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Vote Leave campaign leader Boris Johnson arrives to speak at the group's headquarters in London, Britain June 24, 2016.        REUTERS/Mary Turner/Pool     TPX IMAGES OF THE DAY

Scheinbar endloser Optimismus: Brexit-Vorkämpfer Boris Johnson zeigt sich überzeugt, dass Grossbritannien aus dem EU-Austritt eigentlich nur Vorteile erwachsen. Bild: POOL/REUTERS

Boris verspricht den Briten, dass (fast) alles so bleibt, wie es ist – und Social Media lacht

Boris Johnson, prominentester Verfechter des Brexit und Favorit als nächster Premierminister Grossbritanniens, hat sich erstmals seit dem Brexit-Votum zu Wort gemeldet. In seiner wöchentlichen Kolumne im «Daily Telegraph» zeigt er sich überzeugt, dass das Land alle Vorteile der EU-Mitgliedschaft behalten wird.



Boris Johnson, der führende Kopf des Brexit-Lagers benötigte nach dem Votum der Briten vom Freitag einige Tage, um sich detailliert dazu zu äussern, was gerade passiert ist. Wie er zur Zukunft Grossbritanniens in Europa denkt, ist wichtig, denn der Mann mit dem wirren Blondschopf gilt als aussichtsreichster Anwärter auf die Nachfolge von Premier David Cameron. Auf diesem Posten würde er die Scheidung mit der EU aushandeln.

Jetzt hat Boris – in der britischen Politik ist er vorab unter seinem Vornamen bekannt – seine Gedanken in seiner wöchentlichen Kolumne gewohnt eloquent ausgebreitet. Und er zeigt sich überaus optimistisch: Ob freier Zugang für britische Unternehmen zum EU-Markt, ob arbeiten, studieren, reisen, leben und investieren in der EU für britische Bürger – all das werde weiterhin gewährleistet sein, schreibt er.

Wie er all das anstellen würde – sollte er denn neuer Premier werden – dazu verliert Boris allerdings kein Wort.

Dafür gibt sich der möglicherweise neue starke Mann Grossbritanniens überaus staatsmännisch: Er anerkenne, dass die Mehrheit für den Austritt keine überwältigende gewesen sei. Nun gelte es, «Brücken zu bauen» und sich mit dem Lager der Brexit-Gegner zu versöhnen. Unter dem Motto «Zusammen sind wir stark» ruft er die Schotten auf, auf eine neuerliche Unabhängigkeits-Abstimmung zu verzichten. Gemeinsam seien die vier Nationen Grossbritanniens stärker, eine neue und bessere Partnerschaft mit der EU aufzubauen. Schliesslich preist er auch mehrmals die Leistung seines möglichen Vorgängers und einstigen Schulkollegen Cameron sowie anderer Brexit-Gegner.

Er widersprach zudem der weit verbreiteten Meinung, wonach die Migrationsfrage entscheidend zum Austrittsvotum geführt habe. Diesen Eindruck habe er nicht. Auf Twitter und Facebook erntet ihm dies einige hämische Bemerkungen ein: Er wolle damit die Erwartungen im Brexit-Lager dämpfen; Migration war immerhin eines der am heissesten diskutierten Themen im Abstimmungskampf. 

«Keine Eile» für Austritt

Was sich verändert, wenn Grossbritannien denn aus der EU austritt – wofür übrigens «keine Eile» bestehe –, umschreibt Boris mit dem Wort «Kontrolle». Das sei der wichtigste Treiber unter den Wählern gewesen, der zum Brexit-Votum geführt habe. Die Leute hätten den Eindruck, die EU unterwandere die britische Demokratie. Nun hätten sie sich vom undurchsichtigen Gesetzgebungsprozess der EU befreit und könnten jene Gesetze und Steuern beschliessen, die Grossbritannien benötige.

