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epa08445646 People enjoy the warm evening at Sundspromenaden in Malmo, Sweden, 26 May 2020.  EPA/Johan Nilsson SWEDEN OUT

Wetter passt, Social Distancing nicht: Frühsommerabend in Malmö. Bild: EPA

Diese 3 Punkte zeigen, dass das «Modell Schweden» gescheitert ist

Der schwedische Sonderweg wurde von der ganzen Welt aufmerksam beobachtet. Zu Beginn schien er sich auszuzahlen, doch mittlerweile hat der Wind gedreht. Diese drei Punkte zeigen eindrücklich, warum der schwedische Weg gescheitert ist.



Schweden verzichtete als eines von sehr wenigen Ländern auf weitreichende Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. So wurden Schulen und Kindergärten nicht geschlossen. Die Bürger wurden unter anderem lediglich gebeten, Abstand zu halten, sich immer wieder die Hände zu waschen und auf Reisen zu verzichten.

Was anfangs von diversen Seiten gelobt wurde, – und einige forderten den gleichen Weg für die Schweiz – scheint doch nicht zu klappen. Selbst der Epidemiologe Anders Tegnell, der die schwedische Regierung im Vorgehen gegen das Coronavirus berät und sich für den gewählten Kurs verantwortlich zeichnet, antwortete kürzlich in einem Interview auf die Frage, ob «zu viele Schweden zu früh gestorben seien», knapp: «Ja, absolut.»

State epidemiologist Anders Tegnell of the Public Health Agency of Sweden gives a daily update on the coronavirus COVID-19 situation, in Stockholm, Sweden, Wednesday June 3, 2020. Tagnell has shown some contrition as criticism has grown over the country’s approach of not locking down the country has resulted in one of the highest death rates per capita in the world.  Tegnell told Swedish radio on Wednesday that “I think there is potential for improvement in what we have done in Sweden, quite clearly.”  (Anders Wiklund / TT via AP)

Anders Tegnell gestand diese Woche ein: Der Sonderweg war nicht optimal gewählt. Bild: keystone

Weiter erklärte Tegnell, dass er den Weg so nicht mehr wählen würde:

«Wenn wir die gleiche Krankheit nochmals vor uns hätten, würden wir mit dem heutigen Wissen wohl einen Mittelweg zwischen Schweden und dem Rest der Welt wählen.»

Anders Tegnell, schwedischer Staatsepidemiologe

Schauen wir genauer hin, warum man Schwedens Sonderweg tatsächlich als gescheitert betrachten kann.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Positiv Getestete

Der WHO meldete Schweden bis am 3. Juni 38'589 Corona-Fälle. Damit liegt das Land im europäischen Vergleich an 11. Stelle.

Beim Blick auf die Fallzahlen pro 100'000 Einwohner zeigt sich aber, dass Schwedens Kurve als eine der wenigen noch steil nach oben zeigt. Italien wurde eingeholt, und auch Spanien dürften die Nordländer in den nächsten Tagen und Wochen noch überbieten.

Entwicklung der positiv Getesteten pro 100'000 Einwohner ab dem 100. Fall

Corona Data: Fälle pro 100'000 pro Land

Insgesamt weisen in Europa nur noch fünf Länder mit mehr als drei Millionen Einwohnern proportional zur Bevölkerung mehr Corona-Fälle aus als Schweden. Es sind dies:

  1. Irland: 527 Fälle
  2. Spanien: 518 Fälle
  3. Belgien: 513 Fälle
  4. Weissrussland: 476 Fälle
  5. Grossbritannien: 422 Fälle
  6. Schweden: 411 Fälle

Weltweit toppen diese Zahlen noch Kuwait (709 Fälle), Singapur (637), Chile (629), die USA (570) und Peru (556).

Tägliche neue Fälle

Auch bei den aktuellen täglichen neuen Fällen sieht die Bilanz für Schweden nicht erfreulich aus. In der letzten Woche (28. Mai bis 3. Juni) meldete das Land 3501 neue Infektionen. In der Schweiz waren es gleichzeitig lediglich 85.

Tägliche Neuansteckungen seit dem 1. April:

Corona Data: Tägliche Neuinfektionen in Schweden und der Schweiz

Die Grafik zeigt, wie die Schweiz das Virus in den letzten Wochen immer mehr eindämmen konnte, während die Infektionen in Schweden praktisch gleich blieben.

Verglichen mit den restlichen Ländern Europas meldeten nur Russland, Grossbritannien, die Türkei, Frankreich und Weissrussland mehr neue Fälle als die Skandinavier.

Und brechen wir hier die Resultate ebenfalls auf die Einwohner herunter, zeigt sich: Weissrussland liegt mit 55 neuen Infektionen pro 100'000 vor Russland mit 36 und Schweden mit 34 Fällen.

Todesfälle

Ein ganz düsteres Bild zeichnet sich bei den Zahlen zu den Corona-Toten pro Einwohner. Wie die Financial Times berechnete, liegt Schweden da seit einigen Tagen mit 4,5 schon an der Spitze in Europa.

Entwicklungen der Covid-19-Todesfälle pro Million Einwohner:

Coronavirus: Tote pro Einwohner und Land. Schweden in Europa mit höchster Zahl.

Entwicklungen der Todesfälle pro Million Einwohner. Auf der Seite der «Financial Times» lassen sich hier auch andere Länder auswählen. screenshot: financial times

Weltweit weist aktuell nur Brasilien (4,7 Tote pro Million Einwohner) eine leicht höhere Quote aus. Allerdings sind die Länder Lateinamerikas da zeitlich noch etwas zurück. Auch Peru, Mexiko und Chile beklagen eine steigende Anzahl Todesopfer.

Bei der Gesamtzahl von Covid-19-Todesfällen steht Schweden bei 4468 (Schweiz: 1660 Tote). Auch dies ein hoher Wert für ein Land mit rund 10 Millionen Einwohnern.

Runtergerechnet auf 100'000 Einwohner weist Schweden damit aktuell 46 Tote aus. In Europa mussten bisher Belgien (83), Spanien (60), Grossbritannien (60) und Italien (57) mehr verzeichnen. Allerdings gilt insbesondere zu beachten, dass Belgien im Gegensatz zu anderen Ländern dem Coronavirus aufgrund unterschiedlicher Zählmethoden mehr Tote zurechnet.

Die zehn Länder mit den meisten Covid-19-Toten pro 100'000 Einwohner:

Bild

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wolk 05.06.2020 17:11
    Highlight Highlight Erzählen Sie das mal den Angehörigen der vielen Toten. Die werden sich freuen.
  • Sin14 05.06.2020 13:48
    Highlight Highlight Das Modell ist nur gescheitert, wenn die Spitäler überfüllt waren. Wer es vergessen hat, das war das Ziel des Lockdowns. Wenn es um jedes einzelne Leben ginge, müssten wir für immer zu Hause bleiben. Schweden ist nicht gescheitert.
  • superseiajin 05.06.2020 12:14
    Highlight Highlight Liebe Schweizer, erstmal abwarten wie sich die Lage entwickelt.. Die erste Etappe ging an uns, jedoch dank einschneidenden Massnahmen dessen Auswirkungen (Wirtschaftlich) blind nach hinten verschoben wurden und nun noch gespürt werden. Ich spreche von Bankrott und Lawineneffekt.

    Ein Sieg ohne Freiheit ist kein Sieg. Seid nicht so kurzsichtig, verdammt!
  • Frauschlau 05.06.2020 11:52
    Highlight Highlight Das Problem in Schweden ist eine sehr schlechte Versorgung der Alten (zu wenig Plätze/Resourcen, schlecht oder nicht ausgebildetes Personal). Auch der Zugang zu Spitalpflege ist schlecht. Der anspruchsvolle Virenschutz in der Heimpflege und Spitex war unmöglich durchzuführen. Daran hätte ein Lockdown nichts geändert. Die Schulen offenzuhalten war m.e. richtig, da das System auf Volltagesbetreuung und Vollzeitarbeitende Eltern baut. Im März kommt in Skandinavien endlich das Licht zurück. Die Menschen da nochmal monatelang einzusperren hätte riesige gesundheitliche Schäden verursacht.
  • *sharky* 05.06.2020 11:11
    Highlight Highlight Herzig wie verkrampft sich gewisse Leute an ihre vorgefasste und stark geframte Meinung klammern.

    Dabei können sie Null Argumente liefern und nichts aber auch gar nichts spricht dafür, dass an dem mantrahaften -wir werden sehen, 2 Welle dann aber...- etwas dran ist.

