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Wahl-Debakel? Ist ihr egal: Theresa May tritt nicht zurück und will neue Regierung bilden

08.06.2017, 08:0409.06.2017, 14:22

Desaster für May – Überraschungserfolg für Corbyn

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Briten-Wahl: Desaster für May – Erfolg für Corbyn
quelle: epa/epa / jon super
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Die Wahl in Kürze:

  • Die Konservativen bleiben stärkste Kraft im Parlament, verlieren aber die absolute Mehrheit.
  • Premierministerin Theresa May will trotzdem eine neue Regierung bilden.
  • Die nordirischen Protestanten der DUP (Democratic Unionist Party) gehen einen Deal mit May ein.
  • Labour-Chef Corbyn gilt als grosser Sieger der Wahl.
  • Die EU-feindliche Partei Ukip verliert ihren einzigen Sitz im Parlament. Leader Nuttall tritt zurück.
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22:33
Letzter Wahlkreis ausgezählt – Theresa Mays Tories verlieren 13 Sitze
Jetzt ist es ganz offiziell: Die britische Premierministerin Theresa May hat mit ihrer konservativen Partei die Regierungsmehrheit im Parlament verloren. Nach Auszählung aller 650 Wahlkreise kamen die Tories auf 318 Sitze, 13 weniger als bei der vorigen Wahl vor zwei Jahren. Die Labour-Partei von Mays Herausforderer Jeremy Corbyn schickt 262 Abgeordnete ins Unterhaus, 30 mehr als bisher.

Die Auszählung des letzten Wahlkreises Kensington in London dauerte bis zum späten Freitagabend, weil die Helfer nach zwei nächtlichen Auszählungen mit ganz knappem Ergebnis pausierten und am Abend mit einer dritten Zählrunde begannen. 2015 hatten dort die Konservativen gewonnen, diesmal machte Emma Dent Coad von Labour das Rennen mit nur 20 Stimmen Vorsprung. An den Mehrheitsverhältnissen ändert das allerdings nichts mehr. (sda/dpa)
19:00
Zentrale Kabinettsmitglieder sollen im Amt bleiben
Die britische Premierministerin Theresa May will in ihrer künftigen Regierung zentrale Kabinettsmitglieder im Amt belassen. Bleiben sollen unter anderen Aussenminister Boris Johnson und Brexit-Minister David Davis, wie Downing Street am Freitagabend mitteilte.

Auch Finanzminister Philip Hammond, Verteidigungsminister Michael Fallon und Innenministerin Amber Rudd sollen der zukünftigen Regierung weiter angehören. (sda/afp/dpa)
18:12
What a difference a year makes
16:16
Sanders gratuliert Corbyn
US-Senator Bernie Sanders hat Labour-Chef Jeremy Corbyn auf Twitter zu seiner «sehr effektiven Kampagne» gratuliert und sich erfreut gezeigt über das gute Abschneiden der britischen Linken. Sanders und Corbyn werden häufig miteinander verglichen, nicht zuletzt wegen ihrer Anziehungskraft für junge Leute.

15:25
Tusk gratuliert May
EU-Ratspräsident Donald Tusk hat der britischen Regierungschefin Theresa May zu ihrer «Wiederernennung zur Premierministerin» gratuliert. In seinem Glückwunschschreiben drang Tusk am Freitag zugleich auf zügige Verhandlungen über den Austritt der Briten aus der EU. Wegen des Zeitrahmens, den der Artikel 50 des EU-Vertrags dafür vorsehe, gebe es «keine Zeit zu verlieren».
15:13
«Königin der Verleugnung»
Die Gratiszeitung «London Evening Standard» lässt kein gutes Haar an Theresa May und bezeichnet sie als «Königin der Verleugnung». Pikantes Detail: Chefredaktor der Zeitung ist der frühere Finanzminister George Osborne, den May nach dem leztjährigen Brexit-Referendum mehr oder weniger aus dem Kabinett gemobbt hatte. Rache ist eben irgendwie doch süss.

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Mays Durchhalteparole
von PeterBlunschi
Mit steinerner Miene trat Premierministerin Theresa May vor ihrem Amtssitz an der Downing Street Nr. 10 vor die Medien. Sie war sichtlich mitgenommen, ihr kurzes Statement hörte sich mehr nach einer Durchhalteparole an als nach einer Siegesrede. Die konservative Regierungschefin verlor kein Wort zum desaströsen Abschneiden ihrer Partei und ihrem missglückten Versuch, sich mit vorgezogenen Neuwahlen eine klare Mehrheit im Unterhaus zu sichern. Dafür sprach sie sich für «eine neue Partnerschaft mit der EU» aus. Von einem totalen Bruch, den May mehrfach in Aussicht stellte, war keine Rede mehr. Wie lange sie sich im Amt halten kann, bleibt vorerst offen. Im Hintergrund wetzen ihre parteiinternen Rivalen bereits die Messer.
14:30
Britischer Liberalen-Chef für Aufschub der Brexit-Verhandlungen
Der Chef der britischen Liberaldemokraten hat nach der Parlamentswahl gefordert, die Austrittsverhandlungen mit der EU aufzuschieben. Das schlechte Wahlergebnis für die Konservativen zeige, dass die kompromisslose Brexit-Politik von Grossbritanniens Premierministerin Theresa May von den Briten nicht gewollt sei, sagte Tim Farron am Freitag.
Britain's Liberal Democrats leader  Tim Farron visits local voters at the campaign office in Carshalton southeast England while on the General Election Wednesday, June 7, 2017. The British general election will take place on Thursday. (Victoria Jones/PA via AP)
Bild: AP/PA
14:00
Jetzt spricht May


Grossbritanniens Premierministerin Theresa May will trotz deutlicher Verluste ihrer Torie-Partei bei der Parlamentswahl eine neue Regierung bilden. Diese werde «Gewissheit» bringen und das Land durch die Brexit-Verhandlungen führen, die in zehn Tagen begännen, sagte May.

