltag ist Zahltag!
  • mike2s 13.11.2018 09:42
    Highlight Highlight Regelmässig wenn z.B. auf Amazone-Prime meine Kreditkarte zücken will, heisst es. Wir wollen dein Geld nicht. Und wie heisst es so schön:"Wer nod wot hat gha"

    Die Hollywood muss einfach noch lernen wie die direkte Demokratie funktioniert. Wer etwas will muss auch etwas bieten. Sonst stirbt die beste Lösung im Referendumskampf eine spektakulären aber irgendwie sinnlosen Heldentod. (Versucht das einmal zu verfilmen Hollywood!)
    • sigma2 13.11.2018 22:46
      Highlight Highlight Das glaubst du doch selbst nicht, dass du für Filme und Serien bezahlen würdest.
    • Rascal 15.11.2018 00:06
      Highlight Highlight @sigma2
      Es gibt durchaus Leute, die bezahlen würden. Aber wie eben gesagt wurde, selbst wer will kann nicht. Entweder wird die Karte nicht akzeptiert, weil es nur von Deutschland aus geht, oder die Inhalte sind nur in unerwünschten Sprachversionen verfügbar. Ich habe kein Interesse an synchronisierten Versionen, erhalte aber bei fast keinem Anbieter in der Schweiz die Originalversion.
  • zipper 13.11.2018 09:39
    Highlight Highlight wir bezahlen doch bereits die abgaben auf Datenträgern. somit sollte das thema gegessen sein, aber nein, die verwerter kriegen den hals nicht voll. eine bande von geldgeilen asis
  • Siebenstein 13.11.2018 09:16
    Highlight Highlight Was mir gewaltig stinkt, ist der Umstand, dass man mit der weiter zunehmenden Aufsplittung des Angebots immer mehr dazu genötigt wird Abos mehrerer Anbieter zu lösen. Kein Wunder, dass immer mehr aus fragwürdigen Quellen gestreamt wird!
  • Bodicore 13.11.2018 09:15
    Highlight Highlight Ja klar, das sagen gerade die USA, da wohnen doch 35436X mehr Piraten als in der Schweiz.
  • roger_dodger 13.11.2018 09:10
    Highlight Highlight Dann soll die MPAA mal mit der Benachteiligung aufhören, dass Filme hierzulande 3-6 Monate später angeboten werden als in den USA und auch alle Inhalte legal zur Verfügung stellen. Die Praxis mit den lokalen Lizenzen für jedes Land ist eine Frechheit, viele Inhalte sind hier gar nicht legal erhältlich. Das Angebot z. B bei Netflix ist deswegen bei gleichem Preis viel kleiner.
  • efrain 13.11.2018 08:58
    Highlight Highlight "Ziel ist es, Rechteinhaber von Erzeugnissen wie Texten, Musik oder Bildern besser zu schützen. "

