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FILE – In this Nov. 14, 2005 file photo, clouds hang over the North Sentinel Island, in India's southeastern Andaman and Nicobar Islands. An American is believed to have been killed by an isolated Indian island tribe known to fire at outsiders with bows and arrows, Indian police said Wednesday, Nov. 21, 2018.
Police officer Vijay Singh said seven fishermen have been arrested for facilitating the American's visit to North Sentinel Island, where the killing apparently occurred. Visits to the island are heavily restricted by the government. (AP Photo/Gautam Singh, File)

Die Nordsentinel-Insel beherbergt das vielleicht letzte steinzeitliche Volk der Erde. Bild: AP/AP

«Er hat sie provoziert» – warum das Inselvolk in Ruhe gelassen werden sollte



Ein junger US-Amerikaner besucht das vielleicht letzte steinzeitliche Volk der Welt, um es zum Christentum zu bekehren. Die Reise auf ihre abgelegene Insel nimmt für ihn ein böses Ende. Warum die indischen Behörden nun in einer Zwickmühle stecken.

«Ich will nicht sterben», schrieb der Missionar in sein Tagebuch, nachdem ein Kind einen Pfeil auf ihn geschossen und seine Bibel getroffen hatte. Und doch kehrte der junge Mann zurück auf die Insel der Ureinwohner im Indischen Ozean – und ward nicht mehr lebend gesehen. Diese Szenen spielten sich nicht vor Hunderten Jahren ab, sondern vor weniger als zwei Wochen.

In Sperrzone eingedrungen

Der 27 Jahre alte US-Amerikaner John Chau hatte Fischer angeheuert, ihn auf die Nordsentinel-Insel zu bringen – Teil der Inselkette der Andamanen, die zu Indien gehört, aber näher bei Myanmar liegt.

Zum Schutz der dort lebenden Ureinwohner – der sogenannten Sentinelesen, die als letztes steinzeitliches Volk der Welt gelten – ist es verboten, sich der nur rund 60 Quadratkilometer grossen Insel mit von Sandstrand umringtem Wald auf weniger als fünf Kilometer zu nähern.

Weil das sogar für die Polizei gilt, stehen die Beamten nun vor einem Dilemma: Sollen sie versuchen, die Leiche zu bergen? Wie sollen sie in dem Todesfall ermitteln, wenn sie sich den einzigen Zeugen nicht nähern dürfen – und ohnehin niemand deren Sprache versteht?

Es sei ein sehr schwieriger Fall, sagt der Polizeichef der Inselgruppe, Dependra Pathak. Einerseits gebe es eine Anzeige wegen Mordes, der nachgegangen werden müsse. Andererseits gelte in Bezug auf die Ureinwohner die Vorgabe: «Finger weg».

Diese Strände sind für Ferien besser geeignet:

Jäger und Sammler

Die Sentinelesen kamen Experten zufolge wahrscheinlich vor etwa 50'000 Jahren aus Afrika auf die Insel und führen noch heute ein ursprüngliches Leben als Jäger und Sammler. Ihre Zahl wird auf weniger als 100 geschätzt.

Kaum mehr ist über sie bekannt, da sie Fremden immer unmissverständlich zu verstehen gegeben haben, dass sie in Ruhe gelassen werden wollen.

Sentinel Island

Das Volk will in Ruhe gelassen werden. Bild: orangesmile.com

So auch Chau, nachdem er sich ihnen das erste Mal genähert und gesagt hatte: «Mein Name ist John, ich liebe euch und Jesus liebt euch.» Das geht aus Tagebucheinträgen des Abenteurers und einem Brief an seine Familie hervor, die die Polizei den Medien zur Verfügung gestellt hat. Mit Pfeilen bewaffnete Sentinelesen hätten ihn angeschrien, steht da. Er sei blitzschnell weg gepaddelt, gebe aber nicht auf.