    So nebenbei, "Schweden führt (neu) kostenlose Covid-19-Tests ein"...
    https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-06/coronavirus-schweden-test-kostenlos-symptome

    Wenn DAS nicht ein Geständnis einer total missratenen Strategie ist!

    Aber zuerst mussten 1000e Bürger über die Klinge springen, DK, FIN und N zusammen(!) ca. 1/4 davon.
  • cbra 05.06.2020 10:30
    Highlight Highlight Ach, argumentiere mit Statistiken die dir eben gerade so passen. Mehrheitlich sind an diesem Virus leider Menschen gestorben die ein gewisses Alter und / oder Vorerkrankungen haben. Ob es diese Menschen dieses Jahr überhaupt überlebt hätten wissen wir nicht - statistisch gesehen sollte man das Jahr abwarten und mit anderen Jahren vergleichen.
    Am Schluss wird abgerechnet und nicht eben wie jetzt weil es eben so passt. Kann ja gut sein dass eine 2. Welle im Herbst kommt und die Schweiz dann so richtig f*ckt.
  • Neruda 05.06.2020 09:13
    Highlight Highlight Man muss vielleicht noch mal erwähnen, dass eine Empfehlung der schwedischen Behörden eigentlich eine Vorgabe ist, die einzuhalten ist. Wenn man es wörtlich nimmt zwar nicht, aber jeder Schwede weiss, was der Ausdruck, den die Behörden verwenden, bedeutet.
  • Varanasi 05.06.2020 08:25
    Highlight Highlight Auch die Schweden hadern inzwischen mit dem Sonderweg. Die Zustimmung der Bevölkerung ist um 20% zurück gegangen.

    https://www.tagesschau.de/ausland/corona-schweden-109.html
  • Ohniznachtisbett 05.06.2020 08:13
    Highlight Highlight Man hat mal gesagt: Es geht darum, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, die Kurve abflachen, ein exponentieller Anstieg verhindern. Das hat Schweden, wie wir auch erreicht. Aber darum gehts schon lange nicht mehr. Jetzt geht es darum, "keinen" Fall mehr zu haben. Das Ziel wurde ambitionierter. Dafür ist das schwedische Modell natürlich bei weitem nicht gedacht. Nicht mal unseres.
    • Mutzli 05.06.2020 09:12
      Highlight Highlight @Ohniznachtisbett

      Während wir, Stand heute, es jedoch geschafft haben die Kurve zu drücken und die Anzahl der Neuinfektionen extrem zu reduzieren, ist das in Schweden nicht der Fall.

      Dementsprechend können wir nun versuchen auf ein Trace und Contact System umzusteigen, wie es z.B. in Vietnam, Südkorea & Kerala so erfolgreich war, während dies in Schweden nicht möglich ist.

      Der Peak der erfassten Fälle letzte Woche in Schweden waren 816 Fälle, die letzten Zahlen von vorgestern jedoch 1044. Es muss sich erst noch zeigen, ob sich die Lage schon nur stabilisiert hat.

      https://bit.ly/2XzfO1P
      Benutzer Bild
    • lilie 05.06.2020 09:53
      Highlight Highlight @Ohniznachtinsbett: Wie kommst du darauf, dass man versucht "keinen Fall" mehr zu haben? Das ist illusorisch, solange der Virus irgendwo auf der Welt noch existiert, kann er jederzeit bei uns eingeschleppt werden. Zudem ist noch unklar, ob der Virus sogar wieder ausbrechen kann, wenn man ihn einmal hatte.
    • Ohniznachtisbett 05.06.2020 10:25
      Highlight Highlight Lilie: Natürlich ist das illusorisch. Ich werte auch gar nicht. Ich stelle nur fest, dass man von Gesundheitssystem nicht überlasten zu so wenig Fälle wie irgendwie möglich, die Strategie geändert hat. Wenn man aber das ursprüngliche Ziel anschaut, hat Schweden dies genauso erreicht wie DE oder wir. Also keine überlasteten Spitäler und kein exponentielles Wachstum. Das neue Ziel, nämlich die Kurve so gut wie möglich gegen null zu drücken, werden sie so natürlich nicht erreichen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Topfuel 05.06.2020 08:11
    Highlight Highlight Es wird nun sehr interessant zu beobachten wie die schwedische, linke Regierung das System Anders Tegnell beurteilt. Er hat die Toten zu verantworten und sollte Konsequnten ziehen für sich. Aber...?
    • Varanasi 05.06.2020 10:17
      Highlight Highlight Es soll wohl eine Untersuchung geben:

      „Löfven versprach für den Sommer eine Untersuchungskommission, die den schwedischen Coronaweg kritisch unter die Lupe nehmen soll.“

      Oben verlinkter Artikel von der Tagesschau.de
    • Everyday Robot 05.06.2020 13:27
      Highlight Highlight Kommt drauf an, wie hoch gewertet wird, dass er dafür die Wirtschaft am laufen hielt. Oder?
    • Mutzli 05.06.2020 15:21
      Highlight Highlight @Everyday Robot

      Der schwedischen Wirtschaft gehts nach dem Stand der jetzigen Prognose mieser als unserer, siehe die zig links überall in dieser Kommentarspalte.

      Zudem konnten wir nun bereits wieder aufmachen und werden auch Grenzen öffnen, während die Nachbarländer von Schweden bereits angekündigt haben, für alle AUSSER Schweden wieder aufzumachen.
      Sälü Tourismus.

      Dazu kommen noch Folgekosten durch Langzeitschäden bei schwer erkrankten, Reputationsverlust und was weiss ich.

      Weniger Rente wird Schweden bezahlen müssen....

  • paule 05.06.2020 08:06
    Highlight Highlight Möglicherweise urteilen wir zu früh negativ.
    Es kann sein, dass bei uns eine zweite Welle einschlägt die dann in Schweden nicht mehr so einen Hammer hat.
    Aber warten wir ab, es war mutig und auch gut hat es jemand so versucht, nur so haben wir vielleicht in 2 Jahren Klarheit was richtig war.
    Momentan würde ich nicht von Scheitern sprechen und abwarten.
    • Wolk 05.06.2020 17:14
      Highlight Highlight Möglicherweise gibt es dann zum Zeitpunkt der zweiten Welle eine Impfung oder Medikamente. das gab es für die Toten in Schweden nicht.
  • murrayB 05.06.2020 07:22
    Highlight Highlight Solange andere Länder mit langem Shutdown in der Statistik weiter vorne sind, ist es wohl zu vermessen hier zu sagen das Modell sei gescheitert!
  • Der Kritiker Bernd 05.06.2020 07:12
    Highlight Highlight Die positiv Getesteten sind kein Indiz ohne Relation zur Anzahl der durchgeführten Tests.

    Kommt die 2. Welle wird Schweden sicher besser dastehen, kommt sie nicht, können wir einfach glücklich sein dass die Weltunteruntergangsszenarien der WHO, Regierungen, Virologen und Epidemiologie nicht eingetroffen sind.
    • Mutzli 05.06.2020 09:21
      Highlight Highlight @Der Kritiker Bernd
      Schweden ist noch mitten in der ersten Welle drin.

      Schweden testet weniger als die Schweiz, also sind die Zahlen der Infizierten wenn schon zu Gunsten Schwedens verzerrt. Hier sollten inzwischen ja alle Verdachtsfälle getestet werden, während in Schweden leichte Fälle weiterhin aussen vor bleiben.

      Wie in den Kommentaren bereits mehrmals verlinkt wurde, hatten bei der letzten Untersuchung im Mai in Stockholm nur ca. 7.3% der Bevölkerung Antikörper.

      Bzgl. "Weltuntergangsszenarien": Um den Worst Case zu verhindern, hat man ja mit Erfolg die empfohlenen Massnahmen umgesetzt
    • lilie 05.06.2020 09:58
      Highlight Highlight @Bernd: Schliesse mich Mutzli an.

      Ausserdem sind wir weit besser für eine zweite Welle gerüstet als Schweden. Bei uns versandet eine zweite Welle mit all den Massnahmen, noch bevor sie sich ausbreiten kann. Schweden hingegen bleibt einfach noch viel länger in der ersten Welle drin. Eine zweite Welle würde dann nochmals gleich verlaufen, weil ja die Bedingungen auch immer noch gleich sind - und das alles mit riesigen Zahlen an Toten und Genesenen mit Folgeschäden.
    • Der Kritiker Bernd 05.06.2020 11:28
      Highlight Highlight Anzahl Tests sind meines Wissens weder für Schweden noch für die Schweiz veröffentlicht. Oder sonst bitte Quelle nennen.

