International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
U.S. President Donald Trump gives a thumbs-up to reporters as he waits to speak by phone with Saudi Arabia's King Salman in the Oval Office at the White House in Washington, U.S. January 29, 2017. REUTERS/Jonathan Ernst     TPX IMAGES OF THE DAY

Daumen hoch oder runter für einen Staatsbesuch Trumps in Grossbritannien? Bild: JONATHAN ERNST/REUTERS

Über eine Million Unterschriften gegen Trumps Besuch bei der Queen



In seiner Funktion als Kopf der US-Regierung dürfe Donald Trump nach Grossbritannien reisen. Doch eine Einladung zu einem offiziellen Staatsbesuch will diese Petition verhindern. Dies würde Ihre Majestät, die Queen, beleidigen.

«Donald Trumps gut dokumentierte Misogynie und Vulgarität disqualifizieren ihn von der Queen oder dem Prinzen von Wales in Empfang genommen zu werden.»

Petitionstext

Über eine Million Menschen haben den Antrag bereits unterschrieben – und es werden laufend mehr. 

Das Parlament diskutiert Petitionen bereits ab 100'000 Unterschriften, die Regierung antwortet auf all diejenigen, die mehr als 10'000 Unterstützer gefunden haben. 

epa05680399 A supplied image obtained Saturday, 18, 2016 of Queen Elizabeth ll and Prince Charles taken in May 2016 in the White Drawing Room at Windsor Castle, prior to the final night of the Queen's 90th Birthday Celebrations at the Royal Windsor Horse Pageant. The photo is being released by Clarence House to mark the end of the year of celebrations for the Queen's 90th birthday.  EPA/Nick Knight  NEWS EDITORIAL USE ONLY. NO SALES, NO COMMERCIAL USE, NO BOOKS OR MERCHANDISING. NO MANIPULATION, OTHER THAN CROPPING. NOT FOR USE AFTER SUNDAY DECEMBER 25, 2016 AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT UK AND IRELAND OUT  EDITORIAL USE ONLY/NO SALES/NO ARCHIVES

Wird die Queen Elisabeth II. US-Präsident Trump in Empfang nehmen? Bild: EPA/PA/PR IMAGE

US-Präsident Trump hat seine Einladung zum Staatsbesuch in Grossbritannien bereits seit Freitag in der Tasche. Da traf er Premierministerin Theresa May in Washington D.C. 

Das war allerdings vor dem Einreiseverbot für Bürger von sieben muslimischen Ländern, das weltweit für Empörung sorgte. 

Sadiq Khan, der britisch-pakistanische Bürgermeister Londons, sagte gemäss «Sky News»

«Wir sollten für Präsident Trump nicht den roten Teppich ausrollen, nicht, solange dieses grausame und beschämende Verbot in Kraft ist.»

Sadiq Khan, Bürgermeister von London

Mayor of London Sadiq Khan speaks during a television interview during London Fashion Week Men's 2017 in London, Britain January 6, 2017. REUTERS/Neil Hall

Sadiq Khan ist der erste Londoner Bürgermeister muslimischen Glaubens. Bild: NEIL HALL/REUTERS

Zu den Unterstützern der Petition gehört auch Labour-Chef Jeremy Corbyn. Auf Twitter rief er dazu auf, zu unterschreiben: «Trump sollte nicht in Grossbritannien begrüsst werden, weil er mit dem beschämenden Muslim-Bann und Attacken gegen Frauen und Flüchtlinge unsere Werte missbraucht.»

Er habe die Petition ursprünglich nicht wegen des Einreiseverbots gestartet, sagte der Initiant Graham Guest gegenüber «The Independent». Es sei Trumps ganzes Gebaren, das ihn dazu veranlasst habe: Er habe nicht gewollt, dass die Queen die US-Präsidentenhand schütteln müsse. Das Verbot habe dem Ganzen aber noch eine neue Dimension hinzugefügt. 

«Wenn er fotografiert wird, wie er neben der Queen steht, lässt ihn das wie ein Staatsmann aussehen, was er natürlich nicht ist.»

Graham Guest

Guests Petition erfreut sich auf Twitter allergrösster Beliebtheit:

«Mehr Menschen haben in den letzten 12 Stunden dafür gestimmt, Ihnen die Einreise nach Grossbritannien zu verbieten als an Ihrer Inauguration erschienen sind.»

Es wäre nicht das erste Mal, dass das britische Parlament sich des Themas annehmen würde: Im Januar 2016 debattierten die Mitglieder bereits über die Frage, ob Trump die Einreise untersagt werden soll. Ob die Präsenz eines bestimmten Individuums dem öffentlichen Wohl dienlich sei oder nicht, entscheide das Innenministerium, stand im offiziellen Statement der Regierung. Die aktuelle Innenministerin ist Amber Rudd.

Mal sehen, wie die Entscheidung ausfällt; die Petition endet am 29. Mai 2017.

Und vielleicht hat die Queen diesen fünf Jahre alten Trump-Tweet nicht vergessen:

«Wer würde Kate nicht fotografieren und viel Geld damit machen, wenn sie dieses Nackt-Sonnenbaden-Ding macht. Komm schon, Kate!»