Missionierungswahn

«Ihr haltet mich vielleicht für verrückt, aber ich denke, das alles ist es wert, um diesen Leuten Jesus zu verkünden», schrieb der Missionar seiner Familie. Er sagte den Fischern, die ihn hergebracht hatten, sie könnten wegfahren; er werde die Nacht auf der Insel verbringen.

Das sagten die Fischer später der Polizei. Chau war sich durchaus bewusst, was ihm bei den Sentinelesen drohte: «Bitte seid weder ihnen noch Gott böse, falls ich getötet werde», schrieb er.

John Allen Chau war ein Abenteurer.

Als die Fischer am nächsten Tag zur Insel zurückkehrten, sahen sie nach eigenen Angaben, wie die Bewohner Chaus leblosen Körper durch den Sand schleiften. Die Polizei ist seitdem zweimal mit der Küstenwache vor die Küste der Insel gefahren.

«Wir haben den Strand durch Ferngläser beobachtet, und die Sentinelesen sind mit Pfeilen und Bögen zum Vorschein gekommen. Wir haben Abstand gehalten», erzählt Polizeichef Pathak. «Wir wollen keine Konfrontationen.»

Immer Ablehnung

Die Polizei berät sich auch mit Anthropologen, darunter Trilok Nath Pandit – der Mann, der sich wohl so gut wie sonst niemand mit den Sentinelesen auskennt. Bereits im Jahr 1967 führte er eine Expedition zur Nordsentinel-Insel an.

Es folgten viele weitere, bei denen er zusammen mit anderen Forschern Geschenke wie Kokosnüsse, Metallgegenstände und lebende Schweine am Strand hinterlegte und aus sicherer Entfernung im Wasser die Reaktionen der Sentinelesen beobachtete. Immer verhielten sie sich feindselig. «Wir verstehen ihre Sprache nicht, aber es war nicht schwer, zu verstehen, dass sie uns nicht auf ihrer Insel haben wollten», erzählt Pandit.

«Wir verstehen ihre Sprache nicht, aber es war nicht schwer, zu verstehen, dass sie uns nicht auf ihrer Insel haben wollten.»

Trilok Nath Pandit

Er habe immer auf sie gehört. Das hätte auch Chau tun sollen, meint er. «Er hat sie provoziert, nachdem sie deutlich gemacht hatten, dass er nicht willkommen war», sagt der heute 84-Jährige.

In all den Jahren kam Pandit nur einmal, 1991, den Sentinelesen richtig nahe. Damals wateten einige von ihnen – allesamt nackt, manche mit Kopfschmuck oder gelber Farbe im Gesicht – ins flache Wasser hinaus, um die mitgebrachten Kokosnüsse persönlich entgegenzunehmen.

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Ein Video von der Begegnung mit den Sentinelesen. Video: YouTube/captainadventures

Warum sie das auf einmal taten, weiss Pandit nicht. Ein Knabe mit einem Messer habe ihm aber bedeutet, er solle sich dem Strand besser nicht weiter nähern.

Warnung vor Leichenbergung

Mitte der 90er Jahre stellte die indische Regierung die Expeditionen ein. Es hatte sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass diese grossen Schaden anrichten könnten – etwa durch die Verbreitung von Krankheiten wie Masern oder Grippe, die im 19. Jahrhundert viele Ureinwohner auf den Andamanen das Leben gekostet hatten.

Auch deshalb fordert die Organisation Survival International, die sich für die Rechte von Indigenen einsetzt, die Behörden auf, nicht zu versuchen, Chaus Leichnam zu bergen.

Dies wäre für die Sicherheitskräfte wie auch für die Sentinelesen höchst gefährlich, heisst es. Auch lokale Forscher und Journalisten warnten in einem Brief vor einer weiteren Eskalation.

«Wir sollten ihren Wunsch respektieren, allein gelassen zu werden.»