      @ Mutzli: um von "Erfolg" zu sprechen sind nicht nur die Anzahl Infizierten und Todesfälle anzuschauen sondern auch die ausgelösten Kollateralschäden..
    Weitere Antworten anzeigen
  • skisandtrail 05.06.2020 06:24
    Highlight Highlight Könnten wir bei diesen Berechnungen bitte noch alle Selbstmorde, psych. Erkrankungen, wirtsch. folgen d.h. Armut, Arbeitslosigkeit (die dann bleibt), die alten Toten durch Einsamkeit, die nicht behandelten-teils tödlichen- Notfälle uvm einbeziehen?
    Und bitte, bitte rechnet frühstens in einem Jahr auch mit solchem ab (inkl 2. Welle). Wenns so weiter geht triffts die ganze Baubranche auch noch (nach wie vor fast null zählbare Auftragseingänge in der ganzen Region, in benachbarten Regionen sind bereits Baubranchen in Kurzarbeit, was nicht normal ist zu dieser Zeit). Sag ja nur 🤷‍♀️
  • JJTheBigDog 05.06.2020 06:19
    Highlight Highlight Mal schauen, wieviel Suizide es noch geben wird, aufgrund Vernichtung der Existent-Grundlagen. Und das von Menschen, die nicht schon mit einem Fuss im Grab standen.
  • who cares? 05.06.2020 04:49
    Highlight Highlight In diesem Artikel fehlen mir die Auswirkungen auf die Wirtschaft. Schlussendlich sind es zwar mehr Tote als in der Schweiz, aber grad in die zehntausende geht es ja nicht. Das Gesundheitssystem ist auch nicht zusammengebrochen.
    Ich habe irgendwo mal gesehen, das Schwedens Wirtschaft ähnlich stark gelitten hat, wie die der Schweiz. Und das wäre meiner Meinung nach der springende Punkt. Mehr Tote und gleicher wirtschaftlicher Schaden. Dann kann man von Scheitern sprechen.
    • murrayB 05.06.2020 07:24
      Highlight Highlight Nicht zu vergessen die Neuverschuldung! Aber ja, kein Problem, das bezahlen ja andere (unsere Kinder und Kindeskinder)
    • Das etwas 05.06.2020 13:20
      Highlight Highlight der wirtschaftliche schaden in chweden kommt aber daher das der export und tourismus zusammnegbrochen ist. den haben die anderen länder verschuldet mit ihrem lockdown.

      die prognos war einmal wenn kein lockdown kommt müssen mit millionen toten gerechnet werden. schweden ereicht noch nichtmal annähernd 10k tote nach 3 monaten.
      jetzt stellt sich die frage ob eine milliarden verschuldung auf kosten der nächsten generationen gerechtfertig ist wenn man bedenkt das über 95% der toten inerhalb von 1 spätestens 2 jahren das zeitliche gesegnet hätten.
  • Peter Sager 05.06.2020 03:30
    Highlight Highlight Gestern waren es 2200 neue Fälle und heute 1100 neue Fälle, dass Modell Schweden hat total versagt. Ich denke ohne Lock Down mitten im Sommer wird es noch schlimmer. Jetzt sind die 4 Monate in welchen die Menschen draussen sind und Midsommer Feiern am 22.6.2020. Ohne Einschränkungen wird es noch schlimmer. Es sollte jeglicher Flugverkehr und andere Ein- und Ausreisen mit Schweden eingestellt werden.
  • DrDeath 05.06.2020 00:18
    Highlight Highlight Ich glaube, es ist zu früh um die Punkte zu zählen und die Schlutern zu klopfen. Dafür ist es erst an der Zeit wenn ein zuverlässiger Impfstoff gefunden und die Krankhei weltweit ausgerottet oder eingedämmt ist. Bis dahin kann noch viel passieren. Eine zweite Welle zum Beispiel, und die kann die Verhältnisse ganz schnell wieder verschieben.
  • Matthiah Süppi 04.06.2020 23:54
    Highlight Highlight Naja dann wirds noch eine Weile dauern, bis die Touristen aus der USA wieder in die Schweiz kommen.
  • Schlange12 04.06.2020 23:36
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • KoTaMo 04.06.2020 22:53
    Highlight Highlight Naja... so dramatisch wars in Schweden jetzt auch nicht. Vorallem muss man dann das ganze Jahr anschauen. Diejenigen, die in Schweden jetzt gestorben sind, können in den nächsten Monaten nicht mehr sterben. Es könnte also sein, dass in den nächsten Monaten eine Untersterblichkei sichtbar wird. In dem Fall wäre der schwedische Weg dann doch eindeutig der bessere gewesen. Bin mal gespannt.
    Im Übrigen bin ich auf die Folgeschäden der anderen Länder gespannt, z.B. die Suizidrate (die BLS vermeldete für April eine zehnfach höhere Fallzahl...)...
    • Mutzli 04.06.2020 23:47
      Highlight Highlight @KoTaMo

      Nein, Tote können nicht noch mal sterben. Doch Gestorbene könnten mit den nötigen Schutzmassnahmen zur richtigen Zeit heute noch am Leben sein.

      Da selbst in Stockholm gemäss der letzten Info Anfang Mai max. 7.3% Covid-19 hatten und Immunität nach durchstandener Krankheit zudem immer noch nicht klar ist, gibts da noch einige mehr, die noch sterben werden können.

      Wüsste auch nicht, wie genau der Einfluss von mehr Covid-Toten und einer min. gleich grossen Wirtschaftkrise wie hier, weniger Suizide zur Folge haben sollte.

      Quelle für die Zahlen der BLS?
    • Wiedergabe 05.06.2020 00:24
      Highlight Highlight KoTaMo, ich finde die Konstellation äusserst amüsant, dass sie Anders Tegnell widersprechen und zeigen zu wollen, dass Anders Tegnell richtig gehandelt hat, was auch immer Anders Tegnell rückblickend dazu sagt.
    • Evan 05.06.2020 08:48
      Highlight Highlight Eine Untersterblichkeit wird es nicht geben, was Sie meinen ist wohl eine Normalsterblichkeit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zyniker haben es leichter 04.06.2020 22:42
    Highlight Highlight Diese Betrachtung stimmt nur nach dem neuen und still eingeführten Ziel das Virus zu "stoppen". Wann ist das eigentlich passiert? Es war immer nur von "flatten the curve" die Rede und dann hat man das Ziel einfach verschoben... Die Kurve in Schweden ist aber flach, die Krankenhäuser sind nicht überlastet und die Toten fehlen einfach in den nächsten 1-3 Jahren. "Gescheitert" ist anders und wenn sie damit scheitern, dann ist es heute noch nicht sichtbar.
    • ulmo 05.06.2020 02:04
      Highlight Highlight Es war nicht immer nur von "Flatten the curve die rede". Am Anfang wurde eine Containment-Strategie verfolgt, also Eindämmen durch Nachvollziehung der Infektionsketten und Konsequent verordnete Quarantänen.
      "Lockdown" und "Flatten the Curve" wurden erst eingeführt als wir völlig die Kontrolle über die Ansteckungen verloren haben. Da wir dadurch wieder tiefe zahlen haben können wir jetzt zur Containment Strategie zurückkehren, im Gegensatz zu Schweden, welches wohl noch eine Weile auf einem höheren Ansteckungsniveau verweilen.
    • ConcernedCitizen 05.06.2020 07:58
      Highlight Highlight „Die Toten fehlen in den nächsten 1-3 Jahren“

      Ziemlich technokratische und herzlose Aussage. Wenn ich wählen muss, ob ich heute oder in 3 Jahren sterbe, wähle ich in 3 Jahren!
    • Vergugt 05.06.2020 08:26
      Highlight Highlight "Die Toten fehlen einfach in den nächsten 1-3 Jahren" - würdest du das auch sagen, wenn deine Mama jetzt tot wäre, obwohl sie ohne CoVid noch 1-3 Jahre gelebt hätte?