Zuvor war sie bei Queen Elizabeth II. vorstellig geworden, um sich den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen zu lassen. Bei der Neuwahl am Donnerstag hatte May ihre Regierungsmehrheit im Parlament verloren. Sie muss jetzt einen Koalitionspartner für ihre Konservativen finden. Als Favorit gilt die nordirische Partei DUP. (sda/afp/dpa)
13:35
Theresa May ist auf dem Weg zur Queen
13:30
Fünf Knackpunkte der Briten-Wahl
1. Schottland:
Absage an ein zweites Schottland-Referendum? Die schottische Nationalpartei SNP hat 21 Sitze verloren, Ex-Parteichef Alex Salmond ist sein Mandat los. Schottlands Vize-Regierungschef John Swinney gab zu, dass dies was mit den SNP-Plänen für ein zweites Unabhängigkeitsreferendum zu tun haben dürfte. 2014 hatten die Schotten sich zu 55 Prozent gegen die Abspaltung entschieden. Fast sensationell ist, dass die Tories 13 Wahlkreise gewannen - das beste Ergebnis für sie seit 1983. Sie hatten Erfolg mit einem ausdrücklichen Pro-Grossbritannien-Wahlkampf - noch ein Zeichen dafür, dass die Schotten von Unabhängigkeit erst mal genug haben.

2. Junge Wähler:
Der linke Querkopf Jeremy Corbyn, 68 Jahre alt, elektrisiert vor allem die Jugend. Viele Kommentatoren gehen davon aus, dass überdurchschnittlich viele junge Wähler ein Grund für das maue Tory-Ergebnis waren. Die Wahlkommission meldete schon im Mai, dass sich besonders viele junge Menschen registrieren liessen. Vorstellbar, dass sie nicht den gleichen Fehler machen wollten wie beim Brexit-Referendum im vergangenen Jahr. Da waren die Jungen ganz überwiegend für einen Verbleib in der EU - aber die Wahlbeteiligung in dieser Altersgruppe niedrig. Dass Corbyn die Studiengebühren abschaffen will, hat sicher auch nicht geschadet.

3. UKIP:
Von fast 13 auf rund zwei Prozent, die Anti-EU-Partei UKIP ist in dieser Wahl so gut wie in der Bedeutungslosigkeit versunken. Parteichef Paul Nuttall trat noch am Freitagvormittag zurück. Kein Wunder: Der Brexit war das grosse Projekt der Partei, und der wird kommen. So gesehen hat sie sich zu Tode gesiegt. Vor der Wahl gingen viele davon aus, dass die EU-kritischen ehemaligen UKIP-Wähler automatisch die Tories wählen würden, aber Experten betonten am Freitag, dass viele von ihnen aus dem Labour-Lager gekommen und dahin auch zurückgekehrt seien.

4. Brexit:
Aus dem Ausland betrachtet sind die Folgen für die Brexit-Verhandlungen wohl das wichtigste an dieser Wahl. In Grossbritannien: na ja. May wollte im Wahlkampf über Brexit reden, aber nach drei Anschlägen war innere Sicherheit das grössere Thema. Ausserdem hatte Herausforderer Corbyn nicht allzu viel Lust, über den EU-Austritt zu debattieren, und stellte lieber soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt seiner Kampagne. Ein eindeutiges Mandat für eine kompromisslose Trennung von der EU ist die Wahl jedenfalls nicht. Die Gewerkschaften haben sich schon zu Wort gemeldet und fordern einen neuen Plan, der Jobs und Arbeitnehmer-Rechte schützt.

5. Sympathie:
Für Wahlen zählen nicht nur Inhalte, es zählen auch Personen. Und was Sympathie und Ausstrahlung angeht, hatte Corbyn im Wahlkampf die besseren Karten. Während Mays Beliebtheit Umfragen zufolge abnahm und sie sich mit roboterhaftem Auftreten den Spitznamen «Maybot» einfing, trauten immer mehr Briten dem kauzigen Corbyn zu, ein anständiger Premierminister zu sein. Zwar hatte May ebenso wie ihre Partei in den Umfragen immer die Nase vorn, aber der Abstand schmolz - offenbar ausreichend, um den Tories ihre Mehrheit zu nehmen. (sda/dpa)
13:28
So freut sich Clive Lewis über seine Wiederwahl 😄
12:56
So sieht die politische Landkarte Grossbritanniens bislang aus
11:39
Ukip Vorsitzender Paul Nuttall tritt zurück
Nach dem Wahldebakel für die rechtspopulistische UKIP in Grossbritannien ist Parteichef Paul Nuttall zurückgetreten. Bei der Parlamentswahl vom Donnerstag hatte die United Kingdom Independence Party (UKIP) ihren einzigen Sitz im Parlament verloren. Ihre prozentualen Verluste lagen bei mehr als zehn Prozent.

11:35
Corbyn dankt seinen Wählern und stichelt gegen May
11:19
Offenbar kein Rücktritt – Premierministerin May will neue Regierung bilden
Die britische Premierministerin Theresa May will trotz des Verlusts der absoluten Mehrheit bei der Parlamentswahl eine neue Regierung bilden. Dies sagte ein Sprecher Mays am Freitag in London.

May wolle noch am Freitag bei Königin Elizabeth II. um die Erlaubnis für eine Regierungsbildung bitten. Britische Medien berichteten, die Premierministerin strebe eine konservative Minderheitsregierung mit Duldung der nordirischen Democratic Unionist Party (DUP) an. (sda)
11:12
Juncker wartet auf Signal der Briten für Brexit-Verhandlungen
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wartet nach der Wahl in Grossbritannien auf ein Signal der Briten für den Beginn der Brexit-Verhandlungen. «Jetzt sind die Briten am Zug», sagte Juncker der «Süddeutschen Zeitung».

Das kann Juncker zufolge aber etwas dauern: «Der Staub in Grossbritannien muss sich jetzt legen.» Die EU könne die Gespräche sofort aufnehmen: «Wir sind seit Monaten bereit zu verhandeln. Wir können morgen früh anfangen», sagte Juncker, der sich derzeit in Prag aufhält, nach Angaben des Blattes. (sda/dpa)

11:05
May noch nicht aufgetaucht
Premierministerin Theresa May will noch heute bei der Queen antraben und sie bitten, eine Regierung zu bilden. Entweder über eine formale Koalition oder über einen Deal mit anderen Parteien, etwa der nordirischen «DUP».