Trilok Nath Pandit

Zur Vorgeschichte gehört nämlich auch der Fall zweier Fischer, die im Jahr 2006 von Sentinelesen getötet wurden, nachdem ihr Boot an den Strand der Insel getrieben war. Als die Küstenwache kam, um die im Sand vergrabenen Leichen zu holen, griffen die Inselbewohner deren Hubschrauber an. Nur einer der toten Fischer konnte geborgen werden.

Die Sentinelesen seien von sich aus nicht aggressiv, meint Pandit. «Für sie sind Aussenseiter aber Eindringlinge», erklärt er. «Wir sollten ihren Wunsch respektieren, allein gelassen zu werden.» (sda/dpa)

Mehr als 370 Tote bei Überschwemmungen in Südindien

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Joshzi 29.11.2018 13:27
    Highlight Highlight Niemand hat es verdient getötet zu werden, aus welchen Gründen auch immer. Aber vielleicht sollten einige Mitglieder unserer Gesellschaft darüber reflektieren, wie respektlos und selbstüberzogen sie andere Menschen mit ihrer Weltanschauung überziehen. Auf diese Weise zu missionieren, das ist die schlimmste Form des Rassimus die es gibt. Insbesondere dieser "Mann Gottes" es in Kauf nimmt, andere Menschen im schlimmsten Fall zu töten, über Keime, Bakterien oder Viren. Unglaublich respektlos.
  • Dan Rifter 28.11.2018 22:01
    Highlight Highlight Ach.. die haben doch längst Hi-Speed-Internet und lachen sich einen Wolf, dass sie die Welt seit Jahren mit dem Insulanermythos trollen.
  • Ron Collins 28.11.2018 20:25
    Highlight Highlight Mein Mitleid hält sich n Grenzen. Dass in der heutigen Zeit immernoch solche Missionaren gibt und meinen, irgendwelchen Wilden ihren ach so edlen Glauben aufdrücken zu müssen .... mir unbegreiflich! Lasst die einfach in Ruhe.
  • Pius C. Bünzli 28.11.2018 17:59
    Highlight Highlight 🤗
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  • Oxymora 28.11.2018 17:32
    Highlight Highlight Seit ich mich als Sentinelese tarne
    hat kein Missionar mehr geklingelt.

    Herzliches Dankeschön nach North Sentinel.
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  • JoJodeli 28.11.2018 15:51
    Highlight Highlight Das Original Interview mit Pandit ist zu dem Thema sehr spannend zu lesen. Fördert das Verständnis warum man entschieden hat dieses Volk in Ruhe zu lassen. Es gibt nicht ohne Grund ein offizielles Verbot sich der Insel zu nähern. Aber Missionare waren noch nie für respektvolles Verhalten bekannt...
    • Ron Collins 28.11.2018 20:28
      Highlight Highlight Oh ja...“Welcome“ war wohl das letzte was damals die inkas, Mayas und Azteken etc. zu diesen „guten“ Gottgesandten sagten. ;/
  • Knety 28.11.2018 15:28
    Highlight Highlight Bei früheren Expeditionen wurden Sentegslesen von der Insel verschleppt und in Gefangenschaft gehalten. Die Erwachsenen sind verstorben und die Kinder wurden mit Geschenken beladen zurückgebracht. Die Feindseligkeit gegenüber Fremden kommt also nicht von ungefähr.
  • HundBasil 28.11.2018 15:25
    Highlight Highlight Hallo liebe Gutmenschen! Woher wisst ihr, dass diese Steinzeitmenschen glücklich sind? 100 Menschen auf einer kleinen Insel. Das geht nicht ohne Inzucht. Dem Ami waren diese Menschen nicht egal. Er war ein wirklich guter Mensch.
    • Knety 28.11.2018 15:42
      Highlight Highlight Forscher gehen von 50-500 Personen auf der Insel aus. Wie ein Hilfeschrei sah ihr Verhalten auch nicht aus. Und klar haben Indigene ein Recht auf Kontakt zur Ausenwelt, die haben aber auch das Recht auf Isolation. Speziell in diesem Fall.
    • Gähn 28.11.2018 16:38
      Highlight Highlight Was denkst du eigentlich wieso die jedem, der die Insel betritt, in den Arsch treten?
      Weil sie unbedingt das neueste iPhone wollen?
      Diese Menschen WOLLEN NICHTS VON UNS WISSEN.
      Jetzt kapiert oder fehlt dir dafür die geistige Kapazität?
    • HundBasil 28.11.2018 21:52
      Highlight Highlight @Gähn: Gähn
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Geilo 28.11.2018 15:23
    Highlight Highlight Wehe denen, die gutes böse und böses gut heissen.
  • Cédric Wermutstropfen 28.11.2018 14:43
    Highlight Highlight Lasst dieses Volk doch in Ruhe. Es ist ihr Land und das Land ihrer Vorväter. Wenn sie keine ungebetenen Gäste wollen, ist das zu respektieren. Das ist eine Frage des Anstandes. Das sollte bei uns übrigens auch gelten.
  • Chaelle 28.11.2018 14:26
    Highlight Highlight Ich staune...plötzlich ist es ok wenn irgendwo auf der Welt ein Mord geschieht...andere Kultur halt...Und das aus Europa...Europa, dass sonst immer so gerne dem Gutmenschentum frönt und mit dem Finger auf andere Länder zeigt.