      Absolut Geschmacklos, so über das Leben Anderer zu urteilen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Faktenchecker 04.06.2020 22:26
    Highlight Highlight Das Modell Schweden war/ist genau richtig aber das darf natürlich niemals zugegeben werden.
    • Wiedergabe 05.06.2020 00:26
      Highlight Highlight Und genau deshalb sagt es sogar Anders Tegnell selbst, dass er vieles anders/besser machen würde, wenn er die Zeit zurück drehen könnte...?
      Haben sie den Artikel nicht gelesen oder erkennen sie ihre eigenen Widersprüche nicht...?
    • Neruda 05.06.2020 12:03
      Highlight Highlight So viele Menschen aus der Risikogruppe einfach sterben zu lassen finde ich jetzt nicht gerade richtig. Vor allem in den Altersheimen in der Region Stockholm ist es ja katastrophal. Und Surprise Surprise, es ist genau diese Region, welche die Alterspflege total privatisiert hat. Ich wohne im Schweden und sehe die Vorteile nicht, ausser die für ein paar Egoisten, für welche es einfach zu unangenehm ist ein paar Wochen nicht sinnlos shoppen gehen zu können, um die Risikogruppe zu schützen.
    • dan2016 05.06.2020 12:36
      Highlight Highlight eher Faktengeizer....
  • Moudi 04.06.2020 22:24
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Baumi72 04.06.2020 22:13
    Highlight Highlight Diese Zahlen im direkten Vergleich zu analysieren ist aus diesen drei Gründen problematisch:

    1. Der PCR Test hat eine hohe Fehlerquote und ist daher nicht validiert. Er misst quasi Mist.
    2. Jedes Land testet unterschiedlich viel
    3. Jedes Land hat eine andere Durchmischung der Altersgruppen.

    Die Aussage Tegnells bezieht sich zudem auf den reinen Umgang mit den Risikogruppen und nicht auf die Grundstrategie.

    Berichte wie dieser werden ausschliesslich dazu benutzt, um das eigene, übertriebene Handeln, nicht in Frage zu stellen.
    • Lioness 05.06.2020 10:27
      Highlight Highlight Der PCR Test misst nicht quasi Mist. Er ist sehr verlässlich. Bringen sie eine Quelle, die besagt, dass der PCR Test Mist ist.
    • Baumi72 05.06.2020 21:19
      Highlight Highlight Schaut bei der WHO nach.
      Benutzer Bild
    • Lioness 05.06.2020 22:51
      Highlight Highlight In diesem Auszug steht bloss SARS-CoV-2-Tests. Welche genau sind denn damit gemeint? Und wie verlässlich werden die Tests in den verschiedenen Ländern durchgeführt?
  • Antichrist 04.06.2020 21:30
    Highlight Highlight Wieviele Milliarden hat Schweden gespart?
    • Varanasi 04.06.2020 22:34
      Highlight Highlight Um es zynisch zu sagen, ja, sie werden wohl in Zukunft viel Geld sparen, weil sie all die Rentenbezüge der Senioren nicht mehr bezahlen müssen.
    • KoTaMo 04.06.2020 22:54
      Highlight Highlight Varanasi: Ich bin auf die Sterblichkeit der folgenden Monate gespannt in S. Man kann nämlich nicht zweimal sterben.
    • Varanasi 04.06.2020 23:06
      Highlight Highlight Nun, ich empfehle diese Studie. Im Durchschnitt werden den Menschen 10,7 Jahre bei den Männern und 9,3 Jahre bei den Frauen gestohlen, heisst: viele hätten noch länger leben können.

      https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/corona-lebenserwartung-101.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glenn Quagmire 04.06.2020 21:04
    Highlight Highlight Dachte in Weissrussland gibt es kein Corona mehr?
    • lilie 05.06.2020 10:48
      Highlight Highlight @Glenn: Doch, sie kommunizieren sogar offizielle Zahlen.

      Dass die aber getürkt sind, erkennt sogar ein Blinder mit Krückstock. 🙄
    • Glenn Quagmire 05.06.2020 11:58
      Highlight Highlight @lilie: sicher nur Schwächlinge aus der Opposition. Regimetreue Patrioten bekommen das nicht.
    • lilie 05.06.2020 14:47
      Highlight Highlight @Glenn: Reto Fehr hat gerade ein Interview mit einem Bürger aus Minsk aufgeschaltet. Ich hab dort noch zwei Links gepostet, welche die Lage in Weissrussland etwas beleuchten, soweit das überhaupt möglich ist. Immerhin scheint Luschenko etwas kleinlauter geworden zu sein. Aber ein Journalist erklärt nachvollziehbar, dass er jetzt nicht mehr zurückkrebsen kann, nachdem er anfangs eine so grosse Klappe hatte... 😒
  • Locutus70 04.06.2020 20:55
    Highlight Highlight Klingt für mich danach die hiesigen Maßnahmen rechtfertigen zu wollen.
    Jedes Land wählt genau den Weg, den es für richtig hält. Gerade als neutrale Schweiz sollten wir das respektieren und nicht ständig an anderen Ländern rumkritisieren - das können die Deutschen ohnehin besser ^^
    • Unicron 04.06.2020 21:40
      Highlight Highlight Die Aluhüte haben jetzt 2 Monate lang Schweden vergöttert und unsere Regierung kritisiert weil wir es ihnen nicht gleichtun.
      Man soll sie jetzt schon informieren dass das wohl daneben gegangen ist.
    • esclarmonde 04.06.2020 22:38
      Highlight Highlight Ein Freund von mir wohnt schon seit vielen Jahren in Schweden. Er ist entsetzt, wie locker die Schweden mit dem Corona-Virus umgehen. Seit Beginn schon. An den Wochenenden sind grosse Gruppen an seinem See aufgetaucht, es wurde grilliert und gefeiert. Von Abstand keine Spur. Auch nicht in seinem Lädeli. Und Aluhüte kenne man in Schweden ebenfalls, so sein Fazit.
  • Hippokrates 04.06.2020 20:36
    Highlight Highlight Wie weit man mit Eigenverantwortung kommt, sieht man nicht nur in Schweden, sondern im Moment auf unseren Strassen, im ÖV und eigentlich fast überall hier in der CH. Als ob nie etwas gewesen wäre. Der Mensch ist ein dummes Wesen und braucht leider eine intelligente , straffe Führung wie zB unseren Bundesrat.
    • Posersalami 04.06.2020 21:55
      Highlight Highlight Abwarten.

      So lange die Fallzahlen nicht wieder in die Höhe gehen, ist alles in Ordnung. Die letzte Öffnungswelle hat auf alle Fälle keinen Einfluss auf die Zahlen gehabt. Also ist das Verhalten angemessen.
    • Enzasa 05.06.2020 00:52
      Highlight Highlight Die Zahlen kommen immer erst eine Woche später
    • Posersalami 05.06.2020 07:16
      Highlight Highlight Die letzte Öffnungswelle war wann? Eben! Die nächste kommt jetzt, dann wird man sehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutzli 04.06.2020 20:33
    Highlight Highlight Paar Punkte die im Artikel nicht angesprochen wurden:

    Tegnell behauptet, dass die Strategie nie Durchseuchung gewesen sei, sondern eine Überlastung des Systems zu verhindern.
    Problem: Er ging davon aus, dass Covid-19 wie eine Grippe sei.

    Abgesehen davon, dass unklar ist, ob Antikörper Immunität verleihen, hatten Ende April selbst in Stockholm nur ca. 7.3% der Bevölkerung Antikörper. https://bit.ly/2XzspSB

    In Genf waren es ca. 5% https://bit.ly/3gU43ut

    Hilf auch nicht, dass Tegnell selbst am 16.3. dachte, 90-95% aller Fälle seien asymptomatisch.
    https://bit.ly/2XvJc99
    • Stinkstiefel 04.06.2020 22:51
      Highlight Highlight Es gibt auch Studien, die für eine überraschend hohe Anzahl asymptomatischer Fälle sprechen. Beispiel:
      https://bit.ly/3cyLZCL

      Eine Überlastung des Systems zu verhindern, war praktisch überall die offizielle Strategie. Damit wurden aber je nach Land ganz unterschiedliche Massnahmen gerechtfertigt. Letztendlich ist Tegnell Arzt und Beamter, NICHT Politiker. Bitte nicht vergessen: Entscheiden tut die Politik, nicht der Epidemiologe. Auch der Bundesrat ist nicht bei allen Massnahmen der Empfehlung des BAG gefolgt. Sonst wären die Primarschulen z.B. am 16.3. auch bei uns nicht geschlossen worden.
    • Mutzli 04.06.2020 23:28
      Highlight Highlight @Stinkstiefel 1/

      Die von Ihnen zitierte Studie hielt den Prozentsatz der asymptomatisch Infizierten am Tag 20 fest. Wie jedoch die Untersuchung der Diamond Princess zeigte, sind diese Daten natürlich auch nützlich, aber zur effektiven Evaluierung reicht das nicht.-> Dazu müsste gemessen werden, wie viele nach diesem Datum asymptomatisch bleiben, denn Covid-19 braucht tendentiell lange, um Symptome hervorzurufen.

