DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Für die Eltern von Maddie, Kate und Gerry McCann, ist es noch nicht vorbei – laut Scotland Yard ist es möglich, dass ihre Tochter noch am Leben ist. 
Für die Eltern von Maddie, Kate und Gerry McCann, ist es noch nicht vorbei – laut Scotland Yard ist es möglich, dass ihre Tochter noch am Leben ist. Bild: EPA/LUSA

Der mysteriöse Fall Maddie – eine Chronik

28.04.2017, 08:2828.04.2017, 15:25

Das Verschwinden der dreijährigen Britin Madeleine McCann vor zehn Jahren in Portugal zählt zu einem der Aufsehen erregendsten Fälle weltweit. Die Eltern haben bis heute die Hoffnung nicht aufgegeben, ihr Kind wiederzufinden.

Scotland Yard teilte diese Woche mit, dass weiterhin vier Beamte mit einer «kleinen Zahl von entscheidenden Ermittlungssträngen» befasst seien. «Wenn wir nicht dächten, dass sie bedeutend sind, würden wir nicht weitermachen», sagte Mark Rowley, Leiter für Sonderermittlungen bei Scotland Yard. Weiterhin könne nicht ausgeschlossen werden, dass Maddie noch am Leben sei.

Eine Chronik des mysteriösen Verschwindens der kleinen Maddie. 

2007: Mai

Kurz vor ihrem vierten Geburtstag verschwindet Maddie aus einer Ferienanlage an der portugiesischen Algarve-Küste. Madeleines Mutter fleht im Fernsehen mögliche Entführer an, das Kind freizulassen. Fotos des blonden Mädchens gehen um die Welt.

Der ehemalige Polizist Goncalo Amaral, veröffentlichte 2008 ein Buch über die Suche nach der vermissten Maddie. 
Der ehemalige Polizist Goncalo Amaral, veröffentlichte 2008 ein Buch über die Suche nach der vermissten Maddie. Bild: EPA/LUSA FILE

2007: September

Die Eltern gelten zu diesem Zeitpunkt als Verdächtige. Medien berichten, die Polizei gehe von einem Unglücksfall aus – die Eltern hätten die Leiche verschwinden lassen.

2008: Juli

Die portugiesische Polizei stellt die Ermittlungen ohne Ergebnis ein. Für ein Verbrechen gebe es keine Beweise.

2009: Januar

Ein Team ehemaliger Fahnder von Scotland Yard hat sich nach britischen Medienberichten im Auftrag der Eltern auf die Suche nach Madeleine gemacht. Ein Geschäftsmann finanziere die Aktion.

2009: Mai

Zwei Jahre nach Maddies Verschwinden flehen die Eltern mögliche Entführer erneut an, ihre Tochter freizulassen. Sie nutzen dazu ein Gespräch mit US-Talkmasterin Oprah Winfrey, das Millionen Zuschauer sehen.

2011: März

Madeleines Eltern protestieren vergeblich gegen den Verkauf eines Buches, das der portugiesische Ex-Chefermittler Gonçalo Amaral über den Fall geschrieben hat. Er vertritt die These, das Kind sei bereits im Ferienhotel der Familie gestorben und nicht entführt worden. Die Eltern hätten mit dem Verschwinden zu tun, schreibt Amaral.

Scotland Yard Inspektor, Andy Redwood, mit seiner Nachfolgerin Nicola Wall. Beide untersuchten das Vorgehen von Scotland Yard im Fall von Maddie. 
Scotland Yard Inspektor, Andy Redwood, mit seiner Nachfolgerin Nicola Wall. Beide untersuchten das Vorgehen von Scotland Yard im Fall von Maddie. Bild: EPA/LUSA

2011: Mai

Die Mutter, Kate McCann, veröffentlicht ein Buch mit ihrer Version der Geschichte. Die Ermittlungsakten würden erneut überprüft, kündigt der damalige britische Premierminister David Cameron an.

2012: April

Laut britischer Polizei ist Maddie möglicherweise noch am Leben. Es gebe Anhaltspunkte für Ermittlungslücken.

2013: Oktober

Die portugiesischen Behörden nehmen die Ermittlungen wieder auf, da es neue Indizien gebe.

2017 – 10 Jahre später: Es besteht weiterhin die Hoffnung, dass Maddie noch am Leben ist. 
2017 – 10 Jahre später: Es besteht weiterhin die Hoffnung, dass Maddie noch am Leben ist. Bild: EPA/REAL MADRID TV FILE

2014: Juni

Eine erneute Suche nach Spuren des verschwundenen Mädchens auf drei Brachflächen in der Nähe der portugiesischen Ferienanlage bringt keine Hinweise.

2017: April

Die britische Polizei hat die Hoffnung auf eine Lösung des Falls nicht aufgegeben. Vier Beamte seien weiter mit einer «kleinen Zahl von entscheidenden Ermittlungssträngen» befasst, teilt Scotland Yard mit. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Abonniere unseren Newsletter

5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Spooky
28.04.2017 11:57registriert November 2015
Der Kinderhandel ist abgeschottet. Wer hier nachforscht, kommt schon bald an Grenzen. Hier geht es nicht um irgendwelche harmlosen Ganoven und Totschläger, die unsere Gefängnisse bevölkern, und von denen die Leute sagen, sie seien für die Gesellschaft gefährlich.
203
Melden
Zum Kommentar
5
Egomane und Populist: Boris Johnson war mehr als ein «Clown»
Nach seinem Rücktritt hinterlässt Boris Johnson eine zerrüttete Partei und ein gespaltenes Land. Das hat seine Logik, denn er hat sich immer nur für eines interessiert: sich selbst.

Der Druck wurde zu gross: Bis Donnerstagmorgen legten immer mehr Regierungsmitglieder und Parteifunktionäre ihr Amt nieder. Und jene, die blieben, drängten den Premierminister eindringlich zum Rücktritt. Am Ende war es der erst am Dienstag zum Schatzkanzler beförderte Nadhim Zahawi, der Boris Johnson öffentlich das Messer in den Rücken stiess.

Zur Story