(rof via Mashable)

Donald Trump

Selbst das amerikanische Wappentier ist vor Trump nicht sicher

Link zum Artikel

Trump hat die USA in eine nationale Sicherheitskrise gestürzt

Link zum Artikel

Make America Weak Again: Trump beschleunigt den Niedergang der USA

Link zum Artikel

Trump bleibt Trump: Bei der Richterwahl denkt er nur an sich selbst

Link zum Artikel

«F**k July 4th»: Kritische Stimmen und Proteste gegen Trump am Unabhängigkeitstag

Link zum Artikel

Warum US-Medien besessen sind von Donald Trump

Link zum Artikel

Harry-Potter-Autorin macht sich via Twitter über Donald Trump lustig

Link zum Artikel

Trump kann sein giftiges Erbe auf Jahre hinaus zementieren

Link zum Artikel

Gestern hatte Trump einen «Wow!»-Tag – aber diese Frau könnte ihm den Spass noch verderben

Link zum Artikel

Donald Trump ätzt gegen 2 US-Comedians – und die schiessen so zurück 😅

Link zum Artikel

Harley-Davidson ist nur der Anfang: Wie Trump sich im Handelskrieg verfahren hat

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

12
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • vmaster97 30.01.2017 17:27
    Highlight Highlight Wieso gibt es eigentlich in der schweiz keine offizielle petitionsseite?
    Im moment können nach meinen informationsstand nur parlamentarier fragen stellen. Kann mich da jemand aufklären?
  • Angelo C. 30.01.2017 12:51
    Highlight Highlight Ob Muhamad Ali der Grössere als Federer war, lasse ich mal dahingestellt - für mich eine reine Ermessensfrage.

    Amüsiert hat mich der Hinweis auf den einzigen "Skandal" bei der Umsetzung von Federers Kinderspielplatz 😄!

    Stimmt schon, Roger ist der Saubermann in Person, diesbezüglich kann auch Ali nicht gänzlich mithalten. Nur, dass ist ja gerade DAS, was Federer nebst seinem irren Talent und seinen gigantischen sportlichen Erfolgen weltweit derart beliebt macht!

    Keine Weibergeschichten, keine Unsportlichkeiten, keinerlei Skandale, nicht arrogant, grundanständig im Wesen - das ist sehr viel!
    • Anna Rothenfluh 30.01.2017 14:13
      Highlight Highlight @Angelo C.: Ich glaub, du treibst dich in der falschen Kommentarspalte rum ;-)
    • Angelo C. 30.01.2017 14:26
      Highlight Highlight Das musst du Blunschi sagen, den ich soeben darauf angesprochen, bzw. nachgefragt habe, wo mein Kommentar zu seinem über Federer und Ali bleibt 🤔!

      Ich habe diesen Kommentar schon am richtigen Ort untergebracht, so dement kann ich gar nie werden 😂!

      Also wohl schon ein interner Fehler, den man aus eigenem Antrieb beheben sollte, wenn er offensichtlich irgendwo off topic in der Luft hängt...

      Tut das doch einfach, oder spricht was dagegen?
    • Anna Rothenfluh 30.01.2017 14:30
      Highlight Highlight @Angelo C.: Möglich, dass es irgendein technisches Problem ist, aber ich kann leider deinen Kommentar nicht einfach in die richtige Spalte verschieben. Und ich wollte ihn nicht löschen, weil sonst eben der Vorwurf gekommen wäre, wir hätten wieder grundlos zensuriert :-) Ich wollte dir keinesfalls Demenz unterstellen, Angelo. Kannst du den Kommentar einfach nochmal beim Blunschi-Artikel schreiben? Dann ist das Problem glaubs gelöst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sophia 30.01.2017 12:32
    Highlight Highlight Wie rasch sich schon zeigt, dass der Brexit ein gewaltiger Irrtum war. Das ist halt mit Volksabstimmungen immer so, das Volk hat nicht die Folgen sondern immer nur das Kurzfristige im Auge. Jetzt treibst die Theresa in die Arme Trump und noch schlimmer in die Arme des "Grossen Kalifen Erdogans". Oh, David, was hast du da angerichtet!
  • Angelo C. 30.01.2017 12:05
    Highlight Highlight Zitat :

    "Das Parlament diskutiert Petitionen bereits ab 100'000 Unterschriften, die Regierung antwortet auf all diejenigen, die mehr als 10'000 Unterstützer gefunden haben. "


    Wie repräsentativ eine Twitterumfrage einerseits für die Beschaffung valabler Unterschriften sein kann, weiss ich nicht. Scheint aber wohl so oder so eine Nullnummer zu werden, da ja Theresa May (Regierung) für den baldigen Erhalt eines Handelsabkommens nach Washington gepilgert ist.

    Bleibt also die Frage, ob eine praktisch gleichzeitige Ausladung zum Staatsempfang in Grossbritannien als Türöffner geeignet sein mag.
  • Therealmonti 30.01.2017 11:13
    Highlight Highlight Die Engländer haben eben doch Klasse. Sie sagen dem Trampel: F*** off. Ich warte auf sowas von unserem Bundesrat!

Analyse

Trio infernal: Trump, Putin – und die Deutsche Bank

Der russische Geheimdienst hat in Afghanistan ein Kopfgeld auf amerikanische Soldaten ausgesetzt. Warum reagiert der US-Präsident nicht? Und welche Rolle spielt die Deutsche Bank?

Am vergangenen Freitag hat die «New York Times» einmal mehr eine News-Bombe platzen lassen: Gemäss einer streng vertraulichen Einschätzung sind die amerikanischen Geheimdienste zur Überzeugung gelangt, dass eine russische Spionageeinheit den Taliban ein Kopfgeld für getötete amerikanische Soldaten und andere Nato-Militärs versprochen hat.

Präsident Donald Trump soll bereits im März darüber informiert worden sein. In den vergangenen drei Jahren sind gegen 30 US-Soldaten getötet worden. Ob …

Artikel lesen
Link zum Artikel