Ein Brief an den «Samichlaus»

Dass Boris vor allem mit Optimismus und weniger mit konkreten Details trumpfte, brachte ihm auf Twitter bissige Kommentare ein. Eine kleine Auswahl:

(trs)

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49Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tom Garret 27.06.2016 13:52
    Highlight Highlight Ich denke rund um solche Ereignisse wird immer Panik geschoben und zwar von beiden Seiten, das ist normal. Genau weiss aber niemand was passieren wird. Die Befürworten malen ihre Zukunft, die Gegner die ihrige. Die Zeit ändert sich aber so schnell, da kann man keine sicheren Aussagen machen... in 10 Jahren sieht alles wieder anders aus. Die Engländer sollten sich nun etwas beruhigen und das ganze anpacken und das beste daraus machen. Genau so die EU. Und für uns, ganz Englisch, abwarten und Tee trinken :-)
    Es gibt übrigens praktisch immer Gewinner UND Verlierer. So wird es auch hier sein.
  • Sir Jonathan Ive 27.06.2016 11:01
    Highlight Highlight Was ich schon immer mal fragen wollte nach all diesen Artikeln:
    Im Englischen unterscheiden wir ja zwischen Great Britain und United Kingdom. In deutschen Artikeln wird das UK aber immer als Grossbritanien bezeichnet. Ist das tatsächlich so, dass das Vereinigte Königreich zu Deutsch auch Grossbritanien genannt wird? Und wenn ja wie wird dann Great Britain genannt wenn nicht Grossbritanien? Oder steht Grossbritanien mal für das eine mal für das andere und man muss selbst feststellen welches gemeint ist?
    • Skeptischer Optimist 27.06.2016 12:15
      Highlight Highlight Danke, dass hier die wirklichen wichtigen Fragen gestellt werden.
    • balzercomp 27.06.2016 20:14
      Highlight Highlight Wenn ich mich nicht täusche, gehören zu GB nur England, Wales und Schottland. Zum Vereinigten Königreich noch Nordirland. Wozu die Kanalinseln, als britisches Krongebiet gehören, weiss ich leider nicht. Sie gehören jedenfalls nicht zur EU.
  • Zeit_Genosse 27.06.2016 10:13
    Highlight Highlight Der eine Lügner tritt ab, der nächste meldet sich an. Das Anforderungsprofil an einen Premier scheint einfach zu erfüllen sein. Da eifern die Insulaner jenen über dem Teich nach.
  • joe155 27.06.2016 10:03
    Highlight Highlight Viele hoffen hier auf eine Niederlage der Populisten. Darauf, dass ein Exempel an GB und dem Brexit statuiert wird, dass eben die vorgespielten Probleme der Rechten, mit welchen Angst geschürt wird, nicht mit totaler Abkapselung gelöst werden können. Das Problem ist hierbei nur, dass die schlussendlichen Auswirkungen des Brexit nicht messbar sind und nur im extremsten Fall (Staatsbankrott GB) auch wirklich als Auswirkung des Brexit angesehen werden können. Die Populisten werden - auch im Falle einer Rezession in GB - weiterbrüllen und auf ihren Standpunkten beharren. Und das ist tragisch.
    • Kommentareschreiber 27.06.2016 11:52
      Highlight Highlight Genauso wie umgekehrt. Sollte GB prosperieren, werden die Gegner des Brexit weiter brüllen und sagen, dass es auch mit einem Verbleib in der EU gutgegangen wäre(oder gar noch besser).
  • seventhinkingsteps 27.06.2016 09:33
    Highlight Highlight Erinnert mich an den Stuss, den SVP-Politiker über die Umsetzung der MEI rausliessen. Noch keinen Tag in Brüssel verbracht, keine diplomatische Erfahrung, nichts. Aber sich mal als Experte aufführen.