    Trotzdem...der Hobby-Missionar hatte definitiv einen Knall.
  • drüber Nachgedacht 28.11.2018 14:01
    Highlight Highlight Der hat gute Chancen für den Darwin Award 2018.
  • Ms. Song 28.11.2018 13:55
    Highlight Highlight Dieser Mann hat das Leben eines ganzes Stammes riskiert. Dies aus religiösen Wahn. Dieser Stamm weiss doch nicht einmal, dass sie und ihre Insel zu irgend einem Land gehören sollen. Wieso sollten sie sich den Gesetzen fremder unterwerfen? Eigentliche sollten solche Inseln eigenständig sein. Sie ghören den Menschen darauf.
  • Universarier 28.11.2018 13:38
    Highlight Highlight Da seht ihr Bibelfundis mal was es bringt wenn selber religiös sein nicht genug ist. Missionieren ist eine sauerei, egal welche religion oder sekte das auch immer tut.
    Wo war da dein Gott oder Jesus?
    Der mann bekam was er verdiente und wollte.
    • Mr. Spock 28.11.2018 15:17
      Highlight Highlight Der Schuss in die Bibel kann man eigentlich als deutliches Zeuchen von oben werten...
    • Universarier 29.11.2018 11:53
      Highlight Highlight Und das zurückkehren auf die Insel als religiösfanatische Dummheit. Hat er gedacht die Pfeile werden alle von seiner Bibel abgelenkt?...
  • malu 64 28.11.2018 13:37
    Highlight Highlight Sie leben ihr Leben und brauchen keinen von uns. Ganz im Gegenteil! Wir bringen nur Elend und Verderben! Dieses Volk braucht unsere Bildung nicht, geschweige den, die phantastischen Geschichten aus der Bibel. Sie kommen mit der Natur zurecht. Ihr Leben basiert auf anderen Dingen! Lasst sie endlich in Ruhe!
  • schmettervogel 28.11.2018 13:32
    Highlight Highlight Missionieren ist doch so was von "out". Dieser Mann hat sich freiwillig in Gefahr begeben und ist dabei umgekommen. Kann man einen Berg belangen wenn ein Extrem Bergsteiger beim ausüben seines Hobbys umkommt?
  • casalpablo 28.11.2018 13:04
    Highlight Highlight Jesus liebte den Hobbymissionar schon mal nicht.
    • Gummibär 28.11.2018 15:40
      Highlight Highlight Die Fundis werden das anders interpretieren und zwar wie folgt :
      Der Hobbymissionar hat wie viele seiner Vorgänger Mathäus 28, 19 befolgt.
      " Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" . Die katholische Kirche hätte ihn als Märtyrer heiliggesprochen, mit Logenplatz neben Jesus.
  • Jesses! 28.11.2018 12:54
    Highlight Highlight Warum lässt man dieses Volk nicht einfach in Ruhe? Dieser Mann muss nicht geborgen werden. Weshalb auch? Es gibt absolut keinen Grund dafür. Nur Pseudo-Gründe, um die Neugier & Sensationslust der einfältigen Menschen zu befriedigen, die einfach nichts, aber auch gar nichts begriffen haben.
    • JoJodeli 28.11.2018 15:53
      Highlight Highlight Ich finde ja auch er ist selber schuld und hat es provoziert aber kann den Wunsch der Familie schon verstehen dass man gerne einen Körper zum bestatten und verabschieden hätte.
  • LibConTheo 28.11.2018 12:45
    Highlight Highlight Das könnte jetzt aber zu Gewissenskonflikten führen, oder?