      Bei der Diamond Princess, wo dies berücksichtigt wurde, ergab sich damit ca. 17% https://doi.org/10.2807/1560-7917.ES.2020.25.10.2000180

    • Mutzli 04.06.2020 23:35
      Highlight Highlight 2/
      Bzgl. Schweden: Der Unterschied ist, dass die Politik in Schweden sehr wohl auf Tegnell gehört und dessen Plan umgesetzt hat.

      Wie das Folkhälsomyndigheten selbst schreibt, liegt die Verantwortung für die Strategie und Bekämpfung von Infektionskrankheiten bei dieser Behörde.

      Zudem ist es der Regierung im Normalfall nicht erlaubt, dem Rat oder Anweisungen einer Behörde nicht zu folgen -> https://www.thelocal.se/20200330/whos-actually-in-charge-of-swedens-coronavirus-strategy

      Dementsprechend liegt die Verantwortung bei Tegnell.
  • piranha 04.06.2020 20:30
    Highlight Highlight Warten wir doch erst mal die zweite Welle ab...
    • Mia_san_mia 04.06.2020 21:57
      Highlight Highlight Das habe ich auch lange gedacht. Aber das kannst Du jetzt vergessen.
  • piranha 04.06.2020 20:29
    Highlight Highlight "Ein ganz düsteres Bild zeichnet sich bei den Zahlen zu den Corona-Toten pro Einwohner. Wie die Financial Times berechnete, liegt Schweden da seit einigen Tagen mit 4,5 schon an der Spitze in Europa."

    4.5 Tote pro Einwohner? Na, da scheinen aber viele Touristen gestorben zu sein ;)
    • ulmo 05.06.2020 02:09
      Highlight Highlight Ich glaub, sie haben die Zahlen mit Ischgl verwechselt :p
  • wir-2 04.06.2020 20:27
    Highlight Highlight Im Bericht wird mit Zahlen und Statistiken jongliert und kommt schnell etwas durcheinander diese richtig einzu ordnen. Ich denke es ist für wine abschliessende neue zu früh.
    • darkgrey 05.06.2020 02:08
      Highlight Highlight Ja es ist noch zu früh, sogar für ein Zwischenfazit.
      Was ich mitnehme:
      Obwohl Schweden nur etwa 40% soviel testet, sind sie bereits gleich auf wie die Schweiz. Man stelle sich vor sie hätten gleich viel getestet wie die Schweiz..
      Die Kurve ist bei uns seit Wochen flach, bei den Schweden gehts immer noch steil bergauf. Obwohl nur schwere Fälle getestet werden. Bei uns sind viele milde Fälle dabei.
  • Hofer Ernst 04.06.2020 20:22
    Highlight Highlight Eine Durchseuchung wie von Prof.Eichenberger gefordert wurde, sieht man am Beispiel Schweden war die falsche Entscheidung.
    Was dabei erstaunlich ist, das man momentan von Prof.Eichenberger nix mehr hört.
    Danke Bundesrat und BAG dass ihr in der Schweiz das richtige Rezept gefunden habt.
    • Martel 05.06.2020 03:29
      Highlight Highlight Kein Wunder, vom Eichenberger kommt ja auch selten was Schlaues.
    • Wolk 05.06.2020 17:19
      Highlight Highlight Eine Durchseuchung ist nur möglich auf Kosten von einigen Tausend Toten. Das hat jetzt auch Tegnell begriffen. Das ist technokratisch, aber sicher nicht ethisch. Im besten Fall utilitaristisch.
  • Tapatio 04.06.2020 19:56
    Highlight Highlight Was nun wohl klar sein sollte ist, dass die Schweiz mit dem Schwedenmodell wohl aufgrund der Lage (nähe zum Hotspot Italien) und der Bevölkerungsdichte einiges schlechter davongekommen wäre als das in Schweden nun der Fall ist. Und ich bin mir ebenfalls sicher, dass diejenigen Parteien die jetzt am lautesten jammern auch dann die gewesen wären die den Bundesrat und das BAG verteufeln würden. Seien wir froh sind und bleiben die Zahlen aktuell tief und das mit (im Vergleich zu anderen Ländern) moderaten Einschränkungen die mittlerweile praktisch alle wieder aufgehoben sind..
  • Terraner 04.06.2020 19:28
    Highlight Highlight Abgerechnet wird erst am Schluss wenn wir das Virus besiegt haben. Weder die wirtschaftlichen Folgen auf lange Sicht noch ob ein Medikament oder eine Impfung gefunden werden kann sind heute bekannt. Genau sowenig ist bekannt wir lange man nach durchgemachter Erkrankung immun ist. Bei einer Pandemie schon nach 3 Monaten abzurechnen ist etwas voreilig. Auch wenn es im Moment in der Schweiz gut aussieht, kann es jederzeit wieder los gehen wenn wir leichtsinnig werden. Die zweite Welle im Iran ist schon so hoch wie die erste gewesen ist und wo es dort hinführt weiss man noch nicht.
  • Mrum 04.06.2020 19:20
    Highlight Highlight Dieser Artikel hat das Thema nun aber total verfehlt.
    Es war ja klar, dass Schweden sowohl mehr Infizierte, Infizierte pro Tag und mehr Tote haben wird, das war ja Teil der Strategie...
    Ich stehe auch völlig hinter der Strategie der Schweiz, aber eine solch verfehlte Bewertung des Schwedischen Wegs macht überhaupt keinen Sinn.
    • Mutzli 04.06.2020 22:19
      Highlight Highlight @Mrum

      Nein, war es nicht. Oder zumindest wird das nun von Tegnell behauptet. Nach ihm war eine Durchseuchung nie vorgesehen oder angestrebt.

      Das Problem ist, dass Tegnell aus unerfindlichen Gründen den Forschungskonsens ignorierte und selbst Mitte März (als bei uns die Geschäfte etc. schliessen mussten) davon ausging, dass Covid-19 gleich wie eine saisonale Grippe zu behandeln sei.

      Inkl. der Behauptung, 90-95% aller Infizierten würden nie was von der Krankheit merken. Was auf tragische Weise von der Realität wiederlegt wurde.

      http://www.openias.org/swedens-covid19-strategy
    • *sharky* 05.06.2020 10:34
      Highlight Highlight "Nach ihm war eine Durchseuchung nie vorgesehen oder angestrebt."

      Aber genau das kaufe ich ihm definitiv nicht ab!

      GB wollte irgend wann mal auch nichts von dieser Strategie gewusst haben, NL war es ähnlich.
      Beide Länder zahlen/-ten einen sehr sehr hohen Preis dafür.
      Beim Beginn eines exponentiellen Wachstums, sind halt 1,2 Wochen matchentscheidend!

      Und so nebenbei, ganz nebenbei... die Nachbaren DK, N und FIN weisen zusammen(!) etwa einen 1/4 des schwedischen Blutzolls.
    • Mutzli 05.06.2020 14:34
      Highlight Highlight @sharky

      Auf der Basis der verschiedenen Sachen die ich in dieser Kommentarspalte verlinkt habe, habe ich selbst alles andere als ne hohe Meinung von Tegnell. Finde da auch die Art seiner "Entschuldigung" bezeichnend:"Wer hätte ahnen können, dass es Probleme gibt (->z.b. zig andere Epidemologen die genau das gesagt haben)" etc.

      Aber bei dem Punkt glaube ich ihm halb, aber mit einem wichtigen Detail: Er strebte keine Durchseuchung an, weil er grundlos davon ausging, dass Covid-19 wie eine saisonale Grippe sei.

      Gleicher Ausgang, andere (behämmerte) Motivation.
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  • nicht_millenial 04.06.2020 18:58
    Highlight Highlight Ist doch immer herrlich, mit entweder falsch berechneten Zahlen ( 4,5 Tote pro 100'000 Paragraph 3) oder geschönten Zahlen. Was will man damit? Vergleichen.
    Die sooo vielgerühmte Eigenverantwortung wird mit superniedrigen Zahlen hierzulande nicht gerade unterstützt. Man kann es beim Shoppen an der Kasse oder im Laden selbst nicht, ohne des BR Empfehlungen, social distancing ist vielerorts Geschichte. Was ich jetzt mal gern hätte, wären Bundesräte in der Arena und anderswo, um zu hören, wie mit einer zweiten Welle umgegangen würde. Und zwar jetzt und nicht in der Sommerpause.
    • lilie 04.06.2020 21:15
      Highlight Highlight @nicht_millenial: Das wurde bereits erklärt: Erstens rechnet niemand mit einer zweiten Welle. Die Massnahmen, die wir jetzt haben, sind viel strikter als jene vor dem Lockdown. Und schon damals gabs ja eine Verlangsamung der Ausbreitung.

