DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Daumen hoch oder runter für einen Staatsbesuch Trumps in Grossbritannien?
Daumen hoch oder runter für einen Staatsbesuch Trumps in Grossbritannien?Bild: JONATHAN ERNST/REUTERS

Über eine Million Unterschriften gegen Trumps Besuch bei der Queen

30.01.2017, 10:5330.01.2017, 11:11

In seiner Funktion als Kopf der US-Regierung dürfe Donald Trump nach Grossbritannien reisen. Doch eine Einladung zu einem offiziellen Staatsbesuch will diese Petition verhindern. Dies würde Ihre Majestät, die Queen, beleidigen.

«Donald Trumps gut dokumentierte Misogynie und Vulgarität disqualifizieren ihn von der Queen oder dem Prinzen von Wales in Empfang genommen zu werden.»

Über eine Million Menschen haben den Antrag bereits unterschrieben – und es werden laufend mehr. 

Das Parlament diskutiert Petitionen bereits ab 100'000 Unterschriften, die Regierung antwortet auf all diejenigen, die mehr als 10'000 Unterstützer gefunden haben. 

Wird die Queen Elisabeth II. US-Präsident Trump in Empfang nehmen?
Wird die Queen Elisabeth II. US-Präsident Trump in Empfang nehmen?Bild: EPA/PA/PR IMAGE

US-Präsident Trump hat seine Einladung zum Staatsbesuch in Grossbritannien bereits seit Freitag in der Tasche. Da traf er Premierministerin Theresa May in Washington D.C. 

Das war allerdings vor dem Einreiseverbot für Bürger von sieben muslimischen Ländern, das weltweit für Empörung sorgte. 

Sadiq Khan, der britisch-pakistanische Bürgermeister Londons, sagte gemäss «Sky News»

«Wir sollten für Präsident Trump nicht den roten Teppich ausrollen, nicht, solange dieses grausame und beschämende Verbot in Kraft ist.»
Sadiq Khan, Bürgermeister von London
Sadiq Khan ist der erste Londoner Bürgermeister muslimischen Glaubens.
Sadiq Khan ist der erste Londoner Bürgermeister muslimischen Glaubens.Bild: NEIL HALL/REUTERS

Zu den Unterstützern der Petition gehört auch Labour-Chef Jeremy Corbyn. Auf Twitter rief er dazu auf, zu unterschreiben: «Trump sollte nicht in Grossbritannien begrüsst werden, weil er mit dem beschämenden Muslim-Bann und Attacken gegen Frauen und Flüchtlinge unsere Werte missbraucht.»

Er habe die Petition ursprünglich nicht wegen des Einreiseverbots gestartet, sagte der Initiant Graham Guest gegenüber «The Independent». Es sei Trumps ganzes Gebaren, das ihn dazu veranlasst habe: Er habe nicht gewollt, dass die Queen die US-Präsidentenhand schütteln müsse. Das Verbot habe dem Ganzen aber noch eine neue Dimension hinzugefügt. 

«Wenn er fotografiert wird, wie er neben der Queen steht, lässt ihn das wie ein Staatsmann aussehen, was er natürlich nicht ist.»
Graham Guest

Guests Petition erfreut sich auf Twitter allergrösster Beliebtheit:

Es wäre nicht das erste Mal, dass das britische Parlament sich des Themas annehmen würde: Im Januar 2016 debattierten die Mitglieder bereits über die Frage, ob Trump die Einreise untersagt werden soll. Ob die Präsenz eines bestimmten Individuums dem öffentlichen Wohl dienlich sei oder nicht, entscheide das Innenministerium, stand im offiziellen Statement der Regierung. Die aktuelle Innenministerin ist Amber Rudd.

Mal sehen, wie die Entscheidung ausfällt; die Petition endet am 29. Mai 2017.

Und vielleicht hat die Queen diesen fünf Jahre alten Trump-Tweet nicht vergessen:

(rof via Mashable)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

12 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Therealmonti
30.01.2017 11:13registriert April 2016
Die Engländer haben eben doch Klasse. Sie sagen dem Trampel: F*** off. Ich warte auf sowas von unserem Bundesrat!
4811
Melden
Zum Kommentar
avatar
Sophia
30.01.2017 12:32registriert Juli 2015
Wie rasch sich schon zeigt, dass der Brexit ein gewaltiger Irrtum war. Das ist halt mit Volksabstimmungen immer so, das Volk hat nicht die Folgen sondern immer nur das Kurzfristige im Auge. Jetzt treibst die Theresa in die Arme Trump und noch schlimmer in die Arme des "Grossen Kalifen Erdogans". Oh, David, was hast du da angerichtet!
2418
Melden
Zum Kommentar
12
Starker Rubel – schwacher Putin
Die russische Währung mag so stark sein wie noch nie, die russische Wirtschaft ist es nicht.

Ein beliebtes Argument der Putin-Versteher wie Roger Köppel und Magdalena Martullo-Blocher lautet wie folgt: Die westlichen Sanktionen gegen Russland wirken nicht. Das sieht man daran, dass der Rubel nach einem kurzen Einbruch immer stärker geworden ist. Deshalb sollte man die Übung schleunigst abbrechen, da wir uns damit nur selbst schaden.

Zur Story