    Die PFZ ist/war für die Briten genauso an eine EU-Mitgliedschaft gebunden wie für die Schweiz an die Bilateralen und was in UK über die nächsten Jahre passieren wird, erleben wir hier seit 2014. Nur, dass Cameron von Anfang an das Richtige getan hat: ASAP zurücktreten und die Verantwortung an einen Brexiteer abgeben, im Wissen, dass sie die leeren Versprechen nicht werden einhalten können.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 27.06.2016 10:17
      Highlight Highlight Ich setze noch einen drauf: Volksabstimmungen in dieser Grössenordnung sind einfach das falsche Mittel. Vielleicht sollte man eine 2/3-Klausel einbauen?
      1. Wie soll man die beiden Hälften, in die GB auseinanderfällt, nach diesem Plebiszit integrieren?
      2. Niemand überschaut die Folgen, aber man soll eine solche Entscheidung den politischen Naivlingen überlassen?
      3. Einige Politnarzissten versprechen das Blaue vom Himmel, um auch mal Premier sein zu dürfen, und das Volk ist dabei der nützliche Depp?
      4. Kann man Kritik nicht anders artikulieren, ohne dabei alles Geschirr zu zerhauen?
    • Sir Jonathan Ive 27.06.2016 11:05
      Highlight Highlight @Zerpheros
      Das könnte tatsächlich Sinn machen, dass man bei obligatorischen Volksinitiativen einen Mindestwert erreichen muss und nicht nur die Mehrheit, denn diese haben tatsächlich das Potenzial grossen Schaden anzurichten und die Bevölkerung zu spalten.
    • Kommentareschreiber 27.06.2016 11:55
      Highlight Highlight @Zerpheros Vielleicht wären 2/3 eine Lösung. V.a., weil GB dann wohl nie in der EU gelandet wären.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Geogräfin 27.06.2016 09:01
    Highlight Highlight Ich weiss jetzt warum so viele Leave gestimmt haben. Die Abstimmung war nicht unvoreingenommen ;)
    Benutzer Bild
  • icarius 27.06.2016 08:58
    Highlight Highlight 5000 Pfund pro Kolumne! Schön dass es auch heute noch Leute gibt die für ein gutes Märchen Geld bezahlen.
  • Theor 27.06.2016 08:55
    Highlight Highlight Ich bin froh, dass England das Experiment nun für uns wagt. Immerhin haben wir Schweizer in letzter Zeit gefühlt mit jeder vierten Initiative mit dem gleichen heissen Eisen hantiert. Nun können wir bei jemand anderem zuschauen, wie das ganz funktioniert oder eben kollabiert. Hoffentlich wird es uns eine Lehre für die Zukunft sein.
  • kurt3 27.06.2016 08:45
    Highlight Highlight Jetzt ist klar , warum Boris immer Polit-Clown genannt wird . Eine , könnten ein Schweizer Körnlipicker sein , oder Blocher - die EU ist auf uns angewiesen .
  • Le_Urmel 27.06.2016 08:42
    Highlight Highlight @ürsu Das Votum ist nicht bindend, das Parlament kann dies sogar untersagen.
    Am Freitag noch alle SVPler gejubelt, endlich eine Option mit GB zu haben. Kaum ist der Tag der Wahrheit angebrochen, hat die Option doch ein Probleme:
    1. mit der Wahrheit, jetzt werden die 350 Mio £ per Woche doch nicht in England verteilt
    2. mit dem Austritt, es gibt keine Hast, worüber hat man denn am Donnerstag abgestimmt?
    3. PFZ, nein das war nicht der Hauptgrund.

    Ziel war es angeblich mehr Entscheidungen nach GB zu holen und die grösste wird direkt danach in Frage gestellt.

    Was für eine Option liebe SVP
    • Ürsu 27.06.2016 08:51
      Highlight Highlight Merci
  • andersen 27.06.2016 08:23
    Highlight Highlight 1/1
    Wer gegen der PFZ ist, soll erst bei sich selber anfangen.