      Falls es trotzdem zu neuen Anstiegen kommt (was wahrscheinlich ist), kann das Contact Tracing ja eruieren, wo die Leute sich anstecken. Dann kann man gezielt eingreifen.

      Geschäfte, die sich nicht an die Regelungen halten, werden geschlossen.
  • Militia 04.06.2020 18:56
    Highlight Highlight Eines ist wohl sicher: Der Immunisierungsgrad in der schwedischen Bevölkerung ist wohl höher als bei uns. Die Frage ist nun wie sich das auf eine mögliche 2. Welle auswirken würde. Da könnten die Schweden dann doch besser dastehen.
    • esmereldat 04.06.2020 19:15
      Highlight Highlight Es ist meines Wissens noch nicht klar, ob es tatsächlich eine längerfristige Immunisierung gibt. Wie die Länder bei einer zweiten Welle abschneiden hängt viel eher von den Massnahmen und dem Verhalten der Bevölkerung ab.
    • Militia 04.06.2020 19:55
      Highlight Highlight ...ausser es gäbe eben doch eine Immunisierung. Da werden noch einige Studien und Gegenstudien etc. veröffentlicht werden. Spannende Zeiten als Forscher!
    • Mutzli 04.06.2020 20:05
      Highlight Highlight @Militia

      Ergänzend zu dem was @esmereldat ausgeführt hat: Selbst in Stockholm, dem stärksten getroffenen Gebiet, war der Anteil der Bevölkerung mit Antiköpern gemäss einer Studie zum Stand im Mai bei ca. 7.3%

      https://amp.theguardian.com/world/2020/jun/03/architect-of-sweden-coronavirus-strategy-admits-too-many-died-anders-tegnell

      Zum Vergleich: Bei Impfkampagnen gegen Mumps ist das Minimum für Herdenimmunität 75-86%, bei Polio 80-86% und bei Masern 83-94%

      7.3% reichen da selbst im Idealfall einer erfolgreichen Immunisierung nie und nimmer.
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  • De-Saint-Ex 04.06.2020 18:54
    Highlight Highlight Ich verstehe diesen Kommentar nicht. Schweden ging es ja nie darum, Corona einzudämmen. Die wollten doch Herdenimmunität. Das sind doch die Zahlen, die hier von Interesse wären: wieviel Schweden sind denn nun immun und wenn ja für wie lange? Und diese Zahlen haben wir noch nicht. Dass Schweden in Kauf genommen hat, so mehr Todesopfer als andere Staaten zu verzeichnen ist nicht neu und deren Sache. Ich frage mich halt, ab wann können Schweden denn wieder raus aus ihrem Land? So schnell wohl nicht. Ich bin froh, hat die Schweiz nicht denselben Weg gewählt.
    • Mutzli 04.06.2020 20:00
      Highlight Highlight @De-Saint-Ex

      Tegnell selbst bestreitet, dass eine Herdenimmunität je das Ziel der schwedischen Strategie gewesen wäre. Egal ob das stimmt oder nicht, muss er das zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin tun: Letzten Monat war der Stand an Personen mit Antikörper im stärksten betroffenen Gebiet (Stockholm) gerade mal 7.3%

      Selbst falls diese Antikörper eine Immunität verleihen würden, was alles andere als klar ist, Herdenimmunität würde 80+% benötigen.

      https://amp.theguardian.com/world/2020/jun/03/architect-of-sweden-coronavirus-strategy-admits-too-many-died-anders-tegnell
    • ands 04.06.2020 20:11
      Highlight Highlight Diese Zahl müsste tatsächlich genannt werden. Sie ist der eigentliche Grund, weshalb die Strategie gescheitert ist. Sie liegt nämlich im einstelligen Prozentbereich
    • atorator 04.06.2020 20:12
      Highlight Highlight Die Zahlen gibt es. Ca. 7,2% Antikörper. Aber wie lange diese angebliche Immunität anhält, weiss niemand. Wahrscheinlich ist, kein Jahr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Inspiration 04.06.2020 18:44
    Highlight Highlight Oje, ich sehe dieses Modell nur ungern scheitern. Das hat Anfangs vielversprechend ausgesehen, mit all den Leuten auf den Promenaden und den immer offenen Schulen. Wär toll gewesen, hätte es besser geklappt.
  • Frankygoes 04.06.2020 18:34
    Highlight Highlight Was man aber noch nicht geklärt hat, ist die Frage nach der Immunität. Schweden hat viel weniger Tests/Mio Einwohner gemacht, als z.B. die Schweiz. Damit dürfte die Dunkelziffer der Infizierten viel höher liegen als hierzulande. Falls die Immunität sich bestätigt, fällt dort vielleicht eine zweite Welle aus. Dann ist das Modell nicht unbedingt gescheitert. Na ja. Gescheitert ist es eh nicht. Das Gesundheitssystem war in Schweden nie überlastet..
    • Mutzli 04.06.2020 20:11
      Highlight Highlight Stand in Stockholm selbst nach einer Studie aus dem Mai: Wohl ca. 7.3% der Gesamtbevölkerung haben Antikörper.

      Das reicht selbst im besten Fall genau für gar nix.

      https://amp.theguardian.com/world/2020/jun/03/architect-of-sweden-coronavirus-strategy-admits-too-many-died-anders-tegnell

      Zum Vergleich: Anfang Mai hatten ca. 5% der Bevölkerung in Genf Antikörper.
      Tu mich da eher schwer, die tausenden von unnötigen Toten nicht als ein Scheitern schwedischer Strategie zu betrachten.

      https://www.srf.ch/news/schweiz/studie-soll-klarheit-bringen-der-corona-dunkelziffer-auf-der-spur
    • Marhof 04.06.2020 20:29
      Highlight Highlight Man hat Zahlen von Stockholm von Ende April und weiss, dass in Stockholm 7.3 % der Einwohner Antikörper hatten. Dies liegt weit unter den Erwartungen.
      Das Gesundheitssystem war vor allem deshalb nicht überlastet, weil Infizierte aus Alters- und Pflegeheimen nur noch palliativ und nicht mehr intensiv medizinisch behandelt wurden. Diese Personen wurden erst gar nicht in die Spitäler eingeliefert.

    • dmark 04.06.2020 20:50
      Highlight Highlight Die Immunisierungsrate ist auch in Schweden noch sehr weit von einer sog. "Herdenimmunisierung" entfernt. Tests auf Antikörper haben gerade mal rund 7% im Mittel gebracht.

      Hier ein paar Zahlen...
      https://www.tagesspiegel.de/wissen/coronavirus-studie-in-schweden-nur-7-3-prozent-der-stockholmer-hatten-antikoerper-im-blut/25849542.html
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  • MartinZH 04.06.2020 18:30
    Highlight Highlight Immerhin anständig und mutig von Tegnell endlich einmal hinzustehen und zuzugeben, dass seine Strategie grandios gescheitert ist. Leider bringt das den Schweden jetzt nicht mehr viel, betrachtet man sich die ungebrochene Wachstumskurve. Nur noch die USA haben die Ansteckungsraten etwa in demselben Mass nicht unter Kontrolle.
    • MartinZH 04.06.2020 19:28
      Highlight Highlight @'Blitzer': Die Zahlen lügen nicht. Die Realität nicht sehen zu wollen, bringt nichts. Man braucht nicht einmal viel von Statistik zu verstehen oder gar ein Chart-Analyst zu sein, um ganz einfach zu erkennen, in welchen beiden Ländern es tendenziell – sowie leider seit längerer Zeit – ganz schlecht läuft.
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    • COVID-19 ist Evolution 04.06.2020 19:29
      Highlight Highlight Tegnell hat nicht gesagt dass seine Strategie gescheitert ist.
    • Peter Nürnberger 04.06.2020 19:39
      Highlight Highlight Ob Schweden mit seiner Strategie gescheitert ist, kann man wohl erst in zwei Jahren wirklich sagen.

      Wenn im Herbst/Winter die Ansteckungsgefahr wieder grösser wird wird es sich zeigen.

      Bis dahin sollte man abwarten, und nicht vorschnell einen Weg als gescheitert sehen.

      Mutig ist er wohl, und alle profitieren von den Erkenntnissen, die man erhält.