11:00
Der Pressespiegel zur Wahl
10:52
Die Brexit-Uhr tickt
EU-Ratspräsident Donald Tusk zeigt sich besorgt. Der Beginn der Brexit-Verhandlungen sei unklar, doch die Deadline stehe fest. Die Briten müssten vermeiden, dass es keinen Deal gibt, weil keine Verhandlungen stattfanden.

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Definitiv keine Mehrheit für die Tories
von PeterBlunschi
Das britische Unterhaus hat 650 Sitze. Eine Partei bräuchte folglich 326 Sitze, um alleine regieren zu können. Faktisch sind es aber nur 323, wie der «Mirror» ausgerechnet hat. Der Grund dafür sind die sieben Abgeordneten der katholischen Sinn Fein aus Nordirland. Sie boykottieren traditionell das Parlament, weil sie den Eid auf die Queen verweigern. Die Konservativen werden im besten Fall auf 319 Mandate kommen. Sie werden in jedem Fall auf einen Koalitionspartner angewiesen sein oder eine Minderheitsregierung bilden müssen. Möglich sind auch baldige Neuwahlen. Es wären bereits die dritten innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren.
10:10
Warten auf Theresa May – Reporter sind bereit
A road sweep takes his trolley on the road outside 10 Downing street in London, Friday, June 9, 2017. British Prime Minister Theresa May's gamble in calling an early election backfired spectacularly, as her Conservative Party lost its majority in Parliament and pressure mounted on her Friday to resign. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)
Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/KEYSTONE
10:00
Das «hung parliament» ist eine Ausnahme
Die vorgezogene Parlamentswahl in Grossbritannien hat zu einem «hung parliament» geführt - einer parlamentarischen Hängepartie, in der keine Partei aus eigener Kraft regieren kann.

Ein «hung parliament» kann nicht nur nach allgemeinen Parlamentswahlen eintreten. Auch mitten in der Legislaturperiode können Nachwahlen in einzelnen Wahlkreisen oder Überläufer dazu führen, dass eine Regierung ihre Mehrheit verliert. So führte der konservative Ministerpräsident John Major ab Ende 1996 nur noch eine Minderheitsregierung, wenige Monate später verlor er die Parlamentswahl gegen Tony Blair.

Im Fall eines «hung parliament» liegt die Initiative zur Regierungsbildung laut britischem Wahlrecht beim amtierenden Premierminister. Bis zum 19. Juni muss eine Entscheidung fallen: Dann hält Queen Elizabeth II. ihre «Thronrede», in der sie die Regierungserklärung des neuen Premierministers vorstellt. Der designierte Regierungschef muss eine Vertrauensabstimmung im Parlament überstehen - sonst sind Neuwahlen unausweichlich. (sda)
09:55
Corbyn gibt Statement ab
09:40
Labour will Minderheitsregierung bilden
Der finanzpolitische Sprecher der Labour Partei, John McDonnell, hat eine Koalition mit den Konservativen ausgeschlossen. Die Partei habe vor, eine Minderheitsregierung zu bilden, sagte er am Freitag in London.
epa05975084 Britain's Labour Shadow Chancellor of the Exchequer, John McDonnell speaks to reporters during a campaign event in central London, Britain, 19 May 2017. Voters go to the Polls in Britain on 08 June 2017 to elect a new Government.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA
Bild: FACUNDO ARRIZABALAGA/EPA/KEYSTONE
Die Konservativen von Premierministerin Theresa May haben ihre absolute Mehrheit bei der Wahl zum Unterhaus verloren, sind aber stärkste Partei. Damit hat May das Recht, als erste die Möglichkeiten für eine Regierungsbildung auszuloten. Dies könnte eine Koalition oder eine Minderheitsregierung der Tories sein. (sda/reu)
09:20
Canterbury wählt erstmals seit 99 Jahren Labour
Das Wahlergebnis in Grossbritannien ist insgesamt eine Überraschung, aber in manchen Wahlkreisen ist es eine Sensation. Canterbury, die beschauliche südenglische Stadt mit der berühmten Kathedrale, hat Labour gewählt - und zwar laut BBC erstmals, seit der Wahlkreis 1918 geschaffen wurde.