    Brücken zu bauen heisst, frieden zwischen die Völker Europa zu stiften und nicht vorbehalte gegen Ausländer zu schüren.
    Rechtspopurlisten sagen, wie die Menschen leben sollen, aber sie unterstützen sie nicht, wie sie leben wollen.
    Eigentlich nichts, was gut ist.
  • saukaibli 27.06.2016 08:18
    Highlight Highlight Haha, gewisse Politiker haben schon eine Menge Fantasie. Das ist etwa so naiv wie gewisse Politiker, die bei der MEI behaupteten, die EU werde dann schon nachgeben, weil sie ja so wahnsinnig auf die Schweiz angewiesen sei. Man sieht ja bereits an den ersten Reaktionen aus Brüssel, dass sich die EU wie ein beleidigtes Kleinkind verhält anstatt endlich erwachsen zu werden. Die wollen an GB ein Exempel statuieren und genau gleich viel (also gar nicht) nachgeben oder kompromissbereit sein wie bei der Schweiz. Wo kämen wir denn da hin? Wir sind doch in der EU nicht in einer Demokratie!
    • icarius 27.06.2016 08:48
      Highlight Highlight Wenn Demokratie heisst, dass jedes Land à la carte zusammenstellen kann, welchen Teil von Europa man für sich beanspruchen zu gedenkt, dann ist die EU tatsächlich nicht demokratisch. Was meinen Sie wie hätte die UK reagiert hätte, wenn Polen demokratisch entschieden hätte man verabschiede sich zwar aus dem Binnenmarkt wolle aber die PFZ bitte behalten?
    • R&B 27.06.2016 09:07
      Highlight Highlight @saukaibli: Bin mit allem einverstanden, ausser "Wir sind doch in der EU nicht in einer Demokratie!". Die EU ist eigentlich schon demokratisch, weil jeder Entscheid mit Abstimmungen herbeigeführt wird. Blöderweise wurde damals die EU-Verfassung vom Volk in 2 Ländern abgelehnt. Meines Wissens wäre mit dieser Verfassung die Stimmregelung der Einheitsentscheide der Regierungen der Mitgliedsländer durch Mehrheitsentscheide abgelöst worden. Leider konnte dies nicht eingeführt werden, so dass nun alle Entscheide, Entscheide auf dem kleinsten Nenner sind und so kaum Wirkung entfalten können.
    • andersen 27.06.2016 09:15
      Highlight Highlight Der EU ist nicht beleidigt, sie hat kein Verständnis über der MEI, weil es ist ein Votum gegen die Realität.
      Weil interessanterweise wurde in die Städten gegen der MEI abgestimmt, wo es am meisten Ausländer gibt.
      Aber, alle Länder der EU respektieren es und es liegt allein an der Schweiz nach Brüssel zu gehen und Sagen, was sie wollen.
      Noch sind alle in der öffentliche Recht und nur die Akte wird im Betracht gezogen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • andersen 27.06.2016 08:14
    Highlight Highlight 1/1
    Da irrt er sich, der PFZ gehört zu die 4 Grundfreiheiten in der EU.
    Wenn er keine Verbindung darin sieht, liegt es nur allein an England ein Antrag zu stellen.
    Alle, sogar alle 27 Länder sind der Meinung, dass man der PZF in der EU nicht einschränken darf, man kann nicht ein Codex innerhalb der EU machen, wo die Menschen keine Rechte hat, sich in ein Land zu niederzulassen, wo sie ein Arbeitsvertrag hat.
    Die Probleme, die England hat, sind hausgemacht und es sind genau die Konservativen, die Jahrelang an der Bildung gespart haben.
  • FrancoL 27.06.2016 08:01
    Highlight Highlight Ja das ist doch eine Aussage; alle Vorteile aus der EU behalten. Wie mag das beim Verhandlungspartner abkommen? Ich genügend Verhandlungen geführt und würde bei einer so dickmäuligen Ansage davon ausgehen, dass er kaum recht weiss wie er es denn anstellen sollte und darum eine derart kontraproduktive Aussage macht. Schön zu wissen dass die EU nicht wenig Vorteile hat.
  • Ürsu 27.06.2016 07:57
    Highlight Highlight @watson, ist das Referedum für die Regierung bindend oder ist sie frei in der Umsetzung?
    • Tierra Y Libertad 27.06.2016 08:39
      Highlight Highlight Es ist nicht bindend, aber sie werden den Volkesentscheid ziemlich sicher respektieren.
    • icarius 27.06.2016 08:54
      Highlight Highlight Es ist formell gesehen nur konsultativ.
  • DailyGuy 27.06.2016 07:43
    Highlight Highlight Ich nehme mal an, dass sich die Briten ziemlich die Zähne ausbeissen werden beim Verhandeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die EU auf einen guten Deal einlässt. Das wäre ja ein Freipass für alle anderen EU-Staaten. Ich kann mir vorstellen, dass die UK ziemlich abgestraft wird und so ein Exempel statuiert werden soll. Junker muss jetzt den Leuten in inner- und ausserhalb der EU zeigen, was die Vorteile sind und wie jeder von der EU profitiert. Und was passiert wenn man nicht mehr dabei sein will.