    Wieso bitte braucht es das? Für wen? (Qui bono?)
    Legitimiert mir das mal anhand konkreter Fälle. Ich denke, die aktuelle Rechtslage funktioniert ziemlich gut.
  • why_so_serious 13.11.2018 08:44
    Highlight Highlight Den USA ist es egal, wenn der Rest der Welt etwas gegen sie sagt - somit sollten wir den Schmarrn auch nicht kommentieren.
  • Ferranya 13.11.2018 08:44
    Highlight Highlight Zum glück laufen meine aktuellen serien auf netflix und wenn ich was anderes sehen will, kauf ichs eben.
    • Launedernatur 13.11.2018 19:15
      Highlight Highlight Genau, und deine Musik läuft glücklicherweise Sonntag nachmittags auf SRF 3, gell?
  • RhabarBär 13.11.2018 08:41
    Highlight Highlight Ich finde, es ist einfach zu teuer: Streamingplattformen bringen es nicht zustande, hierzulande ein attraktives Angebot aufzubauen (Vgl. Netflix mit anderen Ländern) und stattdessen wird ein Urwald an verschiedensten Anbiertern zugelassen, bei dem man sich, je nach Gusto, dumm und dämlich bezahlt. Und ja - Abschaffung von Replay-TV... No comment. Irgendwie erinnert mich dieses Gejammere der Filmproduzenten an die Zeiten der Musikanbieter, als man via Napster & Co. MP3-Dateien downloadete. Irgendwie sollte doch das alles attraktiver gestaltet werden.
  • Zauggovia 13.11.2018 08:41
    Highlight Highlight Die Schweiz könnte sich als Insel der Net Neutrality und des Datenschutzes profilieren. Könnte. Wahrscheinlicher ist es, dass sie wie so oft vor den USA und der EU einknickt.
  • Neruda 13.11.2018 08:28
    Highlight Highlight "doch werde es kein Freihandelsabkommen mit den USA geben, wenn «die amerikanischen Maximalforderungen» darin nicht verankert würden"
    Ehm... So geht aber Verhandeln nicht.. Ausser wir gehen zurück zum Imperialismus.
    • Wilhelm Dingo 13.11.2018 08:50
      Highlight Highlight @Neruda: wir sind im Imperialismus und das Imperium heisst USA.
  • Don Alejandro 13.11.2018 08:28
    Highlight Highlight Ein verzweifelter Versuch davon abzulenken, was man im schnellen Zeitalter des Internets versäumt hat.
  • G. Schmidt 13.11.2018 08:28
    Highlight Highlight Netzsperre und Einschränkungen machen den Schrott aus Hollywood nicht besser...
    • zipper 13.11.2018 09:44
      Highlight Highlight es kommt noch soweit, dass das Internet und TV dermassen an Attraktivität einbüssen und so noch mehr Einnahmen flöten gehen... die EU und USA zerstören das Internet im Eiltempo
  • Diagnose: Aluhut 13.11.2018 08:16
    Highlight Highlight Am 8.11. kam auf ZDFinfo eine Doku über Kim Dotcom (Megaupload). Ich mag den Typen bis heute nicht. Doch der Film zeigt sehr schön auf, welche Macht Hollywood hat. Es drohte Obama, den Geldhahn zuzudrehen. Danach erwirkte das FBI bei der neuseeländischen Regierung eine Razzia und die Festnahme von Dotcom in seiner Villa. Und dies unter Angaben von falschen Tatsachen. Hinzu kamen Falschaussagen, Dotcom wäre bewaffnet gewesen, was nicht stimmte. Auch gab es keine rechtliche Grundlage für eine Auslieferung an die USA. Sehr gute Doku.
    • PatsNation 13.11.2018 10:58
      Highlight Highlight Ich mag ihn :)
  • hansfritzwurst 13.11.2018 08:00
    Highlight Highlight Ganz ehrlich....wer Filme und Serien streamt oder runter lädt, wird sich nicht davor scheuen das Darknet zu benutzen. Einige tun das ja jetzt schon.
    • Adam Gretener (1) 13.11.2018 08:14
      Highlight Highlight Ich glaube Du hast überhaupt keine Ahnung, was im Darknet so vor sich geht.
    • Gähn 13.11.2018 08:15
      Highlight Highlight Aha. Im Kaffeesatz gelesen oder in der Kristallkugel?
    • Bruno S. 88 13.11.2018 08:16
      Highlight Highlight Das ist in etwa das Gleiche wie wenn du sagen würdest: "Wer schon mal einen Kaugummi geklaut hat, ist auch dazu bereit einen Menschen zu töten."
      Völlig übertrieben, Hansli!
    Weitere Antworten anzeigen
  • wolge 13.11.2018 07:56
    Highlight Highlight Sollte die Schweiz hier einknicken und künftig solche Downloads verbieten, müssten auch die SUISA-Abgaben auf Speichermedien, Musikplayer, Smartphones und Pads gestrichen werden. Kann nicht sein, dass wir dann weiter zahlen aber nicht mehr runterladen dürfen.
    • Gähn 13.11.2018 09:19
      Highlight Highlight Bevor wir, bei Einführung entsprechender Gesetze, keine Abgaben mehr bezahlen müssen, falten die Zitronenfalter wirklich Zitronen.
      Man gibt keine so einfache Geldquelle auf, leider. War ja mit der direkten Bundessteuer genau das selbe.
  • TheGoon 13.11.2018 07:55
    Highlight Highlight Zugangssperrmechanismus.

    Das Trojanische Pferd "Glücksspielgesetz" hat das Tor zur Hölle geöffnet. China lässt grüssen.
    • Stefan Kuster 13.11.2018 08:36
      Highlight Highlight Genau so ist es.
  • TheBean 13.11.2018 07:53
    Highlight Highlight Naja, da ist die Unterhaltungsindustrie selber schuld. Wenn diese Konzerne ihre Filmrechte so aufsplitten, dass man 10 verschiedene Streamingabos braucht um ein umfassendes Angebot an Filmen und Serien zu erhalten, dann ist das schlicht und einfach Gewinntreiberei zulasten der Konsumenten.

    Der Konsument will ein einziges Abo, alles andere wird dann halt aus illegalen Quellen bezogen :-)
    • EinePrieseR 13.11.2018 08:59
      Highlight Highlight Machen sie es sich da nicht zu einfach? Heute will jeder alles und am besten Gratis. Besorgen sie sich auch einen Ferrari illegal mit der Ausrede, der wird zu teuer verkauft, das ist Gewinntreiberei zulasten der Konsumenten? Entweder etwas ist einem das Geld wert und dann gibt man es dafür aus, oder man lässt es halt sein.
    • Gähn 13.11.2018 09:21
      Highlight Highlight Ein ganz schwacher Vergleich.
      Wer sich Filme im Internet ansieht oder herunter lädt, verstößt in der Schweiz nicht gegen das Gesetz.
    • Klaus0770 13.11.2018 09:35
      Highlight Highlight Für einen Ferrari zahlt man einmal und kann ihn bis zum Lebensende benutzen! Für einen Film oder eine Serie muss man, wenn man es schauen will, aufgrund des bescheuerten Urheberrechts, bis zum Lebensende bezahlen!