    Auf der einen Seite (und das ist eigentlich auch meine Ansicht), klar, die Leute sollte man nicht stören, da sie dort ihren Frieden haben und die Aussenwelt nicht stören, etc...

    Denoch, sie erlassen ihr eigenes "Gesetz", Eindringlinge umzunieten, wen sie auf ihre Insel kommen wollen.

    Sind das jetzt rassistische Nationalisten? Und wen nicht, warum nicht?
    • Sir_Nik 28.11.2018 13:14
      Highlight Highlight Die Frage ist doch viel eher warum die Weltgemeinschaft meint es sei Rechtens diese Insel einfach einem Staatsgebiet zuzuordnen....obwohl bekannt ist das die Insel bewohnt ist und offensichtlich noch nie jemand wirklich dort war!
    • Hashtag 28.11.2018 13:19
      Highlight Highlight Ist eine interessante Frage (die Blitze hast du eigentlich nicht verdient).

      Dieses Volk lebt jedoch noch in einer anderen "Zeit", alles was auf ihre Insel kommt wird als potentielle Bedrohung wahrgenommen und dies wohl auch zu recht. Ihr natürlicher Überlebenstrieb führt sie dazu diese Gefahr unschädlich zu machen.

      Wir Menschen die in der heutigen "Zeit" leben wissen, dass nicht alles was von aussen kommt eine potentielle Gefahr ist und können empathischer und kooperativer denken.
    • supremewash 28.11.2018 13:25
      Highlight Highlight Ich behaupte jetzt mal, dass die Sentinelesen keinen Rassen- oder gar Nationen-Begriff kennen, wie wir.
      Klar, Nichtwissen schützt grunsätzlich vor Strafe nicht, aber das Leben vieler (welches man mit einer aussichtslosen Untersuchung wissentlich gefährdete) sollte doch mehr wert sein als das eines einzelnen. Diese ethische Zwickmühle ist auch das einzige interessante am Fall. Null Mitleid für den Lebensmüden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sanchez 28.11.2018 12:42
    Highlight Highlight Auch wenn der Missionar als „Feind“ galt, wurde er wohl trotzdem begraben. Ich denke, auch die primitiven Sentinelesen haben hierfür eine Art Ritual, ähnlich einer Beerdigung. Man sollte die Insulaner nun endlich in Ruhe lassen.
    • Mietzekatze 28.11.2018 14:22
      Highlight Highlight Oder es hilft einfach gegen den gestank... Keine Ahnung und auch egal! Er hat damit gerechnet und wurde am Tag davor sogar gewarnt sich nicht mehr zu nähern... das ist dann wohl einfach die natürliche Auslese...
  • droelfmalbumst 28.11.2018 11:29
    Highlight Highlight Null Mitleid. Was gibt's da zu untersuchen? Damit man den Mörder verklagen kann??