    • DailyGuy 27.06.2016 08:33
      Highlight Highlight @Joël: Ja, da hast du recht. Bei reflektierter Politik ist abstrafen nicht angemessen. Jetzt kann man aber Populismus nur ganz schlecht mit Reflektion bekämpfen. Soll die EU gerettet werden, was ich sehr begrüssen würde, kann die EU nicht vor Grossbritannien auf die Knie fallen. Dies würde kurzfristig das falsche Signal an die anderen Mitgliedsstaaten senden.
    • icarius 27.06.2016 08:56
      Highlight Highlight Es ist doch nicht schadenfreudig wenn die ausgetretenen Klubmitgliedern keinen Zugang zur Garderobe mehr haben.
    • R&B 27.06.2016 08:58
      Highlight Highlight @Joël: Die EU hatte schon einmal gezeigt, dass sie sehr emotional sein kann, nämlich als sie wegen der MEI-Abstimmung (ich habe dagegen gestimmt) gleich mal die Zusammenarbeit mit Schweizer Unis und Forschungsprojekten gekündigt hat. Nach meinem politischen Verständnis hatte die EU keine Rechtfertigung dazu.
    Weitere Antworten anzeigen
  • icarius 27.06.2016 07:28
    Highlight Highlight Boris hat sich das wohl etwas anders vorgestellt hat. Es ist halt einfacher wenn man keine Verantwortung hat und allen erzählen kann was sie hören wollen. Leider lösen sich die Widersprüche nicht von selbst auf.
  • Bongalicius 27.06.2016 07:18
    Highlight Highlight Nei Boris, you dreamer du...
  • TheCloud 27.06.2016 07:09
    Highlight Highlight Da hat Boris absolut Recht. GB hat noch kein Austrittsgesuch gestellt und so lange ändert sich nichts.
    Das Gesuch kann in einem oder zehn oder hundert Jahren gestellt werden. Die nächsten Premiers werden es sich sehr gut überlegen, was sie tun. Keiner möchte wohl in die Geschichte eingehen als der oder die verantwortliche für den Untergang Britanniens.
    Nur ein Sturm im Wasserglas?
    • SemperFi 27.06.2016 07:48
      Highlight Highlight Ja, genau wie unser EU-Beitrittsgesuch, das x Jahre in der Schublade geschlummert hat.
    • TheCloud 27.06.2016 12:03
      Highlight Highlight Scrambler unser Bundesrat macht ziemlich desselbe.
      Keiner getraut sich den Stecker zu ziehen. Aus Angst vor den Konsequenzen. Die suchen immer noch nach einvernehmlichen Lösungen mit der EU. Dabei hat das Volk ja zur MEI gesagt, im Wissen, dass es die Schweiz dadurch in den Abgrund stürzt.
    • SemperFi 27.06.2016 12:57
      Highlight Highlight @ TheCloud: Es ist eben die Aufgabe der Regierung/des Bundesrates für das ganze Land (nicht nur für die Schweizer umd schon gar nicht nur für die Abstimmungssieger) Politik zu machen. Dazu haben wir in der Schweiz ein fein ausbalanciertes demokratisches System das normalerweise in nützlicher Frist zu brauchbaren Resultaten führt. Es wäre absurd, wenn eine Regierung ihr Land sehenden Auges in den Abgrund führt. Das passt natürlich vielen Rechten nicht, die das Gefühl haben der Bundesrat sei nur Durchlauferhitzer und Befehlsempfänger des Vouchs.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Klaus K. 27.06.2016 07:08
    Highlight Highlight Ich denke schon, dass gewisse Dinge unverändert bleiben sollen, aus Sicht von Boris Johnson. Zum Beispiel seine Zugehörigkeit zur Upper Class, seine Privilegien, seine Pfründe. Die Briten müssten mal mit diesem Klassen-System und Klassen-Dünkel aufräumen.
  • SemperFi 27.06.2016 06:26
    Highlight Highlight Eine interessante Ausgangslage für uns Schweizer: schliesslich erzählen uns gewisse Kreise auch, man könne von der EU alles haben, wenn man nur richtig verhandeln würde. Da darf man mal gespannt sein, was Herr Johnson erreicht.
    • balzercomp 27.06.2016 20:00
      Highlight Highlight Die Antwort darauf ist sehr einfach: Nichts.
    • andersen 28.06.2016 01:05
      Highlight Highlight Die Verhandlungen mit der England ist nach der Abstimmung gleich null.
  • stan1993 27.06.2016 06:10
    Highlight Highlight Wenn alle mit den Ängsten und Schwarzmalerei spielen, ist es doch schön wenn einer Gegensteuer gibt.
    Man weiss es zu diesem Zeitpunkt wirklich noch nichts. Niemand kann das wissen.
    • Kommentareschreiber 27.06.2016 12:12
      Highlight Highlight @Oban Und genau so ein "grausames Talent" ist GB in den Augen der EU!

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