9:11
Britisches Pfund gibt deutlich ab
09:05
Corbyn ist in der Labour-Zentrale eingetroffen
Labour leader Jeremy Corbyn waves as he leaves his home in north London, Friday June 9, 2017. British Prime Minister Theresa May's gamble in calling an early general election backfired spectacularly, as her Conservative Party lost its majority in Parliament and pressure mounted on her Friday to resign.  (Yui Mok/PA via AP)
Bild: AP/PA
9:05
Schweizer Börse zeigt sich unbeeindruckt
Der Ausgang der britischen Wahlen scheint keine grossen Auswirkungen auf die Schweizer Börse zu haben. Der SMI startet mit Plus 0.3 Prozent.
08:55
Laut der renomierten BBC-Journalistin, Laura Kuenssberg habe May keine Rücktrittsabsichten
08:45
Ein sichtlich gut gelaunter Jeremy Corbyn verlässt sein Haus in London.
Labour leader Jeremy Corbyn waves as he leaves his home in north London, Friday June 9, 2017. British Prime Minister Theresa May's gamble in calling an early general election backfired spectacularly, as her Conservative Party lost its majority in Parliament and pressure mounted on her Friday to resign.  (Yui Mok/PA via AP)
Bild: AP/PA
08:30
Theresa May hat ihren eigenen Untergang angekündigt
8:12
Die Wahl in Bildern
Copy of Briten-Wahl: Desaster für May – Erfolg für Corbyn
14 Bilder
Theresa Mays Partei hat zu hoch gepokert.
Zur Slideshow
08:05
EU-Kommissar: Termin für Brexit-Gespräche wackelt
Nach dem unklaren Ausgang der britischen Unterhauswahl wackelt nach Einschätzung der EU-Kommission der Termin für den Start der Brexit-Gespräche. Es sei nicht sicher, ob die Gespräche wie geplant am 19. Juni beginnen können, sagte der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger am Freitag dem Deutschlandfunk. (sda)
epa04260206  EU Energy Commissioner Guenter Oettinger passes security officers as he  leaves the Ukrainian government building after negotiations between the Russian Gazprom company and Ukrainian Naftogaz in Kiev, Ukraine, late 15 June 2014. Gazprom plans to stop natural gas distribution starting on ten am Moscow time on 16 June 2014 if the Ukrainian side will not pay 1.9 billion US dollar debt for natural gas supplied by Gazprom.  EPA/SERGEI CHIRIKOV
Bild: SERGEI CHIRIKOV/EPA/KEYSTONE
8:01
Grossaufmarsch der Presse vor Downing Street 10 in London.
epa06018076 Media gather outside 10 Downing Street in London, Britain, 09 June 2017. Britain's general election has ended in a hung parliament according to news reports, with the Conservative Party unable to gain a majority. Labour leader Jeremy Corbyn has called for Prime Minister Theresa May to resign.  EPA/ANDY RAIN
Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE
08:00
Schlagzeilen der britischen Presse am Morgen
07:55
Laut dem Sender «Sky», waren es die Jungen, die May das Wahldebakel beschert haben
07:50
May kündigt für 11.00 Uhr Erklärung an
Die britische Premierministerin Theresa May hat nach dem überraschenden Verlust ihrer bisherigen Regierungsmehrheit bei der Unterhauswahl am Donnerstag eine Erklärung für Freitagvormittag angekündigt. May werde sich um 10.00 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr MESZ) äussern, berichtete der Radiosender LBC. Beobachter rechnen mit einem Rücktritt Mays. (sda)
7:40
Spott auf Twitter über May
07:30
Die Ergebnisse aus Wales sind nun komplett - und sprechen für sich
7:26
Jeremy Corbyn, dessen Labour-Partei stark zulegen konnte, forderte die Regierungschefin Theresa May noch in der Nacht zum Rücktritt auf. Sie habe Stimmen, Sitze und Vertrauen verloren, sagte er. Das sei genug, um «zu gehen und Platz zu machen für eine Regierung, die wirklich alle Menschen dieses Landes repräsentiert.»
Britain's Labour party leader Jeremy Corbyn gestures as he arrives for the declaration at his constituency in London, Friday, June 9, 2017. Britain voted Thursday in an election that started out as an attempt by Prime Minister Theresa May to increase her party's majority in Parliament ahead of Brexit negotiations but was upended by terror attacks in Manchester and London during the campaign's closing days. (Dominic Lipinski/PA via AP)
Bild: AP/PA
6:49
Rekordbeteiligung seit 1997
Über zwei Drittel der Bevölkerung, 68,6%, haben gewählt. Dies ist überraschend; eine tiefere Wahlbeteiligung wurde erwartet, da es sich bereits um den dritten nationalen Urnengang in drei Jahren handelt, nach der Brexit-Wahl und den Neuwahlen nach David Camerons Rücktritt.
6:45
BBC: Tories verlieren die Mehrheit



Gemäss der neuesten Hochrechnung der BBC können die Konservativen von Theresa May die absolute Mehrheit nicht mehr holen. Der Sender prognostiziert den Tories 304 Sitze. Für die absolute Mehrheit wären 326 nötig.
06:30
Rekord: So viele Frauen im Parlament wie noch nie
Bis jetzt wurden 192 weibliche Abgeordnete gewählt, das ist ein neuer Rekord, wie die Nachrichtenagentur Press Association schreibt. Vorher belief sich der Anteil an Frauen im Parlament auf 29,4%, sprich 191 Frauen.
06:20
Innenministerin Amber Rudd wiedergewählt
Die britische Innenministerin Amber Rudd wurde in ihrem Wahlkreis äusserst knapp wiedergewählt, mit 25'668 zu 25'332 Stimmen für ihren Konkurrenten Peter Chowney von der Labour-Partei.
Amber Rudd, Britain's Home Secretary, arrives for a cabinet meeting in 10 Downing Street, London, Wednesday March 29, 2017. Britain will begin divorce proceedings from the European Union later on March 29, starting the clock on two years of intense political and economic negotiations that will fundamentally change both the nation and its European neighbors. (AP Photo/Alastair Grant)
Bild: Alastair Grant/AP/KEYSTONE
06:15
Anna Soubry: «May soll über ihre Position nachdenken»
Die konservative Abgeordnete Anna Soubry fordert May auf, «über ihre Position nachzudenken». Dies kommt einer Aufforderung zum Rücktritt nahe. May habe eine furchtbare Kampagne geführt, «und das ist noch grosszügig ausgedrückt.»
epa05237341 British Minister for Small Business, Industry and Enterprise, Anna Soubry, walks in Downing Street, London, Britain, 31 March 2016. British Prime Minister David Cameron chaired a meeting on 31 March morning with key ministers to discuss the sale by Tata Steel of its steel plant in Port Talbot.  EPA/WILL OLIVER
Bild: WILL OLIVER/EPA/KEYSTONE
05:35
Schottische Nationalpartei (SNP) verliert fünf Sitze
Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon sieht die Schottische Nationalpartei (SNP) trotz heftiger Verluste als Siegerin der Parlamentswahl in Grossbritannien. Für die britische Premierministerin Theresa May sei das Ergebnis dagegen ein Desaster, sagte Sturgeon der BBC nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmen.
epa06017981 Scottish National Party (SNP) leader Nicola Sturgeon looks up at the Emirates Arena in Glasgow, Scotland, Britain, 09 June 2017. Sturgeon's party lost seats to the Conservatives, Labour and Liberal Democrats in the general election. British voters went to the polls on 08 June, to cast their ballot to elect a total of 650 Westminster Members of Parliament to form the next British Government, in a General Election called by British Prime Minister Theresa May.  EPA/ROBERT PERRY
Bild: ROBERT PERRY/EPA/KEYSTONE
Die SNP kommt Hochrechnungen zufolge nur noch auf 32 bis 37 Sitze. Bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2015 hatte die SNP noch 56 von 59 möglichen Sitzen in Schottland geholt. Auch der SNP-Fraktionschef im britischen Parlament, Angus Robertson, verlor seinen Parlamentssitz.