    Dieser Mann dachte er sei krass, dachte er könnte die Welt verändern und ist an seiner eigenen Dummheit gestorben. Schade für die Hinterbliebenen die nun ein Leben lang den Kopf schütteln und sich fragen: Wie kann man denn bitte so BESCHEUERT sein...
  • Beat Galli 28.11.2018 11:23
    Highlight Highlight Ja, dass ist wirklich eine grosse Zwikmühle Indiens.
    Sollen wir für eine Ami, der das Gesetz gebrochen hat alles stehen und liegen lassen
    Oder fangen wir bei den täglich ca 3000 Vergewaltigungen ab.
    Beim Ami kommen wir ins Fernsehen....
  • ThomasHiller 28.11.2018 10:55
    Highlight Highlight So sehr auch der Tod eines einzelnen Menschen traurig sein mag steht es hier doch in jeder Zeile des Textes: Hier hat sich jemand entgegen allen Warnungen in Lebensgefahr begeben, wider allen besseren Wissens.

    Es gilt also weiterhin die alte Erkenntnis: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.

    Wirklich Schmerz empfinden muß man also nicht.
    • Hayek1902 28.11.2018 12:01
      Highlight Highlight Er hat nicht nur sich in Gefahr gebracht, sondern auch die Inselbewohner. Indem sie ihn getötet haben, haben sie ihr Volk wohl ohne es zu wissen vor einer Ausrottung durch Krankheiten geschützt
  • Freedom Fighter 28.11.2018 10:55
    Highlight Highlight Die Sentinelesen seien von sich aus nicht aggressiv, meint Pandit. «Für sie sind Aussenseiter aber Eindringlinge», erklärt er. «Wir sollten ihren Wunsch respektieren, allein gelassen zu werden.»

    Diesem letzten Absatz ist nichts hinzuzufügen. Dieser bringt es auf den Punkt.
    • Alterssturheit 28.11.2018 11:26
      Highlight Highlight Genau so ist es ! Und sie haben es offenbar die letzten tausenden von Jahren ganz gut ohne Jesus und "westliche Zivilisation" geschafft.
  • Silverstone 28.11.2018 10:55
    Highlight Highlight Da sieht man doch wieder einmal hervorragend das Problem der Religionen... Alle werden durch fanatische selbsternannte "Prediger" vorangetrieben!
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie krank, egoistisch und blind man sein muss, wenn man einem autarken Volk das Christentum aufzwingen will.
  • Hein Blöd 28.11.2018 10:43
    Highlight Highlight <Ich will nicht sterben! Ich geh aber trotzdem auf eine Insel, wo mir die Todesstrafe schon nur fürs Betreten droht.>

    Ohne Worte.
    • Syndoms 28.11.2018 16:21
      Highlight Highlight Dieser Mann wusste, dass nach dem Tod jeder Mensch vor Gott stehen wird um gerichtet zu werden. Nur durch den Glauben an Jesus Christus werden wir gerecht dastehen, da er die Konsequenzen des Gerichts bereits auf sich genommen hat. Diese Botschaft wollte er den Sentinelesen mitteilen. Die Ernsthaftigkeit der ganzen Sache wurde durch seinen Einsatz bewiesen. Das war ein sehr mutiger Mann.
    • NoCapitalism 28.11.2018 17:27
      Highlight Highlight @syndoms
      1. Er wusste nicht sondern er glaubte.
      2. Ich glaube nicht an gott, wie wird er über mich richten falls ich ihm nach meinem tod begegnen werde?
      3. Man kann seine ernsthaftigkeit auch als fanatischer fundamentalismus definieren.
      4. Ist so eine botschaft echt so viel wert das man riskiert ein ganzes volk auszulöschen? Und was würde dann "gott" darüber denken?
    • Gähn 28.11.2018 17:51
      Highlight Highlight Und andere Religionen erzählen etwas anderes.
      So wie meine, die sagt, dass man nach dem Tod wieder an den Ort zurück kehrt, von dem alle Seelen stammen und der Kreislauf beginnt von vorne.
    Weitere Antworten anzeigen

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