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Der nächste Skandal bahnt sich an: Wie kommt die AfD an den Haftbefehl von Chemnitz? 



Nach den Rechtsextremen-Demos in Chemnitz steht die Arbeit der lokalen Behörden massiv in der Kritik. Journalisten wurden bedroht, vor den Beamten der Hitler-Gruss gezeigt, doch die Polizei sah tatenlos zu. Nun bahnt sich möglicherweise der nächste Skandal an.

Rechtsextreme in Chemnitz bedrohen Journalisten

Video: watson/felix huesmann, lia haubner, marius notter

In den Sozialen Medien kursiert der Haftbefehl gegen den irakischen mutmasslichen Haupttäter, der in Chemnitz an dem tödlichen Messerangriff beteiligt gewesen sein soll. Dieser war der Auslöser für die Rechtsextremen-Demo. 

Als erstes veröffentlicht hat das Dokument die rechtsgerichtete Bürgerbewegung «Pro Chemnitz», ein AfD-Kreisverband sowie Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann. 

Der Eintrag mit dem Dokument wurde mit Schwärzungen publiziert und mittlerweile auf «Pro Chemnitz» wieder gelöscht, das unzensierte Dokument verbreitet sich aber längst tausendfach im Internet. 

Der veröffentlichte Haftbefehl scheint zudem authentisch zu sein. So werden die Namen des Opfers, der mutmasslichen Täter sowie von Zeugen und der Richterin genannt. Zudem werden Details zur Tat beschrieben – etwa, wie oft auf das Opfer eingestochen worden war. 

Wie aber sind die Rechtsextremen überhaupt zum Haftbefehl gekommen? In Sozialen Medien wird der Verdacht laut, dass es bei der Polizei Sachsen Pegida- und AfD-Sympathisanten geben müsse, die Zugang zu sensiblen Daten hätten.

Erst kürzlich wurde in Dresden ein Pegida-Demonstrant als LKA-Mitarbeiter enttarnt, der vor den Augen der untätigen Polizei gegen Journalisten pöbelte. 

Das Sächsische Innenministerium teilte auf Twitter mit, es sei nicht nachvollziehbar, woher die Bilder von dem Haftbefehl kämen.

In ihrem Post auf Facebook gab die rechte Bürgerbewegung an, es habe ein Leck gegeben. Der Haftbefehl sollte bis dato nur der Staatsanwaltschaft, Gericht, Anwälten und der Polizei vorgelegen haben. 

(meg)

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33 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
pamayer
29.08.2018 09:07registriert January 2016
jetzt im ernst: wundert sich jemand noch darüber, dass es auch bei der polizei rechtsextreme gibt??
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Adumdum
29.08.2018 08:45registriert July 2014
Rechte bei den Behörden/der Polizei in den „neuen Bundesländern“?? Ich bin schockiert!!! (*Ironie Ende* )
Aber schön dass wir mal drüber reden.
10520
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Trompete
29.08.2018 11:18registriert August 2018
Ein Mensch ist gestorben, seine Trauerfeier wurde von Rechts- und Linksextremisten massiv gestört durch ihren Aufmarsch am Sonntag, bloss um sich politisch profilieren zu können.
Lieber Daniel, ich hoffe, dass du deinen Frieden findest und dein Tod betrauert wird, statt von empathielosen Menschen für Ihre politischen Zwecke missbraucht. Ich bin wirklich beschämt ab solchen Extremisten.
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33

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