Sturgeon strebt ein zweites Referendum über Schottlands Unabhängigkeit an. Sie begründet dies mit dem EU-Austritt Grossbritanniens, den eine Mehrheit der Schotten abgelehnt hat.

Beobachtern zufolge könnten Zugewinne der Konservativen in Schottland Premierministerin May die absolute Mehrheit sichern. Hochrechnungen deuteten auf ein knappes Ergebnis hin.

Der britische Aussenminister Boris Johnson wurde in seinem Wahlkreis Uxbridge westlich von London wiedergewählt. Angesichts des ungewissen Wahlausgangs war ihm zum Jubeln aber nicht zumute. «Eines ist uns allen klar. Wir müssen unseren Wählern zuhören und ihre Sorgen anhören», sagte der konservative Politiker. Mit 23'716 Stimmen gewann Johnson seinen Wahlkreis weit weniger deutlich als bei der vorangegangenen Parlamentswahl im Jahr 2015. (sda/dpa)
05:30
Britischer Aussenminister Boris Johnson wiedergewählt
Der britische Aussenminister Boris Johnson ist in seinem Wahlkreis wiedergewählt worden.
epa06015491 Boris Johnson speaks before Leader of the Conservative Party Theresa May addresses supporters at a Conservative campaign event for the British General Election, at the National Conference Centre in Birmingham, central England, 07 June 2017. The British General Election is to be held on 08 June 2017.  EPA/JON SUPER
Bild: JON SUPER/EPA/KEYSTONE
05:15
Wer will Koalitionspartner werden?
Theresa May wird sich auf die Suche nach einem Koalitionspartner machen müssen. Die Liberaldemokraten, die 2010 mit den Konservativen unter Cameron eine Koalition gebildet hatten, wollen als möglichen Partner nicht mehr in Frage kommen. Auf Twitter gab die Partei bekannt: «Wir bekommen eine Menge Anrufe, um ganz klar zu sein: Keine Koalition, keine Deals»,

Die nordirischen Protestanten der DUP (Democratic Unionist Party) wären allerdings zu Koalitionsverhandlungen bereit, wie sie andeuten liessen. «Natürlich werden wir mit ihnen (den Konservativen) über ihren Wunsch sprechen, eine Regierung zu bilden», sagte Donaldson der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.
05:11
Ukip-Chef scheitert: Kein Parlamentssitz für Nuttall
Der Chef der EU-feindlichen UK Independence Party (Ukip), Paul Nuttall, wird nicht ins Parlament einziehen. Der 40-Jährige war bei der Parlamentswahl vom Donnerstag im Wahlkreis Boston und Skegness angetreten, wurde aber nur Dritter.
epa05988907 United Kingdom Independence Party (UKIP) leader Paul Nuttall speaks to reporters at their manifesto launch during a campaign event in central London, Britain, 25 May 2017. Voters go to the polls in Britain on 08 June 2017 to elect a new government.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA
Bild: FACUNDO ARRIZABALAGA/EPA/KEYSTONE
Der konservative Abgeordnete Matt Warman vertritt weiterhin den Wahlkreis im ostenglischen Lincolnshire. Ukip konnte auch seinen einzigen früheren Sitz nicht wieder gewinnen. Der Ukip-Abgeordnete Douglas Carswell hatte im März sein Mandat aufgegeben. Der Ukip-Kandidat in seinem ehemaligen Wahlkreis Clacton unterlag den Kandidaten der Konservativen und von Labour. (sda/dpa)
05:10
«Theresa May ist eine angeschlagene Premierministerin»
Der stellvertretende Labour-Parteivorsitzende Tom Watson (rechts im Bild) sagt gegenüber den Medien, dass Theresa May nun eine angeschlagene Premierministerin sei. Sie werde es schwer haben.
epa05393910 (FILE) A file photo dated 07 June 2016 of British Labour Party leader Jeremy Corbyn (R) and Deputy leader Tom Watson (L), arriving for the launch of a new poster for the Labour 'In for Britain' campaign to remain in the EU, in London, Britain. Media reports on 27 June 2016 say that Watson informed Corbyn to expect a 'leadership challenge' in the wake of the British EU referendum's result. Labour party politicians were reported to holding Corbyn responsible for a poor referendum campaign and labeling him incapable of winning a general election.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA
Bild: FACUNDO ARRIZABALAGA/EPA/KEYSTONE
04:35
Theresa May vor den Medien: «Unser Land braucht Stabilität»
Premierministerin Theresa May tritt vor die Medien: «Wie auch immer das Resultat dieser Wahl lauten wird, die Partei der Konservativen wird Stabilität sicherstellen, so dass wir alle zusammen als vereintes Land vorwärts gehen können.»
Britain's Prime Minister Theresa May speaks after the declaration at her constituency was made for in the general election in Maidenhead, England, Friday, June 9, 2017. British Prime Minister Theresa May's gamble in calling an early election appeared Friday to have backfired spectacularly, after an exit poll suggested her Conservative Party could lose its majority in Parliament. (AP Photo/Alastair Grant)
Bild: Alastair Grant/AP/KEYSTONE
04:30
Labour-Chef Corbyn fordert Theresa Mays Rücktritt
Labour-Chef Jeremy Corbyn hat die britische Premierministerin Theresa May aufgefordert, aufzugeben und Platz für eine Labour-Regierung zu machen. May habe mit ihren Konservativen Sitze, Stimmen, Unterstützung und Vertrauen verloren.