      Es kann durchaus der richtige Weg sein, auch wenn es zur Zeit viele Opfer gibt, wir alle können es jetzt und heute nicht sagen, ob der Weg den die Schweiz oder Deutschland eingeschlagen hat, der richtige war oder ist.
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  • Kanischti 04.06.2020 18:30
    Highlight Highlight «Wenn wir die gleiche Krankheit nochmals vor uns hätten, würden wir MIT DEM HEUTIGEN WISSEN wohl einen Mittelweg zwischen Schweden und dem Rest der Welt wählen.»
    Ich glaube diesen Weg würden heute viele Länder gehen.
  • HerrZelig 04.06.2020 18:22
    Highlight Highlight Mal folgende Überlegungen:

    Frage 1: unterscheiden sich aktuell die (behördlich oder selbst) auferlegten sozialen Einschränkungen zwischen SWE und CH?
    Antwort: vermutlich nicht mehr. Wir bewegen uns hier heute so, wie es die Schweden tun.

    Frage 2: Wieso hat SWE dann mehr Fälle?
    Antwort: Weil es mehr Infizierte gibt und man sich dadurch leichter anstecken kann.

    Frage 3: Wird die niedrige Infektionsrate in CH weiterhin so niedrig bleiben?
    Antwort: vermutlich nicht, wenn die Grenzen wieder aufgehen und mehr gereist wird.

    Frage 4: wird die CH dann nicht auch auf ein SWE Szenario zusteuern?
    • Posersalami 04.06.2020 22:00
      Highlight Highlight Es gilt jetzt einfach alles daran zu setzen, mit Contact Tracing von jedem Infizierten möglichst viele Kontaktpersonen möglichst schnell zu finden.

      Davon wird alles abhängen.
  • N. Y. P. 04.06.2020 18:19
    Highlight Highlight ..und einige forderten den gleichen Weg für die Schweiz.

    Wereliwer ist einige ?

    a.) SP

    b.) CVP

    c.) Hornusser Summiswald

    d.) SVP

    e.) Bernie Sanders


    Genau ! Es gibt nur eine richtige Antwort.
    • Kruk 04.06.2020 19:19
      Highlight Highlight Die sollten sich Schweden bei anderen Sachen zum Vorbild nehmen...

      Z. B. bei der Elternzeit.
    • DonChaote 05.06.2020 08:39
      Highlight Highlight @N. Y. P.
      Ich könnte mir vorstellen, dass auch einige der hornusser aus summiswald dies gefordert hatten. ;)
    • N. Y. P. 05.06.2020 09:30
      Highlight Highlight Ja, @DonChaote, vermutlich fast alle.
  • super_silv 04.06.2020 18:16
    Highlight Highlight Ich dachte die streben eine Durchseuchung an, da muss es zwangsläufig ja viele Infiszierte geben. Es ist eher so dass die Anzahl Tote gar nicht soooo viel schlimmer ist für das Sie keinen richtigen Lockdown hatten.

    Wir können ja mal die wirtschaftlichen Zahlen nehmen, dann wird villeicht ersichtlich wer besser gefahren ist.

    Ich will nicht sagen unser weg war falsch oder Schwedens Weg richtig, aber dieser Artikel sagt einfach nichts aus...
    • lilie 04.06.2020 18:22
      Highlight Highlight @super_silv: Die wissenschaftlichen Zahlen sind längst da: Die Durchseuchung ist in Schweden nicht höher als sonstwo, nämlich im einstelligen Prozentbereich. Aber dafür viel mehr Kranke und Tote.

      Das war ein gefährliches Experiment zu einem hohen Preis.
    • FrancoL 04.06.2020 18:43
      Highlight Highlight UND dieses Resultat für ein Land das kaum zugänglich war, da die Nachbarn abschotteten und weit weg ist von den grösseren Hotspots.
      Wenn man dies mitbrachtet, dann sollte man sich schon einige Gedanken zum Resultat "Schweden" machen.
    • Meierli 04.06.2020 18:45
      Highlight Highlight Wirtschaft? Schweden ist vom Export abhängig, der ist kollabiert. Man rechnet mit einer tiefen Rezession und rund - 8% im 2020. Mehr als bei uns.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Plan B 04.06.2020 18:15
    Highlight Highlight Ich finde, dass erst in einem Jahr abgerechet werden kann. Wird Schweden eine zweite Welle überhaupt noch treffen? Wir es überhaupt irgend wo eine zweite Welle geben?
    Es gibt diverse offene Fragen, welche einfach noch nicht zu beantworten sind.
    Die Zeit wird es zeigen und erst dann kann man sie kritisieren.
  • Bert der Geologe 04.06.2020 18:12
    Highlight Highlight Wenn man auf makabere Weise die demographische Zusammensetzung der Bevölkerung ändern will, muss man das Modell Schweden wählen.
  • Magnum 04.06.2020 18:11
    Highlight Highlight Ein Mittelweg zwischen Schweden und dem Rest der Welt, Herr Tegnell? Dieser «Rest der Welt» unterscheidet sich bei den Massnahmen bezüglich Covid-19 sehr stark. Tegnell nutzt hier die rhetorische Masche «wir gegen den Rest der Welt», was der Sache weder angemessen noch dienlich ist.

    Ein Mittelweg zwischen Schweden und Ländern mit strengen Ausgangssperren wie Südafrika oder Indien wäre dann wohl - die Schweiz?
  • COVID-19 ist Evolution 04.06.2020 18:05
    Highlight Highlight Wenn Schwedens Strategie die Infektionen nicht wesentlich einzudämmen versucht, wieso wirft man Schweden vor dass die Infektionen nicht wesentlich eingedämmt werden?

    Die Todeszahlen in der Bevölkerung sind das einzig relevante Kriterium. Diese Rechnung wird aber erst am Ende gemacht sobald ein Impfstoff verfügbar wird. Vor diesem Moment werden alle Länder mit Eindämmungs-Strategie permanent mit neuen Infektionsherden kämpfen welche weiter unvermittelt Menschen in den Tod reissen.

    Der Ansatz Schwedens schaut mir da geplanter aus.
    • lilie 04.06.2020 18:28
      Highlight Highlight @Covid: Doch, der Plan von Schweden war ebenfalls die Ausbreitung einzudämmen und die Spitäler vor Überlastung zu schützen.

      Die ist durch die freiwilligen Massnahmen auch gelungen - allerdings auf einem sehr hohen Fallniveau, das auch noch über Monate so weiter gehen kann.

      Während also andere Länder wie die Schweiz mit klar kommunizierten Massnahmen die Fallzahlen tief hält, surft Schweden weiter auf einer hohen Welle.

      Und die Todesfälle sind nicht das einzige Problem. Schweden produziert so auch eine grosse Anzahl Reha- und Invalidenfälle.
    • COVID-19 ist Evolution 04.06.2020 19:21
      Highlight Highlight @lilie: Richtig. Alles was ich sage ist dass man es nicht Schweden vorwerfen kann zu Scheitern wenn es nach ihren Plan läuft.

      Rein die Infektionszahlen sind für eine Beurteilung nicht relevant. Schwedens Ziel ist genau eine möglichst hohe Infektionszahl um so möglichst rasch die Herdenimmunität zu erreichen.

      Es gab auch Fehler am Beginn beim Schutz der Risikogruppe, die Todesfälle sinken jetzt jedoch.

      Wieviele Tote und Invalide es am Schluss in der Summe gibt ist eine ganz andere Rechnung, wenn man sie denn führen mag. Es sollten dann aber auch Fälle wie Suizid in die Rechnung einfliessen.
    • das Otzelot 04.06.2020 19:47
      Highlight Highlight @lilie
      Schweden hat die Überlastung der Spitäler gelöst, indem sie die ältere Bevölkerung schlicht ihrem Schicksal überlassen hat. Ob man das moralisch gut findet ist jedem selbst überlassen.
  • Gigi,Gigi 04.06.2020 18:04
    Highlight Highlight Ist das Bild wirklich aus Malmö? So sieht es doch bei uns in den Städten auch aus!
    • nicht_millenial 04.06.2020 18:50
      Highlight Highlight Ganz genau mein Gedanke....
    • Posersalami 04.06.2020 22:03
      Highlight Highlight Mittlerweile weiss man ja, das die Ansteckungsgefahr im Freien deutlich kleiner ist. Oder ist hier jemandem ein Infektionsherd bekannt, der draussen war?
  • lilie 04.06.2020 17:57
    Highlight Highlight Ich finde es schade. Hätte Schweden nur einige zusätzliche Massnahmen ergriffen, stünden sie wohl nun als Sieger da. Die Schweiz musste wegen der Nähe zu sehr stark betroffenen Regionen eine härtere Gangart einschlagen. Aber Schweden ist etwas zu blauäugig (höhö) an die Sache rangegangen.

