International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
The wreckage of the car of investigative journalist Daphne Caruana Galizia lies next to a road in the town of Mosta, Malta, Monday, Oct. 16, 2017. Malta's prime minister says a car bomb has killed an investigative journalist on the island nation. Prime Minister Joseph Muscat said the bomb that killed reporter Daphne Caruana Galizia exploded Monday afternoon as she left her home in a town outside Malta's capital, Valetta. (AP Photo/Rene Rossignaud)

So sah Galizias Auto nach dem Attentat aus Bild: AP/AP

Ermittlungen gehen weiter – maltesische Journalistin wurde mit Plastiksprengstoff getötet



Nach dem tödlichen Autobombenanschlag auf die maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia laufen die Ermittlungen der Behörden weiter. Das Auto sei unweit von ihrem Zuhause mit dem Plastiksprengstoff Semtex in die Luft gejagt worden.

Dies berichtete die «Times of Malta» am Mittwoch unter Berufung auf Polizeikreise. Der Sprengstoff wird bei kommerziellen Sprengungen eingesetzt, gelangt aber auch immer wieder in die Hände von Terroristen. Die maltesischen Behörden werden von niederländischen und FBI-Ermittlern unterstützt.

Oppositionsführer Adrian Delia von der konservativ-christlichen Partei Partit Nazzjonalista forderte den sozialdemokratischen Regierungschef Joseph Muscat zum Rücktritt auf. Er wirft ihm fehlende Schutzmassnahmen für die getötete Journalistin vor.

Der Regierungschef sagte in einem Fernsehinterview jedoch, dass die Journalistin Polizeischutz verweigert habe. Bei der Polizei sei auch nicht offiziell angezeigt worden, dass sie Morddrohungen erhalten habe.

Muscat mit Vorwürfen gegen Opposition

Muscat erhob schliesslich seinerseits Vorwürfe gegen die Opposition. Zwar wollte er nicht darüber spekulieren, wer hinter dem Anschlag stehen könnte, das «Einfachste» wäre aber für ihn, «mit dem Finger auf die Opposition zu zeigen», sagte er der italienischen Zeitung «La Repubblica» vom Mittwoch. Caruana Galizia habe sich in ihren letzten Artikeln mit Oppositionsführer Delia befasst, sagte Muscat.

Der italienischen Zeitung «La Stampa» sagte Muscat, die Journalistin habe Delia der «Geldwäsche, Prostitution und mehr» bezichtigt. Überdies habe sie auf ihrem Blog geschrieben, dass sie Drohungen «von Leuten in der Opposition» erhalten habe. Er könne dies aber nicht belegen, sagte Muscat.

Unter einem Artikel hatte Caruana Galizia ein Bildschirmfoto eines Facebook-Profils veröffentlicht, auf dem ein Foto von ihr in einem Käfig zu sehen ist. Das Profil schreibt sie einem angeblichen Freund Delias zu, den sie als verurteilten Drogendealer bezeichnet.

International bekannt wurde Caruana Galizia durch ihre Recherchen zu Geldwäsche und Steuerhinterziehung im Inselstaat. Sie hatte Muscats Mitarbeitern vorgeworfen, Offshore-Firmen in Panama zu haben. Auch schrieb sie, eine in den «Panama Papers» erwähnte Firma gehöre Muscats Frau. Muscat wies das immer wieder als Lüge zurück. (sda/dpa/afp)

Aktuelle Polizeibilder: 

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Supreme-Court-Richterin Ginsburg verstorben

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen

Waffenrazzia gegen Neonazis in Winterthur – was über die «Eisenjugend» bekannt ist

Die Zürcher Kantonspolizei stellte am Mittwoch bei einer Aktion gegen mutmassliche Rechtsextremisten in Winterthur mehrere Schusswaffen sicher. Die Hintergründe.

In Winterthur hat die Zürcher Kantonspolizei am Mittwochnachmittag bei einer Aktion gegen mutmassliche Rechtsextremisten mehrere Schusswaffen sichergestellt. Im Fokus der Aktion standen zwei Schweizer im Alter von 19 Jahren.

Die Aktion habe sich gegen Personen gerichtet, die im Verdacht stehen, rechtsextremes Gedankengut zu pflegen und weiterverbreiten zu wollen, teilte die Kantonspolizei Zürich mit. Die Waffen seien bei zwei Hausdurchsuchungen sichergestellt worden.

An der Aktion beteiligt war …

Artikel lesen
Link zum Artikel