«Das ist wirklich genug, um zu gehen und Platz zu machen für eine Regierung, die wirklich alle Menschen dieses Landes repräsentiert», sagte Corbyn am Freitagmorgen nach der Bekanntgabe seines Wahlsiegs im Wahlkreis Islington North. Die Menschen hätten genug von Einschnitten bei den öffentlichen Ausgaben und einem schlecht finanzierten Gesundheitssystem.
Britain's Labour party leader Jeremy Corbyn makes an address after he retained his seat in Islington, London, Friday, June 9, 2017. Britain voted Thursday in an election that started out as an attempt by Prime Minister Theresa May to increase her party's majority in Parliament ahead of Brexit negotiations but was upended by terror attacks in Manchester and London during the campaign's closing days. (AP Photo/Frank Augstein)
Bild: Frank Augstein/AP/KEYSTONE
Er sei «sehr, sehr stolz» auf den Wahlkampf seiner Labour-Partei und die Ergebnisse aus den Wahlkreisen überall im Land.

Nach Auszählung für die Verteilung von 351 der 650 Sitze lagen Corbyns Sozialdemokraten bei 167 Abgeordneten und die Konservativen von May bei 142. Die jüngsten Prognosen sagen den regierenden Tories zwischen 308 und 328 Sitzen voraus. Für die Verteidigung der absoluten Mehrheit würde sie mindestens 326 brauchen. (sda/dpa/reu)
03:50
BBC korrigiert Prognosen auf 322 Sitze für Konservative
BBC geht nun davon aus, dass die Konservativen auf 322 Sitze und die Labour-Partei auf 261 Sitze kommen werden. Noch ist es zu früh für offizielle Zahlen, es wird immer noch ausgezählt.
03:30
Schlechte Aussichten für Ukip
Gemäss mehreren Sendern wird die EU-feindliche United Kingdom Independence Party (Ukip) ihren einzigen Sitz im britischen Unterhaus verlieren. (sda)
03:06
«Kolossale Fehleinschätzung»: Medienecho zu Mays vorgezogener Wahl
Das Medienecho der britischen Zeitungen ist unisono: Theresa May hat sich mit der vorgezogenen Neuwahl gründlich verkalkuliert – sie hat nach einer breiteren Unterstützung gesucht, doch der Schuss ging nach hinten los.
02:30
Corbyn: «Wir haben das Gesicht der britischen Politik bereits verändert»
«Was auch immer das finale Resultat ist, wir haben das Gesicht der britischen Politik bereits verändert», zitiert die Zeitung «The Guardian» Jeremy Corbyn.
Britain's Labour party leader Jeremy Corbyn speaks after voting in the general election at a polling station in London, Thursday, June 8, 2017. (AP Photo/Frank Augstein)
Bild: Frank Augstein/AP/KEYSTONE
01:16
Wie überstehen die Briten diese Nacht?
Die Resultate der jeweiligen Wahlkreise tröpfeln langsam hinein, noch ist das Endresultat ungewiss. Auf Twitter motivieren sich die Briten derweilen gegenseitig mit Tipps, wie man diese Nacht wachbleibt, um die aktuellen Wahlergebnisse zu verfolgen. Auch Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling gibt Ratschläge, sie empfiehlt Kaffee und Schokolade.
J.K. Rowling zu Wahlen in GB
0:33
Titelseite der «Times»: May hat sich verzockt
Für die konservative «Times» ist klar: Theresa May hat sich mit den vorgezogenen Neuwahlen auf ein Glücksspiel eingelassen – und dabei verloren.
0:02
Erster ausgezählter Wahlkreis geht an Labour
Im Wahlkrreis Newcastle Central holt wie erwartet die Labour-Kandidatin Chi Onwurah am meisten Stimmen und verteidigt damit ihren Sitz.
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0:01 Uhr: «Hung Parliament» – wer erreicht eine Mehrheitskoalition?
von Christoph Bernet
Gewinnt keine Partei alleine die absolute Mehrheit, sprechen die Briten von einem «Hung Parliament». Auf britischen TV-Sendern wird diskutiert, wie es die Konservativen allenfalls auch ohne absolute Mehrheit schaffen könnten, 326 Parlamentarier hinter sich zu scharen. Eine zentrale Rolle könnte dabei der nordirischen Democratic Unionist Party DUP zukommen. Sie kommt gemäss der ersten Hochrechnung auf acht Sitze. Die BBC illustriert die Koalitionsrechnerei mit einem computeranimierten 3D-Modell des Parlamentssaals in Westminster.
Bild: screenshot bbc
23:51
Labour und LibDems im Plus, Tories und SNP im Minus
Hier die Gewinne und Verluste der Parteien gemäss der ersten Hochrechnung der BBC.
23:37
76 umkämpfte Sitze sind «too close to call»
Es dürfte eine lange Wahlnacht werden...
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Wie aussagekräftig sind die ersten Exit Polls?
von Christoph Bernet
Das britische Wahlsystem macht es schwierig, vom Stimmenanteil auf die Sitzverteilung im Parlament zu schliessen – von diesem Effekt sind besonders stark die Exit Polls betroffen, die auf Befragungen der Wähler und nicht auf ausgezählten Stimmen basieren.

Die Wahl wird in 650 Wahlkreisen in England, Schottland, Wales und Nordirland entschieden. In jedem Wahlkreis ist derjenige Kandidat gewählt, der am meisten Stimmen erzielt. Bei diesem «first past the post» genannten System entspricht die Anzahl Parlamentssitze einer Partei nicht deren Stimmenanteil. So eroberten die Tories 2015 mit einem Stimmenanteil von 36,9 Prozent eine absolute Mehrheit der Sitze. Die Anti-EU-Partei UKIP hingegen gewann mit 12,7 Prozent der Stimmen bloss einen einzigen Sitz.