      Merken Sie den Unterschied?
      Schlussendlich ist der Ferrari billiger!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 13.11.2018 07:50
    Highlight Highlight Das Imperium befiehlt...
  • DailyGuy 13.11.2018 07:46
    Highlight Highlight Ich will die Serien gerne schauen und auch kaufen, aber das wird ja den Schweizern praktisch unmöglich gemacht. Ich habe versucht verschiedene Serien auf ihrem legalen Weg aufzutreiben, scheiterte aber jedes Mal kläglich. Da muss sich Hollywood nicht verwundern wenn wir ihr Zeug auf für sie nicht-legalem Weg, aber für uns legalem Weg, konsumieren.
    • Vertigo 13.11.2018 08:41
      Highlight Highlight Ja, bis vor einiger Zeit könnte man über VPN noch gut Hulu bestellen, um aktuelle Serien zu schauen, seitdem sie die VPNs effektiver blocken bleibt bei allem, was nicht auf Netflix ist, eigentlich nur noch “illegal” downloaden.
    • incorruptus 13.11.2018 10:03
      Highlight Highlight Dasselbe gilt mittlerweile für die Übertragung von Sport. Um die Spiele meines englischen Lieblingsteams zu sehen, brauche ich DAZN für die Meisterschaft und den Carabao Cup, Teleclub für die Champions League und Eurosport für den FA Cup.

      Da schone ich lieber mein Portmonnaie und verzichte ein Stück weit auf Qualität. Danke Streamingwelt.
    • EinePrieseR 13.11.2018 10:23
      Highlight Highlight @incorruptus: Das ist mir auch zu teuer. Darum schaue ich nun einfach keinen Fussball mehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dop_forever 13.11.2018 07:35
    Highlight Highlight Die Musikindustrie hats vorgemacht. Dort steigen die Umsätze wieder. Auch in der Filmindustrie gehts wieder aufwärts. Warum: Musik- und Film-Flatrates bzw. auf Abruf.
    Wenn aber jetzt wieder alle anfangen eigene, exklusive Inhalte anzubieten, dann ists schnell vorbei. Dann werden die Leute die Filme wieder illegal besorgen...
  • Brodius 13.11.2018 07:30
    Highlight Highlight Der Schweiz wird jetzt bestimmt die Demokratie beigebracht.

  • Flötist 13.11.2018 07:30
    Highlight Highlight Tja Hollywood. Ihr würdet besser mal in ausgereifte und attraktive Online-Angebote investieren, anstatt zu jammern. Der Grossteil der Bevölkerung will ja gar nicht Torrents herunterladen, aber wenn man für einen vernünftigen Preis, einen aktuellen Film herunterladen kann, dann wird das genutzt. Und findet eine Lösung das Zeugs weltweit gleichzeitig zu releasen und nicht durch dummes Geofencing den meisten Leuten vorzuenthalten.
    • soulcrates 13.11.2018 08:37
      Highlight Highlight Torrents sind in der CH illegal. Waren sie schon immer. Bitte nicht mit Streamen verwechseln.
    • fant 13.11.2018 09:00
      Highlight Highlight Torrents sind In der CH nur dann illegal, wenn man selber werde...
    • Flötist 13.11.2018 11:18
      Highlight Highlight @soulcrates Nein, das ist, so gesagt, nicht korrekt.
  • Bluesight 13.11.2018 07:16
    Highlight Highlight Solange jeder Konzern seinen eigenen Streaming-Dienst anbieten und seine eigene Suppe kochen will, wird sich dies nicht ändern (netflix, apple tv, amazon, hbo, disney, etc.). Soll ich 100.- im Monat ausgeben und dann trotzdem einen Film erst ein Jahr nach dessen Erscheinung schauen dürfen?
  • Evan 13.11.2018 06:51
    Highlight Highlight Das effektivste Mittel gegen Piraterie sind attraktive Angebote wie Netflix und andere Dienste, die es dem Konsument leicht machen, die Medien zu konsumieren, für die sie sich interessieren, und dafür zu bezahlen. Nimeand geht auf irgendeine illegale Seite um sich Filme in grottenschlechter Qualität anzuschauen, wenn er es viel einfacher und legal in guter Qualität für ein paar Franken schauen kann.
    • meine senf 13.11.2018 07:09
      Highlight Highlight Attraktiv hiesse insbesondere kein Geoblocking und keine Exklusiv-Inhalte.
    • Chääschueche 13.11.2018 07:14
      Highlight Highlight Dann sag mir, wieso die Piraterie im Musikbereich nicht zurückging?

      Deezer, Spotify, Apple Music und ja sogar Tidal für die Audiophilen. Alle Dienste sind extrem günstig.
    • Knarrz 13.11.2018 07:15
      Highlight Highlight Ja, nur doof, dass sich Hollywood da wieder ins eigene Bein schiesst. Jetzt, wo jedes Studio seinen eigenen Streaming-Dienst launcht muss ich bald wieder 100 franken im Monat bezahlen, falls ich auf möglichst alles zugriff haben will.
    Weitere Antworten anzeigen

Comic-Zeichner malt seine Lieblingshelden noch mal – als Schwarze

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