    Was mich wundert, ist, warum mit diesen Erkenntnissen nun nicht korrigiert wird. Das müsste doch möglich sein, um die Fallzahlen zu senken.
    • Bert der Geologe 04.06.2020 18:11
      Highlight Highlight @lilie: weil sie blauäugig (höhö) bleiben wollen.
    • Blues 04.06.2020 18:30
      Highlight Highlight Weil der Gesundheits Chef eben daran glaubt, immer noch, wie ein kürzliches Interview im Deutschen TV zu sehen war.
    • Meierli 04.06.2020 18:47
      Highlight Highlight Lilie, "Sieger" gibt es keine bei Corona. Hört sich an wie ein Schw...vergleich. Eugentlich nicht dein Niveau.
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  • einschweizernamens 04.06.2020 17:56
    Highlight Highlight eine völlig voreilige schlussfolgerung! ausserdem können die zahlen gedreht und gewendet werden wie es einem gerade passt. fact ist, dass swe enorm viele todesfälle in altersheimen hatte. wer kann denn sagen, dass genau diese risikopatienten in der schweiz nicht bereits verstorben sind, bevor man die statistiken erfasste...corona soll ja bereits im oktober aufgetreten sein...und in den altersheimen waren sehr alte leute betroffen..
    naja...ich finde die massnahmen in swe voll in ordnung und man weiss ja auch nicht ob dort nun bereits eine massenimmunität vorhanden ist und bei uns nicht...
    • Magnum 04.06.2020 18:23
      Highlight Highlight Man (aka der aktuelle Forschungsstand) weiss genau genommen überhaupt nicht, ob eine Erkrankung an Covid-19 mit geringen Symptomen überhaupt zu einer Immunität führt. Leider gibt es Indizien aus verschiedenen Ländern, dass dies nicht der Fall ist. Vor diesem Hintergrund ist das Gerede von einer Herden- oder Massenimmunität reichlich unüberlegt.
    • bokl 04.06.2020 18:28
      Highlight Highlight Doch weiss man. Die Durchseuchungsrate in SWE ist viel tiefer als von Tegnell prognostiziert. Von Durchseuchung kann keine Rede sein.
    • lilie 04.06.2020 18:32
      Highlight Highlight @einschweizernamens: Doch, man weiss, obs eine Herdenimmunität gibt oder nicht: Sie liegt durchwegs im einstelligen Prozentbereich - nicht höher als bei uns auch.

      Und das zu einem viel zu hohen Preis.
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  • Maeldrew 04.06.2020 17:42
    Highlight Highlight In Abschnitt 3 werden in Schweden 4.5 Tote und Brasilien mit 4.7 Toten auf 1 Million angegeben. Weiter unten werden die Zahlen auf 100‘000 herunter gerechnet und es entstehen 46 Tote in Schweden.
    Wenn ich 46x10 rechne, erhalte ich 460 was wiederum 1Million entspricht. Entweder liegt da ein Fehler vor oder ich verstehe etwas nicht.
    • chrimark 04.06.2020 18:50
      Highlight Highlight Die 4.5&4.7 beziehen sich, wie auch die Grafik, auf die täglich verstorbenen. Die 46 Todesfälle hingegen auf die Anzahl insgesamt.
  • Architects_ms 04.06.2020 17:34
    Highlight Highlight Mhmmm sehr eindrückliche medizinische Zahlen! Sollte man beim Vergleich nicht auch die wirtschaftliche Zahlen zu analysieren?
    Der Sonderweg wurde zum einen gewählt, um eine „Herdenimmunität“ in der Bevölkerung zu schaffen, aber auch mit dem Hintergedanken die Auswirkungen für die Wirtschaft zu dämpfen. Oder liege ich da falsch..?
    • Magnum 04.06.2020 18:29
      Highlight Highlight Muss Dich leider enttäuschen: Das BIP ist in Schweden noch etwas stärker abgesackt als in der Schweiz. Der Unterschied ist nicht dramatisch, aber auch in dieser Hinsicht hat die Risiko-Strategie nicht das gebracht, was man sich erhofft hat. Weil eben höhere Schulen und Bildungsstätten zu sind, viele vom Homeoffice aus arbeiten und darum Gastronomie und oeV genau so leer bleiben.

      Zur Herdenimmunität will ich im Moment nur so viel sagen: Informier Dich über die Details und Probleme bei Covid-19. Da gibt es ein paar sehr unschöne Haken.
    • lilie 04.06.2020 18:34
      Highlight Highlight @Architects: Die Auswirkungen auf die Wirtschaft kommen ja erst noch, aber die Prognosen sind in Schweden nicht besser als sonstwo.

      Eine Herdenimmunität konnte überigens nicht ansatzweise erreicht werden:
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    • ScottSterling 04.06.2020 18:52
      Highlight Highlight Da hast du Recht. Und wie hat die Wirtschaft profitiert?

      https://www.google.com/amp/s/amp.tagesspiegel.de/wirtschaft/groesster-einbruch-seit-den-50er-jahren-coronavirus-trifft-auch-schwedens-wirtschaft-hart/25791886.html

      Jepp, nahezu gar nicht. Und das zu einem hohen Preis.
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  • Atavar 04.06.2020 17:31
    Highlight Highlight Gemessen an den Todesfällen ist das "Modell Schweden" gescheitert.

    Ich begrüsse unsere (moderaten) Massnahmen. Auch, weil ich nur sehr geringe Einschränkungen gespürt habe.

    Ein Fazit bereits jetzt zu ziehen mutet tendenziös an. Schliesslich ist mindestens noch offen:
    - ob es eine weitere Welle gibt (und wie die jeweils einschlägt)
    - weitere Konsequenzen (sozial, ökonomisch, gesundheitlich) in den kommenden Jahren auftauchen

    Ökonomisch gesehen hat Schwedens weg ohnehin nur begrenzt sinn gemacht (Exportmärkte "geschlossen"). Auch mit ausgeglichener Aussenhandelsbilanz (+1,85 Mia $ 2019).
    • Uno 04.06.2020 18:18
      Highlight Highlight Wer Tod ist, ist leider Tod. Bei diesem Virus geht es darum Zeit und Erkenntnisse zu gewinnen. Deshalb war der Schweizer Weg besser. Für diesen Herbst gilt es jetzt klare Infektionswege für Covid19 wissenschaftlich zu erforschen. Somit braucht es keinen Lockdown mehr, aber Disco und Weihnachtschor fallen wohl aus. Ich hoffe, dass die Medizin Fortschritte macht um schwere Verläufe gleich richtig und lebensrettend zu therapieren. Irgendwann wird dann wohl die Impfung Covid19 töten, so meine Hoffnung.
    • Blues 04.06.2020 18:28
      Highlight Highlight Das Schwedenmodell ist GESCHEITERT, ganz klar. Es war seit längerer Zeit absehbar.
      Heute neu Infizierte Stand 04.06.2020, 16.12h : Schweden = 1080, CH = 20
      Zudem ganz klar zu sehen, sie bekommen die Herdenimmunität (blödes Wort) nicht her. Das war genau das Schwedenmodell.
      Was die Wirtschaft betrifft sind sie noch schlechter dran als die Schweiz. Bei den Schweden fehlen immer mehr Menschen bei der Arbeit und es ist noch nicht abzusehen wohin die Reise geht. Zu erwähnen wär noch, dass sie seit geraumer Zeit in diversen Sparten auch den Lock Down "geniessen".
  • Gurgelhals 04.06.2020 17:27
    Highlight Highlight «Wenn wir die gleiche Krankheit nochmals vor uns hätten, würden wir mit dem heutigen Wissen wohl einen Mittelweg zwischen Schweden und dem Rest der Welt wählen.»

    In anderen Worten: das Schweizer Modell? 😎

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    • ScottSterling 04.06.2020 18:49
      Highlight Highlight Du hast das Internet für Heute gewonnen
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 05.06.2020 00:25
      Highlight Highlight Eher das noch viel erfolgreichere finnische Modell.
    • Peter Sager 05.06.2020 03:31
      Highlight Highlight Ja der Mittelweg war aber für Schüler auch sehr hart, hat aber bis jetzt ein grossen Erfolg. Unsere hohen Todesfälle haben mit dem Tessin, Genf und Basel zu tun und der hohen CH Lebenserwartung.

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