Den Tories von Premierministerin Theresa May fehlen gemäss ersten Exit Polls bloss 12 Sitze zur absoluten Mehrheit. Je nachdem, wie sich die Stimmen der Parteien in den Wahlkreisen mit dem knappsten erwarteten Ausgang verteilen, kommt es noch zu Verschiebungen bei der jetzt prognostizierten Sitzverteilung. Auch eine absolute Mehrheit liegt noch im Bereich des Möglichen. Allerdings stellen die Hochrechnungen angesichts des eindeutigen Vorsprungs, welche die Konservativen zu Beginn der Wahlkampagne hatten, bereits eine riesige Überraschung dar. Ein Ausbau der absoluten Mehrheit der Tories, wie es Theresa Mays Absicht war, dürfte eher nicht eintreffen.
23:24
Schlappe für die schottischen Nationalisten?
Gemäss den ersten Hochrechnungen muss die Scottish National Party (SNP) herbe Sitzverluste hinnehmen. Sie könnte in 22 der bisher von der SNP gehaltenen 56 Wahlkreise verlieren.
23:22
Labour gewinnt laut Umfragen ca. 30 Sitze hinzu
Bei der britischen Parlamentswahl sind die Tories von Premierministerin Theresa May laut Prognosen stärkste Kraft geworden, haben aber ihre absolute Mehrheit verloren. Die Konservativen kommen den Nachwahlbefragungen zufolge auf 314 der 650 Unterhaussitze.

Die oppositionelle Labour-Partei verbesserte sich demnach auf 266 Sitze, wie die Sender BBC, Sky und ITV am Donnerstag berichteten. Die magische Marke liegt bei 326 Sitzen.

Umfragen hatten Mays Tories durchgehend vorn gesehen, allerdings war ihr Vorsprung vor Herausforderer Jeremy Corbyn von der Labour-Partei in den vergangenen Wochen stark geschrumpft. (sda/dpa/afp)
23:17
Hat sich Theresa May verspekuliert?
Im April entschied sich die Premierministerin angesichts günstiger Umfragewerte für vorgezogene Neuwahlen. Während des Wahlkamps gelangen Jeremy Corbyn und Labour eine Aufholjagd. Ist Theresa Mays Kalkül nicht aufgegangen?
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May hat sich verzockt
von PeterBlunschi
Exit Polls sind im britischen Mehrheitswahlrecht nur bedingt zuverlässig. Das haben frühere Wahlen gezeigt. Eines aber zeichnet sich ab: Premierministerin Theresa May wird ihr erklärtes Ziel verfehlen, mit den vorgezogenen Neuwahlen eine klare Mehrheit im Unterhaus und ein Mandat für einen harten Brexit zu erringen. Falls sie gar die Mehrheit verliert, wird ihr Sitz gehörig wackeln. Umgekehrt wäre ein solches Resultat ein Triumph für den vermeintlich unwählbaren Labour-Chef Jeremy Corbyn.
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23:15 Uhr: Pfund verliert stark an Wert
von Matthiah Süppi
23:14
So sieht das vor Ort aus
23:08
So viele Sitze holen die verschiedenen Parteien
23:05
Hochrechnungen: Konservative bleiben stärkste Kraft, verlieren aber absolute Mehrheit
Hier die Anzahl der Parlamentssitze gemäss der ersten Hochrechnung der BBC. Für die absolute Mehrheit braucht es 326 Sitze.
23:01
Überraschung in Grossbritannien: Gemäss ersten Hochrechnungen verlieren die Konservativen ihre Mehrheit
22:51
Erste Hochrechnungen in zehn Minuten
Die Spannung steigt – das findet auch dieser Twitter-User:
22:45
«Cheese and Pickles» – so gehen Wahlnachtsnacks auf Britisch
22:42
Unkapputbare Schilder bei den Wahllokalen
Britische Wahllokale erkennt man an den charakteristischen Schildern mit den Worten «Polling Station» mit schwarzer Schrift auf weissem Grund. Viele dieser Schilder sind schon seit einem halben Jahrhundert und mehr in Betrieb, berichtet der Blog der «St Bride Library».
22:30
Die letzten Umfragen sehen die Konservativen vorne
Die neusten Umfragen, die gestern am letzten Tag vor den Wahlen veröffentlicht wurden, sehen die Tories von Premierministerin Theresa May vorne. Wie diese Übersicht des Demoskopen David Cowling zeigt, sind sich die Umfraginstitute aber uneins über die Grösse dieses Vorsprungs. Beim Brexit-Referendum lagen die meisten britischen «Pollsters» daneben. Die Aussagekraft ihrer Umfragen wurde in diesem Wahlkampf deshalb angezweifelt.
Bild: screenshot twitter.com
22:14
Studenten konnten ihre Stimme nicht abgeben
Aus dem Wahlkreis Newcastle-under-Lyme gibt es gemäss «Independent» Berichte, wonach mehrere Dutzend Wähler, darunter viele Studenten, nicht abstimmen konnten. Die Abgewiesenen gaben an, sich online für die Wahl registiert zu haben. Newcastle-under-Lyme war bei den letzten Wahlen 2015 ein umkämpfter Sitz: Der Labour-Kandidat gewann mit bloss 1,5 Prozentpunkten Vorsprung auf seinen Tory-Rivalen.
22:03
Höchster Frauenanteil unter den Kandidaturen
Wie der Independent berichtet, ist der Anteil weiblicher Kandidaten fürs Unterhaus auf einem historischen Höchststand – allerdings beträgt er immer noch bloss 29 Prozent. Am meisten Frauen kandidieren für die Labour Party – rund 40 Prozent.
21:59
Letzte Möglichkeit zum Wählen
Noch bis 23.00 Uhr Schweizer Zeit können die Britinnen und Briten wählen gehen. Dann werden auch die ersten Hochrechnungen erwartet. Bei einem knappen Wahlausgang ist aber erst später in der Nacht klar, welche Partei die meisten Sitze erobert und die nächste Regierung stellen wird.
May aktiviert die Siebenschläfer – Wahllokale bis 22:00 Uhr Ortszeit geöffnet
Der traditionelle #usepens Hashtag ist wieder in Aktion
Fans von Verschwörungstheorien glauben, dass die mit Bleistift ausgefüllten Stimmzettel hinter den Kulissen abgeändert werden. -> Darum brauchen viele nur noch richtige Tinte 🖋
Fotograf und Kamaramann sehen rot
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Abschluss-Umfrage lässt May auf grössere Mehrheit hoffen
von Willi Helfenberger
Der Ipsos-Mori-Befragung zufolge wollten 44 Prozent für die Tories stimmen, ein Prozentpunkt weniger als noch am Freitag. Die sozialdemokratische Labour-Partei gibt zugleich vier Punkte auf 36 Prozent ab, wie aus der Umfrage für den Londoner «Evening Standard» vom Wahltag hervorgeht. May kommt damit auf einen Vorsprung von acht Prozentpunkten zu ihrem Rivalen Jeremy Corbyn.
Briten verbinden den Urnen-Gang mit dem Gassi-Gehen
Offenbar verbinden viele Briten das Wählen mit dem Gassi-Gehen. Bei den heutigen Parlamentswahlen wurden in London auffallend viele Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern bei der Stimmabgabe gesichtet. Unter dem Hashtag: #Dogsatpollingstations finden sich dutzende Bilder.

