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People gather at the site of a suicide car bomb in the Karrada shopping area, in Baghdad, Iraq July 3, 2016. REUTERS/Khalid al Mousily

Verwüstung nach dem verheerenden Selbstmordanschlag im Bagdader Einkaufsviertel Karada (03.07.2016). Bild: KHALID AL-MOUSILY/REUTERS

Die Karte des Todes von Bagdad: In Wirklichkeit ist alles noch schlimmer



Mindestens 213 Menschen sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad Opfer eines Terroranschlags geworden. Ein Selbstmordattentäter hatte sich in der Nacht zum Sonntag mit einem mit Sprengstoff beladenen Auto inmitten einkaufender Menschen in die Luft gesprengt. Zur Tat bekannte sich die Terrormiliz «IS».

Gegen die Abstumpfung, welche die nicht abreissenden Schreckensmeldungen aus Bagdad auslösen könnten, stemmen sich einige Aktivisten mit dieser Karte: 

Bild

screenshot via guardian.co.uk

Sie zeigt in drastischer Manier auf, wo in Bagdad zwischen 2003 und 2010 Menschen gewaltsam ums Leben gekommen sind. Das interaktive Original kann auf dem Data Blog des Guardian angesehen werden und basiert auf den Zahlen der Wikileaks Iraq War Logs.

Die Karte wird derzeit auf den Sozialen Medien herumgereicht. Mitunter werden dabei die roten Punkte mit Autobomben gleichgesetzt, was nicht korrekt ist. Einige User monieren zudem, dass die Karte veraltet sei, weil sie nur Daten bis 2010 erfasst.

Zum Ende der US-Besatzung 2011 waren die Anschläge zwar markant zurückgegangen. Doch mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Nachbarland Syrien und dem Wiedererstarken der Terrormiliz «IS» stiegen sie wieder an.

Bild

screenshot via iraq body count

Ergo: Die Karte mag alt sein, aber die roten Punkte darauf sind seit 2010 nicht weniger geworden. Im Gegenteil. (kri)

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