Im Internet dominiert May
Die britische Premierministerin Theresa May ist vor den Wahlen im Internet viel stärker nachgefragt worden als ihr Konkurrent Jeremy Corbyn. Das ergibt eine Analyse aus der Schweiz, die das digitale Suchverhalten der Britinnen und Briten im Monat vor der Parlamentswahl untersucht hat. May habe im letzten Monat 67'903 aktive Suchanfragen gehabt, Corbyn hingegen habe weniger als halb so viele Anfragen verzeichnen können, nämlich 28'731. (sda)
Die besten und schlimmsten Momente der Wahl 🤣
Nach May gibt auch Jeremy Corbyn seine Stimme ab
Labour-Chef und Oppositionsführer Jeremy Corbyn gab seine Stimme in seinem Londoner Wahlkreis Islington North ab. «Es ist ein Tag für unsere Demokratie. Ich habe gerade gewählt. Ich bin sehr stolz auf unseren Wahlkampf», sagte Corbyn danach den Medien vor dem Wahllokal. (sda)
Britain's Labour party leader Jeremy Corbyn gestures as he arrives to vote in the general election at a polling station in London, Thursday, June 8, 2017. (AP Photo/Frank Augstein)
Bild: Frank Augstein/AP/KEYSTONE
May gibt ihre Stimme ab
Die britische Premierministerin Theresa May hat ihre Stimme in ihrem Wahlkreis in Maidenhead westlich von London abgegeben.
Britain's Prime Minister Theresa May leaves with her husband Philip after voting in the general election at polling station in Maidenhead, England, Thursday, June 8, 2017. (AP Photo/Alastair Grant)
Bild: Alastair Grant/AP/KEYSTONE
Corbyn kann auf die Jungen zählen
Corbyn fährt die emotionale Schiene...
...Während May lieber in die Tasten haut
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von Willi Helfenberger
Für wen haben diese Benediktiner-Nonnen in London wohl gewählt?
Fischstäbchen und Elvis als Kandidaten für das britische Unterhaus
«Mr. Fish Finger», zu Deutsch Herr Fischstäbchen, ist ein besonders heiss diskutierter Kandidat für die Unterhauswahl. Der Mann steht im Wahlkreis Westmorland und Lonsdale in direkter Konkurrenz zum Parteichef der oppositionellen Liberaldemokraten, Tim Farron. (sda)

Immer wieder donnerstags
Es gehört zur britischen Tradition, dass alle Unterhaus-Wahlen an einem Donnerstag abgehalten werden und dies seit 1931. Dass der Urnengang an einem bestimmten Wochentag stattfinden muss, ist nicht im Gesetzt verankert.
epa05915185 (FILE) A voter leaves a launderette polling station in Oxford, central England, 07 May 2015 (reissued on 19 April 2017). British MPs voted at the parliament on 19 April 2017 that they will hold a snap general election on 08 June.  EPA/ANDY RAIN *** Local Caption *** 51921660
Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE
Andrang auf Wahllokale
Die rund 46 Millionen Wahlberechtigten können bis Donnerstagabend um 23 Uhr ihre Stimme abgeben.
Jeremy Corbyn motiviert seine Wähler
Theresa May dankt ihren Unterstützern
Grossbritannien wählt ein neues Parlament
Die Wahllokale öffnen um 8.00 Uhr und wir berichten rund um die Uhr über die Wahl. Mit diesen 5 Fakten kannst du dich optimal auf den heutigen Tag einstimmen.

Theresa Mays Schuhe

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87 Kommentare
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Sapere Aude
08.06.2017 23:58registriert April 2015
Wenn Labour wirklich so viele Sitze gut macht ist das für Corbyn ein riesen Erfolg, der im Gegensatz zu Brown oder Blair noch ein richtiger Linker ist und kein rot eingefärbter Neoliberale. Das sollte vor allem Schulz zu denken geben.
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Stinkstiefel
09.06.2017 01:33registriert Juni 2015
Das ist das Resultat einer Verkettung von Fehlern der Tories seit 2015.

Zuerst überhaupt die Mehrheit gewonnen, indem das Brexit Referendum in Aussicht gestellt wurde. Dieses wurde "verloren", Cameron tritt zurück, May wird Leader und wiederholt gefühlte 200x es gäbe keine Neuwahlen. Sobald die Umfragen stimmen gibt es sie dann doch - und ab dann läuft eine absolut katastrophale Kampagne die mit "weak and wobbly" absolut akkurat zusammengefasst werden kann.

Absolut verdiente Ohrfeige und die lachenden Dritten sind alle Europa-freundlichen Kräfte. Der "hard Brexit" ist heute Nacht gestorben.
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FrancoL
09.06.2017 10:22registriert November 2015
Ich gebe unumwunden zu, dass es mich riesig freut dass May da eine Lektion verpasst bekam.

Das Ansetzen der Wahlen weil man in den Umfragen gut stand wurde abgestraft und zeigt dass man in der Politik weniger Spielchen treiben sollte. Die Legislaturperioden haben einen SINN und sind nicht mit Neuwahlen je nach Gusto zu beeinflussen, das schadet der Demokratie
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